Arbeitsblatt: Wall Sketch

Material-Details

Eine Unterrichtseinheit zum Thema Menschenbilder - das Eigene und das Andere. Selbstinszenierte Performance in Form einer Bilderfolge. Behandelt Aspekte aus den Themenfeldern Aktion&Spiel, Montage&Collage, Foto&Film. 8.-9. Schuljahr
Bildnerisches Gestalten
Gemischte Themen
8. Schuljahr
20 Seiten

Statistik

109020
1162
14
31.12.2012

Autor/in

Simon Duss
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Menschenbilder – Das Eigene und das Andere Unterrichtskonzeption für die Bachelorprüfung Bild und Kunst Simon Duss, Kunstraub, 2012 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Inhaltsverzeichnis 1. Fachliche Analyse 1.1 Fachlicher Anspruch „Im Fach Bild uns Kunst sind künstlerische Denk- und Arbeitsweisen sowie rezeptive und produktive Umgang mit Bildern zentral (Wegleitung zur systematischen Vorbereitungs- und Planungsarbeit für den Unterricht im Fach Bild und Kunst, 2012, S.4). Diese Unterrichtseinheit soll es den Schülerinnen und Schülern (SuS) ermöglichen, sich intensiv mit dem Entstehungsprozess eines Reihenbildes auseinanderzusetzen. Durch gezielte Vorarbeiten sollen ihre Bildkompetenz gefördert und die ästhetischen Erfahrungen erweitert werden. Im Prozess der Entwicklung einer eigenen Bilderreihe inszenieren die Jugendlichen sich selber in einer eigens gestalteten Umgebung. Da sich Jugendliche in diesem Alter stark mit sich und ihrem Körper auseinandersetzen, trägt diese Unterrichtseinheit zur Identitätsentwicklung der Jugendlichen bei. Gleichzeitig wird durch die offene Aufgabenstellung das kreative Denken gefördert und die eigene Körperwahrnehmung geschult. 1.2 Eigene Anliegen Während meinem Findungsprozess zur Themenwahl dieser Unterrichtseinheit bin ich auf den Künstler Robin Rhode gestossen. Seine Bilder und vor allem seine Methoden zur Entwicklung seiner Bilderreihen haben mich fasziniert und inspiriert. Die oft skurrilen und humorvollen Kurzgeschichten, im Bild auf das Elementare beschränkt, haben mich dazu bewogen diesen Künstler ins Zentrum meiner Unterrichtseinheit zu stellen. Ich möchte damit den SuS die Möglichkeit bieten, ihre Kreativität auszuleben und aus dem monotonen Schulalltag auszubrechen. Die Handlungen in den Bildern selber und die Bildaussage sollen dabei im Zentrum stehen. Robin Rhode, He Got Game, 2000 1.3 Berufswissenschaftlicher Zugang Nachfolgend einige spezifische Bezüge zwischen dieser Unterrichtseinheit und den Bausteinen aus der Allgemeindidaktik: • Unterrichtsmedien Da meine Unterrichtseinheit darauf aufbaut, den Umgang mit spezifischen Medien im Bereich Simon Duss 2 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Bild und Kunst zu erlernen, ist es mir ein Anliegen, dass ich die SuS durch eine möglichst grosse Vielfalt an eingesetzten Unterrichtsmedien zusätzlich motivieren kann. Einsatz von Videos zu Performance Texte die bildnerisch Umgesetzt werden Bilder zu den Werken von Robin Rhode Mindmaps an der Wandtafel/Flipcharts als Hilfe für die Ideensammlung Der Mensch selber als Unterrichtsmedium (Lernen durch Schauspielerei) Fotografieren mit dem Handy Umgang mit Malkreide mit Einbezug von Alltagsgegenständen und anderen Utensilien • Entdeckendes Lernen Das Phänomen der „Illusion, von Fantasie und Realität, auf den Bildern von Robin Rhode soll die Neugier der SuS wecken. Durch witzige und lebendige Vorübungen sollen die SuS die nötige Sicherheit gewinnen, um sich in der folgenden Entdeckungsphase kreativ entfalten zu können. Das Fotografieren aus einer speziellen Perspektive bzw. die Gestaltung des Bildausschnitts soll vorwiegend in Eigenregie der SuS erforscht werden. • Kooperatives Lernen Die Sozialformen der Partner- und Gruppenarbeit stehen im Zentrum. Nach einer ersten Auseinandersetzung in Einzelarbeit, werden alle