Arbeitsblatt: Rundgang Bern

Material-Details

Informationen zur Stadt Bern
Geographie
Schweiz
6. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

105328
1515
45
18.10.2012

Autor/in

Martin Hebeisen
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

1 Christoffel Der Turm war seit 1470 auf seiner Stadtseite mit einer hohen, spitzbogig schliessenden Nische versehen. Dort stand seit 1496 eine fast 10 Meter hohe Figur aus Lindenholz. Es handelte sich um einen heiligen Christophorus mit einem Christkind auf der Schulter und einem Baumstamm in der Hand. Der Heilige galt im Mittelalter als Schutzpatron der Reisenden und sein Anblick beim Verlassen der Stadt verhiess eine glückliche Reise. Der Christoffel wurde namensgebend für das Tor. Die Reformation wandelte den Heiligen in einen Torwächter um: Ohne Christkind und mit einer Hellebarde in der Hand bewachte er fortan den Stadtausgang. 2. Christoffelturm Der Christoffelturm (auch Christoffeltor) war ein Turm in der Nähe der Heiliggeistkirche am oberen Ende der Spitalgasse in der Altstadt von Bern. Der Turm wurde 1344 bis 1346 erbaut. In einer gegen die Stadt geöffneten Nische stand seit der Mitte des 15. Jahrhunderts eine Statue des hl. Christophorus, die 1498 durch eine 9,7 Meter hohe Figur aus Lindenholz ersetzt wurde. Nach der Einführung der Reformation wurde die Christophorusfigur in der Mitte des 16. Jahrhunderts als Torwächter und später als Goliath umgedeutet, indem sie anstelle des Jesuskindes, des Stabes und des Heiligenscheines mit einer Keule versehen wurde. 3. Bundeshaus Wasserspiel 26 Wasserfontäne für jeden Kanton eine Sitz der Schweizer Regierung (Bundesrat) und des Parlaments (National- und Ständerat). Das Parlamentsgebäude wurde 1902 vollendet. In der zentralen Kuppelhalle und in den beiden Ratssälen finden sich zahlreiche symbolische Darstellungen zur Schweizer Geschichte. Es besteht eigentlich aus drei Gebäudeteilen: dem Bundeshaus West (ehemaliges Bundes-Rathshaus 1852–1857), dem Bundeshaus Ost (1888–1892), und (in der Mitte) dem markanten Parlamentsgebäude (fertiggestellt 1902). Das typische Merkmal des Bundeshauses ist die Dachkonstruktion des Hauptgebäudes: Die drei Kuppeldächer. Diese sind aus Kupfer angefertigt und waren dementsprechend früher einmal Kupferfarbig, da das Kupfer aber mit der Zeit oxidierte, hat sich eine grünliche Patina gebildet die bis heute geblieben ist. Blattgold vergoldet. 4. Münster Das evangelisch-reformierte Berner Münster war im Spätmittelalter dem Hl. Vinzenz von Saragossa geweiht und ist die grösste und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Es wurde im Stil der Gotik erbaut. Das Münster wurde im Uhrzeigersinn um die alte Leutkirche herumgebaut. Das Münster wurde bis auf den oberen Teil der Turms aus Berner Sandstein erbaut. Erst 1893 erreichte der Turm seine volle Höhe von 100,6 Meter. 5. Münsterportal Die 234 fein gearbeiteten Sandsteinfiguren des Münsterportals stellen das Jüngste Gericht dar und sind weltberühmt. Wegen der Luftverschmutzung im 20. Jahrhundert mussten die 47 lebensgrossen Figuren durch Kopien ersetzt werden. Die Originalfiguren wurden restauriert und sind im Historischen Museum Bern ausgestellt. Es ist als Gericht aller Lebenden und Toten eng mit der Idee der Auferstehung verknüpft. Gut und Böse. Seele vom Laib und entscheiden ob man in den Himmel oder in die Hölle kommt. 6. Nydeggbrücke vier Zollhäuschen. Weniger als zehn Jahre später, nach der Aufhebung der Brückenzölle am 1. März 1853, hatten diese Häuschen bereits ihre Funktion verloren. Die Nydeggbrücke ist insgesamt 190 Meter lang, wobei das Mittelstück 124,3 Meter misst. Während der Nebenbogen 16,5 Meter weit ist, ist der Hauptbogen beachtliche 46 Meter weit. 7. Nydeggburg 1190 liess Herzog Berchtold V. von Zähringen die Burg Nydegg als Stadtburg erbauen. Sie war der Sitz des Vertreters des Herzogs. Die Burg schützte und kontrollierte den Fähreverkehr über die Aare. 1212 wurde die Burg zur Reichsburg. 8. Bärenpark Der Bärengraben stand wiederholt im Fokus der Tierschützer, deren Kritik sich auf die nicht artgerechte Tierhaltung bezog. Bis zur Eröffnung des Bärenparks wurden die Haltungsbedingungen verbessert. Die Anzahl der Bären wurde verringert und der Bärengraben selbst vergrössert, ausserdem wurden Klettermöglichkeiten geschaffen. 2009 Eröffnung des Bärenparks. Kosten 24. Millionen Franken. 