Arbeitsblatt: Didaktik zusammenfassung

Material-Details

Allgemeine Didaktik
Pädagogik und Psychologie
Grundlagen und Begriffe
klassenübergreifend
1 Seiten

Statistik

101456
1380
1
01.08.2012

Autor/in

Istvan Szurkos
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Istvan Szurkos FS 2012 PHBern Institut für Vorschulstufe und Primarstufe, IVP Marzili, Profil V-6 Istvan Szurkos FS 2012 Allgemeine Didaktik: Arbeitsaufträge Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Inhalt Anhang: • Kooperatives Lernen • Power Point Präsentation • Jahresplanung • Text von Messner und Vettiger 1. Was ist guter Unterricht? (Reflexion) Wir haben im Seminar verschiedene Unterrichtsformen und verschiedene Thesen kennengelernt, wie ein guter Unterricht aussieht bzw. aussehen sollte. Die Unterrichtsmethoden nach Weinert und Meyer haben uns gezeigt, wie wir eine Unterrichtsstunde besser und interessanter machen können, damit wir erfolgreicher unterrichten können. Ein guter Unterricht muss sehr variabel gestaltet sein. Die Lehrpersonen müssen viel direkter unterrichten, aber mit indirekter Hilfe, d.h. durch Geben von Tipps und Hinweisen. Ich finde es sehr wichtig, dass die Lehrperson mit ihren persönlichen Eigenschaften Bild: arbeitet. Dazu gehört natürlich die Sensibilität gegenüber unterschiedlichen Schülern (Kinder mit Schwierigkeiten, Kinder aus fremden Länder), um ihnen in didaktischer, pädagogischer und menschlicher Hinsicht gerecht zu werden. Im Unterricht sollte die Lehrperson immer 2 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 offen sein, sie hat Freude mit Kindern und Jugendlichen umzugehen, sie zu unterrichten, zu erziehen und in ihrer Entwicklung zu fördern. Ein gewisses Mass an Frustrations- und Misserfolgstoleranz ist nötig, um pädagogische wie persönliche Enttäuschungen proaktivproduktiv verarbeiten zu können. Sehr wichtig ist ein lernförderliches Klima durch gegenseitigen Respekt und verlässlich eingehaltene Regeln aufzubauen. Nicht nur die Kinder müssen etwas lernen, die Lehrpersonen sollten natürlich immer ihre Kompetenzen verbessern, d. h. sich weiterbilden. Dazu gehören wissenschaftliches und curriculares Verständnis für die zu unterrichtenden Lernstoffe, Fertigkeiten für eine – je nachdem – spiel,- lern- und leistungsorientierte Klassenführung, diagnostische Urteilsfähigkeiten und schliesslich didaktische Kompetenzen zur souveränen Nutzung verschiedener Unterrichtsmethoden. Sehr wichtig finde ich bei dem Modell nach Meyers die klare Strukturierung des Unterrichts (Prozessklarheit; Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen) und die vorbereitete Umgebung (durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug). Die Videos, die im Seminar abgespielt wurden, haben uns auch gezeigt wie unterschiedlich, wie anders wir unterrichten können. An verschiedenen Schulen wird man anders lehren, aber das Grundkonzept des Unterrichtes bleibt, guter Unterricht muss immer diese Merkmale haben. Wir haben von den gezeigten Filmausschnitten verschiedene Lehr/Lernformen, verschiedene Unterrichtsstile, Klassen und Schulen kennengelernt (Klassengespräch, Werkstattunterricht, Jena-Plan-Schule). 1. Frontalunterricht: Am Videoausschnitt „Wozu braucht ihr Wasser? hat mir sehr gefallen, dass die Lehrperson eine einfache, deutliche und klare Frage an die Kinder gestellt hat. Die Kinder wussten, was die Lehrperson von ihnen erwartet. Es war interessant wie die Lehrperson, die Kinder zu deren persönlichem Zugang, zu deren Vorwissen und deren 3 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Lebensweltbezug befragt hat. Die Kinder, die etwas mitteilen wollten, kamen zu Wort und die Voten der Lernenden wurden nicht gewertet. Die Beziehung zwischen der Lehrperson