Arbeitsblatt: Mittelalterliche Gedichte
Material-Details
verschiedene mittelhochdeutsche Gedichte
Geschichte
Mittelalter
6. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
87969
561
2
13.10.2011
Autor/in
Kelly Waldvogel
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Alt und Mittelhochdeutsche Gedichte und Lieder Walter von der Vogelweide Under der linden an der heide, dâ unser zweier bette was, dâ muget ir vinden schône beide gebrochen bluomen unde gras. Vor dem walde in einem tal, tandaradei, schône sanc diu nahtegal. Unter der Linden an der Waldung, wo unser beider Bette war, dort mögt ihr finden lieblich beides gebrochen Blumen und auch Gras. Vor dem Wald in einem Tal, tandaradei, lieblich sang die Nachtigall. Verfasser anonym Dû bist mîn, ich bin dîn. des solt dû gewis sîn. dû bist beslozzen in mînem herzen, verlorn ist das sluzzelîn: dû muost ouch immêr darinne sîn. Beginn des Nibelungenliedes Uns ist in alten mæren wunders vil geseit von helden lobebæren, von grôzer arebeit, von fröuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen, von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen. Ez wuohs in Burgonden ein vil edel magedîn, daz in allen landen niht schœners mohte sîn, Kriemhilt geheizen: si wart ein scœne wîp. dar umbe muosen degene vil verliesen den lîp. Übersetzung Uns wurde in alten Erzählungen viel Wundersames gesagt von ruhmreichen Helden, von großem Leid, von Freuden, Festen, von Weinen und von Klagen, vom Kampf kühner Recken sollt ihr nun Wunder hören sagen. Es wuchs in Burgund ein sehr feines Mädchen heran, dass in allen Ländern kein schöneres sein konnte, Kriemhild geheißen: Sie wurde eine schöne Frau. Deswegen mussten viele Kämpfer ihr Leben verlieren