9. Gerechtigkeitsbrunnen Die Brunnenfigur ist eine Statue der Justitia (Person steht für die Gerechtigkeit- römischen Mythologie) mit verbundenen Augen, die mit der rechten Hand das Richtschwert erhebt und in der linken Hand die Waage trägt. Geschaffen wurde der Brunnen 1543 von Hans Gieng. Bei den damaligen Brunnen handelte es sich ausschliesslich um hölzerne Stockbrunnen. Erst 1520 wurde an der Kreuzgasse der erste steinerne Brunnen aufgestellt. (Quellbrunnen – achteckig) 10. Stadtbach Bern die die dortigen Anwohner mit Wasser für Tiertränke, Wäsche und Löschwasser versorgten sowie die Ehgräben täglich spülten. Die Brunnen wurden nicht mit dem Wasser des S. versorgt, sondern von durch Holzrohre geleitetes Quellwasser. 11. Simsonbrunnen Sinnbild der Kraft Der Brunnen wurde 1527 errichtet und 1544 um ein achteckiges Wasserbecken und die von Hans Gieng geschaffene Brunnenfigur erweitert. Diese stellt den römisch gekleideten biblischen Helden Simson dar, wie er einen Löwen beim Maul packt, um ihn zu zerreissen 11.1 Albert Einstein Haus Die Wohnung im 2. Stock an der Kramgasse 49 hatte Albert Einstein 1903 bis 1905 gemietet. Relationstheorie (Erzeugung und Verwandlung des Lichtes, Raum und Zeit) 12. Zähringerbrunnen erinnert an Berns Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen. Die Brunnenfigur ist ein stehender Bär mit Helm 13. Zytglogge Wehrturm bildete auch das Stadttor zur Aussenwelt von Bern. Um das ursprüngliche Stadttor weiter als zurückgestaffelten Wehrturm zu erhalten, wurde er, zur besseren Gesamtübersicht und als wehrtechnischen Gründen, sieben Meter erhöht. Westfassade Oberhalb des Ziffernblatts befindet sich der Sensemann Chronos, als Symbol der vergänglichen, kurzweiligen Zeit. «Der Sensenmann (auch Gevatter Tod oder Schnitter) ist eine aus dem Mittelalter stammende personifizierte Allegorie des Todes». Unter dem Zifferblatt wird die Vertreibung aus dem Paradies von Adam und Eva gezeigt. Links der erboste Engel und rechts das Fliehen des ersten Menschenpaares. Darunter erinnert eine bemalte Sandsteinplatte in vergoldeten Antiqua-Buchstaben in lateinischen Worten an den Stadtgründer Berchthold V. Herzog von Zähringen. Der Baustil des Zytgloggens wird zum grössten Teil dem Spätbarock zugeordnet. Uhr Nach dem Hahnenschrei, als Symbol der Wachsamkeit, welcher uns den bevorstehenden Stundenwechsel ankündet, dreht kurz darauf der Bärenzug der Stadtwache seine stündlichen Runden. Ist der Wachzug vorbei, kräht der Hahn zum zweiten Mal. Vom Turm herab ertönen die vier Schläge der Viertelstundenglocke. In der Mitte des Figurenspiels befindet sich Chronos, der Gott der Zeit, aus der griechischen Mythologie, welcher nun, auf seinem Thron sitzend, die Sanduhr, als Symbol der zerrinnenden Zeit, dreht und mit seinem Szepter dem Stundenschläger Hans von Thann oben in der Glockenstube den Takt zum Stundenschlag vorgibt. (vgl. Marti, Markus (2008) Der vergoldete Stunden-schläger stammt von Kaspar Brunner. Früher wurden, die bis dahin noch kleinen Uhren von Menschen geschlagen. Im 15. Jahrhundert, als es grössere Uhren gab, ersetzte man die menschlichen Stundenschläger durch Automaten, welche oft die Gestalt von historischen Personen aufwiesen. Der Löwe, steht für den Stadtgründer Herzog Berchtold V. von Zähringen. Weiter nimmt der Zytglogge Bern auch die Bedeutung der urbanen Macht, das Zentrum der Zeitmessung ein. Der Zytglogge erhält eine Art Leitfunktion. Zuerst für die städtischen Uhren, später auch für den ganzen Kanton Bern. Die Uhren wurden nicht mehr individuell und zufällig nach der Sonne gerichtet, sondern nach dem Zytglogge. Postkutschen fuhren die Zytglogge-Zyt mit ihren Kutschenuhren in die bernische Landschaft. 14. Kindlifresserbrunnen ie Brunnenfigur ist ein sitzender Oger, der gerade ein nacktes Kind verschlingt. An seiner Seite befindet sich ein Sack, in dem noch weitere Kinder stecken. Wahrscheinlich handelt es sich aber lediglich um eine Fastnachtsfigur, mit der man ungehorsame Kinder einschüchterte (Kinderschreckfigur). 15. Kornhaus In den drei Obergeschossen wurden ursprünglich Getreidevorräte aufbewahrt, während im Keller die Fässer der Zehnt- und Domaineweine lagerten. Nachdem das Kornhaus in Bern zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine eigentliche Funktion verloren hatte und zuletzt als Ausschankkeller genutzt worden war, wurde es 1893 in ein Festlokal umgestaltet. 1998 wurde das neue Kornhaus mitten in der Stadt Bern eröffnet 16. Käfigturm Wie der Name Käfigturm bereits verrät, wurde der Torturm als Gefängnis errichtet. Dieser Turm bildete das zweite Stadttor von Bern.