und den Schülern war sehr eng, da die Lehrperson zusammen mit den Kindern im Kreis sass. 2. Stationenlernen/Werkstattunterricht: Am Videoausschnitt über die Werkstattarbeit war sehr positiv, wie die SuS in Gruppen etwas selbständig erarbeiten konnten. Es war sehr interessant zu sehen, wie sie sich selbst fördern. Ich finde sehr interessant, dass sortiertes Material bereitlag, ein konkreter Auftrag vorlag und die Kinder wussten, mit wem sie zusammenarbeiten. Ich finde negativ, dass die SuS keine klaren Informationen bekommen haben, so dass sie die Aufgaben nicht immer verstanden hatten. Der Auftrag wurde schriftlich auf dem Tisch gelegt und hat man gemerkt, dass die Kinder die Aufgaben nicht ganz verstanden hatten. Was ich auch noch negativ finde, ist, dass die Lehrerpersonen, die im Hintergrund waren, den Kinder nicht geholfen haben, sondern mit den Stühlen beschäftigt waren. 3. Die Jena-Plan-Schule Am Videoabschnitt über die Jena-Plan-Schule finde ich sehr gut, dass die Kinder in dieser staatlichen Schule in einer altersgemischten Klasse (alle 3 Jahrgänge) zusammen sind. Die Lehrpersonen arbeiten mit einem Wochenplan, die Kinder sind gemeinsam mit einem Thema (diesmal Thema: Magnetismus) beschäftigt. Kleine Kinder lernen hier spielerisch und was ich sehr wichtig finde, sie lernen hier auch eine Fremdsprache (Englisch). In der Mittelgruppe (Jahrgänge 4-5-6) werden die Themen von den SuS erarbeitet und präsentiert. Was in einer normalen staatlichen Schule selten ist: die gemeinsamen wöchentlichen Feiern in der Aula, welches das Gemeinschaftgefühl stärkt. Mir hat es sehr gefallen, dass die Kinder selbständig mit der Hilfe der Lehrperson arbeiten können. Im Kreis sprechen sie über Aufgaben und über Lebensdinge, die wichtig sind beim Lernen. Das Konzept wurde von dem Pädagogen Peter Petersen gegründet und schliesst die gesamte Schulzeit von der Vorschule bis zum Abitur ein. 4 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Persönlich finde ich die Jena-Plan-Schule ganz interessant, weil dort die Kinder mit der Hilfe der Lehrer wirklich selbst forschen und Dinge untersuchen können. 2. Text von Reinhard Voss Aufgabe des Seminars: verschiedene Fragen zu dem Text von Reinhard Voss beantworten. (Bild: 1. Was versteht Voss unter „Dekonstruktion der traditionellen Didaktik? Wie beurteilen Sie die Stellung von Voss? Meiner Meinung nach versteht Voss unter der Dekonstruktion der traditionellen Didaktik, dass • der Unterricht so gestaltet werden sollte, dass die Schüler Möglichkeit haben, sich zu verändern. • Die schulische Ausbildung muss in einer Form des life-long-learnings gestaltet werden. • Die traditionelle Didaktik ist die Didaktik des Behaviorismus (und Kognitivismus). Heute vertritt man nicht mehr die Meinung, dass: • alle Kinder gleich lernen und • die Kinder von aussen beeinflusst und gesteuert werden können. Die neue Didaktik, die Didaktik des Konstruktivismus, geht davon aus, dass Kinder selbstgesteuert und aktiv lernen. Jedes Kind konstruiert seine individuelle Wirklichkeit. 5 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Die Schule muss den SuS folgende Punkte bieten: • Erfahrungs- und Erprobungsraum, • Hilfe bei der Selbstfindung, • Beziehungslernen ermöglichen, • individuelles Lernen, • Eigenverantwortung, • Urteils- und Erkenntnisfähigkeit und • Unterscheidungsvermögen schärfen, Kulturtechniken und Kompetenzerwerb 6 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 2. Was meint Voss mit „traditionell didaktischem Denken im Sinn eines Input-Output-Modells? Was hat dies Ihrer Meinung nach, mit Unterrichten als konkretes Handeln von Lehrpersonen zu tun? Meiner Meinung nach glaubt Voss, dass traditionell didaktisches Denken folgendes bedeutet: • Die