Arbeitsblatt: Nil

Material-Details

Der Nil der grösste Fluss Afrikas
Geographie
Afrika
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

89058
1212
2
03.11.2011

Autor/in

Bianca Rohner
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Nil Der Nil ist mit 6671 Kilometern Länge der längste Fluss Afrikas und der zweit längste Fluss der Welt. Er hat seine Quelle in den Bergen von Ruanda und Burundi und durchfließt die Gebiete von insgesamt sechs Staaten: Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten. Dabei mündet er in Ägypten in das Mittelmeer und stellt gerade für Ägypten eine enorme wirtschaftliche und historische Bedeutung dar. Der Verlauf des Nils Der Nil setzt sich aus zwei unterschiedlichen Quellflüssen zusammen, dem Blauen Nil und den Weißen Nil, wobei der Weiße Nil wesentlich länger als der Blaue Nil ist. Mittlerweile ist man daher hingegangen zu sagen, dass es sich beim Blauen Nil nur noch um einen Nebenfluss handelt. Der Weiße Nil setzt sich zusammen aus dem Burundischen Quellfluss Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera und dem Ruandischen Quellfluss Rukarara-Nyabarongo. Nachdem die Flüsse zusammengelaufen sind nennt man den Fluss AkageraNil, der in den Victoriasee mündet. Bei dem Victoriasee handelt es sich um einen ehemals künstlichen See, der heute zu einem Stausee umgebaut wurde. Von hier aus fließt der Nil in den Albertsee, weshalb er ab dort Albert-Nil heißt. Dieser fließt weiter in den Suden wo er Bahr al-Dschabal heißt und durch das Sumpfgebiet Sudd fließt, wo er die hälfte seines Wassers durch Verdunstung verliert. Erst ab hier heißt der Nil wirklich Weißer Nil. Nachdem er auf den Blauen Nil getroffen ist, heißt er Nahr an-Nīl um sich dann etwas unterhalb des Assuan-Staudamms endgültig in Nil nennen zu können. Dieser fließt nun durch die arabische Wüste, durch Luxor und Kairo um letztendlich im Mittelmeer zu münden. Historische Bedeutung des Nils Vor allem für Ägypten hatte der Nil eine historische Bedeutung bei der Entwicklung des Landes. Nur im Niltal und in einigen Oasen konnte man in Ägypten durch die jährlichen Überschwemmungen Landwirtschaft betreiben. Deshalb finden sich noch heute die meisten großen Städte Ägyptens, wie zum Beispiel Kairo und Luxor am Nil Die Bedeutung des Nils ging zwar in den letzten Jahren zurück, ist aber immer noch sehr groß, da es sich beim Nil um einen der wenigen Wasserspender in der Region handelt. Wirtschaftliche Bedeutung des Nils Neben der Tatsache, dass der Nil für die Wasserversorgung Ägyptens unentbehrlich ist, hat er ansonsten kaum eine Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. So findet zum Beispiel kaum Transport auf dem Nil statt, weder von Waren, noch von Personen. Die einzige Bedeutung hat er noch durch Nilkreuzfahrten in der Tourismusbranche. Durch die Nilkreuzfahrten können die Touristen sehr viel vom Land kennen lernen, weshalb diese sehr beliebt sind. Sie führen meistens von Luxor bis nach Kairo, können aber auch von dieser Strecke abweichen. Ueberflutung Ohne den Nil und dessen Überschwemmungen wäre das Land Ägypten daher eine einzige Wüste, in der bis auf einige wenigen Oasen kein Wasser existieren würde.Erst durch den fruchtbaren schwarzen Schlamm, der jedes Jahr nach der Überschwemmung des