Arbeitsblatt: Purim
Material-Details
Judentum: Festtag verglichen mit Fastnacht
Lebenskunde
Religionslehre / Bibel
7. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
106846
1038
3
15.11.2012
Autor/in
Marianne Peduzzi
8052 Zürich
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Judentum: Purim – Tag der Freude Peduzzi Purim ekürzt nach de.wikipedia. org www.de.chabad.org Rassel zum Lärmen Hamantaschen jüdische Teigtaschen mit Zwetschgenfüllung Inmitten von Leid, Sorgen an den übrigen Tagen des Jahres bildete und bildet noch heute das Purimfest eine einsame Insel der Lebensfreude, des Humors und der Freude am Leben, die typisch für das jüdische Volk sind. Die Menschen wurden mit einer besonderen Purimliteratur unterhalten, wie auch mit Masken und Verkleidungen erheitert. Es gibt viele Begründungen, warum zu Purim Masken und Kostüme getragen werden. Manches Detail ist sicher auf die gegenseitige Beeinflussung mit dem christlichen Karneval, der ungefähr zur selben Jahreszeit stattfindet, zurückzuführen. An Purim feiern wir ein Ereignis, das im Jahr 3405 seit Erschaffung der Welt (356 v.d.Z.) stattfand: Die Rettung des jüdischen Volkes vor dem Plan des persischen Ministers Haman, „zu vertilgen, zu erschlagen, zu vernichten alle Juden vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag. Das persische Reich erstreckte sich damals von Indien bis Äthiopien. Hamans Dekret, das von König Achaschwerosch gebilligt wurde, bedeutete also die Vernichtung jedes einzelnen Juden in der Welt. Während der weise Mordechai die Juden zu Gebet und Busse aufrief, bewirkte seine Nichte, die Königin Esther, Hamans Fall bei einem von Wein begleiteten Essen, zu dem sie nur den König und den Judentum: Purim – Tag der Freude Peduzzi Minister einlud. Auf Befehl von Achaschwerosch wurde Haman gehängt, und die Juden erhielten in einem zweiten Dekret das Recht, sich gegen diejenigen zu verteidigen, die sie vernichten wollten. Fastnacht: Die eigentliche Fastnacht ist der Faschingsdienstag und liegt immer 47 Tage vor dem Ostersonntag. Ursprünglich war Fastnacht in ganz engem Sinne wirklich nur der Vorabend vor der Fastenzeit, wo man sich im Voraus für die kommende Zeit der Buße durch Spaß und Ausgelassenheit entschädigte. Fastnacht ist die Zeit der Fröhlichkeit und überschäumenden Lebensfreude vor Beginn der österlichen Passionszeit, einer Zeit der Buße und des Fastens. Alle Christen sind sich darin einig, daß die Fastnachtszeit am Faschingsdienstag endet. Wann sie jedoch beginnt, darüber herrschen viele verschiedenen Meinungen. Der Beginn der Fastnacht liegt für viele Menschen am 11.11. um 11.11 Uhr, wenn sich die Narren auf das Treiben vorzubereiten beginnen und vielerorts die Regierung in den Rathäusern von den Narren übernommen wird (ob dadurch etwas anders wird, sei dahingestellt). Der eigentliche Beginn der Fastnacht im engeren Sinne ist jedoch der Donnerstag vor Fastnacht, auch Weiberfastnacht genannt. Der Beginn des Osterzyklus im Kirchenjahr kann ebenfalls als Beginn der Fastnacht angesehen werden. Der Beginn der Fastnacht am Dreikönigstag, am 6. Januar, ist insbesondere im Südwesten Deuschlands (allemannische Fastnacht) üblich. Beispielsdaten für den Fastnachtsdienstag sind: 8.2.2005, 28.2.2006, 20.2.2007, 5.2.2008, 24.2.2009, 16.2.2010. Aschermittwoch: Aschermittwoch liegt immer 46 Tage vor dem Ostersonntag. Aschermittwoch ist der erste Tag der christlichen Fastenzeit und beendet die ausgelassene Fastnachtsperiode. Zum Zeichen der Buße streuten sich Christen früher Asche auf ihre Häupter, daher der Name. In der römisch-katholischen Kirche ist es auch heute noch üblich, den Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn zu zeichnen. In der katholischen Kirche ist der Aschermittwoch ein strenger Fast- und Abstinenztag. Beispielsdaten für den Aschermittwoch sind: 9.2.2005, 1.3.2006, 21.2.2007, 6.2.2008, 25.2.2009, 17.2.2010. Fastenzeit: Die christliche Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern, 46 Wochentage insgesamt, 40, wenn man die Sonntage, an denen nicht gefastet wird, nicht mitrechnet (wird seit 1091 AD so gehandhabt). Um 600 wurde die Fastenzeit von Papst Gregor I. eingeführt. Erst mit dem Konzil von Benevent im Jahr 1091 wurden die 6 Sonntage vor Ostern vom Fasten ausgenommen. Warum 40? Die Symbolik der 40 begegnet uns in der Bibel häufiger: • Moses blieb 40 Tage auf dem Berg Sinai • Elia wanderte 40 Tage durch die Wüste • 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste • Jesus fastete 40 Tage, bevor er vom Satan versucht wurde) Anders als die strengeren Fastenregeln in anderen Religionen bedeutet christliches Fasten im biblischen Sinn, mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen und diese maßvoll zu gebrauchen, nicht den totalen Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel. Im erweiterten Sinne bezieht sich Fasten nicht nur auf konkrete Einzelheiten, sondern auf die grundlegende Einstellung zu einem verantwortungsbewußten Leben. Taufbewerber der alten Kirche durchliefen in dieser Periode eine Phase der Buße und Loslösung von alten religiösen Bindungen.