Arbeitsblatt: Island 4
Material-Details
Die Geschichte Islands
Geographie
Europa
7. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
89177
1118
8
05.11.2011
Autor/in
Christine Naef Kaufmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Geographie Island Auftrag Naef 2011 „Die Geschichte Islands Schreibe den Titel ins Heft. Schneide die folgenden Texte aus und klebe sie in der richtigen Reihenfolge ins Heft. Schreibe zu jedem Abschnitt einen passenden Titel. Als offizieller Erstsiedler wird Ingólfur Arnarson genannt. Er flüchtete mit seiner Familie und ganzen Habe um 874 nach Island, weil er auf Grund von Totschlagsklagen und der dafür zu leistenden Mannbuße sein gesamtes Land in Norwegen verloren hatte. Er liess sich an der Südküste nieder, später verlegte er seine Siedlung nach Reykjavík. Ihm folgten etwa 400 Häuptlingsfamilien aus Norwegen. Die Not der Bevölkerung stieg weiterhin derart an, dass bei einer Volkszählung zu Anfang des 18. Jahrhunderts auf etwa 4000 bewirtschaftete Höfe 3000 verlassene kamen. Eine Pockenepidemie raffte 1707 auch noch weitere 18000 der entkräfteten Menschen dahin, so dass die Bevölkerung auf circa 30000 Menschen geschrumpft war. Nach dem Ausbruch der Laki-Krater 1783 und 1784 wurde auf Island diskutiert, die Insel komplett zu evakuieren und ihre Einwohner ins dänische Westjütland umzusiedeln. Der Ascheregen nach dem Vulkanausbruch hatte die Sonne verdunkelt und die Vegetation vergiftet und große Teile des Viehbestandes gingen ein. Es kam zu einer Hungersnot und die Naturkatastrophe kostete etwa 10000 Isländer (ca. 1/5 der damaligen Bevölkerung) das Leben. Island war vom 14. bis zum 18. Jahrhundert unter dänischer Vorherrschaft. Die Isländer mussten ihre Anerkennung der absoluten Monarchie unterschreiben und verloren damit ihre letzten eigenständigen Rechte. Der Schutz der Dänen reichte andererseits nicht allzuweit. So wurden im Jahre 1627 die Westmännerinseln und einige Küstenorte von algerischen Piraten geplündert, ca. 300 Frauen und junge Leute verschleppt und in die Sklaverei verkauft, aus der nur etwa ein Drittel wieder zurückgekauft werden konnten. Die ersten Siedler Islands waren vermutlich irische Mönche im 8. Jahrhundert. Geographie Island Naef 2011 Um 930 lebten etwa 25000 Menschen auf Island und damals fand die erste Versammlung des Althing in Þingvellir (Versammlungsebene) statt. Das Althing war eine jährlich tagende Versammlung der Isländer, die für Gesetzgebung und Rechtsprechung zuständig war. Man kann vom ersten heute noch bestehenden Parlament sprechen. Das 14. Jahrhundert kann auch in Island als ein Jahrhundert der Katastrophen bezeichnet werden. Im Jahre 1341 brach der Vulkan Hekla so gewaltig aus, dass zahlreiche Höfe verlassen werden und die Landwirtschaft keinen Ertrag mehr erbrachte. Die Folge waren Hungersnöte. Wie im übrigen Europa verbreitete sich auch hier eine große Seuche. Zwei Drittel der isländischen Bevölkerung starben an der Pest und aufgrund von Hungersnöten. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und Not wurde Island erst 1944 wieder ein freies Land. 1915 erhielten die Frauen das aktive und das passive Wahlrecht. Von 1980 bis 1996 hatte Island mit Vigdís Finnbogadóttir die erste demokratisch gewählte Staatspräsidentin der Welt. Durch Streitereien unter den beiden mächtigsten Familien Islands, fand der norwegische König im Jahre 1262 die Gelegenheit, die Macht in Islands an sich zu reissen. Die Norweger entmachteten schnellstens das Althing. Island wurde von einem oder zeitweilig auch mehreren norwegischen Gouverneuren regiert. Das Land wurde vom König an seine Anhänger verpachtet, die es nach Belieben ausbeuten konnten. Geographie Island Naef 2011 Erik der Rote musste wegen Streitereien Island 982 verlassen und segelte vom Breiðafjörður nach Westen, wo einige Jahre zuvor schon andere Wikinger Land gesichtet hatten. Erik dem Roten gelang es aufgrund der im Mittelalter günstigen klimatischen Bedingungen mit 800 Anhängern in Grönland zwei Siedlungen zu gründen. Von Grönland aus landete vermutlich im Jahr 1000 Leif Eriksson, sein Sohn, an der Küste Nordamerikas, das er Vinland nannte. Die dort gegründeten Ansiedlungen konnten sich aber nur kurze Zeit gegen die Übermacht der indigenen (indianischen) Bevölkerung halten. Im 9. Jahrhundert kamen die ersten Wikinger nach Island. Noddoddur aus Norwegen verirrte sich und taufte Island Snaeland (Schneeland). Ein weiterer schwedischer Wikinger überwinterte in Island. Der dritte Besucher soll dann Flóki Vilgerðarson gewesen sein, der planmäßig eine Siedlungsstätte suchte. Nach einem katastrophalen Winter, in dem seine Schafe aus Heumangel verhungerten, fuhr Flóki nach Norwegen zurück. Phyteas von Massilia (* um 380 v. Chr.; † um 310 v. Chr.) war ein griechischer Händler, Geograph und einer der großen Entdecker der Antike. Er berichtete vom sagenhaften, nordischen Land namens Thule, das am Rande der damaligen Welt lag. Auf der Insel, umgeben von Meeresungeheuren, vermutete er den Eingang zur Hölle.