Arbeitsblatt: Konjunktur

Material-Details

Konkjunktur, Wirtschaft, Kaufkraft, BIP
Pädagogik und Psychologie
Gesellschaft
9. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

107168
1120
9
22.11.2012

Autor/in

Daniel Loppacher
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

WF Wirtschaft Lp2012 Konjunktur Thema Zielgruppe Dauer Konjunktur Der Konjunkturzyklus Konjunkturindikatoren Gymnasium Sek Klasse 5 bis 7 ca. 1 Unterrichtsstunde Benötigtes Vorwissen Intention der Stunde: Die Lernenden sollen im Rahmen der vorliegenden Unterrichtseinheit: (1) Lernen, was Konjunktur bedeutet; (2) Verstehen, dass die Wirtschaft einem Konjunkturzyklus unterliegt; (3) Die Folgen von Auf- bzw. Abschwüngen der Wirtschaft beurteilen können. Begriffe: Konjunktur Wirtschaftswachstum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Konjunkturzyklus Wirtschaftskrise Auf- und Abschwung (Ökonomische) Kompetenzen: Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit werden folgende Kompetenzen an die Lernenden vermittelt: Rahmenbedingungen der Wirtschaft verstehen und begutachten Ökonomische Systemzusammenhänge erklären Grafikanalyse Materialien: Arbeitsblatt „Aufschwung vs. Abschwung Tafelbild „Konjunkturzyklus Arbeitsblatt „Konjunkturindikatoren Grundlagentext: Das Thema „Konjunktur fügt sich in die Lehr-, Rahmen- und Bildungspläne Gymnasium (Sek. I) der Länder hervorragend ein, nach denen die Schülerinnen und Schüler frühzeitig beginnen sollen, sich mit den Entwicklungen in unserer Wirtschaft auseinander zu setzen. Natürlich ist dieses Thema sehr komplex und kann daher in einer Einzelstunde der Sek nur bedingt dargestellt werden. Die Schüler sollen verstehen, dass die Wirtschaft einem Konjunkturzyklus unterliegt, bei dem es Aufschwünge hin zu einem Boom (Hochkonjunktur) sowie Abschwünge bis hin zu einem Konjunkturtief (Rezession) gibt und dass sich diese regelmäßig wiederkehrenden Schwankungen einer Volkswirtschaft über mehrere Jahre erstrecken und durch sogenannte Konjunkturindikatoren identifiziert werden können. Die Schüler sollen am Ende in der Lage sein, die Auf- und Abschwünge einer Volkswirtschaft zu erkennen und zu beurteilen. WF Wirtschaft Lp2012 Unterrichtsverlauf Phase Zeit Inhalt Sozialform Medien und Materialien Methodisch-didaktische Anmerkungen/Kompetenzen Einstieg 5 Min. Konjunktur und Wirtschaftswachstum Klassengespräch Der Lehrer fragt die Schüler nach dem momentanen Wirtschaftswachstum bzw. der Konjunkturlage. So werden die Schüler für das Thema sensibilisiert. (2. Quartal 2011 BIP 2,8%; 2009 - 5%) Übung Einstieg in das Thema „Konjunktur anhand der Frage, ob jemand weiß, wie hoch das Wirtschaftswachstum sowie die Konjunkturlage momentan ist und wie es in 2009 war. 15 Min. Auf- und Abschwünge in der Tabelle in Wirtschaft Einzelarbeit; Text lesen und den Konjunkturphasen die thematischen Stichworte zuordnen Konjunkturzyklus in Partnerarbeit Arbeitsblatt Die Schüler bearbeiten die Tabelle des Arbeitsblattes „Aufschwung (Aufgabe 1) in Einzelarbeit und arbeiten sich so eigenständig vs. Abschwung in das Thema ein. In Partnerarbeit versuchen sie, anhand des Textes den Konjunkturzyklus grafisch darzustellen. Hier sollte die Lehrkraft unterstützend bzw. motivierend agieren. Konjunkturzyklus zeichnen Festigung 10 Min. Besprechen der Lösungen im Klassenverband; Konjunkturzyklus als Tafelbild Klassenverband Tafel Fachlich vertiefender Unterricht 10 Min. Konjunkturindikatoren Arbeitsblatt in Partnerarbeit; Arbeitsblatt Die Schüler bearbeiten das Arbeitsblatt in Partnerarbeit. „Konjunkturindi- Gegebenenfalls kann die Arbeit