Arbeitsblatt: Nationale Einigungen Rückblick Schweiz

Material-Details

Rückblick auf die Schweizer Geschichte und die Ebnung für die nationale Einigung.
Geometrie
Flächen
8. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

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871
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07.01.2013

Autor/in

Lisa Imhof
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Geschichte 8. Klasse Nationale Einigungen Rückblick Rückblick auf die Schweizer Geschichte Ein einig Volk von Eidgenossen? 1. Die Schweiz im Mittelalter Das Gebiet der Schweiz gehörte zum „Heiligen Römischen reich Deutscher Nation. Dieses Gebiet wurde von einem Kaiser oder einem König regiert. Darum kam es auch immer wieder zu kleineren Kriegen. 2. Der erste eidgenössische Bund Im Alpenraum gab es keinen führenden Herrscher. Es gab sogenannte Talgemeinschaften, so in Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden. Sie versuchten für Ordnung zu sorgen. Da dies nicht immer einfach war schlossen sie sich zu Bündnissen zusammen. Der älteste erhaltene Bund wurde zwischen Uri, Schwyz und Nidwalden 1291 geschlossen. Dieser Bund verfasste auch einen Bundesbrief mit Gesetzen. Zwischen diesen Talgemeinschaften, den Klöstern und adeligen Personen gab es immer wieder Streit. Die Talgemeinschaften blieben jedoch immer Verbündete und nannten sich Eidgenossen. 3. Neue Bündnisse: die Eidgenossenschaft entsteht Diese Talgemeinschaften blieben nicht lange unbemerkt. Städte wie Luzern, Zürich und Bern verbündeten sich mit ihnen. Die Städte profitierten von den militärisch starken Gebirgsbauern und die ländlichen Kantone profitierten vom Geld der Städte. Es kam zu einem immer grösseren Bündnisse zwischen Städten und Talgemeinschaften. Dieses Bündnis besiegte dann auch die Habsburger im 15. Jahrhundert und vertrieb sie aus fast der gesamten Schweiz. Das Ziel dieses Bündnisses war es nicht, einen Staat zu gründen. Jede Gemeinschaft wollte sein Gebiet und Macht vergrössern. Aus diesem Grund kam es auch immer wieder zu Streit zwischen den Talgemeinschaften. Trotzdem entstand zwischen 1460 und 1515, das Gefühl, zusammen zu gehören und eine eidgenössische Gemeinschaft zu bilden. (siehe im Buch „Durch Geschichte zur Gegenwart, Seite 144/145). 4. Eidgenössische Gemeinsamkeit: die Bewährung der Bündnisse In den Ländern rund um die Schweiz übernahmen immer wieder Fürsten die Macht über Gebiete und Städte. In der Schweiz war dies anders. Die Bündnisse der Talgemeinschaften bewahrten ihre Selbständigkeit und vermehrten Ihre Macht. Somit blieben sie bei diesen Bündnissen. 5. Eidgenössische Gemeinsamkeit: die Gemeinen Herrschaften Die eidgenössischen Orte eroberten verschiedene Gebiete. Sie konnten diese nicht alle untereinander aufteilen. Aus diesem Grund beherrschten Sie diese Gebiete gemeinsam. Es waren aber nicht alle Orte an dieser Herrschaft beteiligt. Diese Gebiete nannte man „Gemeine (Gemeinsame) Herrschaften. 6. Eidgenössische Gemeinsamkeiten: die erfolgreichen Kriege Die Eidgenossen (Bündnis der Talgemeinschaften und Städten) bestritten viele grosse und kleine Schlachten. Dabei war es stets unwichtig aus welchem Gebiet man selbst kam. Es entstand eine Gemeinsamkeit zwischen den Menschen. Erstmals entstand sogar eine gemeinsame Fahne (Fahne mit weissem Kreuz im roten Feld). Die militärische Tapferkeit der Eidgenossen war weit über die Landesgrenzen bekannt. Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Eidgenossen immer vermehrt als „Schweizer bezeichnet (Bewohner von Schwyz). 