Lehrperson gibt den SuS einen Input. Dieser wird von den Kindern verarbeitet und nach der Lektion gibt es dann schliesslich einen Output, d.h. alle Kinder geben die gleiche Reaktion auf diesen Input, alle haben das gleiche verstanden und deshalb gibt es nur einen Output und nicht verschiedene. • Es ist wichtig, dass die SuS trivialisiert werden und zwischen SuS und Lehrpersonen instruktive Kommunikation stattfindet. Dieses Verhalten wird jedoch dem Verständnis autonomer Systeme nicht gerecht, die besagen, dass jeder Schüler für sich selber bestimmt, was für ihn die Kommunikation aufgrund der bisher erlebten Beziehungsgestaltung bedeutet. Lernen ist immer konstruktivistisch: • also jeder Schüler bestimmt mit, wie er mit der Lehrperson kommuniziert und lernt. • Alle SuS müssen als Individuen angeschaut werden und dürfen nicht trivialisiert werden. 3. Kontrastieren Sie die Rolle der Lehrperson in konstruktivistischorientiertem Unterricht mit Unterricht, wie Sie ihn erlebt haben! Ich habe ganz wenig Individualisierung im Unterricht meiner Lehrpersonen erlebt: • In der Unterstufe wurde der Unterricht von der Lehrperson angeleitet und es wurde sehr wenig oder fast nie individualisiert. • Werkstattunterricht gab es ganz selten. • Wir mussten oft selbständig arbeiten. 7 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Ich finde, Individualisierung im Unterricht sehr wichtig, da die Kinder dadurch viel selbst erforschen und erfahren können. 3. Text von Klafki Zur Reflexion der Veranstaltung habe ich den Text von Wolfgang Klafki „Die bildungstheoretische Didaktik im Rahmen kritisch- konstruktiver Erziehungswissenschaft gelesen. (Bild: Ich habe 3 Fragen ausgewählt, die ich beantworten möchte: 1. Welche Vorstellung von Lehren/Lernen steht hinter den von Klafki postulierten Thesen? Begründen Sie Ihre Einschätzung! Das Ziel des Unterrichts besteht für Klafki: • den Schülerinnen und Schülern Hilfen zur Entwicklung ihrer Selbstbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit zu geben. • dass Lehren und Lernen ein Interaktionsprozess ist. • Dass Unterricht immer auch ein sozialer Prozess ist. • Nach Klafki lernen in der Schule nicht nur die SchülerInnen, sondern auch die Lehrenden. Meiner Meinung nach ist für Klafki das Unterrichten immer ein sozialer Prozess. Die Lehrenden sollten den Lernenden dazu verhelfen, selbständig zu werden. 8 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 2. Erläutern Sie an einem Unterrichtsthema, was Klafki mit Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung meint. Für Klafki muss das Thema, das Lehrpersonen unterrichten immer für die Gegenwart, aber auch für die Zukunft relevant sein. Ich nehme als Beispiel das Wasser. Es ist deshalb ein gutes Beispiel, weil dieses Thema mit jüngeren und älteren Schüler sehr gut bearbeitet werden kann. Wasser ist nicht nur ein interessantes Thema, sondern man kann es mit anderen Themen gut verknüpfen, z.B. Wetter, Umweltschutz. Die Kinder wissen schon etwas über dieses Thema, sie haben Wasser schon gesehen, getrunken, haben sich schon damit auseinandergesetzt und haben auch Ideen, woher das Wasser kommt und wissen, dass es ohne Wasser kein Leben gibt. Das Thema sollte für die Lernenden greifbar, zugänglich und exemplarisch sein. 3. Klafki äussert sich zum Problem der Hierarchie von Lernzielen. Gehen Sie einig mit seinen Aussagen? Begründen Sie Ihre Stellungnahme! Wie sollen wir wissen, welche Ziele besonders wichtig sind? Meiner Meinung nach ist es für uns als zukünftige Lehrperson sehr schwierig, zu definieren, was wichtige Ziele sind und welche Ziele geringere Bedeutung haben. Da es im Lehrplan dazu wenig Vorgaben gibt, haben wir viele Möglichkeiten selbst wichtige Ziele zu bestimmen. Diese Freiheit macht es aber gerade für uns als unerfahrene Lehrpersonen schwierig, die richtigen Ziele zu wählen. 