Nils zurückblieb, wurde eine Landwirtschaft möglich und auch die Entwicklung einer Hochkultur. Wasserstand kontrollieren Nilometer Schon sehr früh begannen die Ägypter den Wasserstand des Nils zu beobachten. Sie gruben dafür besondere Brunnen, die sogenannten Nilometer. Auf einer Messsäule markierten sie jedes Jahr die Höhe der Nilüberflutungen. So fingen sie an, Jahr für Jahr zu zählen und die guten und schlechten Jahre zu unterscheiden. Nilometer in Medinet Habu Ramses II. Nahrung Die Alten Ägypter hatten eine sehr lange Speisenliste, im folgenden einige wesentliche Nahrungsmittel in der Übersicht: Zwiebeln, Lauch, Knoblauch Bohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen Ägyptische Gurken (eine Art Melone) Salate, Lattich Melonen Brote in vielerlei Sorten und Gebäck Gänse, Enten, Tauben, Küken, Wachteln Feigen, Datteln, Dumpalmenfrucht Honig Zahlreiche Früchte wie: Granatapfel, Zitronen Fischsorten wie: Barsche, Barben, Welse Fleisch: Schwein, Rind, Schaf, Ziege, Wild Milchprodukte Trauben Milch, Wein, Bier Gewürze wie: Kümmel, Koriander Begriffe Aegyptenkarte Herrschaft Die Pharaonische Geschichte Ägyptens wird in vier große Zeitepochen unterteilt: das Alte Reich 2707 2170 v. Chr.) (die Zeit der großen Pyramiden)das Mittlere Reich (2119 1793 v. Chr.) (Schrift und Literatur entwickeln sich weiter)das Neue Reich (1550 1069 v. Chr.) (die Zeit der großen Baumeister) die Spätzeit (715 332 v. Chr.) (Perser regieren über Ägypten) Nach jeder Epoche folgte eine Zeit des Chaos, in dem Ägypten zweigeteilt war. Diese Zeiten werden als Zwischenzeiten bezeichnet. Es gibt die1. Zwischenzeit (2170 2019 v. Chr.)2. Zwischenzeit (1794/93 1550 v. Chr.)3. Zwischenzeit (1070/69 714 v. Chr.) Die Geschichte das alten Ägypten beginnt mit der Prädynastischen Zeit, die etwa 150 Jahre anhält und auf der die Frühzeit (3032 2707 v. Chr.) folgt. In den beiden Epochen entwickelte sich Ägypten langsam zur Hochkultur. Der erste Pharao war Aha (oder auch Menes), (um 3032 3000 v. Chr.), der die Teile Ober- und Unterägyptens vereint hat Die Geschichte des Pharaonischen Ägyptens endet mit der Zeit der Griechischen Herrscher (332-30 v. Chr.). Im Jahre 30 v. Chr. wurde Ägypten Teil der römischen Provinz. Die berühmte Griechin Kleopatra VII. (51 30 v. Chr.) war die letzte Königin auf dem Pharaonenthron. Von da an war Ägypten nur noch eine römische Provinz. Alle Epochen wurden noch in Dynastien unterteilt. Mit dem Tod des letzten Nachfolgers einer Sippe endete eine Dynastie. Insgesamt 31. Dynastien herrschten fast 3000 Jahre lang. Mit der Spätzeit endet die Unterteilung in Dynastien. Die Schrift Die Ägypter gehörten zu den ersten Völkern, die eine Schrift erfanden. Doch konnten nur ausgebildete Schreiber (ein eigener Beruf) schreiben. Wir nennen die Schrift die aus Bildern und Zeichen bestand, „Hieroglyphen . Als Papier verwendeten die Ägypter früher Faserpapier (Papyrus), das aus den Stängeln der Papyruspflanze gewonnen wurde. Zum Schreiben gab es Pinsel oder Griffel. 1.Die PapyrusStaude wächst am Ufer des Nils. Zunächst werden die Stängel auf die spätere Länge des Blattes gekürzt. 2.Die Außenhaut wird vorsichtig abgeschnitten. gewässert. geschnitten! 