Arbeitsblatt: Goldrausch

Material-Details

Entdeckung Gold in Amerika Goldrausch Wie wird Gold gewaschen?
Geschichte
Neuzeit
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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29.09.2012

Autor/in

LPMST (Spitzname)
Land: Schweiz
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Textauszüge aus dem Inhalt:

Goldrausch 5 Im Jahre 1848 kontrollierte ein Schreiner seine Sägemühle und entdeckte im Wasser kleine, gelb glänzende Brocken. Schnell wickelte er sie in ein Tuch und brachte sie einem Freund, der sofort erkannte, was es war: Gold! Das geschah im heutigen Kalifornien, das damals aber noch zu Mexiko gehörte und nur von wenigen Tausend Menschen besiedelt war. Gerade zu dieser Zeit herrschte ein Krieg zwischen Kalifornien und Mexiko, denn die Kalifornier wollten unab– hängig sein. Im Herbst 1848 überliessen die Mexikaner die Provinz den Amerikanern. Wenn sie damals gewusst hätten, welches reiche Gebiet sie abgaben! Schon ein Jahr später war die Provinz völlig verändert! Die Suche nach Gold hatte viele Menschen angelockt. Arbeitslose auf der Suche nach dem grossen Glück und nach Reichtum ebenso wie Ärzte und Händler beugten sich stundenlang über ihre Goldwaschpfannen in der Hoffnung auf einige Körnchen des Edelmetalls. 1849 ergriff das Goldfieber nicht nur die Menschen in Amerika, sondern auch in China und Europa. Die Zeitungen waren voller Berichte über grosse Goldfunde und jeder wollte ein Stück davon haben. Wie wurde Gold aber genau aus den Flüssen geholt? Mit Glück, Geduld und Fleiss liess sich pro Tag Gold im Wert von 10 bis 20 Dollar finden. Das genügte, um alles Nötige zu kaufen, aber reich wurde man nicht davon. Nur wenige Glückliche fanden eine Stelle, an der sie Gold im Wert von 2500 Dollar pro Tag fanden. Clevere Händler zogen den Goldsuchern hinterher und gründeten kleine Läden. In denen verkauften sie neben Material für die Goldsuche auch Lebensmittel und Kleider. Die Preise waren natürlich sehr hoch, denn weit und breit gab es keine anderen Einkaufsmöglichkeiten. Die Goldsucher bezahlten mit dem Gold, das sie gefunden hatten. Die Händler wogen die Goldkörner und – nuggets und rechneten den Wert in Dollar um. Neben den Läden wurden mit der Zeit weitere Häuser gebaut, wie ein Saloon, ein Spielcasino, eine Bank oder eine Kirche. So entstanden kleine Städte. Oft verdienten die Händler und die Betreiber der Saloons mehr als die Goldsucher. War jedoch die Goldader ausgeblutet, und man fand kein Gold mehr, zogen die Menschen weiter. Die Städte wurden verlassen. Über die Jahre hinterliessen die Goldsucher so Hunderte von Geisterstädten.