weiteren Vorübungen mit einem Partner oder in der Gruppe absolviert. Bei der Umsetzung der abschliessenden Bilderreihe unterstützen sich die SuS gegenseitig in Partnerarbeit. Dabei sind die jeweiligen Partner gegenseitig dazu verpflichtet, Verantwortung für das Gelingen beider Arbeiten zu übernehmen. • Situiertes Lernen Die Leitlinien des situierten Lernens werden wie folgt umgesetzt: 1. Situiert und anhand authentischer Probleme lernen bzw. gestalten Durch den Alltagsbezug der Kurzgeschichten und dem reflektierenden Beobachten von Alltagssituationen wird Nähe zur Realität der SuS geschaffen. Die persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen werden in den Unterricht mit einbezogen und es wird am Vorwissen der Jugendlichen angeknüpft (z.B. auch Umgang mit Handy). 2. In multiplen Kontexten lernen/gestalten Die neuen Erfahrungen werden in unterschiedlichen Kontexten erworben. Die Vorübungen zielen darauf ab, dass sich die SuS das Wissen in verschiedenen Situationen und durch verschiedene (ähnliche) Problemstellungen aneignen können. 3. Unter multiplen Perspektiven lernen/gestalten Die SuS erfahren die Innen- und die Aussensicht einer Performance: Einerseits sind sie selber Performer und inszenieren sich selbst, andererseits sehen sie die Performance des Partners/ der Partnerin und versuchen „von aussen die nötigen Instruktionen zu geben. Dazu kommen die gemachten Beobachtungen von Alltagssituationen in denen die SuS auch ihr eigenes Handeln im Alltag reflektieren können. 4. In einem sozialen Kontext lernen/gestalten Simon Duss 3 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Wie bereits erwähnt wird in dieser Unterrichtseinheit das kooperative Lernen gefördert. Dies soll die Gruppen motivieren und den sozialen Austausch fördern. 5. Mit instruktionaler Unterstützung lernen/gestalten Die Erfahrungen der SuS werden von der Lehrperson (LP) bewusst angeleitet und begleitet. Die SuS den nötigen Freiraum haben selber zu entdecken, wobei die LP in problematischen Phasen unterstützt und die nötige Hilfestellung leistet. Ich beschränke mich hier auf die vier genannten Bausteine auf denen ich meinen Unterricht spezifisch aufbaue, da es mir wichtig ist, mich auf wenige Punkte zu konzentrieren, die dafür gewissenhaft und sorgfältig umzusetzen. Zudem habe ich mich auf den nachfolgenden Seiten mit einigen Bausteine (Sachanalyse, Begründungsanalyse etc.) vertieft auseinandergesetzt. Simon Duss 4 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 2. Concept Map Simon Duss 5 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 3. Fachbezogene Sachanalyse 3.1 Elemente der fachbezogenen Sachanalyse Was? Thema Performance zu Kurzgeschichte „Wall sketch Phantasiegeschichten mit Alltagsbezug Erstellen einer Bilderreihe zu einer eigens erfundenen Kurzgeschichte Visuell wahrnehmbare Umwelt: Vorübungen zur Visualisierung von Kurzgeschichten (Aus Phantasie und Alltag) Übungen zur Körperwahrnehmung und Schauspielerei (Mimik&Gestik, Audruck&Körperhaltung, Verkleiden Interaktion mit Objekten etc.) Fotografie im Bereich Bildkompositon und Bildausschnitt Arbeiten mit Malkreide Erstellen/Entwicklung eines Storyboards Theater und Schauspielerei Kinderzeichnungen auf einfachste Formen reduziert Beobachtung von Handlungen in Alltagssituationen (z.B. Velopneu wechseln, Wäsche aufhängen, Abwasch erledigen, Staubsaugen etc. Kurzgeschichten bzw. Kurzszenen aus dem Alltag) Beispiele aus Kunst und Alltag: Robin Rhode Alltagssituationen Wie? Bildsprache und Bildorganisation Collage-Montage: Collage-Montage: Montage als Gestaltungsprinzip Umsetzung Montage Mensch – Hintergrund Figur-Grund-Beziehung (Inszenierung der eigenen Person vor selbst gestaltetem Hintergrund) Realismus – Fantasie (mit Malkreide gezeichnet) Aktion Spiel: Simon Duss