Arbeitsblatt: Römerzeitung

Material-Details

Römerzeitung
Geschichte
Anderes Thema
5. Schuljahr
19 Seiten

Statistik

109931
844
2
14.01.2013

Autor/in

Miriam Russi
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Dies Folium Romanum Schriftzeugnisse Vieles über die Römer wissen wir aus Büchern, die sie verfasst haben. Geschichtsbücher berichten von grossen Ereignissen und den beteiligten Menschen. Briefe sagen uns manches über das öffentliche und private Leben der Römer allenthalben in ihrer Welt. Darüber hinaus kann der Forscher weitere Schriftzeugnisse auswerten. Schauspiele, Gedichte, Nachschlagewerke, Rezeptsammlungen, amtliche Listen und Berichte. Hier ein Beispiel eine Stelle aus einem Brief des Schriftstellers Plinius d. J. an Kaiser Trajan. Plinius der Jüngere war 112 n. Chr. Stadthalter der Provinz Bythinien. „Als ich einen entlegenen Teil meiner Provinz inspizierte, hat in Nicomedia eine verheerende Feuersbrunst viele Privathäuser und zwei öffentliche Bauwerke .vernichtet. Sie hat sich aber weiter ausgebreitet einmal durch die Heftigkeit des Windes, dann durch die Trägheit der Leute., die untätig.als Zuschauer. dabeigestanden haben. Und überdies gab es nirgends in der Stadt eine Feuerspitze, keinen Feuereimer, ja keinerlei Gerät zur Feuerbekämpfung. Es existieren nur noch wenige urschriftliche römische Bücher aus der Zeit vor 2000 Jahren. Wieso steht uns dann trotzdem soviel römisches Schrifttum zur Verfügung? Ganz einfach: Im Mittelalter haben Mönche einen großen Teil der Texte kopiert. Einige römische Schriften liegen jedoch im Original vor. Im heißen, trockenen Klima Ägyptens blieben ein paar Bücher oder Briefe, auf Papyrus geschrieben, bewahrt. Das Fragment unten ist ein winziger Teil vom Werk des Dichters Comelius GalIus, der zur Zeit Caesars und des Augustus lebte. Papyrus war das Papier der Römer; dieses Schreibmaterial wurde aus dem Mark, der im Mittelmeerraum, vor allem in Ägypten, gedeihenden Papyrus pflanze hergestellt. Ergrabenes Material Bei der anderen Informationsquelle, den archäologischen Belegen aus Ausgrabungen, kann es sich um alles mögliche handeln, z. B. um Gegenstände an Stätten, wo Menschen wohnten und arbeiteten, oder um Dinge, die sie wegwarfen oder verloren. Für den Archäologen ist alles aus alter Zeit interessant, sei es die Anlage einer Stadt, sei es ein winziger Knochensplitter, der vielleicht etwas über eine Mahlzeit einer Familie verrät Wir sahen, dass sich von dem vielen, was in der Römerzeit niedergeschrieben worden sein muss, im Original nur wenig erhalten hat. Dies trifft auch auf archäologische Zeugnisse zu. Und weil da Lücken klaffen, müssen wir die Vergangenheit wie ein Puzzle spiel zusammensetzen. Deshalb brauchen Archäologen detektivische Findigkeit und Übung, um aus Überbleibseln frühere Geschehnisse rekonstruieren zu können. Grabungen dienen der Erarbeitung sehr detaillierter archäologischer Befunde. Das Foto zeigt eine unlängst unternommene Grabung in der römischen Stadt Wroxeter in England. Zwar stehen einige Mauem der freigelegten Basilika (Markt und Gerichtshalle) über der Erde, doch die meisten Zeugnisse müssen die Archäologen ergraben. Der Platz war aufgegeben worden, die Mauem hatte man zum größten Teil abgetragen, um Steine für Bauzwecke zu gewinnen. Allmählich bedeckten sich die Böden mit (hauptsächlich von dem Hügelhang herab geschwemmtem) Erdreich. Aus dem einstigen Zentrum einer geschäftigen römischen Stadt wurden Felder. Mauern und Böden z.B. müssen sehr vorsichtig freigelegt werden, oft mit kleinen Dies Folium Romanum Geräten wie Spachtel und Haarpinsel. Die einzelnen Felder der Grabungsfläche werden nummeriert, die Fundgegenstände erhalten entsprechende Codenummern. Jeder Teil der Fundstätte (z. B. eine Mauer oder ein Boden) wird abgezeichnet, fotografiert und in Aufzeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen sind wie Karten maßstabgerecht. Zeichnungen, Fotos und Notizen gehören zur Befunddokumentation. Schulen im alten Rom Die römischen Kinder, die arme Eltern hatten, konnten sich keinen Privatlehrer leisten, und somit blieben sie ungelehrt. Der Privatlehrer der reichen Familie wurde immer sehr gut behandelt, da es nicht viele gelehrte Leute gab. Die Kinder haben mit einem Zahnstocher ähnlichen Stift auf eine Wachstafel