Arbeitsblatt: Städte im Mittelalter

Material-Details

Text über die Entstehung der Städte im Mittelalter
Geschichte
Mittelalter
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

103992
1516
41
20.09.2012

Autor/in

Rahel Bachmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Städte im Mittelalter Im frühen Mittelalter, etwa von 500 1100, gab es zwar Städte, aber sie waren Überbleibsel der römischen Siedlungen in Mitteleuropa. In Wirklichkeit wurden diese Städte nach dem Abzug der Römer nach und nach verlassen und verfielen immer mehr. Richtig große Städte wurden bis zum Jahre 1100 nicht mehr angelegt. Die Menschen lebten eher auf ihrem Stück Land, das sie bearbeiteten und sorgten selbst für ihre Ernährung. Die Reichen hatten ihre Burg und liessen die Bauern auf ihrem Land für sich arbeiten. Die Anzahl der Städte wuchs aber ab dem Jahre 1100 stetig an. Die Entstehung neuer Städte ab dem Jahre 1100 Städte entstanden dort, wo die Bevölkerung einen Vorteil hatte. Das war in der Nähe von Bischofssitzen, Klöstern, Flussmündungen, Verkehrskreuzungen, Märkten oder in der Nähe einer Burg. Wo viele Menschen beieinander sind, entsteht auch Arbeitsteilung und Wettbewerb. Händler kauften die Waren der Bauern und verkauften sie an die Stadtbewohner (meist Handwerker oder Reiche), die selber keine Nahrungsmittel herstellten. Also zogen auch jede Menge Händler in die Stadt. Der Marktplatz entstand, wo die Waren angeboten und gekauft wurden und entwickelte sich zum Zentrum der Stadt. Aufblühende Städte zogen Feinde an. Neidische Herren (Grundherren) oder Räuber überfielen die Städte, um sich den Reichtum anzueignen. Also musste die Stadt jemanden ernennen, der sich um solche Fälle kümmerte. Ein Stadtrat wurde ernannt, der entschied, eine Stadtmauer zu errichten und eine Bürgerwache zu stellen. Städte waren meist an fliessenden Gewässern gelegen. Flüsse dienten einerseits als wichtige Wasserquelle und andererseits als schnelle Handelsroute; mit Schiffen liessen sich schwere Gegenstände weitaus leichter transportieren. In Mitteleuropa kam der Handel erst nach und nach auf, indem die Handelswege ausgebaut wurden. Doch in Italien blühten die Städte schon sehr früh auf, da sie den Untergang des römischen Reiches teilweise gut überstanden hatten und die Einwohner durch den Fernhandel mit dem Nahen Osten immer reicher wurden. Viele italienischen Städte lagen an der Küste, so konnten sie leicht mit Schiffen Handel treiben, in Mitteleuropa war das schwieriger, da teilweise hohe Alpenpässe überwunden werden mussten. Mit der Zeit kamen aber auch die Bewohner der Städte in Mitteleuropa zu Reichtum und wollten unabhängig werden von ihren Grundherren (meist Bischöfe, Klöster, Grafen). Diese Grundherren waren oftmals wegen Prachtbauten und jahrelangem, kostspieligem Krieg bei den Reichen der Städte verschuldet. Durch einen Schuldenerlass konnten sich immer mehr Städte „freikaufen und sich selber verwalten. So geschah das z.B. auch mit Basel, das früher in Besitz des Bischofs war, als dieser jedoch hoch verschuldet war und keinen Einfluss mehr hatte, wurde er aus der Stadt vertrieben. Der Bischofsstab im Wappen erinnert jedoch immer noch an ihn. Diese reichen Leute der Stadt waren oft Ritter oder angesehene, reiche Bürger, die nun die Leitung der Stadt an sich nahmen. Teilweise herrschten die Städte über das umliegende Gebiet, das sie auch von Klöstern oder anderen verschuldeten Grundherren abkauften. So herrschte die Stadt Bern beispielsweise lange Zeit über ein immenses Gebiet, das den heutigen Kanton Bern und Teile der heutigen Kantone Aargau und Waadt umfasste. Zu der Stadt Basel gehörten weite Teile des heutigen Kantons Baselland, was Untertanengebiet war. Fragen zum Text: 1) Wo und wann bildeten sich vor allem Städte? 2) Wieso bildeten sich Städte? 3) Wer lebte in den Städten? 4) Wieso war der Handel für die Städte wichtig? 5) Wieso konnten die Städte sich „freikaufen? Und vom wem kauften sie sich frei? 6) Wer leitete/regierte die Stadt? 7) Wie wirkte sich eine Stadt auf die umliegenden Gegenden aus?