Womit? Bildnerische Verfahren und Techniken Szene mit verschiedenen visuellen Mitteln (Gestik, Mimik, Bewegung bzw. Aktion Spiel: Performance Selbstinszenierung vor eigens gestaltetem Hintergrund 6 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Aktion, Malkreide) Szenische Abfolge Sich selber in Szene setzen Storyboard als Vorlage Foto, Film, Video: Fotografieren mit dem eigenen Handy Foto, Film, Video: Gestalterische Möglichkeiten bezüglich Perspektive und Bildausschnitt Bildfolge Licht (gleichbleibende Lichtverhältnisse) 3.2 Sachanalyse und Hintergrundinformationen zu Robin Rhode Robin Rhode ist ein südafrikanischer Streetart-Aktionskünstler. Er wurde 1976 in Kapstadt geboren. AB 1984 lebte er in Johannesburg, wo er zwischen 1995 und 1998 Kunst und Film studierte. Heute lebt und arbeitet Rhode in Berlin. Doch bleibt Johannesburg für ihn bis heute der Ort der Inspiration, der „Bühne und der „Leinwand (Rhode, 2007). „Die Werke Rhodes zeigen einen oder zwei Menschen als Protagonisten kurzer Handlungen oder eines Geschehens in zeitlicher Abfolge. Sie erzeugen nur die Illusion realer Vorgänge, da die weitere Ausstattung des Bildes lapidar auf einen Hintergrund gezeichnet ist, der ein Wand- oder ein Bodenstück im öffentlichen Raum ist (Rhode, 2007, S.8). Rhode versteht es, mit seinen Performances Zeichen im Raum zu setzen. Er verbindet Realität und Fantasie zu einem Gebilde, in dem der menschliche Körper als Protagonist, die Beziehung zwischen Raum und Körper erforscht. 1997 begann Rhode als Performancekünstler mit Objekten zu interagieren, welche er mit Kreide auf Wände und Boden zeichnete. Die Ideen für seine Werke findet er im Stadtraum und in den Medien. Er lässt sich von Eindrücken der Stadt, von Erlebnissen und von Zeitungsartikeln inspirieren (Rhode, 2007). 1998 entstand das Werk „Classic Bike: Mit Kreide malte er eine Fahrrad an die Wand. Eine anonyme Figur (das Gesicht ist nicht zu erkennen) spielt die Hauptrolle. Die Bilderfolge, auf der zu erkennen ist wie die Person aufs Rad steigt, dann die Kette prüft und schlussendlich das Rad wegscheibt, erinnert an die Stopp-Motion-Technik des Zeichentrickfilms. Simon Duss 7 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Robin Rhode, Classic Bike (Detail), 1998 Rhode selber sagte zur Idee dieses Werkes: „Mich inspirierte ein konkretes Erlebnis oder Ritual an der High-School – eine Art Initiationsritus, bei dem die jüngeren Schüler von den älteren mit Gewalt in die Jungentoilette geschleppt wurden. Man hatte Kreide aus dem Klassenraum geklaut, und mir diesen zeichneten die älteren Schüler einfache Gegenstände wie Kerzen oder Fahrräder direkt auf die Toilettenwände. Der jüngere Schüler wurde anschliessend gezwungen, mit dem gezeichneten Gegenstand zu interagieren, er musste entweder versuchen, die Kerze auszublasen oder mit dem Fahrrad zu fahren (Rohde, 2007, S.9). Neben seinen fotografischen Serien präsentiert Rhode die Performances auch als Videoprojektionen oder live vor Publikum. Seine Zeichnungen und Skulpturen sind ebenfalls geprägt, von der einfachen Form und dem Spannungsfeld zwischen Fantasie und Realität. Simon Duss 8 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 4. Grundanliegen, Lernziele und Kompetenzen 4.1 Fachliche und Instrumentelle Schwerpunkte des Unterrichts Das Schwergewicht dieser Unterrichtseinheit liegt auf der Performance und auf der szenischen Abfolge welche mit dem Handy in Form einer Bildreihe festgehalten wird. Die SuS sollen die Möglichkeit erhalten, sich im Rahmen einer Kurzgeschichte selber zu inszenieren. Auf der einen Seite soll auf Wahrnehmungsebene das bewusste Beobachten im Alltag geschult werden und auf der anderen Seite geht es darum, diese Beobachtungen zu reflektieren, um die Inszenierung möglichst Lebensnah zu gestalten. Mit