3.Das Innere des Stängels wird 14 Tage 4.Die Stängel werden in die gewünschte Form 5.Plattklopfen 6.Rollen 7.Die gewalzten Stängel werden schachbrettartig auf einem Filztuch angeordnet. 8.und dann gepresst. 9.Nach dem Trocknen kann das fertige Blatt beschrieben oder bemalt werden! Schreiber Die Schreiber waren die Privilegierten der ägyptischen Gesellschaft. In einem Land in dem nur sehr, sehr wenige Menschen lesen und schreiben konnten allenfalls 1% , war das Beherrschen der Schrift mit großem Prestige verbunden. Einem Schreiber war es möglich im Dienste des Pharaos einen angesehenen Beruf zu ergreifen. Von allen Berufen im alten Ägypten war der des Schreibers einer der ehrenvollsten; was auch viele Schreiberstatuen, die der Nachwelt erhalten geblieben sind, bezeugen. Für diesen hoch angesehen Beruf war die Kenntnis der Schrift natürlich unabdingbar und dieses Wissen bildete die Voraussetzung für eine Beamtenlaufbahn, bzw. begannen alle Beamten ihre Laufbahn als Schreiber. Der Beruf des Schreibers wurde zunächst erlernt, entweder in Tempelschulen oder ein Beamter bildete einen Schüler aus; womöglich brachte auch der Vater dem Sohn das Schreiben bei. Dorfleben ägypten Das Dorfleben in Ägypten: Etwa die hälfte der Ägypter lebt in Dörfern entlang des Nilufers und im Nildelta. Kleine Städte dienen den DSorfbewohnern als Regionalezentren. Die Städte und Dörfer bilden zusammen einen fast ununterbrochenen Siedlungstreifen, der sich gamz Ägypten zieht. Die kleinen Dörfer, Naaga wachsen heute in größeren Einheiten zusammen, sogenannte Balad. Doch die Dorfbewohner leben nach wie vor in kleinen, einfachen Häusern aus Lehmziegeln, Zweigen und Rohr. Auf kleinen Hügeln stehen Gebäude dicht gedrängt, jeses mit seinem eigenen Hof wo Hühner und Kinder herumlaufen. Kühe und Wasserbüffel kehren Nachts von der Weide auf den Hof zurück. Nach dem melken bereiten die Frauen des Hauses Butter, Käse und Sauermilch in einem Saan- einer Ziegenhaut, die von einem Gestell aus drei Stöcken in der Ecke des Hofes hängt. Jeden Tag backen sie das besonde PittaBrot, Esch, in einem Ofen aus Lehm und Ziegeln, dem Tabun. Die Wirtschaftgebäude, wie Kuhstall, schuppen und Küche sind um den Hof gebaut. Die Schlafräume befinden sicjh stehts im Obergeschoss, wo der Wind Hitze, Mücken und Fliegen vertreibt. Wenn ein Sohn heiratet, bringt er seine Braut in das Vaterhaus mit, wo die Großfamilie zsammenlebt. Mit Elektrizität und manchmal fließenden Wasser versorgt der Staat die Häuser. Häufiger jedoch ist es die Aufgabe der jungen Mädchen, Wasser von einer der Quellen zu bringen, die sauberer sind als der Fluß. Sie tragen es auf dem Kopf in gößeren Kannen zurück. Die meisten Dörfer stehen in einigen Entfernungen zum Fluß am Rande einiger Hauptbewässerungskanäle. Die Frauen aus dem Dorf versammeln sich am Kanalufer um ihre Wäsche zu waschen und die Männer kommen hierher um Wasser auf ihre Felder zu pumpen. Sie schürzen ihre Galabias, das traditionelle lange Kleid der ägytischen Männer und leiten das Wasser in kleine Kanäle, die direkt in die Felder gegraben sind. So überfluten sie ein Feld nach dem anderen. Im ganzen Land sind die landwirtschaftlichen bebauten Flächen schachbrettartigunterteilt. Das Land wird mit einfachen Pflügen umgegraben, die zumeist von Ochsen gezogen werden, doch immer häufiger sind auch Tracktoren im einsatz.