4. Werkstattunterricht 9 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Bisher planten, organisierten und überwachten die LehrerInnen den Klassenunterricht etwas anders. Sie haben verschiedene Informationen mitgeteilt, wiesen Aufgaben zu, sorgten für Ruhe und kontrollierten die Kinder. (Bild: Diese Annahme wird beim Konzept Werkstattunterricht relativiert. Der Werkstattunterricht: • wird von der Lehrerin vorbereitet, • die Durchführung ist Sache der Kinder, • Kinder arbeiten individuell und meist unabhängig von der Lehrerin, • Kinder wählen ihre Aufgaben selber aus und beschaffen sich die dazu notwendigen Informationen und Materialien selbstständig, • Die Kinder arbeiten aktiv mitbeteiligt, • die Kinder nehmen ihr Lernen selbst in die Hand. Werkstattunterricht ist ein von der Lehrperson organisiertes offenes Arrangement von Lernsituationen und Materialien. Wichtig sind die Schülerinteressen, -bedürfnisse und -initiativen: • Dabei wird nicht die ganze Klasse gemeinsam für die Dauer einer Lektion in einem bestimmten Fach unterrichtet. • Es gibt Zeitblöcken. • wird oft fächerübergreifend gearbeitet, • Den Kindern werden verschiedene Lernangebote unterbreitet (freien Gebrauch machen können). Die pädagogische Grundüberzeugung ist klar: • Fast jedes Kind kommt neugierig und lernwillig in die Schule. • Wenn man es richtig anregt und anleitet, wird es, dem eigenen Interesse folgend und dem eigenen Lerntempo gemäß, • im Lehrplan geforderten Lernziele von sich aus zu erreichen. 10 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Die Kinder sind zu Initiative und aktiver Selbstständigkeit herausgefordert, da sie unabhängig arbeiten und sich selber kontrollieren müssen: • Die Selbstwahl von Aufgaben: Lerninteressen nachzugehen. • Kinder dürfen sich frei im Klassenzimmer bewegen, miteinander reden, zu Zweien oder in Gruppen zusammenarbeiten. • Die Kinder bestimmen: Zeitpunkt, Tempo, Rhythmus, Arbeitskameraden und die Lernangebote des Wahlbereichs. Die Lehrerperson ist Organisator, Berater, Moderator und Helfer. Die Lehrperson gibt die Aufgaben, Hilfsmittelund steht zur Seite. • Die Arbeitsmaterialien und Lernangebote sind frei zugänglich. • Die bestimmte Lernangebote wird nicht für jeden Schüler gleichzeitig benutzt (Individualisierung) • Möglichkeiten von Gruppen- oder Partnerarbeit auch zur Gemeinschaftsbildung bei. Persönlich finde diesen Unterrichtsform ganz gut und ganz interessant. Die Möglichkeiten des Lernens sind vielschichtig und bieten Gelegenheit dass die Kinder aktiv und selbständig arbeiten können. Die Selbstständigkeit des Lernens wird gefördert, was sich auf die Anstrengungsbereitschaft und die Lernmotivation positiv auswirken. 5. Text von Messner und Vettiger Bei diesem Portfolioauftrag mussten wir einen Text von Messner und Vettiger „Festigen und Vertiefen durch Üben lesen und dazu gestellte Fragen in der Gruppe beantworten. (Bild: Unseren Fragen waren: 1. „Üben heisst Mechanisieren – Üben heisst Festigen 11 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 2. „Üben heisst Aktivitätsausbreitung: PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 3. „Mechanisieren und Durcharbeiten sind unterschiedliche Formen des Übens: REFLEXION: 1. „Üben heisst Mechanisieren – Üben heisst Festigen: • Üben heisst: Mechanisieren und Festigen. • das Durcharbeiten ein auch grosser Teil des Übens. • Festigen ist auch Mechanisieren (Festigen da auch das Wissen mit einbezogen wird und nicht nur gewisse Mechanismen). 2. „Üben heisst Aktivitätsausbreitung: Bei einem sinnvollen Üben werden die Aktivitäten im Gedächtnis stärker ausgebreitet und mehr Knoten werden vernetzt. Diese Netzwerke werden immer wieder benutzt und bleiben länger und nachhaltiger bestehen. 