dieser Aufgabenstellung, sich selber zu inszenieren, möchte ich den SuS auch die Möglichkeit geben, über die eigene Person und das eigene Handeln nachzudenken. Diese Selbstinszenierung kann zur Identitätsfindung beitragen und es erfüllt sicherlich den Anspruch vieler Jugendlichen, sich selber darzustellen und zu präsentieren. Durch die Fotografie mit dem Handy an der Alltagswelt der Jugendlichen angeknüpft werden. Das Allroundmedium Handy ist aus dem Erscheinungsbild heutiger Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Reuter (2009) hat in seiner Studie festgehalten, dass drei von vier Jugendlichen über ein Handy mit Fotofunktion verfügen. Ebenfalls hat er aufgezeigt, welche Funktionen das Fotografieren mit dem Handy hat; Dokumentation, Erinnerung, Identitätsfindung (- Selbstinszenierung), soziale Funktion und ästhetische Funktion. Diese Chance möchte ich nutzen und mit den Jugendlichen etwas erarbeiten, das eben genau diese Funktionen erfüllt, unter besonderer Berücksichtigung der Selbstinszenierung. 4.2 Bildnerische Grobziele Aus dem Innerschweizer Lehrplan Bildnerisches Gestalten 2006. Collage/Montage: 27. Collage/Montage als Gestaltungsprinzip in Kunst und visuellen Medien kennenlernen Aktion Spiel: 35. Eine Szene unter Einbezug verschiedener visueller Mittel darstellen Foto, Film, Video: 36. Die Möglichkeiten und Wirkungen fotografischer Gestaltungsmittel erfahren und anwenden 37. Die Fotografie als gestalterische Möglichkeit kennenlernen Simon Duss 9 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 4.3 Kompetenzen 4.3.1 Sachkompetenzen • Die SuS sind in der Lage, nach der Vorlage eines Storyboards, eine eigene Performance in Form einer Bildfolge (6-15 Fotos) fotografisch festzuhalten. • Die SuS können bei der Fotografie mit dem Handy ihren Bildausschnitt bewusst wählen und die Bildkomposition (Objekte, Protagonist, Kleidung etc.) begründet gestalten. • Die SuS gestalten zu ihrer Selbstinszenierung eine humorvolle und spannende Kurzgeschichte mit Alltagsbezug. • Die SuS können sich in die auf den Bildern handelnde Person hineinversetzen, Mimik und Gestik wirken authentisch. 4.3.2 Sozialkompetenzen • Die SuS lösen die vorgegebene Aufgabe in Partnerarbeit. Jede/r SuS plant und inszeniert die eigene Kurzgeschichte und unterstützt den Partner/die Partnerin bei der Umsetzung seiner/ihrer Performance. 4.3.2 Selbstkompetenzen • Alle SuS nehmen die Eigenverantwortung, welche zu einem guten Gelingen einer Partnerarbeit beiträgt, wahr und leisten ihren Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung der beiden Bildfolgen. • Die SuS können die ihnen zur Verfügung stehende Zeit so einteilen, dass sie die Arbeit bis zum Abgabedatum beendet haben und ihr Werk präsentieren können. Simon Duss 10 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 5. Fachtypische Arbeitsweisen und didaktische Prinzipen 5.1 Produktorientierte Fachmethoden Witzige Kurzgeschichte erfinden und visualisieren Performance fotografieren Bildausschnitt/Bildkomposition gestalten und umsetzen Bewegungsabläufe darstellen 5.2 Rezeptionsorientierte Fachmethoden Beobachten und skizzenhaftes festhalten von Alltagssituationen Kurzgeschichten inszenieren und vorspielen Bewegungsabläufe überprüfen Gesichtsausdruck und Körpersprache bewusst zum Ausdruck bringen 5.3 Didaktische Prinzipien Forschendes Lernen: forschendes Beobachten von Alltagszenen Entdeckendes Lernen: Lernspiel zu Mimik und Gestik, Experimentieren und ausprobieren bei der Planung der eigenen Kurzgeschichte Vorzeigen/Vormachen: Technische und „taktische (Vorgehen) Inputs zur Umsetzung der eignen Bildreihe, Tipps und Tricks Kooperatives Lernen (siehe 1.3) Situiertes Lernen (siehe 1.3) Simon Duss 11 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 6. Grobplanung 6.1 Drehbuch für