Arbeitsblatt: Szenisches Spiel zum Thema Spielen mit Waffen

Material-Details

Drehbuch zum Lesestück "Gib acht, auf wen du schiesst" von Hans Domenego.
Lebenskunde
Ethik / Moral
6. Schuljahr
9 Seiten

Statistik

87991
1709
7
13.10.2011

Autor/in

Thomas Widmer
Holunderweg 3
5737 Menziken

Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Gib acht, auf wen du schiesst! Lesestück von Hans Domenego Szene 1 Mann mit Gitarre sitzt auf einer Treppe, im Halbkreis um ihn herum stehen ein paar Kinder. Erzähler Darin sind sich die Leute in der Weststadt einig Er passt nicht zu ihnen. Er ist dahergekommen, barfuss, mit einem Sack auf dem Rücken und einer Gitarre. So ist er ins Haus des Grafen eingezogen. Das stand leer, und er hatte einen Schlüssel. Drei Leute aus der Weststadt 1. „Woher hat er den Schlüssel? 2. „Zum Haus des Grafen! 3. „Er wird doch nicht . Erzähler Am Abend sitzt er auf der obersten der drei Stufen und spielt auf der Gitarre. Er lächelt die Kinder an, die im Kreis herumstehen, die Bäuche herausrecken und kein bisschen zurücklächeln. Er ist noch jung und hat einen dunklen Bart. Da rufen die Mütter und Väter Mütter Väter 1. „Dort hast du nichts zu suchen. 2. „Der geht dich nichts an. 3. „Den kennen wir doch gar nicht. 4. „Dass du mir nie mit ihm sprichst! Aktion Die Kinder gehen zu ihren Eltern. Ein Kind bleibt stehen. 1 Erzähler Nur ein Kind, lässt sich nicht rufen. Aktion Kind, geht zwei Schritte näher, macht langsam einen Finger krumm und zupft an einer Saite der Gitarre. Mann „Stärker! Aktion Der Kleine lässt die Saite los, es tönt ganz laut und voll. Aktion Die Mutter kommt, packt ihn unsanft und verschwindet mit ihm. Erzähler Am nächsten Morgen Aktion Mann kommt aus dem Haus, schliesst die Türe hinter sich ab und geht davon. Erzähler Daniel spielt gerade in der Nähe des Hauses. Er ist sieben Jahre alt und hat ein Gewehr. Man gibt Kapseln hinein, die knallen, wenn man abdrückt. Daniel sieht den Mann aus dem Haus kommen. Daniel (spricht zu sich, entschlossene Stimme) „Da kommt der Mann. Mit dem darf ich nicht reden. „Die Mutter sagt, mit dem darf ich nicht reden. „Der ist böse. „Sicher ist er böse. „Ein böser Mann. Aktion Er legt sein Gewehr an, zielt auf den Mann und drückt ab. Es knallt. 2 Aktion Der Mann lächelt Daniel an. Im nächsten Augenblick greift er sich an die Brust, stolpert zwei, drei Schritte und fällt zu Boden, dreht sich zweimal, bleibt auf dem Rücken liegen. Es ist still. Daniel schaut, wartet. Der Mann rührt sich nicht. Daniel beginnt, links, rechts, von einem Bein aufs andere zu treten, immer schneller. Dann beginnt Daniel zu brüllen und rennt weg. Zwei Frauen kommen daher, eine ist Daniels Mutter. Sie schauen zu dem Mann hinüber. Daniels Mutter (spricht zu Daniel) „Dani, was ist los? „Was hat er dir getan? „Los, red schon! Was hat er . „ Daniel (spricht abgehackt, zittrige Stimme) „Er ist tot! Ich habe geschossen habe ich und da ist er . » Aktion Leute rennen zu Daniel. Ein Nachbar nimmt Daniel das Gewehr aus der Hand, betrachtet es fachkundig, schüttelt den Kopf und gibt es zurück. Nachbar „Unsinn! „Spielzeug. Kommt überhaupt nichts heraus, wenn man abdrückt. Aktion Nachbar geht zu dem Mann am Boden. 