auf eine Internetrecherche katoren ausgeweitet werden, bei der sich die Schüler weitere Konjunkturindikatoren auf der Website des statistischen Bundesamt anschauen (www.destatis.de). Anschließend werden die Ergebnisse im Klassenverband diskutiert. Hausaufgabe Grafikanalyse verschiedener, aktueller Konjunkturindikatoren Diskussion im Klassenverband, Aufgabe unter dem Text: Beispiele finden, wie die Konjunkturelle Lage die persönliche Situation beeinflusst Die Lösung wird im Klassenverband besprochen. Es empfiehlt sich, den Konjunkturzyklus als Tafelbild darzustellen. WF Wirtschaft Lp2012 Arbeitsblatt „Konjunkturphasen Konjunktur Oft hört man in den Nachrichten von den „Aktivitäten der Konjunktur und den Auswirkungen der Konjunktur auf unsere Wirtschaft. Verläuft die Konjunktur positiv, gibt es weniger Arbeitslosigkeit, höhere Gehälter und die Wirtschaft ist generell aufstrebend. Ist die Konjunktur in einer negativen Phase, erhöht sich die Arbeitslosigkeit und das für Konsumzwecke verfügbare Einkommen sinkt. Die Wirtschaft erlebt einen Abschwung. Doch was ist denn jetzt eigentlich genau Konjunktur und wie verläuft sie? Als Konjunktur bezeichnet man ein über mehrere Jahre hinweg in einer Volkswirtschaft wiederkehrendes Grundmuster von Auf und Ab der wirtschaftlichen Aktivität. Die wellenförmigen Auf- und Ab-Bewegungen der Wirtschaft werden durch den Konjunkturzyklus dargestellt. Der Konjunkturzyklus besteht aus den Phasen ‚Aufschwung‘, ‚Hochkonjunktur/Boom‘, ‚Abschwung‘ und ‚Konjunkturtief‘. Die Phase des Aufschwungs ist durch steigende Nachfrage und somit steigende Produktion, steigende Preise, steigende Gewinne, steigende Investitionen und steigende Löhne gekennzeichnet und hat eine sinkende Arbeitslosenzahl zur Folge. Der sich an den Aufschwung anschließende Boom bildet den Hochpunkt der Konjunktur. Hier sind die Kapazitäten stark ausgelastet, es werden hohe Gewinne erzielt und es besteht geringe Arbeitslosigkeit. Das Lohnniveau und die Preise steigen an. Nach dem Boom geht das Wirtschaftswachstum wieder zurück und man spricht von einem Abschwung. Die Nachfrage klingt ab, die Produktion wird verringert, Gewinne, Investitionen sinken und Arbeitslosigkeit steigt. Das Konjunkturtief schließlich zeichnet sich durch eine geringe Nachfrage, brachliegende Kapazitäten und meist steigende Arbeitslosigkeit aus. Häufig befindet sich die Wirtschaft dann in einer Krise. Die Konjunktur ist messbar. Das Bruttoinlandsprodukt (die Gesamtwert aller Waren und Dienstleistung, die in einem Land innerhalb eines Jahres produziert werden) ist hierfür der Messindikator. Schwankungen geben gute Hinweise auf den Verlauf der Konjunktur. Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt spiegelt somit eine gute Konjunktur wider und steht für wirtschaftlichen Aufschwung. Neben dem Bruttoinlandsprodukt gibt es viele weitere Indikatoren, die der Identifizierung und Messung der Konjunkturphase dienen. Der Verbraucherpreisindex, die privaten Konsumausgaben, Investitionen, der Produktionsindex, Umsätze von Unternehmen, Preise, sowie die Arbeitslosenquote sind einige von diesen Indikatoren. WF Wirtschaft Lp2012 Arbeitsaufträge: Im Text „Konjunktur hast du einen ersten Eindruck des Konjunkturzyklus mit seinen unterschiedlichen Phasen erhalten. Diese Phasen werden nun näher beleuchtet. Schneide dazu die vorgegebenen Stichworte aus und versuche, sie an die richtige Stelle in der Tabelle zu platzieren. 