7. Eidgenössische Gemeinsamkeit: die heldenhaften Vorväter Zur Zeit der grossen Erfolge stellten sich die Eidgenossen auch die Frage nach ihrer eigenen Geschichte. Es wurden Chroniken (Geschichtsbücher) oft mit wunderbaren Bildern verfasst. Ob diese Geschichten wahr sind oder nicht, ist bis heute nicht festgestellt. Wichtig war aber, Geschichte 8. Klasse Nationale Einigungen Rückblick dass die Vorväter genauso heldenhaft waren, wie sie selbst. Einer der wichtigsten Nationalhelden war und ist bis heute Wilhelm Tell und Arnold von Winkelried. 8. Eidgenössische Gemeinsamkeit: die Feste Die Eidgenossen luden sich gegenseitig immer gerne zu Festen ein. So gingen die Eidgenossen von Uri und Unterwalden 1487 nach Zürich zur Fasnacht. Dort wurde gegessen und gefeiert. Durch all diese Gemeinsamkeiten der Eidgenossen entstand Anfang des 16. Jahrhunderts das eidgenössische Gemeinschaftsgefühl. Es gab jedoch keine eidgenössische Regierung. Jeder einzelne Ort war selbständig. Das Einzige was galt, waren die Bundesverträge. Gemeinsame Probleme wurden an „Tagsatzungen besprochen. Bei diesen Tagsatzungen kam aus jedem Gebiet ein Abgesandter um sein Gebiet zu vertreten. Heil dir, Helvetia 1. Der Streit der Konfessionen Die Reformation führte in der Schweiz zur Glaubensspaltung. Die katholischen und die protestantischen (reformierten) Gebiete der Eidgenossenschaft standen sich feindselig gegenüber. Es kam auch immer wieder zu Krieg. Zuerst war man protestantischer Zürcher, Berner, Basler oder katholischer Luzerner, Urner, Freiburger, erst dann war man Schweizer. Trotz alle dieser Gegensätze fiel die Eidgenossenschaft nicht auseinander. 2. Helvetien, erwache! – die Helvetische Gesellschaft Im 18. Jahrhundert während der Aufklärung verlos der Streit der Konfessionen (Religionen) an Bedeutung. Es entstand das Bedürfnis nach einer Gemeinschaft, nach einer Eidgenossenschaft. 1762 gründeten katholische und protestantische Männer die Helvetische Gesellschaft. Diese Gesellschaft besprach bei ihrer jährlichen Sitzung die Probleme der Gemeinschaft und suchte nach Lösungen. Es entstand eine neue Einigkeit. 3. Neue Ideen – keine Taten! Die Helvetische Gesellschaft schaffte es, die Begeisterung für die heldenhaften Taten der Urväter (Wilhelm Tell etc.) wieder entfachten zu lassen. Viele Schweizer bezeichneten sich dann als „Patrioten. Nicht nur noch der Geburtsort, sondern die ganze Schweiz war für Sie ihr Vaterland. Politisch verändert sich die Eidgenossenschaft durch die Helvetische Gesellschaft aber nicht. Das Denken vieler Menschen wurde jedoch verändert und es entstand ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Schweiz blieb bis 1798 ein lockerer, schlecht koordinierter und kaum verteidigungsfähiger Staatenbund. 4. Die Helvetische Republik: viel Propaganda – wenig Substand 1798 besetzten französische Truppen die Schweiz. Die alte Eidgenossenschaft brach zusammen. An ihre Stelle rückte die Helvetische Republik, ein Staat nach französischem Vorbild. Die neue Regierung bemühte sich sehr, den schweizerischen Patriotismus zu fördern und die Leute an die Heldentaten der Urväter zu erinnern. Die Helvetische Republik wurde auch in die französischen Kriege miteinbezogen. 5. Was bewirkte die Helvetische Republik? Das Hauptproblem der Helvetischen Republik war, dass sie nicht selbständig, sondern von Frankreich abhängig waren. Daher hatte sie in der Bevölkerung auch wenig Ansehen. Die Förderung des Schweizertums und der Vaterlandsliebe war jedoch nicht erfolglos. Viele Schweizer forderten eine unabhängige, einige Eidgenossenschaft. Sie wollten nicht zu den Zuständen um 1798 (zu einem schlecht koordinierten und lockeren Staatenbund) zurück.