Arbeitsblatt: Musikpraktikum

Material-Details

Praktisches Handbuch um selbständig Instrumente zu lernen
Musik
Musizieren
9. Schuljahr
18 Seiten

Statistik

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09.01.2013

Autor/in

Thomas Anderes
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Sekundarschule Ermatingen Thomas Anderes Name: Klasse: PROGRAMM Thema Ziele obligatorisch 1. Gitarre (akustisch und elektrisch) Seite 2 2. E-Bass Seite 6 3. Djembe Seite 9 4. Keyboard Piano Seite 12 5. Musik mit Computer Du kennst die wichtigsten Teile der Gitarre. Du kennst die Stimmung der Gitarre. Du kannst 4 verschiedene Griffe spielen. Du kannst einen Song mit 3 Griffen begleiten. Du kennst die Stimmung des E-Basses. Du kannst anhand des Tabulatursystems verschiedene Töne spielen. Du kannst einen Song mit 4 Griffen begleiten. Du kennst die verschiedenen Schlagtechniken mit Namen und kannst sie einzeln spielen. Du kannst die vorgegebenen Rhythmen vorspielen. Du kannst alle Töne einer Oktave benennen (weisse und schwarze Tasten). Du kannst die folgenden Akkorde (Dreiklänge) spielen: C-Dur, D-Moll, E-Moll, F-Dur, G-Dur, A-Moll Du kannst einen Song mit 3 der oben stehenden Akkorde begleiten. Du kreierst mit dem Music Maker einen eigenen Song. Du kannst einen 4/4-Beat gemäss Muster spielen. Du kennst die verschiedenen Teile des Schlagzeugs. Du erfindest zu einem bestehenden Song einen neuen Text. Seite 14 freiwillig 6. Schlagzeug Seite 16 7. Songtext Seite 18 Januar 2011 ta 1 1. Gitarre (akustisch und elektrisch) Teile der Gitarre Die akustische Gitarre wird in zwei Typen unterteilt: Konzertgitarre mit Nylonsaiten und Westerngitarre mit Stahlsaiten. Das ist eine Konzertgitarre. Sie wird auch klassische Gitarre genannt. Sie ist ein rein akustisches Instrument. Klang und Schallausbreitung ergeben sich allein aus ihrer Bauart. Das schliesst nicht aus, dass man in grossen Konzertsälen auch mal ein Mikrofon vor die Gitarre stellt. Die abgebildete Gitarre hat sogar einen kleinen Verstärker eingebaut. Dies ermöglicht ein direktes Anschliessen mit einem Kabel an einen Verstärker. Im Gegensatz zur akustischen Gitarre werden bei einer elektrischen Gitarre (E-Gitarre) die Saitenschwingungen über elektrische ferromagnetische Tonabnehmer (Pick-up) oder über Piezokristalle abgenommen und elektronisch verstärkt. Dies geschieht üblicherweise mit zur Verstärkung der E-Gitarre angepassten Gitarrenverstärkern. Der Korpus ist zumeist massiv. Bekannte Marken sind: Fender, Gibson und Ibanez. Januar 2011 ta 2 Stimmung der Gitarre Die sechs verschieden dicken Saiten der traditionellen Gitarre sind meistens auf – – – – H(B) – gestimmt (Standardstimmung). Achtung: Im englischsprachigen Raum wird der Ton auch genannt. Ein Merkspruch für die Standartstimmung lautet: Ein Anfänger der Gitarre hat Eifer. Arten des Stimmens A-Saite nach der Stimmgabel stimmen D-Saite nach dem 5. Bund der A-Saite stimmen G-Saite nach dem 5. Bund der D-Saite stimmen H-Saite nach dem 4. Bund der G-Saite stimmen E-Saite (hoch) nach dem 5. Bund der H-Saite stimmen E-Saite (tief) nach der hohen E-Saite, jedoch 2 Oktaven tiefer stimmen Am besten stimmt man seine Gitarre mit einem Stimmgerät (guitartuner), das so aussehen kann: Januar 2011 ta 3 Grifftabelle 1 Zeigefinger 2 Mittelfinger 3 Ringfinger 4 kleiner Finger Januar 2011 ta 1 2 3 4 4 Songs mit 3 Griffen Anstatt Am7 kannst du auch C-Dur spielen. weitere Songs mit 3 Griffen: Barbara Ann (Beach Boys) Stir It Up (Bob Marley) La Bamba (Richie Valens) Get Back (Beatles) Bye Bye Love (Everly Brothers) Love Rockn Roll (Joan Jett) Januar 2011 ta 5 2. E-Bass Stimmung des E-Basses Normalerweise besitzt ein Bass 4 Saiten, welche genau gleich wie die ersten vier Saiten einer Gitarre gestimmt sind (E – – – G). Auch der E-Bass wird am einfachsten mit einem Stimmgerät gestimmt. Tabulatursystem Es ist ein einfaches System um Töne ohne Notenkenntnis zu spielen. Bei der Tabulatur-Schreibweise (Tab) stellen die 4 Linien die Saiten des Basses dar. Die unterste Linie ist die tiefste Saite (E), die zweite Linie die A-Saite, usw. Die Zahl auf der jeweiligen Linie gibt an, auf welchem Bund die Saite heruntergedrückt wird. Eine Null auf der obersten Linie bedeutet dementsprechend die leere G-Saite, eine 3 auf der zweiten Linie ergibt den Ton C. Drücke die E-Saite im 3. Bund. Spiele die D-Saite leer (ohne auf einen Bund zu drücken). Drücke die G-Saite im 1. Bund. Januar 2011 ta 6 Um einen bekannten Song nachspielen zu können, muss man ihn „heraushören. Dieses mühsame hören, aufschreiben, wieder hören, korrigieren und wieder hören muss nicht sein. Heute sind die meisten Songs notiert (transkribiert) und im Internet zu finden. Teilweise findet man dort auch guitartabs und basstabs. Das nächste Beispiel zeigt die Basstabulatur des Songs Where Is The Love von Black Eyed Peas. ----------2----------------------------3---3----------:G -----------3-2------2-3------23-----------------------:D --------3---------3-----5------1-----1---1------------:A -1----------------------------------------------------:E Auch hier gilt wieder: Eine 2 auf der obersten Linie bedeutet, dass du die G-Saite im zweiten Bund drücken musst; was dem Ton entspricht. Internetseiten für Notationen und Tabs: www.ultimate-guitar.com, www.chordie.com In der Schule benütze ich häufig eine Kurzschreibweise für den Bassisten. Die Bezeichnung 1/3 bedeutet: erste Saite, dritter Bund; 2/5 bedeutet: zweite Saite, fünfter Bund. Spiele 2 Takte lang (zweimal auf 4 zählen) die erste Saite im dritten Bund (Ton G). Spiele 1 Takt lang (einmal auf 4 zählen) die zweite Saite im fünften Bund (Ton D). Januar 2011 ta 7 Songs mit 4 Griffen Knockin On Heavens Door (Bob Dylan) siehe oben Honky Tonk Woman (Rolling Stones) siehe oben Januar 2011 ta 8 3. Djembe Das Djembe ist eine westafrikanische Holztrommel. Sie wird aus einem Baumstamm geschnitzt. Der Trommelkörper wird mit einem Ziegenfell bespannt. Haltung Das Djembe wird sitzend zwischen den Knien gehalten und leicht nach vorne geneigt. Der obere Trommelrand liegt etwas höher als deine Beine. Schlagtechniken Bass-Schlag (dumpf) Dieser Schlag wird mit der ganzen Handfläche auf dem Fell ausgeführt. Mache dabei eine leicht hohle Hand. Richtig ausgeführt erzeugt dieser Schlag einen tiefen Basssound. Melody-Schlag (hell) Er wird mit ausgestreckter und leicht angespannter Hand gespielt. Die Hand berührt das Fell mit der gesamten Fingerfläche. Slap-Schlag (Knall) Beim Slap berühren wir den Trommelrand jeweils leicht in der Mitte unserer Hand. Das Handgelenk liegt unter dem Trommelrand (tiefer als beim Melody-Schlag) und die Fingerbeeren (nicht Fingerspitzen) schnellen bei jedem Schlag locker auf das Fell. Übung Spiele diese Linie mit jeder Schlagtechnik mehrmals durch. Achte darauf, dass du immer abwechslungsweise schlägst (Re/Li)! R/L 1 2 Januar 2011 ta 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4 