Arbeitsblatt: Menschen feiern das Licht
Material-Details
Halloween, Divali, St. Martin (Aufgaben s. Lösungen)
Lebenskunde
Ethik / Moral
6. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
107482
1171
15
25.11.2012
Autor/in
Rita Sennhauser
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Sankt Martin Jedes Jahr Anfang November werden in Kindergärten und Schulen fleißig Laternen gebastelt und Lieder gelernt. Am Martinstag dem 11. November findet dann vielerorts der traditionelle Laternenumzug zu Ehren des heiligen Martins statt. An diesem Tag erzählt man auch Jahr für Jahr die Geschichte über seine guten Taten: Es war einmal vor langer, langer Zeit. Martin war an einem bitterkalten Wintertag unterwegs, als er plötzlich einen alten Mann am Wegesrand bemerkte. Er sah, dass dem Mann ganz kalt war und da er nicht bei sich hatte, was er ihm hätte geben können, teilte er kurz entschlossen seinen warmen Mantel mit dem armen Kerl. Der Bettler war zutiefst gerührt und wollte Martin danken, doch der erwartete nichts dafür. Diese Geschichte ist bis heute der Inbegriff von Nächstenliebe, denn Martin erwartete keine Gegenleistung für seine Hilfe. Deshalb ist der Martinstag bis heute eines der beliebtesten religiösen Feste in Kindergärten und Schulen, da die Kinder vom heiligen Martin viel lernen können. Denn es ist nicht immer leicht, etwas mit anderen zu teilen. Geboren wurde Martin von Tours 316 im heutigen Ungarn. Er diente seit seinem 15. Lebensjahr unter den römischen Kaisern Konstantinus und Julianus. Um das Jahr 356 versuchte Martin, aus dem Militär austreten. In dieser Zeit fanden belegte Kämpfe zwischen den Römern und den Alemannen statt. In Gallien tobten erbitterte Kämpfe. Konstantinus beauftragte Julianus, das römische Imperium zu verteidigen. In seinem Gefolge befand sich auch Martin, doch dieser wollte nicht mehr kämpfen. In der Nacht nach diesem Ereignis erschien ihm im Traum Jesus Christus, der sich als Bettler zu erkennen gab. Danach ließ Martin sich taufen und seine private Einstellung zum Glauben ließ sich nicht mehr mit dem Militärdienst verbinden. Er bittet um die Entlassung aus dem Militärdienst und führt dabei seine Glaubensgründe als Motiv an. Kaiser Julius wirft ihm Feigheit vor, doch Martin widerspricht und sichert zu am nächsten Tag ohne Schutz in den Kampf zu ziehen. Mit dem sicheren Glauben an Gott. Doch es kommt nicht zum Kampf. Die Alemannen ziehen sich vor der Schlacht zurück und Martin verlässt unbeschadet das Heer. Für Martin war dies eine weitere Bestätigung seines Glaubens. Martin wird aus seiner Heimat wegen Glaubenskämpfen vertrieben und predigt ab 360 in Gallien. 360 gründet er das erste französische Kloster in Liguge. 371 wird er zum Bischoff von Tours geweiht. Ein Jahr später errichtet er das Kloster in Marmoutier. Später zog Martin sich als Einsiedler auf eine Insel bei Genua zurück. Da galt er bereits als ein Heiliger Gottes. Bischof von Tour in Frankreich wurde er 371, wo er 26 Jahre später auch starb. Sein Grab befindet sich in der Kathedrale von Tours. St. Martin gehört zu den bekanntesten, beliebtesten und verehrtesten Heiligen der katholischen Kirche. Er wurde wegen seiner Menschlichkeit bekannt, denn er half Notleidenden und Verfolgten. Mit Laternenzügen erinnern sich die Menschen an das „Licht, das Martin in seinem Leben verschenkt hat.