Arbeitsblatt: Störchin Max fliegt nicht mehr
Material-Details
Lesetext der im Deutsch- oder Naturkundeunterricht verwendet werden kann. Dazu gibt es eine Wörterliste für schwächere SchülerInnen. Am Schluss kann die Lesegenauigkeit überprüft werden.
Deutsch
Lesefertigkeit
6. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
109436
860
9
06.01.2013
Autor/in
andreas vincenzi
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Störchin Max fliegt nicht mehr BaZ Freitag, 28. Dezember 2012 Satelliten-Vogel tot in Spanien aufgefunden Freiburg. Die bekannte Störchin der Schweiz lebt nicht mehr. Jahrelang hatten Vogelfreunde ihren Lebensweg verfolgt – nun sei der Kadaver des Zugvogels auf einem Feld in Spanien entdeckt worden, teilt das Naturhistorische Museum in Freiburg gestern mit. Die Störchin, die aus Versehen den männlichen Namen Max trägt, war zuletzt südlich von Madrid unterwegs gewesen. Der Satellitensender habe sich längere Zeit nicht mehr bewegt, teilte das Museum mit. Das Naturhistorische Museum, das den Zug des Vogels seit mehr als 13 Jahren aufzeichnet, mobilisierte darauf die Kollegen von der Spanischen Ornithologischen Gesellschaft. Diese fanden die Reste der toten Störchin südlich von Madrid sowie den Sender, der nach wie vor funktioniert. Wie Max ums Leben kam, wird wohl auch nie geklärt werden können, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war. Immerhin wurde sie mit dreizehneinhalb Jahren sehr viel älter als die meisten seiner Artgenossen. In der Schweiz erreicht nur jeder fünfte Storch das geschlechtsreife Alter. Ihr Lieblingsort war Madrid Im Juli 1999 wurde Max mit einem Satellitensender ausgerüstet. Ihre Zugwege konnten seither fast lückenlos studiert werden. So wusste man, wann die Störchin den Zug begann und wo sie durchzog. Noch nie konnte ein anderes Tier mit einem Sender länger beobachtet werden. Während des Zugs legte Max pro Tag zwischen 100 und 300 Kilometer zurück. Mit Rückenwind konnten es sogar mehr als 500 Kilometer werden. Insgesamt flog sie in ihrem Leben weit mehr als 60000 Kilometer. Die ersten acht Winter verbrachte Max in Marokko. Danach überwinterte sie jeweils in Spanien. Sie hielt sich in den letzten Wintern gerne im Naturschutzgebiet zehn Kilometer südöstlich von Madrid auf, wo sie schliesslich /home/bildpf/UMT/201301/UMT_DE_6_109436_Stoerchin_Max_fliegt_nicht_mehr.doc auch starb. Zum Schlafen war die Störchin oft an einen Platz in der Stadt Madrid geflogen. Weiblein statt Männlein Im Alter von drei Jahren brütete die Störchin erstmals nördlich vom Bodensee. Seither zog sie alljährlich erfolgreich Junge auf, insgesamt 31. Ihr Bruterfolg von 2,8 Jungen pro Jahr liegt wesentlich höher als der Mittelwert anderer Schweizer Störche, die im Durchschnitt 1,7 Junge pro Jahr aufziehen. Storch Max war im Mai 1999 in Avanches (VD) geschlüpft. Seinen Namen erhielt er zu Ehren von „Storchenvater Max Bloesch (1908 – 1997), wie das Naturhistorische Museum auf seiner Webseite schreibt. Der Schweizer Sportlehrer und Vogelfreund hatte sich jahrzehntelang für die Wiederansiedelung und den Schutz des Weissstorchs in der Schweiz eingesetzt. Als nach drei Jahren klar wurde, dass es sich bei Max nicht wie vermutet um ein Männchen, sondern um ein Weibchen handelte, wurde der Name nicht mehr geändet. Zeichne mit Farbstift auf der Karte den Zug von Max ein. Auf der folgenden Web-Seite findest du weiter Infos: /home/bildpf/UMT/201301/UMT_DE_6_109436_Stoerchin_Max_fliegt_nicht_mehr.doc Wörterliste zur Störchin Max Kadaver: Leiche eines Tieres. Zugvögel: Vögel, die im Winter in wärmere Gebiete ziehen und erst im Frühjahr zurückkehren. Satellitensender: Ein elektrisches Gerät, das an einem Tier befestigt werden kann. Es sendet Signale ins Weltall, wo die Signale von einem Satelliten aufgenommen werden und zur Erde zurückgesendet werden, wo man sie auf einem Computer empfangen kann. So weiss der Forscher immer, wo sich das Tier befindet. Zug: Reiseweg der Zugvögel Ornithologie: Wissenschaft der Vögel, Vogelkunde Gesellschaft: Eine Gruppierung mit gleichen Interessen Artgenossen: Tiere der gleichen Art (Störche) geschlechtsreife: Fähigkeit Nachwuchs zu zeugen Zugwege: Flugwege der Zugvögel Marokko: Staat in Nordafrika brütete: Im Nest auf Eiern sitzen und sie mit der Körpertemperatur wärmen. Mittelwert: Durchschnitt VD: Abkürzung für den Kanton Waadt geschlüpft: aus der Eierschale steigen, Geburt eines Vogels Wiederansiedelung: Eine ausgestorbene Tierart wieder heimisch machen /home/bildpf/UMT/201301/UMT_DE_6_109436_Stoerchin_Max_fliegt_nicht_mehr.doc Fragen zu Störchin Max Jeweils eine Antwort ist richtig. Kreuze an! 1. Woran ist Max gestorben? 2. Bei Rückenwind kann ein Storch wie viele Kilometer zurücklegen? 3. Polizist Biologe Sportlehrer Kapitän Wo ist Max geboren? 7. Bodensee Genfersee Neuenburgersee Sempachersee Welchen Beruf übte „Storchenvater Max Bloesch aus? 6. Tunesien Spanien Marokko Schweiz Wo brütete die Störchin zum ersten Mal? 5. 50 km 100 km 300 km 500 km Wo verbrachte Max die ersten acht Winter? 4. Sie flog in einen Hochspannungsmasten Man weiss es nicht Sie wurde von einem Fuchs angegriffen An Altersschwäche Altreu Avanches Aigle Altdorf In welchem Land kam Max ums Leben Portugal /home/bildpf/UMT/201301/UMT_DE_6_109436_Stoerchin_Max_fliegt_nicht_mehr.doc Schweiz Spanien Frankreich /home/bildpf/UMT/201301/UMT_DE_6_109436_Stoerchin_Max_fliegt_nicht_mehr.doc