Arbeitsblatt: Klimagipfel Doha Katar

Material-Details

Lesetext zum Klimagipfel
Lebenskunde
Gemischte Themen
9. Schuljahr
2 Seiten

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12.12.2012

Autor/in

spirit (Spitzname)


Land: Schweiz
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Textauszüge aus dem Inhalt:

RZ 3s: RZ_Aktuell AB Resultate UNO-Klimakonferenz in Katars Hauptstadt Doha Kyoto-Protokoll bis 2020 verlängert In Dauha haben sich fast 200 Staaten zum Kyoto-Protokoll bekannt. Fast 200 Staaten haben sich am Samstag am Weltklimagipfel in Doha geeinigt: Das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Treibhausgase soll bis zum Jahr 2020 verlängert werden. Die Schweiz ist damit nur halb zufrieden. (sda/Reuters/dpa/dapd) Katar ist es gelungen, ein komplettes Scheitern des Gipfels verhindern. Die Präsidentschaft der UNO-Klimakonferenz in Dauha setzte die Verlängerung des Kyoto-Protokolls durch. Das Abkommen wäre eigentlich Ende Jahr ausgelaufen. Darin hatten sich die Industriestaaten verpflichtet, ihren jährlichen Treibhausgas-Ausstoss zwischen 2008 und 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Die einzelnen Ländern haben verschiedene Vorgaben, abhängig von ihrer Wirtschaftsentwicklung. Entwicklungs- und Schwellenländern sind von den Reduktionszielen ausgeklammert. Nun haben sich 37 Länder verpflichtet, ihre Treibhausgase bis 2020 weiter zu reduzieren, darunter alle EU-Staaten. Die in Dauha beschlossene Verlängerung (Kyoto II) sieht bislang keine Verschärfung der Ziele vor. Gemeinsam sind die Kyoto-II-Staaten für rund 15 Prozent des weltweiten Treibhausgasausstosses verantwortlich. Bei Kyoto II machen unter anderem Kanada und Japan nicht mit. Sie wollen nur noch auf freiwilliger Basis ihre Emissionen mindern und dies auf tieferem Niveau als unter dem Kyoto-Protokoll. Weltklimavertrag bis 2015 Ursprünglich sollte in Dauha weiter über einen neuen Weltklimavertrag verhandelt werden, RZ 3s: AB RZ_Aktuell: AB Resultate Klimagipfel in Doha bg RZ 3s: RZ_Aktuell der ab 2020 für Industrie- wie Schwellenländer gelten soll. Ziel ist, dass der neue Vertrag bis 2015 ausgehandelt ist. Doch klaffte zwischen dem Ende der Kyoto-Prozesses und dem geplanten neuen Vertrag eine Lücke von sieben Jahren. Dank der Verlängerung des Kyoto-Prozesses konnte diese Lücke teilweise geschlossen werden. Das Kyoto-Protokoll ist bisher das einzige bindenden Klimaschutzabkommen. Seine Verlängerung gilt als wichtiges Signal, damit andere Länder sich tatsächlich in einen Weltklimavertrag einbinden lassen. Minimalziel erreicht Die Schweiz ist mit dem Ergebnis des Weltklimagipfels in Doha nur halb zufrieden. In einer Mitteilung bezeichnete die Delegation die Resultate als «zwiespältig». Mit der Verlängerung des Kyoto-Protokolls sei das «Minimalziel» erreicht worden. Die Schweiz selbst wird bei Kyoto II mitmachen. Es seien aber weiter «grosse Anstrengungen nötig, um den nötigen Umbau hin zu einer Klima verträglichen und somit CO2-armen Wirtschaft und Gesellschaft zu bewerkstelligen», schrieb das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) kurz nach Abschluss des Gipfels. Positiv sei, dass mit der Weiterführung des Kyoto-Protokolls bis 2020 das bislang einzige verbindliche Abkommen zur Verminderung der Klima schädigenden Treibhausgase weitergeführt werde. «Das Resultat ist frustrierend» Der WWF reagierte mit Enttäuschung auf das Resultat der Klimakonferenz. Die Staaten hätten es geschafft, selbst die tiefen Erwartungen zu unterbieten. «Nun haben wir Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll und zur Finanzierung. Sie sind wichtig, denn damit bleibt Bewegung in den Verhandlungen, und wir haben nichts Besseres als diesen Weg», sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz und Mitglied der offiziellen Schweizer Delegation in Dauha. «Aber Fortschritte sind das nicht. Dafür haben insbesondere die USA, Russland und China zu viel Sand ins Getriebe gestreut. Das Resultat ist frustrierend.» RZ 3s: AB RZ_Aktuell: AB Resultate Klimagipfel in Doha bg