2. Versuche in einem weiteren Schritt, anhand der Informationen aus dem Text und der vorangegangenen Aufgabe, den Konjunkturzyklus graphisch im folgenden Diagramm darzustellen und zu benennen. Wirtschaftswachstum 1. Tabelle Nachfrage und Produktion Beschäftigung Einkommen Konsum und Sparen Preisentwicklung/Inflation Aufschwung Zeit Abschwung WF Wirtschaft Lp2012 Stichworte Nachfrage und Produktion Erhöhte Sparsamkeit Nachfragerückgang Zunahme der Kreditnachfrage Produktionsausweitung Preisentwicklung/Inflation Anstieg der Investitionen Konsumgüterpreise sinken sinkende Produktionsauslastung Zinsen steigen an Betriebsstilllegungen Inflationsraten sinken erhöhter Konsum anziehende Großhandelspreise Beschäftigung Entlassungen offene Stellen steigende Arbeitslosigkeit Beschäftigungszunahme Anstieg der Überstunden Einstellungen Sonderschichten Einkommen Abbau übertariflicher Leistungen Lohnsteigerungen Gewinnexpansion Verluste steigende Massenkaufkraft Konsum und Sparen Zuversichtliches Konsumklima unsichere Zukunftserwartungen WF Wirtschaft Lp2012 Lösungen zu Arbeitsblatt „Aufschwung vs. Abschwung Aufschwung Abschwung Produktionsausweitung Nachfragerückgang Anstieg der Investitionen sinkende Produktionsauslastung erhöhter Konsum Betriebsstilllegungen offene Stellen Entlassungen Beschäftigungszunahme steigende Arbeitslosigkeit Nachfrage und Produktion Beschäftigung Anstieg der Überstunden Einstellungen Sonderschichten Einkommen Lohnsteigerungen Abbau übertariflicher Leistungen Gewinnexpansion Verluste steigende Massenkaufkraft Konsum und Sparen Zuversichtliches Konsumklima unsichere Zukunftserwartungen Zunahme der Kreditnachfrage Erhöhte Sparsamkeit anziehende Großhandelspreise Zinsen steigen an Preisentwicklung/Inflation Inflationsraten sinken Konsumgüterpreise sinken WF Wirtschaft Lp2012 Wirtschaftswachstum Beispiel-Lösung „Der Konjunkturzyklus Aufschwung Boom Abschwung Konjunkturtief Vollbeschäftigung, Kapazitätsauslastung, Sinkende hohe Gewinne Nachfrage/Produktion/ Preise/Gewinne/Investitionen/ Löhne, steigende Arbeitslosigkeit Steigende Nachfrage/Produktion/ Preise/Gewinne/Investitionen/ Löhne, sinkende Arbeitslosigkeit Brachliegende Kapazitäten, hohe Arbeitslosigkeit Zeit WF Wirtschaft Lp2012 Arbeitsblatt „ Konjunkturindikatoren Aufgabe: Schaut euch die unten abgebildete Grafik des statistischen Bundesamts (www.destatis.de) zur aktuellen Konjunkturlage an (September 2011). Versucht anhand dieses Konjunkturindikators die aktuelle Konjunkturphase zu identifizieren und zu beschreiben. Was denkst du wird in den nächsten Jahren passieren? Kannst du eine Prognose treffen? Bruttoinlandsprodukt pro Quartal, saison- und kalenderbereinigte Werte: Kettenindex: 2005 100 Hausaufgabe: Überlegt euch Beispiele, wie ihr oder Menschen in eurem Umfeld persönlich von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst werden können. Lösung Arbeitsblatt „ Konjunkturindikatoren Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts lässt erkennen, dass die deutsche Konjunktur sich seit 2009 in der Phase ‚Aufschwung‘ befindet. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet seit 2009 einen stetigen Zuwachs. Die Grafik zeigt deutlich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die 2009 ihren Tiefpunkt hatte. Die Kurve der Grafik fällt zu diesem Zeitpunkt deutlich ab. Nach 2009 steigt die Kurve wieder an. Diese Entwicklung stellt den Übergang einer Konjunkturphase zur nächsten dar. Die Grafik veranschaulicht den fließenden Übergang der verschiedenen Konjunkturphasen. Wenn man diese Feststellung, sowie das Wissen um die regelmäßigen Schwankungen einer Konjunktur als Ausgangssituation nimmt, kann man davon ausgehen, dass auf diesen Aufschwung in der Zukunft ein Abschwung folgen wird. 8