Arbeitsblatt: Blutgruppen

Material-Details

Aufbau, Funktionsweise, Rhesusfaktor
Biologie
Anatomie / Physiologie
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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1042
8
02.07.2012

Autor/in

Simon Zehnder
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Blutgruppen Stelle in obiger Zeichnung die verschiedenen Antigene und Antikörper farbig dar. In den vergangenen Jahrhunderten hat man immer wieder versucht, Menschen, die sehr viel Blut verloren hatten, durch Blutübertragung zu helfen. In vielen Fällen endete diese Behandlung tödlich, nur in wenigen Fällen ging es gut. Erst im Jahre 1901 fand der Wiener Arzt Dr. CARL LANDSTEINER die Ursache dafür. Er beobachtete, dass bei Blutmischungen manche Mischungen verklumpten, andere nicht. Deshalb teilte er das Blut in Gruppen ein. Durch genauere Analyse und weitere Untersuchungen fand man heraus, dass das Blut noch mehr Stoffe enthält, als wir bisher angeführt haben. Verantwortlich für die Verklumpung sind zwei Gruppen von Proteinen. Die eine befindet sich auf der Oberfläche der Erythrozyten, die andere im Blutplasma. Die Proteine auf den roten Blutzellen bezeichnet man als Antigene. Es gibt zwei verschiedene Antigene: und B. Es ist erblich festgelegt, ob das Blut eines Menschen das Antigen A, beide oder aber gar keines besitzt. Dementsprechend wird es den Blutgruppen A, B, AB oder 0 zugeordnet. Die anderen Proteine, die im Blutplasma enthalten sind, reagieren mit den Antigenen auf den Erythrozyten; sie verklumpen die Blutzellen miteinander. Diese Verklumpungsproteine werden als Antikörper bezeichnet. Antikörper verbindet sich mit Antigen A, Antikörper mit Antigen B. Die Gefahr der Verklumpung besteht beim Spenderblut im Moment des Eintritts in den Kreislauf des Empfängers. AB 0 Der Rhesus-Faktor Obwohl man nun bei Blutübertragungen darauf achtete, stets nur Blut derselben Blutgruppe miteinander zusammenzubringen, traten vereinzelt doch noch Todesfälle auf. Schliesslich fand man die Ursache: ein weiteres Protein auf den roten Blutzellen. Es wurde Rhesus-Faktor genannt, weil es bei Rhesusaffen entdeckt wurde. Etwa 85 der Mitteleuropäer besitzen diesen Rhesus Faktor, ihr Blut wird mit Rh (Rhesus positiv) bezeichnet. Die übrigen 15 besitzen dieses Protein nicht; ihr Blut erhält die Bezeichnung (Rhesus negativ). Auch der Rhesus-Faktor ist erblich bestimmt. Z.B.: Vater ist Rh, Mutter Rh-, 1. Kind Rh Ÿ Im Mutterblut bilden sich Antikörper. Bei der Geburt des 2. Kindes werden die Antikörper der Mutter auf das Kind übertragen Ÿ Das Kindsblut verklumpt Ÿ Lebensgefahr für das Kind !! Blutaustausch vor der Geburt