Arbeitsblatt: Janis Joplin

Material-Details

Biografie
Musik
Gemischte Themen
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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09.01.2013

Autor/in

Regula Grunder
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Janis Joplin 1943 – 1970 Biografie 19. Januar 1943: Janis Joplin wurde in Port Arthur, Texas, geboren. Bereits als Kleinkind trank Janis Joplin aus einer Tasse und aß mit Messer und Gabel. Lesen konnte sie, bevor sie in die Schule kam. Janis Joplin las viel, lernte schnell, war ehrgeizig und wissbegierig, intelligent, aber auch trotzig – und sie lutschte noch mit acht Jahren am Daumen. Obwohl sie im Kirchenchor sang, dachte niemand an eine spätere Karriere als Musikerin. Janis Joplin stand gern im Mittelpunkt und liebte es, mit ihrem vom Vater gebastelten Puppentheater selbst geschriebene kleine Theaterstücke aufzuführen. Durch Intelligenz, Wissbegierde und Belesenheit unterschied Janis Joplin sich von den meisten Mitschülerinnen, aber in Port Arthur wurde ein Mädchen mit solchen Eigenschaften eher ausgegrenzt. Janis Joplin war zu rundlich und litt unter starker Akne. Als Reaktion auf ihr unattraktives Aussehen färbte sie sich die Haare orange und zog sich bewusst schlampig an. 1958: Janis Joplin fing an, Sängerinnen zu imitieren und bewies dabei ein erstaunliches Talent.Daneben benahm sie sich aber ziemlich rüpelhaft und „unweiblich und legte sich oft mit Erwachsenen an. Sie wurde schliesslich in einer Clique von fünf männlichen Jugendlichen aufgenommen, die sich »Die Vogelfreien« nannte. Nach anfänglichem Widerstand akzeptierten Jim Langdon, Dave Moriaty, Adrian Haston, Randy Tenant und Grant Lyrons Janis Joplin wie einen Kumpel. Diese sechs Jugendlichen waren aber keine Versager: Janis Schulnoten waren ausgezeichnet; Jim Langdon spielte gekonnt Posaune, Grant Lyons war ein erstklassiger FootballSpieler, und Dave Moriaty gab die Schülerzeitung heraus. Janis las verpönte Bücher, legte JazzPlatten auf, kletterte mit den Jungs auf Wassertürme und turnte auf der Rainbow Bridge herum. Sommer 1961: Janis Joplin bestand das SekretärinnenDiplom. In Austin trat sie als Sängerin auf. Zwar nahm sie keinen Gesangsunterricht, aber sie arbeitete unermüdlich an ihrer Stimme und studierte autodidaktisch immer neue Klänge und Phrasierungen ein. Ihr größtes Vorbild war die Bluessängerin Bessie Smith (1895 – 1937). 2. Februar 1963: Zwei Wochen nach ihrem 20. Geburtstag wurde sie wegen Ladendiebstahls verhaftet.Janis Joplin lungerte mit Obdachlosen herum, betrank sich, rauchte Joints und nahm Aufputsch und Beruhigungsmittel. Janis Joplin begann, sich Heroin zu spritzen, sie magerte auf 40 Kilogramm ab. Mai 1965: Der Drogenmissbrauch jagte Janis Joplin Angst ein, und sie litt unter Depressionen. Schließlich fühlte sie sich so kaputt, dass sie versuchte, in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden, aber dort wies man sie ab.Sommer 1965: Janis Joplin riss sich wieder zusammen, fuhr zu ihren Eltern, schrieb sich zum dritten Mal im Lamar College ein Um von Alkohol und Drogen loszukommen, ließ Janis Joplin sich von einem Sozialhelfer beraten, ging nur sporadisch aus, und auf Partys trank sie statt Whisky nur ein wenig Wein. 6. Juni 1966: In einem Brief teilte Janis Joplin ihren Eltern mit, sie strebe eine Karriere als professionelle Sängerin an. August 1966: Die Band bekam einen ersten Plattenvertrag und spielte in fünf Tagen in Chicago und Los Angeles das Album »Big Brother The Holding Company featuring Janis Joplin« ein. 16. bis 18. Juni 1967: Auf dem legendären »International Monterey Pop Festival« drei Autostunden südlich von San Francisco wurde Janis Joplin mit der Rockblues Ballade »Ball and Chain« zum Star. Nachdem sich Janis Joplin einen Namen gemacht hatte, wurde die Platte vom August 1966 veröffentlicht. April 1969: Der Musik und Theaterkritiker Werner Burkhardt schwärmte anlässlich ihrer EuropaTournee (Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm, Frankfurt, Paris, London von ihrem Gesang. Mit ihrer wilden, provozierenden Show und einem Gesangsstil, den man eher von einer afroamerikanischen Sängerin erwartet hätte, avancierte Janis Joplin zur »Queen des Bluesrock«. 19. Dezember 1969: Konzert im ausverkauften Madison Square Garden.In diesem Jahr nahm Janis Joplin schätzungsweise 750 000 Dollar ein; Geldsorgen kannte sie also nicht mehr. 4. Oktober 1970: Gegen 1 Uhr wurde Janis Joplin zum letzten Mal lebend gesehen, und zwar vom Portier im »Landmark Motor Hotel« in Hollywood. Um 19.30 Uhr fand John Cooke die Siebenundzwanzigjährige tot in ihrem Zimmer. Sie lag mit dem Gesicht nach unten auf dem Fußboden. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass sie an einer Überdosis Heroin und Alkohol gestorben war. War es Selbstmord? Möglicherweise hatte sie nicht gewusst, dass das Heroin ungewöhnlich konzentriert war und deshalb unabsichtlich eine tödliche Dosis gewählt. Janis Joplin starb mit siebenundzwanzig. Sie gilt als Ikone eines Lebensstils nach dem Motto »sex, drugs rocknroll« bzw. »live fast, love hard, die young«.