3. „Mechanisieren und Durcharbeiten sind unterschiedliche Formen des Übens: Unserer Meinung nach ist es richtig. Mechanisieren: • gewisse Dinge automatisieren, • grundlegende Prozesse lernen, • Auswendiglernen. • Beim Durcharbeiten ist das Hauptziel: einen Sachverhalt verstehen Situationen anwenden Weitere Erkenntnisse durch Thesen von anderen Gruppen: • „Sinnverstehendes Lesen ist sinnvolleres Üben als kontextualisiertes Vokabellernen: beide Sache sind wichtig, aber als erstes muss man den Sinn eines Textes verstehen. Kontextualisiertes Lernen ist sehr wichtig, wenn man eine fremde Sprache lernt. • Durcharbeiten heisst Anwenden und Transferieren von Begriffen, Algorithmen, Bedeutungen, Konzepten: es ist sehr wichtig die neue Sachen zu verstehen. • „Üben kann zufällig geschehen: Es ist eine Frage, ob die SuS etwas Nachhaltiges aus einer bestimmten Übung ziehen. 12 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik PH Bern, Istvan Szurkos Institut für Vorschulstufe und Primarstufe FS 2012 IVP Marzili, Profil: V-6 • „Produktives Üben heisst Stoff pauken: Stoff pauken auswendig lernen, aber auch Anwenden. 6. Übungen zur Kognitiven Meisterlehre (Gruppenarbeit mit Nuria, Lybi und Lisa) 1. Theoretische Hintergründe: Konzept: • Selbst reguliertes und Eigenständiges Lernen • Zone der proximalen Entwicklung • Fokussierung der Unterstützung auf die Lösung der Aufgabe und auf Reflexion und auf Strategien • Anpassung der Kommunikation an Empfänger Anknüpfen an private speech (Bild: 2. Prinzip des Konzeptes: • Vorrangiges Ziel: Lernende zu selbst reguliertem und Eigenständigem Lernen führen • Entwicklung einer gemeinsamen Perspektive von der Lehrperson und Kinder • Autoritativer Interaktionsstil 3. 4 Stufen: a.i.1. Stufe Modeling 13 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 a.i.2. PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Stufe Coaching a.i.3. Stufe Scaffolding a.i.4. Stufe Fading 4. Spiegel: Ansatz der Distanzierung in 3 Niveaus: 1. Distanzierung auf einem niedrigen Niveau: „Was für ein Tier ist das? 2. Distanzierung auf einem mittleren Niveau: „Welches Plätzchen ist grösser? 3. Distanzierung auf hohem Niveau: „Was wird wohl passieren 5. Aufträge: • Auftrag 1- Theoretische Hintergründe Diskussion: Fragen, die einem bei der Reflexion der Vorgehensweise helfen. Die zweite Aufgabe zeigt, wie der SuS über seine Strategie nachdenken kann. Automatisch denkt der SuS kaum über sein Lernen und Denken nach. • Auftrag 2- Scaffolding: Schüler: Istvan Lehrerin: Lisa Beobachter und Protokollführung: Nurmia, Liby Diskussion: Die Lehrperson fordert den Schüller auf, 2 Zahlen zusammenzuzählen. LP fragt den Schüller „warum eben diese Zahlen?: „weil es 3 ersten Zahlen waren,- er wollte eine Aufgabe schnell machen. Dividieren ist eine schwierige Aufgabe für den Schüler, weil man „es nicht so einfach und schnell lösen kann 14 Portfoliauftäge Allgemeine Didaktik Istvan Szurkos FS 2012 PH Bern, Institut für Vorschulstufe und Primarstufe IVP Marzili, Profil: V-6 Bei der Abb. 2b würde der Schüler der Reihe nachgehen, um schnell vorwärtszukommen. Die Lehrperson hätte auf das Rechenbeispiel aufmerksam machen können, weil der Schüler es nicht gleich gelesen hatte. Der Schüler war etwas unsicher. • Auftrag 3- Distanzierung mittleres oder hohes Niveau: Lehrperson: Nurmia Schülerin: Liby Beobachter, und Protokollführer: Istvan, Lisa Die Lehrperson sollte nicht 2 Aufgaben auf einmal erklären. Die Lehrerein hat den Satz sehr oft beendet, anstatt darauf zu warten, dass die Schülerin antwortet. Falsche Fragestellung: Möchtest du die 2. Aufgabe lösen? Die Kinder können mit „nein antworten. 15