die Grobplanung Themenbereich: „Wall sketch Arbeitsphasen n. Gunter Otto/Stift und Pinsel E STUFE KLASSE: 9.Klasse Niveau A-C Wissen und Erfahrung aufbauen l Wahrnehmung und Vorstellungen umsetzen n r s h P o e s Eigene Lösung verwirklichen Arbeitsprozesse reflektieren Erfahrungen integrieren Eigene Lösung verwirklichen Werke betrachten und Arbeitsprozesse reflektieren N L N N n Simon Duss 12 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 i e e E p o e u d n e d n W s e Simon Duss 13 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 n E f h u g u b u n Bildnerische Aufgabenreihe Timeline /Zeitrahmen DL 2 DL 3 DL 4 DL5 Input Storyboard Storyboard für Bildreihe eigener Sketch z.B. 5 Szenen (Anknüpfung an letzter Stunde) Input -Witzige Geschichte für eigenen „Wall sketch erfinden Storyboard zeichnen erste Umsetzung in PA evtl. für DL6 kurze PPPräsentation mit Reflexion Arbeitsprozess und Präsentation Bildreihe/ oder Alternative: Ausstellung und kurze mündliche 1 Schwerpunkte Thema/Motiv/Inhalt Simon Duss - Alltagserlebnis aus (aus eigener Erfahrung) erzählen und visualisieren „ Input Mimik&Gestik (Lernspiel in PA oder GA) - Eigener Sketch in PA erfinden und vorspielen (mit Objekten oder mit Plakaten (Zeichnungen) im Hintergrund) 14 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 g m l r Bildkomposition und Bildausschnitt technische Umsetzung mit dem Handy Eigener Sketch in Bildreihe festhalten (erproben) Erprobungen (in PA) und Umsetzungen (je nach Eignung Boden oder Wand) Präsentation (je nach Niveau und Klasse) B z g P n o i e n e n a Simon Duss 15 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 e o m n e c n n i f ü r n I e Simon Duss 16 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 n Z e e a l k t h i P ä e t t o Simon Duss 17 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 z R b n h d K r g s h c t i 1 Simon Duss 18 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 0 z n n G s h c t ( o ) e e u Simon Duss 19 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 e c n n 1 0 e z ä l n e i d r Kunst – und/ oder Alltagsbezug Simon Duss Werke von Robin Rhode stehen im Zentrum und werden immer wieder aufgegriffen (Jeweils beim Einstieg oder zu den Inputs etc.) Unterrichtsreihe immer in Bezug zu Alltagssituationen und Geschichten aus dem Leben der Jugendlichen (Alltag bewusst wahrnehmen) 20 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Fotografieren mit dem Handy (ebenfalls Möglichkeit jederzeit Szenen im Alltag visuell festzuhalten, da im Alltag immer dabei) Bildnerische Frage- Problemstellung* i u l s e e Wie visualisiere ich Handlungen? Wie wirke ich authentisch? Wie interagiere ich mit Objekten (Fantasie oder Realität)? Wie gestalte ich ein Storyboard? Wie gestalte ich den Bildausschnitt (Bildkomposition)? Was macht eine Geschichte/Hand lung witzig und spannend? Wie setze ich die Idee vom Storyboard praktisch um? Was macht eine Geschichte/Handlung witzig und spannend? Wie setze ich die Idee vom Storyboard praktisch um? i e K r g s h c t : Simon Duss 21 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 i k m e H n l n e u d n a t z i Simon Duss 22 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 h e i c z m u d u k W e e e n a h Simon Duss 23 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 i h i F r e ( c n l e Z i h e ) Simon Duss 24 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Grobziele Lehrplan 3 35. Eine Szene unter Einbezug verschiedener 5 visueller Mittel darstellen E n S e e 37. Die Fotografie (mit dem Handy) als gestalterische Möglichkeit kennenlernen 27. Collage/Montage als Gestaltungsprinzip in Kunst und visuellen Medien kennenlernen 36. Die Möglichkeiten und Wirkungen fotografischer Gestaltungsmitte erfahren und anwenden und 35/37 Alle genannten