Arbeitsblatt: Glauben im Mittelalter und in der Renaissance
Material-Details
Vergleich Mittelater und Renaissance
Geschichte
Mittelalter
7. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
109326
1048
7
05.01.2013
Autor/in
Niklaus Hégelé
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Glauben im Mittelalter Glauben in der Renaissance Das Mittelalter war geprägt von der Machtausdehnung des Papstes in Rom, der Bekehrung von Ungläubigen zur christlichen Lehre und von den Klöstern mit Mönchen und Nonnen als Streiter und Streiterinnen Christi. Von grosser Bedeutung waren die Kreuzzüge. Als das heilige Land, die geweihten Stätten der Christenheit, Jerusalem, Bethlehem und Golgatha, von den muslimischen Türken erobert wurde, rief der Papst zur Befreiung Palästinas auf. „Zieht als Krieger Gottes ins Heilige Land. Jeder, der das Zeichen des Kreuzes nimmt, wird von allen Sünden frei sein und das ewige Leben empfangen. Sieben grosse und viele kleinere Kreuzzüge zu Befreiung des Heiligen Landes wurden unternommen, doch gelang es nicht die Türken aus Palästina zu vertreiben. Trotz dieser Niederlagen war die Kirche zu dieser Zeit eine „Supermacht in Europa. Der Erfolg des Christentums lag in der Fähigkeit der Kirche, die Ängste und Hoffnungen, die Sorgen und Wünsche der Menschen für sich zu nutzen. Die Furcht vor Hölle und Fegefeuer war allgegenwärtig in den Köpfen der Menschen. Der Glaube an das Jüngste Gericht bestimmte ihr Denken und Handeln. Es gab auch Menschen, die sich dagegen erhoben, dass jegliche Kritik an den vom Papst verfügten Glaubenslehren verboten war. Auch sie wollten fromm leben, aber ohne die Macht der Kirche, die für sich in Anspruch nahm, die allein rechtgläubige Kirche zu sein. Für die Geistlichkeit waren solche Menschen Ketzer, die man verfolgen musste. Darum wurde Mitte des 13. Jahrhunderts die gefürchtetste Institution des Mittelalters gegründet: die Inquisition Sie hatte den Auftrag, im Namen Christi all diejenigen zu finden und zu richten, welche der Ketzerei bezichtigt wurden. Sowohl Einzelpersonen als auch ganze Glaubensgemeinschaften wurden im Namen Gottes hingerichtet. Andersdenkende, vermeintliche Hexen und Satansanhänger mussten sich schmerzhaften Foltermethoden und dem Tod auf dem Scheiterhaufen unterziehen. Die Macht der katholischen Kirche war nicht mehr von der gleichen Bedeutung wie im Mittelalter. Es regte sich Widerstand gegen den Papst, der für sich in Anspruch nahm, allein für das Heil der Menschen verantwortlich zu sein. Dieser Widerstand kam auch daher, dass der Papst und die hohen kirchlichen Würdenträger nicht nur die Lehre Christi verbreiteten, sondern sich immer mehr an Kriegen beteiligten und versuchten ihren Reichtum zu mehren. Wer Bischof oder Erzbischof werden wollte, konnte sich dieses Amt vom Papst erkaufen, auch wenn er gar nie Priester gewesen war. Die Bischöfe verkauften nun ihrerseits wieder Pfarrstellen in den Kirchgemeinden. Oft lebten Pfarrer mit Frauen zusammen, obwohl ihnen das verboten war. In den meisten Fällen liess der Bischof dies zu und kassierte dafür Gebühren. Auch in zahlreichen Klöstern herrschte ein ausgelassener Betrieb. Oft nahm man nur reiche Leute ins Kloster auf, die den Reichtum des Klosters noch vermehrten. Dagegen richtete sich 1517 der Mönch Martin Luther. Er berief sich auf die Bibel und lehnte die Vormachtstellung des Papstes ab. Vor allem wandte er sich dagegen, dass man sich mit sogenannten Ablassbriefen das Seelenheil erkaufen konnte. Die Kirche brauchte Geld, und wenn man einen solchen Brief kaufte, wurden einem die Sünden nachgelassen. Luther entwickelte seine Lehre in verschiedenen Kampfschriften: „Allein die Heilige Schrift enthält Gottes Wort, nicht die Glaubenssätze des Papstes und der Bischöfe. Neben Luther kämpften auch andere Reformer gegen die Missstände: Ulrich Zwingli in Zürich und Johann Calvin in Genf. Mit der Gründung der reformierten Kirche, die viele Anhänger fand, kam es zur Glaubensspaltung in ganz Europa. Die katholische Kirche versuchte durch eine „Gegenreformation die Menschen wieder zurückzugewinnen. Diese Auseinandersetzung führte in ganz Europa zu Kriegen zwischen „Katholiken und „Reformierten.