Arbeitsblatt: Bilderbuch neu malen
Material-Details
Das Bilderbuch PAULI Wurde als Geschenk für eine schwangere Lehperson neu gemacht. Das schönste Bilderbuch aller Zeiten ;)
Bildnerisches Gestalten
Anderes Thema
5. Schuljahr
14 Seiten
Statistik
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07.08.2011
Autor/in
Marcel Greter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Eines Abends setzte sich Mama Kaninchen in den Stuhl und rief ihre Kinder zu sich. „Kinder, ich habe eine grosse Überraschung für euch – wir werden im Frühling ein Baby bekommen! „Wie schön, Mama!, lächelte der grosse Max. „Auch gut, sagte Manni. „Ein Baby! Ein echtes Baby!, quietschte Lina aufgeregt. Pauli sagte gar nichts. Nun fragte Papa Kaninchen: „Wünscht ihr euch ein kleines Brüderchen oder ein Schwesterchen? „Das ist doch unwichtig, Papa, sagte Max, „Hauptsache, es ist gesund! „Ich hätte lieber noch einen Bruder, meinte Manni. „Nein, ich will ein Schwesterchen!, piepste Lina. „Und du, Pauli? „Weiss noch nicht, muss erst nachdenken, brummte Pauli. Später, als die Kinder in den Betten lagen, flüsterte Lina: „Wenn das Baby da ist, sind wir eine Familie mit sieben Kaninchen – wie die sieben Zwerge. Ach, ich freue mich so! Pauli freute sich gar nicht. Er dachte sich: „Wozu brauchen wir denn ein Baby? Es sind doch schon genug Kinder in der Familie, mit denen ich den Nachtisch teilen muss. Morgen werde ich Edi fragen, wie es ist, ein Baby-Geschwisterchen zu haben. Am nächsten Morgen lief Pauli zu seinem Freund Edi hinüber und rief: „Edi, stell dir vor, wir bekommen auch ein Baby! „Au weia!, sagte Edi. „Erzähl mir von deinem kleinen Brüderchen!, bat Pauli. Edi dachte lange nach. Dann sagte er: „Also, so ein Baby ist sehr klein und zerbrechlich. Es schreit immer, wenn alle anderen schlafen wollen. Ausserdem stinkt es – nach Pipi und so. Und dauernd braucht es irgendwas. Den ganzen Tag hüpfen und springen alle herum, nur damit das Baby zufrieden ist. Es ist eine richtige Plage, ein Baby zu haben! „Au weia!, seufzte nun Pauli. Dann sagte er: „Wäre es besser, eine Schwester zu haben? Edi war erstaunt: „Kann man sich aussuchen, was man will? „Ich glaube schon, antwortete Pauli. „Papa hat uns gefragt, was wir lieber hätten – einen Bruder oder eine Schwester. „Ja, wenn das SO ist, dann frage doch noch einmal deine Mama. Vielleicht könnt ihr anstatt des Babys etwas anderes bekommen! „Danke Edi!, rief Pauli froh. „Ich habe eine tolle Idee. Pauli lief zu Mama und sagte: „Papa hat uns doch gefragt, ob wir lieber einen Bruder oder eine Schwester möchten, aber ich hätte am liebsten eine Hausmaus. Bitte, Mama! „Aber Pauli, sagte Mama, „das hat Papa nur zum Spass gesagt. Das Baby wächst doch schon die ganze Zeit da drin. Mama legte Paulis Pfote auf ihren runden Bauch. „Wir wissen, dass unser kleines Kaninchenkind bald zur Welt kommt, aber ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sehen wir erst, wenn es da ist. Mama streichelte Pauli. „Es tut mir Leid Pauli, du kannst keine Hausmaus bekommen. Freust du dich gar nicht auf unser Baby?, fragte Mama leise. „Doch, schon, schwindelte Pauli. Er wollte seine Mama nicht traurig machen. Und dann war es soweit. Als die Kinder abends von der Futtersuche nach Hause kamen, wickelte Mama ein winziges Kaninchenbaby aus der Decke und hob es hoch: „Darf ich vorstellen? Das ist euer neues Schwesterchen! „Wie