Grobziele vereint n e E n e u v r c Simon Duss 25 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 e e e v s e l r i t l a s e l n - SuS können Alltagshandlung in szenischer Abfolge visualisieren Simon Duss SuS kennen das Storyboard als SuS planen eine witzige SuS planen eine witzige „Kurzgeschichte und 26 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Lernziele Kompetenzen* - SuS sind in der Lage Mimik und Gestik bewusst einzusetzen (authentisch) - SuS entwickeln Handlungsideen zur Interaktion mit Objekten ö n n u z e c i h e gestalterisches Planungsmittel SuS kennen die Begriffe Bildausschnitt und Bildkomposition SuS können mit dem Handy fotografieren „Kurzgeschichte und setzen diese selbständig in PA, um SuS können geplante Performance umsetzen und fotografisch, in szenischer Abfolge, festhalten setzen diese selbständig in PA um SuS können geplante Performance umsetzen und fotografisch, in szenischer Abfolge, festhalten i e n a h Simon Duss 27 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 / b t a i r e F r e v s a i i r n Simon Duss 28 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 (Fachtypische) Arbeitsweisen – didaktische Prinzipien - Beobachten und visualisieren von Alltagssituationen - Kurzgeschichten erfinden, inszenieren und vorspielen - Mimik und Gestik überprüfen e c i h e Kurzgeschichten visualisieren (Storyboard) Bildausschnitt/komposition gestalten und umsetzen Performance fotografieren Bewegungsabläufe darstellen und überprüfen witzige Kurzgeschichten erfinden und visualisieren Kurzgeschichte visualisieren (Storyboard) Ideen (Storyboard) umsetzen und verwirklichen witzige Kurzgeschichten erfinden und visualisieren Kurzgeschichte visualisieren (Storyboard) Ideen (Storyboard) umsetzen und verwirklichen i u l s e e F r e Simon Duss 29 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 e e n a h n a s r h e e B w g n s Simon Duss 30 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 b ä f d r t l e u d ü e p ü e ( e Simon Duss 31 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 h e i c ) Bildnerisch formale Mittel* - Szene mit verschiedenen visuellen Mitteln darstellen - Bildelemente abstrahieren - Bildsprache und Bildwirkung e n a h n Bildkomposition und Bildausschnitt gestalten Figur-Grund Beziehung szenische Abfolge Erfahrungen der vorangegangene Stunden integrieren und anwenden Erfahrungen der vorangegangenen Stunden integrieren und anwenden e g z i h Simon Duss 32 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 e e B l e e e t ( y b l s h a s r h Simon Duss 33 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 r n A s a e W r u g e B l r i e Simon Duss 34 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Bildnerisch technische Mittel/Material* - Bleistiftzeichnungen Hintergrund selber gestalten (Plakat mit einfachen Formen) - Objekte integrieren und mit Objekten interagieren z n a t Fotografieren mit dem Handy Stoyboard als Planung eines Vorhabens Hintergrund mit Kreide gestalten Objekte integrieren -Erfahrungen zu technischen Mittel integrieren und anwenden Hintergrund mit Kreide Objekte integrieren Erfahrungen zu technischen Mittel integrieren und anwenden l i t f z i h u g t c Simon Duss 35 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 n s h s i t l t h h e n c t m e Simon Duss 36 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 t u , o d r e e f r a e s e t ) Simon Duss 37 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 a s n e t l o l a s e c n n s r n Simon Duss 38 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Skizzenbuch/ Lernjournal Witzige Alltagssituationen visualisieren l a s i u t o e Erste Gedanken und Ideen zu eigener witziger „Kurzgeschichte aufschreiben und skizzieren Eigene Erprobungen und Probleme reflektieren