3 Nachbar „Was ist los mit Ihnen? „Fühlen Sie sich nicht wohl? Daniel (spricht abgehackt, zittrige Stimme) Er ist tot ist er! Daniels Mutter (streng, zischend) „Still! Nachbar (geht vor dem Mann am Boden in die Hocke) „Sagen Sie was! „Er atmet. (steht wieder auf) Nachbar zu Daniel „Erzähl jetzt! Was hast du getan? Der Reihe nach! Daniels Mutter zum Nachbarn (streng) „Lassen Sie ihn in Ruhe! „Er hat gespielt wie immer. Das ist ein völlig harmloses Gewehr. Daniel (spricht abgehackt, zittrige Stimme) „Der ist da gegangen, der böse Nachbar . „ Daniels Mutter zu Daniel(streng) „Was hat er dir getan? „Sag doch endlich! Daniel (abgehackt, schreit) „Nichts hat er! „Er ist gegangen und ich habe geschossen! Daniels Mutter (fragend), zeigt auf den Mann am Boden „Auf ihn? Daniel (brüllt) „Jaaa! 4 Nachbar „Er ist bewusstlos. „Vielleicht ist er erschrocken. „Schwaches Herz und so. Das gibt es. Daniels Mutter zum Nachbarn (fragend, mit erhobener Stimme) „Wollen Sie damit sagen . „dass e n Daniel . Nachbar „Das ist jetzt nicht wichtig. „Ein Arzt muss jedenfalls her! Erzähler Drüben auf dem Parkplatz geht die Quartierärztin eben vorbei. Leute (rufen der Ärztin). Aktion Ärztin schaut herüber, zögert. Dann geht sie langsam hin. Ärztin „Ist was geschehen? Wer ist das? Nachbar „Der Neue aus dem Haus des Grafen. Ärztin „Aha, der Neue. Was war los? Nachbar „Daniel hat auf ihn geschossen. Daniels Mutter (empört) „Geschossen! „Er hat gespielt, und das hat mit e da nichts zu tun! 5 Aktion Die Ärztin kniet sich neben den Mann Sie legt ein Ohr an seine Brust. Daniel (weint) „Er ist tot! Alle Leute, auch die Ärztin (zischen) „Still! Aktion Die Ärztin horcht. Dann richtet sie sich auf. Ärztin „Ganz normal „Das Herz schlägt ganz normal! Viel kann ihm nicht fehlen. Aktion Mann am Boden richtet sich auf, zieht die Beine an und blickt freundlich in die Runde. Mann „Mir fehlt gar nichts! „Ich fühle mich tadellos. Daniels Mutter (empört) „Eine Frechheit! Nachbar „Was glauben Sie eigentlich! „Wollen Sie uns reinlegen? Was? Aktion Die Ärztin steht auf und blickt den Mann auf dem Boden zornig an. Ärztin (fragt Mann genervt) „Was soll das Theater? 6 Mann (ganz ruhig, spricht eher langsam) „Es tut mir leid „Ich wollte nicht, dass man Sie ruft! Daniels Mutter (schreit) „Eine Gemeinheit! „Mein Kind kann einen Schock haben fürs ganze Leben! „Sie Unmensch! Sie Verbrecher! „Ich zeige Sie an! Mann (ganz ruhig, spricht eher langsam) „Ich verstehe Sie nicht. „Ihr Junge da wollte mit mir spielen. Daniels Mutter (laut) „Das stimmt doch gar nicht! „Er hat auf Sie geschossen. Mann (ganz ruhig, spricht eher langsam) „Aber doch hoffentlich nur im Spiel. Oder? erklärend „Und was will einer, der ein Gewehr geschenkt bekommt und damit auf jemanden schiesst? „Er will, dass der andere mitspielt und tot umfällt! „Da habe ich zu mir gesagt: Zeit hast du gerade, tu dem Jungen doch den Gefallen. Aktion Die Ärztin geht wortlos weg. Auch ein paar von den Leuten gehen. Sie schütteln den Kopf und reden miteinander. Sie sind verärgert. Ein paar Leute bleiben am Schauplatz. Nachbar (Sieht Mann am Boden an) „Auf diese Art werden Sie sich hier keine Freunde machen. „Wie kann man nur ein Kind so erschrecken? 7 Mann „Das wollte ich nicht „Aber vielleicht sollte man Kinder etwas anderes spielen lassen. schaut zu Daniels Mutter hin „Vielleicht etwas h e Gewehr . Daniels Mutter (grob) „Das geht Sie einen Dreck an! „Einen Dreck, was mein Kind spielt. „Komm, Daniel! nimmt Daniels Gewehr und will es ihm geben „Da hast du dein Gewehr und . Daniel (brüllt) „Nein! nimmt das Gewehr und wirft es fort Daniels Mutter (drohend) „Daniel, sofort nimmst du dein Gewehr und kommst nach Hause! Daniel (brüllt) „Neeeiiiiin! Eine Nachbarin „Sei brav, so kenn ich dich ja gar nicht! Aktion Daniel zeigt der Nachbarin die Zunge. Da fasst die Mutter Daniel fest am Handgelenk, hebt das Gewehr auf und geht davon. Daniel wehrt sich und geht nur widerwillig mit. Daniels Mutter (drohend zu ihrem Kind) „Dass du mir nie wieder mit diesem Menschen sprichst! Daniel „lch hab nicht gesprochen, ich hab nur auf ihn geschossen. 8 Daniels Mutter „Auch schiessen darfst du nicht mehr auf ihn! „Schiess auf deine Freunde! ENDE 9