Arbeitsblatt: Einigung Italien und Deutschland
Material-Details
Kurzübersicht über die Einigung Italiens und Deutschlands.
Geschichte
Schweizer Geschichte
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
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07.01.2013
Autor/in
Lisa Imhof
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Geschichte 8. Klasse Nationale Einigungen Beispiel Italien Garibaldi und die Einigung Italiens Italien war um 1815 in verschiedene Fürstentümer eingeteilt. Über grosse Teile Oberitaliens herrschte der österreichische Kaiser, über Rom herrschte der Papst. Giuseppe Garibaldi war ein Seemann, welcher sich nicht grosse für Politik interessierte. Trotz allem erhoffte er sich eine Einigung des Staats Italiens. 1834 lernte Garibaldi einen Mann namens Giuseppe Mazzini kennen. Dieser wollte den Sturz der italienischen Fürsten erreichen. Dies wollte er durch einen Volksaufstand erreichen. Das Volk sollte dann zum demokratischen Italien werden. Dieser Aufstand wurde jedoch verraten, bevor er stattgefunden hatte. Garibaldi wanderte nach Südamerika aus und machte sich dort als Führer der Freiwilligenarmee einen grossen Namen. 1848 brachte in Italien wie in vielen anderen Ländern die Revolution aus. Als Garibaldi von den Revolutionen erfuhr, fuhr er sofort nach Italien um die Einigung Italiens voranzutreiben. Er kämpfte gegen Österreich und Frankreich mit seiner Freiwilligenarmee. Da er jedoch nicht genug stark war, verlor er und musst erneut fliehen. Er hatte sich jedoch einen grossen Namen gemacht. Österreich griff 1859 erneut Italien an. Garibaldi kehrte zurück und verteidigte in den oberitalienischen Alpen seine Heimat. Sie gewannen gegen die französische und piemontesische Armee. In den mittelitalienischen Fürstentümern kam es gleichzeitig zu Revolutionen. Die Fürsten wurden vertrieben, die Bevölkerung unterstellte sich dem König von Sardinien-Piemont, Victor Emanuel II. Ab 1860 führte Garibaldi mit seiner Armee mehrere Kämpfe und brachte grosse Teile Italiens unter seine Herrschaft. Die Frage stellte sich nun, was mit diesen Gebieten geschehen sollte. Viktor Emanuel II. ging zu Garibaldi nach Neapel und übernahm die Herrschaft und wurde König von Italien. Garibaldi hatte seine Aufgabe, grosse Gebiete Italiens unter seine Herrschaft zu bringen erreicht und wurde entlassen. 1861 wurde das neue Königreich Italien ausgerufen. Nach erneuten Kriegen und Kämpfen geriet auch Rom unter die Herrschaft von König Victor Emanuel II. Italien war nun ein geeinter Nationalstaat. Dies war jedoch nicht nur positiv es gab auch Probleme. Die Leute hatten plötzlich viel grössere Freiheiten. Die ärmeren Leute jedoch hatten nach wie vor kein Recht an Parlamentswahlen teilzunehmen. Zwischen Nordund Süditalien entstanden grosse Unterschiede. Der Norden entwickelte sich weiter, der Süden blieb eher stehen. Mit der Einigung Italiens nahmen diese Unterschiede eher noch zu. Da die Leute im Norden durch die wachsende Industrie auch reicher wurden, waren diese eher im Parlament vertreten. Die Süditaliener fanden das nicht gut und viele wanderten zu dieser Zeit aus. Fragen: 1. Durch welchen Mann kam Giuseppe Garibaldi Interesse an der Politik? 2. Welches Ziel hatte Garibaldi bei seinen Feldzügen (Kriegen)? 3. Wann brach die Revolution in Italien aus? 4. Wie hiess der erste König von Italien? 5. In welchem Jahr wurde das Königreich Italien bekannt gegeben? 6. Warum wanderten viele Italiener nach der Einigung von Italien aus? Geschichte 8. Klasse 1. 2. 3. 4. 5. 