hübsch! Nett! Allerliebst!, riefen Manni, Max und Lina. Nur Pauli meinte zweifelnd: „Bist du ganz sicher, dass sie auch frisch ist, Mama? Sie sieht ein bisschen welk und verschrumpelt aus Mama lachte. „Alle neugeborenen Babys sehen so aus, Pauli! Du warst genauso! Mama wickelte das Baby wieder ein, legte es Papa in den Arm und bat: „Nehmt die Kleine bitte mit hinaus und lasst mich ein wenig schlafen. Ich bin sehr müde. Aber kaum hatten sie die Schlafkammer verlassen, begann das Schwesterchen zu weinen. „Sch-sch-sch!, beruhigte Papa und wiegte das Baby dabei hin und her. Doch es schrie weiter. „Gulli-gulli-gulli!, machte Max und klopfte dem Baby behutsam auf den Po. Doch es schrie weiter. „Psst-psst-psst!, zischte Manni und schüttelte das Baby sachte. Doch es schrie weiter. „Heiapopeia!, sang Lina und trug das Baby herum. Doch es schrie weiter. „Nimm du es, sagte Lina und legte das Baby in Paulis Arm. „Nein, nein, ich kann das nicht!, rief Pauli erschrocken. Doch das Baby – schmiegte sein Köpfchen an Paulis Brust und schlief ein. „Bravo, mein Sohn, gut gemacht!, lobte Papa und die Geschwister nickten. So blieb Pauli nichts anderes übrig, als still sitzen zu bleiben und die Baby-Schwester festzuhalten. Ihre Schnurrhaare zitterten. Ihre Ohren waren flaumig weich und fast durchsichtig. Sie roch zart nach Milch und süssen Beeren. Pauli spürte sogar ihren Herzschlag: Poch-poch-poch. Er sass da und staunte. Das Baby war so winzigklein und hatte doch alles, was ein Kaninchenkind haben muss. „Es wird lange dauern, bis sie so gross, stark und klug ist wie ich, dachte Pauli, „aber bis dahin werde ich sie beschützen. Da hörte er Mama rufen. „Ich bringe ihr das Baby, sagte Pauli und trug die kleine Schwester rasch und geschickt an Mamas Bett. „Wenn sie wieder weint, brauchst du es mir nur zu sagen – ich tröste sie dann, meinte Pauli, als er die Kleine in Mamas Arm legte. „Danke, mein grosser, tüchtiger Pauli, sagte Mama und gab Pauli einen Kuss. „Ich bin sehr froh, dass ich dich habe! Pauli rannte hinaus auf die Wiese, hüpfte und hopste, lachte und quietschte. Da kam Edi. „Pauli, was machst du denn? „Ich habe ein Schwesterchen bekommen! „Oje, seufzte Edi. „Schreit sie? „Wenn ICH sie halte, schreit sie nicht! „Stinkt sie? „Im Gegenteil, sie riecht wie Himbeeren mit Sahne. „Pauli, ich glaube, du bist verrückt geworden!, sagte Edi. „Edi, ich glaube, du verstehst sehr wenig von Babys!, sagte Pauli, warf Edi einfach um und nun kugelten sie sich zu zweit auf der Wiese herum, bis sie ganz ausser Atem waren. Sie lagen friedlich nebeneinander und guckten in die Wolken. Pauli fragte: „Du Edi, glaubst du auch, dass es lange dauern wird, bis unsere Babys so gross, stark und klug sind wie wir? „Ja, das wird ziemlich lange dauern. „Edi, sagte Pauli ganz feierlich, „wir beide müssen die Kleinen beschützen und ihnen alles Wichtige beibringen. Einverstanden? „Einverstanden!, versprach Edi. „Aber Pauli, was sollen die Babys von uns lernen? „Na, das Wichtigste eben: Nur fressen, was gut schmeckt. Naschen ohne erwischt zu werden. Lieb dreinschauen, damit Mama nicht schimpft. Rindenschiffe basteln. Auf Grashalmen pfeifen und überhaupt alles, was Spass macht!, sagte Pauli. Pauli gab Edi einen kleinen Klaps auf den Rücken und rief: „Fangenspielen gehört auch dazu. Aber so lange unsere Babys noch nicht laufen können, wirst du mich fangen müssen!