Arbeitsblatt: Sich erholen im Mittelater und Renaissance
Material-Details
Vergleich Mittelater und Renaissance
Geschichte
Mittelalter
7. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
109328
902
4
05.01.2013
Autor/in
Niklaus Hégelé
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Sich erholen im Mittelalter Sich erholen In der Renaissance Das Mittelalter war nicht nur finster, wie es später genannt wurde. Einerseits züchtig und fromm und auf das Heil der Seele im Jenseits bedacht, waren die Menschen auch sehr lebenslustig, festfroh und trinkfreudig. Die vielen kirchlichen Feiertage vereinigten alle Menschen verschiedener Herkunft und Stände. Auch in der Stube (das Wort kommt vom stiebenden heissen Wasser), im Badhaus trafen sich Männer und Frauen gemischt. Hier wurde gebadet, das Haar und der Bart gepflegt, und – wer es sich leisten konnte – der Körper mit Rosenöl parfümiert. Man traf sich hier so zwanglos wie in der Kirche und diese Einrichtung erfreute sich bei allen Schichten grosser Beliebtheit. Daneben gab es in allen wohlhabenden Häusern im Keller Badstuben mit Schwitzraum und meist hölzernen, mit Fassreifen zusammengehaltenen Zubern. Bei den Armen spielte man mit Holzspielsachen: Ballspiele, Jonglieren und Wettrennen. Bei den Reichen waren Kampfspiele zur Vorbereitung auf den Krieg wichtig: Reiten, Bogenschiessen, Fechten und Schwimmen. Zur Ausschmückung der Klosterkirchen schufen Maler und Bildhauer wertvolle Kunstwerke, Altarbilder, Wandmalereien, Mosaike, Glasmalerei, und Skulpturen. Ihr Inhalt waren religiöse Szenen, Geschichten von Heiligen, das Leben Jesu. Zwei Baustile prägten das Mittelalter: Kirchen, Kathedralen und Dome wurden zuerst im romanischen, dann im gotischen Stil erbaut. Der romanische Baustil wurde so benannt, da man der Auffassung war, dass dieser Stil auf die antike römische Baukunst – Rundbogen und Säule – zurückgehe. Im Gegensatz zum romanischen Stil richtet sich der gotische Stil in die Höhe. Die Wände wirken leicht, an die Stelle des Rundbogens tritt der Spitzbogen. Die Pracht an den fürstlichen Höfen und der Stolz der Herrscher verlangten Feste und Vergnügen. Bälle, Bankette, Empfänge folgten einander mit möglichst grossen Aufwand und Luxus: Wenn die Herrscher einen Teil ihrer Zeit auf den Strassen zubrachten, um Güter und Besitztümer zu besichtigen oder sich zur Kriegsführung an die Grenzen zu begeben, war ihre Durchreise stets ein willkommener Anlass um zu feiern. Bei diesen „fröhlichen Einzügen wetteiferten Maler und Dichter, die Festlichkeiten zu verschönern. Bankette und Bälle wurden dem Herrscher und seinem Gefolge geboten und für das Volk wurden die Fässer angestochen. Die beliebtesten Brettspiele der Renaissancezeit waren Schach und Mühle. Auch sehr beliebt war das Kartenspiel, das allerdings in verschiedenen Gebieten verboten war. In der Renaissance nahm der Künstler einen bis dahin unbekannten Rang ein. Die Ausschmückung von kirchlicher und weltlicher Räume beschäftigte ein ganzes Heer von Schnitzern, Malern, Goldschmieden und Kunsthandwerkern. Im Mittelpunkt von Malerei und Bildhauerei stand der Mensch und die Schönheit seines Körpers, der oft nackt abgebildet wurde. Dabei wurden die Figuren und Gegenstände erstmals räumlich dargestellt und die Landschaft mit ins Bild einbezogen. Der Mensch wurde mit seinen ganz persönlichen Merkmalen als ein lebendiges Wesen dargestellt, allerdings in idealer Schönheit. Diese Idealvorstellung in der Darstellung des Menschen wurde aus der griechischrömischen Antike übernommen. Dies zeigt sich auch im Baustil der Renaissance, der ebenfalls viele Merkmale aus der Architektur der Griechen und Römer übernimmt. Die Künstler wollten den Menschen aber nicht nur von aussen sehen, sondern auch das Innere und die Funktion des menschlichen Körpers kennen lernen. Durch solche Ideen entwickelte sich eine neue Zeit der medizinische Forschung, diejenige der Anatomie.