Arbeitsblatt: Einzelarbeit zu den ersten Fabeldichtern

Material-Details

zwei Gruppen: Äsop und Phädrus, die Schüler erarbeiten Informationen zu den Personen und Fabeln im Allgemeinen, danach gibt es zu jedem Dichter eine Beispielfabel
Deutsch
Leseförderung / Literatur
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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640
1
15.11.2011

Autor/in

Veronika Schlereth
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Phädrus Phädrus lebte unter der Herrschaft der Kaiser Augustus und Tiberius im 1. Jhd. n.Chr. Von Geburt war er Makedone, doch er kam wohl schon in jungen Jahren als Sklave nach Rom. In seinen Fabeln orientierte er sich an seinem großen Vorbild, dem griechischen Fabeldichter Äsop. Genauso wie dieser deckte er menschliche Schwächen wie Neid, Dummheit, Geiz, Eitelkeit usw. auf. Kaiser Tiberius ließ in hinrichten. Arbeitsaufträge: 1. Beantwortet folgende Fragen: Wo und wann lebte Phädrus? Wer war er? Wozu hat er seine Fabeln verwendet? Welche Folge hatte das? Arbeitet allein. Haltet eure Beobachtungen schriftlich fest und prägt sie euch ein, so dass ihr sie mündlich vortragen könnt. 2. Lest euch die folgende Fabel durch und versucht sie zu verstehen. Überlegt euch mündlich, wie ihr die andere Gruppe in euren eigenen Worten darüber informieren könnt. Phädrus Kurz tu ich kund, welch süßes Gut die Freiheit ist: Dem Hund begegnet einst ein magrer Wolf. Der Wolf beginnt: „Wie glänzest du so schön, mein Freund! Durch welche Speise wurde denn dein Leib so dick? Bei aller meiner Stärke sterb ich Hungers fast. Der Hund spricht einfach: „ Das gleiche Los wird dir zu Teil, Wenn du dem Herren den gleichen Dienst gewähren kannst. „Und welchen? sagt jener. Schwellenhüter sein, Und nachts das Haus bewahren vor der Diebe Schar. „Ich bin bereit, denn Regengüsse duld ich jetzt. Wie leichter ist zu leben unter warmem Dach, Bei reicher Kost in Ruhe sich zu sättigen! „Komm also mit mir! Als sie weitergehn, erblickt Der Wolf den Hals des Hundes von der Kette wund. „Woher hast du das, Freund? „Weil ich zu rasch bin, bindet man bei Tag mich an, damit ich mich ausruhe und wache, wenn es dunkel wird. Man bringt mir Brot: Knochen gibt mir der Herr Vom eignen Tisch und Bissen wirft das Gesinde mir zu. So wird mir der Magen ohne Mühe gefüllt. „Und darfst du auch ungehindert hingehn, wo du willst? „Nicht ganz, spricht jener. „Habe nur dein Glück für dich, Hund! Mir gibt die Freiheit mehr als ein Königreich. Äsop Äsop lebte etwa 600 v. Chr. Über seine Person ist fast nichts bekannt, lediglich, dass er ein griechischer Sklave war. Die Fabel im alten Griechenland zur mündlichen Kultur des einfachen Volkes gehörten, wird vermutet, dass auch Äsop ein einfacher Mann war. In seinen Fabeln deckte er menschliche Schwächen wie Neid, Dummheit, Geiz, Eitelkeit usw. auf, was ihm nicht nur Freunde einbrachte. Er wurde wegen angeblicher Gotteslästerung ermordet. Arbeitsaufträge: 1. Beantwortet folgende Fragen: Wo und wann lebte Äsop? Wer war er? Wozu hat er seine Fabeln verwendet? Welche Folge hatte das? Arbeitet allein. Haltet eure Beobachtungen schriftlich fest und prägt sie euch ein, so dass ihr sie mündlich vortragen könnt. 2. Lest euch die folgende Fabel durch und versucht sie zu verstehen. Überlegt euch mündlich, wie ihr die andere Gruppe in euren eigenen Worten darüber informieren könnt. Äsop Löwe, Esel und Fuchs Löwe, Esel und Fuchs gingen gemeinsam auf die Jagd. Als sie reiche Beute gemacht hatten, beauftragte der Löwe den Esel mit der Verteilung. Der machte drei Teile und sagte dann dem Löwen er solle sich einen aussuchen. Da war der Löwe so böse, dass er ihn auffraß und nun dem Fuchs den Auftrag gab zu teilen. Der legte alles zusammen auf einen riesigen Haufen und forderte den Löwen auf, das zu nehmen; für sich selbst hatte er nur ein paar Knochen zurückbehalten. Als der Löwe fragte, wer ihn denn solche Teilung gelehrt habe, sagte er: „Das Missgeschick des Esels. Die Fabel zeigt, dass man aus fremdem Unglück lernen kann.