6. Nationale Einigungen Beispiel Italien Mazzini Einigung Italiens 1848 Victor Emanuel II. 1861 Starke Unterschiede zwischen Norden und Süden. Vertreter im Parlament waren zu einem Grossteil Norditaliener. Fremdbeherrschungsgefühl der Süditaliener. Geschichte 8. Klasse Nationale Einigungen Beispiel Italien Einigung Deutschlands Die Revolutionen welche in ganz Europa um 1848 ausbrachen, wurden auch in Deutschland vorerst niedergeschlagen. Wie in Italien bestand jedoch der Wunsch nach einem Nationalstaat. Der Erfolg der Italiener wirkte sich auch auf die Deutschen aus. Dieses Ziel zu erreichen war nicht einfach. Deutschland bestand aus über 30 Staaten. Viele Deutsche waren mit ihrer Heimat verbunden. Österreich und Preussen waren die deutschen Grossmächte, beide wurden jedoch nicht von Deutschen bewohnt. Preussens Bevölkerung war zu einem Grossteil Polen, Österreich war ein Vielvölkerstaat. Eine Einigung Deutschlands ohne eine der beiden Grossmächte war undenkbar. Doch welche Grossmacht sollte dann das gesamte Deutschland führen? Durch eine gesamte Einigung des deutschen Reichs würde eine Grossmacht entstehen. Um 1860 kamen jedoch die führenden Politiker zur Einsicht, dass diese Zersplittung nicht länger tragbar sei. Otto von Bismarck war seit 1862 der Ministerpräsident von Preussen. Bismarck war konservativ engestellt. Auch bei einer Einigung sollten der Adel und der König seine starke Stellung behalten. Er wollte jedoch eine Einigung Deutschlands unter preussischer Führung. Bismarck wusste, dass dies ein grosser Schritt sein würde und dieser müsste von der Regierung aus geführt werden, wenn nötig auch durch Kriege erzwungen werden. Österreich hatte ähnliche Ziele wie Preussen. Auch sie wollten ein geeintes Deutschland, jedoch mit österreichischer Führung. 1866 kam es zum Krieg zwischen diesen beiden Staaten. Die preussischen Truppen gewannen, da ihre Armee besser ausgerüstet war. Österreich verlor seinen Einfluss auf die anderen deutschen Staaten. Preussen nützte den Sieg um seine Stellung zu verbessern. Preussen wurde zur Vormacht und übernahm in grossen Teilen des deutschen Reichs die Führung. Frankreich fühlte sich von dieser grossen Macht bedroht und begann gegen Preussen den Krieg. Preussen gewann diesen Krieg und die militärischen Erfolge lösten grosse Erfreuung aus. Frankreich musste das Elsass und einen Teil Lothringens an das Deutsche Reich abtreten. Durch diesen Krieg entstand eine grosse Feindschaft zwischen den beiden Grossmächten. Das neue Deutsche Reich war ein Bundesstaat der deutschen Fürsten. Die Preussen nahmen dabei die Vormachtstellung ein. Das Mitspracherecht der Bevölkerung war sehr eingeschränkt, da die Hauptentscheidungen vom Deutschen Kaiser und seinem Parlament getroffen wurden. Bismarck wusste, dass die Staaten rund um das Deutsche Reich nun Angst vor der grossen neuen Macht hatten. Aus diesem Grund erklärte er, dass das Reich nun gross genug war und dass er sich nicht für neue Gebiete und eine Vergrösserung des Deutschen Reichs interessiere. Es kam dadurch zu einer langen Friedensperiode, welche bis zum ersten Weltkrieg anhielt. Fragen: 1. Welche beiden Hauptmächte kämpften für eine Einigung von Deutschland? 2. Wer war Otto von Bismarck? Welche Einstellung hatte er? 3. Warum gewann Preussen den Krieg gegen Österreich? 4. Wer herrschte im neuen Deutschen Reich? Welche Macht hatte das Volk? Geschichte 8. Klasse Nationale Einigungen Beispiel Italien 1. Österreich und Preussen 2. Der Ministerpräsident von Preussen, er entschied die Hauptaktionen. Er war konservativ, setzte sich für den Adel, jedoch auch für eine Einigung ein, die Fürsten sollten jedoch nicht an Macht einbüssen 3. sie waren militärisch überlegen und hatten das bessere Material 4. der Deutsche Kaiser. Das Volk hatte nur ein sehr begrenztes Mitspracherecht, da die Fürsten nach wie vor an der Macht waren.