9 Rhythmen Januar 2011 ta 10 Januar 2011 ta 11 4. Keyboard Piano Die Tastatur Erst schauen wir uns mal die weissen Tasten an. auch hier gilt: im deutschsprachigen Raum ist das ein H. Nun kommen noch die schwarzen Tasten dazu. Hier ist anzumerken, der Ton auf der schwarzen Taste jeweils um einen halben Ton erhöht ist als der Vorangegangene. Eine Erhöhung um einen halben Ton fügt dem „weissen Ton eine is-Endung an. Also: wird zu Fis, zu Gis, zu Ais oder (Bb englisch), zu Cis und zu Dis Cis Januar 2011 ta Dis Fis Gis Ais, oder Bb 12 Akkorde major Dur minor Moll Die markierten Akkorde musst du spielen können. Sie haben alle etwas Gemeinsames. Januar 2011 ta 13 5. Musik mit Computer Wie ist der Music Maker 16 aufgebaut? 1 3 2 4 5 6 7 1 Menuleiste In dieser Leiste stehen dir alle wichtigen Bearbeitungsbefehle zur Verfügung. 2 Werkzeugleiste Hier sind die Schaltflächen für schnelle Bearbeitungen und verschiedene Mausmodi. 3 Easy-Mode Hier kannst du den übersichtlicheren Einsteigermodus an- und abschalten. 4 Spurboxen Hier lassen sich komplette Spuren stummschalten („Mute) oder separat abspielen („Solo). Mit den FXSchaltflächen kannst du Spureffekte anwenden. 5 Arranger Auf allen Spuren des Arrangers kannst du beliebiges Multimedia-Material frei positionieren. 6 Zoom-Funktionen 7 Media Pool Hier lässt sich die Ansicht vergrössern bzw. verkleinern. Alle hier aufgeführten Dateien können mit gehaltener Maustaste (Drag Drop) auf den Arranger gezogen werden. Januar 2011 ta 14 Wie gehst du nun vor? 1. Schreibe einen Text. Dieser kann improvisiert sein. Er kann aber auch überlegt und gereimt sein. Quetsche ihn noch nicht in eine feste Struktur, das beeinträchtigt deine Fantasie. 2. Kreiere mit dem Music Maker einen Song, wobei du auf die oben erwähnten Punkte achtest. 3. Bringe deinen Text nun in die Song-Struktur hinein. Sicherlich musst du hie und da Wörter weglassen oder einschieben. Überlege dir, ob es Passagen gibt, die mehrstimmig klingen sollen. Die einzelnen Stimmen kannst du später aufnehmen. Den Text nimmst du nicht mit diesem Programm auf. 4. Mit Effekten kannst du deinem Stück eine gewisse Würze verleihen. Bevor du den Song auf CD brennst oder auf den Memory-Stick speicherst, sollte er „gemastert werden. Achte darauf, dass der Lautstärkepegel nie in den roten Bereich ausschlägt; das verursacht störendes Kratzen. 5. Übe das Singen! 6. Aufnahme mit Herr Anderes Es ist auch möglich einen Song nur instrumental (also ohne Text Gesang) zu machen. Run DMC Januar 2011 ta 15 6. Schlagzeug Teile des Schlagzeugs Crash Tomtom Tomtom Ride Floortom Hihat Bassdrum/Kick Fussmaschine Snare Zur Notation Januar 2011 ta 16 Einige Übungen Versuche nicht gleich beide Hände und beide Füsse zusammen zu gebrauchen. Übe dich in Geduld. Beim folgenden Beispiel benötigst du das Hihat (rechte Hand) und die Snare (linke hand), du spielst also übers Kreuz. Es ist eine grosse Erleichterung, wenn du während des Spielens mitzählst. Eine wirklich gute Internetseite für Schlagzeuger: www.freedrumlessons.com Bei den folgenden Übungen spielst du mit Bassdrum, Snare und Hihat. Januar 2011 ta 17 7. Songtext Nimm einen Song, welcher dir besonders gut gefällt. Schreibe nun einen neuen Text für diesen Song. Die Sprache spielt dabei keine Rolle. Du kannst auch lautgemäss übersetzen; das heisst, dass der Text in einer neuen Sprache erscheint aber ähnlich klingt (Beispiel: The Police (GB) – DSchmier (CH)) Januar 2011 ta 18