Arbeitsblatt: Belagerung der Stadt Zug 1352

Material-Details

Erzählung für die Kinder und geschichtlicher Hintergrund mit Quellenangabe zur Belagerung der Stadt Zug im Jahre 1352
Geschichte
Mittelalter
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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960
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26.09.2012

Autor/in

Sonja (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Belagerung der Stadt Zug 1352 M&U Mittelalter Erzählung Wir befinden uns im Jahr 1352. Genauer gesagt ist es der 8. Juni 1352. Die Stadt Zug ist gut geschützt. Zwei Stadtgräben mit insgesamt vier Mauern bilden einen gut 25 Meter dicken, doppelten Verteidigungswall. Dieser kann nur mit schwerem Belagerungsmaterial überwunden werden, wie es die Stadt Zürich besitzt. Vor den Stadttoren hat sich ein eidgenössisches Heer versammelt, das die Stadt belagert. Es hat seine Zelte aufgeschlagen. Stolz flattern die Banner auf den Zeltdächern. Die Belagerer suchen einen passenden Ort, von welchem sie die Stadt mit ihren Wurfmaschinen beschiessen können, ohne selbst getroffen zu werden. Viele fleissige Hände helfen beim Aufbau der Belagerungsmaschinen mit. Die verbündeten Stände Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden stehen unter der Führung der Stadt Zürich. Es wird später erzählt, dass über 1600 Zürcher und andere Eidgenossen bei der Belagerung dabei gewesen waren. Innerhalb der Stadtmauern herrscht Unsicherheit. Niemand weiss, wie lange die Belagerung gehen und wie sie enden wird. Die Eidgenossen bedrohen die Stadt mit Wurfmaschinen und anderen Kriegsmaschinen. Die Wurfmaschinen schleudern grosse Steine gegen die Stadtmauern. Immer und immer wieder. Mit Feueranschlägen greifen die Eidgenossen die Stadt und auch die ausserhalb der Stadtmauern gelegene Burg an. Unter dem Boden des Turms der Burg Zug graben die Angreifer in mühseliger Arbeit einen Angriffstunnel. Anschliessend stecken sie die Burg in Brand und brennen die Burg nieder. Nach etwas mehr als zwei Wochen Belagerung, am 25. Juni 1352, wird die Stadt gestürmt. Es gibt mehrere Tote. Die Stadtbürger ergeben sich schliesslich und werden gezwungen, mit Zürich ein Bündnis zu schliessen. Die Zuger verstehen aber noch immer die habsburgischen Herzöge als die rechtmässigen Herrschaftsleute. Aus diesem Grund behalten sie sich deren Rechte ausdrücklich vor. Wie ein Chronist 200 Jahre später von der Belagerung berichtete Anfang Juni 1352 zogen 600 Zürcher mit „paner und kriegtsrüstung [] für die stadt Zug und belägerentz. Dazu kamen Kriegstruppen aus Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden. Die Stadt Zug gehörte zu „dieser zitt dem hertzog von Österich. Die Belagerer forderten die Bewohner auf, dass „sy die statt uff gäbend. Doch die Stadtzuger „woltten nit trüloss an iren natürlichenn heren werden. Sie baten den Herzog von Österreich um Hilfe und sandten Boten zu ihm; er weilte gerade in der Nähe. Doch der Herzog liess sie warten. Er gab ihnen „khein anthwort. Im Gegenteil, er ging spazieren und sprach zu seinen Dienern: „Haben myne vögel zuo äsen? Enttäuscht antworteten die Zuger Boten: „Gnädig fürst und herr, ist üch üwer vögel mer angelägen dan üwer statt, land und lüt, üwer herligkheit, so wird ich keinen throst heimbringen von üwer fürstlich gnad. Anscheinend ging dem Herzog von Österreich das Schicksal der Stadt Zug „wenig zuo hertzen. Ihm lag mehr daran, dass „sine fögel zuo äsen hetten. Die Boten brachten die negative Antwort nach Zug. Die Zürcher und ihre Verbündeten besetzten die Stadt und schlossen mit den Zugern ein Bündnis ab. (nach dem Chronisten Kaspar Suter, in: Kaspar Suters Zuger Chronik 1549. Festschrift zum 70. Geburtstag von Herrn Alt-Landschreiber Dr. jur. Ernst Zumbach. Zug 1964, p. 55ff.)