und Lösungen suchen, evtl. Anpassungen Storyboard e b c t n n s Simon Duss 39 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 r f l c f s h l e Hausaufgaben Handy mitnehmen j k e Objekte und passende Kleidung mitnehmen, Umsetzungsort suchen Präsentation „Wall Sketch vorbereiten i n h e Simon Duss 40 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 Simon Duss 41 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 7. Begründungsanalyse 7.1 Motiv- und Lebensweltebene Die Gegenwartbedeutung für Jugendliche wurde bereits eingehend thematisiert: es geht um die Selbstinszenierung im Jugendalter. Es soll den Jugendlichen ermöglicht werden sich selber in Szene zu setzen, ein Zeichen im Raum zu setzen. SuS in diesem Alter setzen sich auch mit verschiedenen Subkulturen auseinander. Rapmusik und allgemein die Hiphopkultur sind immer noch weit verbreitet. Dies bietet die Möglichkeit, die Strassenkunst mit Tags und Graffitis mit dem Streetartkünstler Rhode in Verbindung zu bringen. Die Auseinandersetzung mit der gewählten Thematik soll den Jugendlichen auch ermöglichen, sich selbst mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Es ist sehr wichtig ihnen diese Möglichkeit zu bieten, da sie in diesem Alter in einer Entwicklungsphase sind, welche für die Zukunft wegweisend ist. Dabei soll auch an exemplarischen Beispielen der Selbstinszenierung in Werbung und Film die Vielfalt der Möglichkeiten aufgezeigt werden. 7.2 Wahrnehmungsebene Der alltägliche Alltag. Langweilig und immer wieder das Gleiche. Diese Einstellung bzw. diese Wahrnehmung möchte ich verändern. Ich möchte die SuS dazu bringen, den Alltag wieder etwas bewusster wahrzunehmen, sich an Einzelheiten und „Kurzgeschichten des Alltags zu erfreuen, in den Alltag hinein zu fantasieren und den Alltag zu reflektieren. Sie sollen auch Erfahrungen machen, wie sie selber im Alltag wahrgenommen werden. Dazu gehört auch die Wahrnehmung von Mimik und Gestik. Oft sind sich Jugendliche gar nicht bewusst, dass sie ständig mit der Umwelt kommunizieren, dass sie ständig Signale senden. Dieses Bewusstsein, dass man ständig Wahrgenommen wird, soll erworben werden, um auch späteren Berufsleben davon profitieren zu können (z.B. beim Vorstellungsgespräch). Neben der Kommunikation im Alltag spielt auch die Schauspielerei eine wichtige exemplarische Rolle. Nicht selten identifizieren sich Jugendliche mit Rollen und Protagonisten aus Filmen, nun sollen sie erfahren was es heisst, zu „schauspielern, sich bewusst zu verstellen, in andere Rollen zu schlüpfen und sich zu verwandeln. Für Jugendliche gehören elektronische Medien heute zum Alltag. Da fällt es oft schwer, Fantasie und Realität auseinanderzuhalten. Mit dieser Arbeit soll einerseits dieser Effekt der Illusion zwischen Fantasie und Realität verstärkt werden, um anderseits eben diese Wahrnehmung zu schulen. Simon Duss 42 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 7.3 Reflexions- und Kommunikationsebene Wie bereits erwähnt, reflektieren die Jugendlichen ihren Alltag und Handlungen aus dem Alltag. Das Reflektieren über Arbeitsschritte und über die Ergebnisse von Vorübungen bietet eine weitere Möglichkeit über das eigene Handeln nachzudenken. Dabei soll es auch Platz für konstruktive Feedbacks von Mitschülerinnen und Mitschülern haben. Der Austausch von Erfahrungen und Wahrnehmungen spielt in dieser Unterrichtseinheit eine wichtige Rolle. Die SuS lernen Erfahrungen in Wort und Bild zu fassen, was natürliche auch im weiteren Leben eine zentrale Rolle spielt. Das Konstruktive Feedback und die Reflexion von Handlungen (z.B. auch im Berufsleben) haben daneben eine wichtige exemplarische Funktion. 7.4 Bildnerische Prozess- und Produktebene Die entstehenden Werke dieser Unterrichtseinheit sollen vom Ausdruck leben. Die Geschichten und die Bildkompositionen sollen den Betrachter ansprechen und faszinieren. Die SuS lernen, wie sie den Ausdruck eines Bildes verstärken können (z.B. durch Farben, Perspektiven). Während ihrem Entwicklungsprozess reflektieren sie immer wieder ihre Ergebnisse, um sich ständig weiter zu entwickeln. Dabei steht die Individuelle Lösung klar im Vordergrund. Es wird sogar gewünscht, dass die Lösungen auf der Bildnerischen Ebene möglichst individuell sind. Technisch wird die Bildfolge von allen SuS gleich umgesetzt. Der Prozess zur Entwicklung der eigenen Kurzgeschichte bzw. der eigenen Inszenierung spielt eine wichtige Rolle, steht aber nicht im Vordergrund. Die entstandene Bildfolge, in der auch ein gewisser Prozess zu erkennen ist, steht im Zentrum. Dies wird auch bei der Bewertung so berücksichtigt. Einzig der Prozess der Zusammenarbeit soll bei der Bewertung eine gewichtende Rolle einnehmen. Als exemplarisches Beispiel sei noch einmal Robin Rhode zu erwähnen. 7.5 Interdisziplinäre und allgemeindidaktische Ebene Der soziale Aspekt geht über das Fach Bildnerische Gestalten hinaus. So ist dieses Unterrichtsvorhaben, oder zumindest das Endprodukt, nur umsetzbar, wenn man sich Gegenseitig unterstützt. Die SuS müssen also, wohl oder übel, mit jemandem zusammenarbeiten. Es stellt sich nun die Frage, ob der Partner selber gewählt werden darf oder ob er zugelost wird. Ich habe mich dafür entschieden, den Partner selber wählen zu können. Denn eine Selbstinszenierung hat auch etwas sehr persönliches und ich möchte nicht, dass die Entfaltung der Kreativität dadurch gehemmt wird, dass man mit einem „unerwünschten Partner zusammenarbeiten muss. Die Umsetzung eines Vorhabens nach einem vorgängig erarbeiteten Plan (hier das Storyboard) lässt sich ebenfalls auf viele Fächer und Lebensbereiche übertragen. Die Schulung der Wahrnehmung, einerseits die eigene und andererseits die der anderen über mich, sind ebenfalls „Lebenswichtige Erfahrungen. Simon Duss 43 Bachelorprüfung Bild und Kunst FS2012 8. Prozess- und Produktkriterien Wie bereits bei der Begründungsanalyse erläutert, steht das Produkt dieses Unterrichtsvorhabens im Vordergrund. Einzig der Prozess der Zusammenarbeit soll berücksichtigt werden. Die Umsetzung anhand des Storyboards hat ebenfalls einen Prozesscharakter, wird aber schlussendlich am Produkt gemessen. Die Beurteilung des subjektiven Kriteriums /humorvolle Kurzgeschichte erfolgt durch eine Schülerin oder einen Schüler und durch die LP (Vorstellbar wäre auch eine Ausstellung für die Eltern, welche Punkte vergeben für die witzigste Geschichte). Massgebend ist der Mittelwert der vergebenen Punkte. Folgende Prozess- und Produktkriterien habe ich definiert: 8.1 Prozesskriterien • Zusammenarbeit mit dem Partner/ der Partnerin (Fremd- und Selbstbeurteilung mit kurzem Fragebogen und Eindruck der LP) 8.2 Produktkriterien • Umsetzung anhand des Storyboards • Logische- bzw. Verständliche Abfolge der Bilder • 6-15 Fotos (Musskriterium) • Bildkomposition „stimmig: Gesamter „Raum wird genutzt, Objekte vorhanden und bewusst platziert, bewusste und verstärkende Farbwahl • Authentische Wirkung (Mimik&Gestik, „Bewegung) muss den SuS erklärt werden! • Subjektive Wahrnehmung: Humorvolle Kurzgeschichte (kreative Geschichte) 9. Literaturverzeichnis Fachteam Fachwissenschaft und Fachdidaktik in Bild Kunst. (2012). Wegleitung zur systematischen Vorbereitungs- und Planungsarbeit für den Unterricht im Fach Bild und Kunst. Luzern: Hochschulinternes Dokument. Klant, Michael. (2001). Fotografie: Materialien für den Sekundarbereich und II. Hannover: Schroedel. Reuter, Oliver M. (2009). Mobile Bilder: Kinder und Jugendliche fotografieren und filmen mit dem Handy. München: Kopaed. Robin Rhode. (2007). Walk off. Ostfildern: Hatje Cantz. Simon Duss 44