geschrieben. Sie nahmen die Wachstafel auf den Schoß. Am Ende des Stifts war so etwas wie ein Radiergummi. Wenn die Kinder Unfug machten, bekamen sie eine Ohrfeige. GAUDEAMUS IGITUR SUVENES DUM SUMUS POST JUCUNDAM JUVENTUTEM POST MOLESTAM SENCTUTEM NOS HABEBIT HUMUS. Die römische Sprache Latein Die Helvetier lernten durch die Römer viele Dinge kennen, die ihnen vorher unbekannt gewesen waren. Mit den Sachen übernahmen sie auch den Namen, das Wort. Im Laufe der Zeit änderten sich dann diese Wörter. In vielen Ausdrücken aber ist der lateinische Ursprung heute noch hörbar. Wir haben uns an diese Wörter, die jetzt durchaus deutsch klingen, längst gewöhnt und merken nicht mehr, dass sie einer ganz anderen Sprache entstammen. Hier sind nun ein paar Wörter in Deutsch übersetzt. Sacus Sack scuola Schule moneta Münze cista Kiste Vinum Wein camera Kammer casus Käse strata Strasse Flasca Flasche fructus Früchte karren carrus Presse Pressa Türe porta münze moneta Villa Villa Pfirsich persicum Die Lateinische Sprache welche die Römer benutzten, gibt es nicht mehr. SALVE MAGISTER!: Begrüßung des Lehrers Nach fünf Jahren Elementschule konnte eine Sekundarschule besucht werden. Dort Unterrichtete der Grammaticus. Die Schüler wurden in griechischer und römischer Literatur, in Geschichte, Arithmetik, Geometrie und Astronomie unterwiesen. Manche Schüler vervollkommnten ihre Bildung dann durch ein Studium der Beredsamkeit und Philosophie. Beliebt war in wohlhabenden Kreisen ein abschliessender Studienaufenthalt in Griechenland. Römische Kinder beim Sport (Sarkophagrelief) Römische Währung Caesar und Augustus führten eine Waehrungsreform durch, die den goldenen Aureus zur wertvollsten Münze machte 1 Aureus entsprach 25 silbernen Denaren, 1 Denar entsprach 4 Sesterzen aus Messing oder 16 Assen aus Bronze. Zur Verdeutlichung der Kaufkraft: Für ein As gab es einen Laib Brot, für zwei Asse eine Mahlzeit. Mit 2 Sesterzen konnte ein Römer Dies Folium Romanum seine Lebensgrundbedürfnisse für einen Tag befriedigen. Im Schnitt 200 Denare kostete ein Rind, 200 bis 1000 Denare ein Sklave. Der Monatssold eines Legionärs betrug 25 Denare, was dem Monatslohn eines Arbeiters in Rom entsprach. Ein Offizier bekam, je nach Rang, das Zehn bis Vierzigfache. Römische Längenmasse Das römische Grundlängenmass war der Fuss (pes) knapp 0,3 Meter 5 Fuss ergaben einen Doppelschritt (Passus) etwa 1,5 Meter 125 Doppelschritte ergaben ein Stadium etwa 185 Meter 1000 Doppelschritte ergaben eine römische Meile etwa 1,5 Kilometer Steht ein Zahlzeichen links neben einem höheren, so wird sein Wert subtrahiert. IV 1 weg von 5 4 Es werden nie mehr als drei gleiche Zeichen aneinandergereiht. 9 IX, nicht VIIII Einzige Ausnahme: V, L, D, dürfen in einer Zahl nur einmal vorkommen. 150 CL, nicht LLL Zeichenkombibationen, bei denen eine Zahl zu subtrahiern ist, werden nur die folgenden zugelassen: a) nur vor oder IV 4, IX 9 b) nur vor oder XL 40, XC 90 c) nur vor oder CD 400, CM 900 Beispiele: 95 XCV, nicht VC 49 XLIX, nicht IL 999 CMXCIX, nicht IM Es darf nicht mehr als ein niedrigesres Zahlzeichen links neben einem höheren stehen. 91 XCI, nicht IXC Zahlzeichen mit niederem Wert sollen in einer Zahl möglichst weit rechts stehen. 39 XXXIX, nicht XXIXX Die römischen Zahlen Die Römer kannten folgende Zahlzeichen I1 V5 10 50 100 500 1000 Eins bis Zehn uno (1) VI II due (2) VII III tres (3) VIII IV quattuor (4) quinque (5) sex (6) septem (7) octo (8) IX novem (9) decem (10) Zahlenregeln: Steht ein Zahlzeichen rechts neben einem gleichen oder höheren, so wird sein Wert addiert. XV 105 15 Dies Folium Romanum Das römische Reich Folgende Länder gehörten zum römischen Reich: Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, England, Teile Deutschlands, Schweiz, Teile Österreichs, Korsika, Sardinien, Italien, ehemalige Jugoslawische Teilstaaten, Griechenland, Teile der Türkei, Cypern, Syrien, Ägypten, Teile Libyens, Teile Algeriens, Tunesien, Teile Marokkos. Damit war der gesamte Mittelmeerraum von den Römern erobert worden. Römer und Römerinnen Es ist vieles erhalten, was uns verrät, wie die Römer und Römerinnen früher aussahen. Ein Grund dafür: Sie mochten Statuen, besonders solche aus Stein. Steinstatuen und –Büsten von Kaisern, Göttern, Göttinnen und berühmte Menschen wurden an den Strassen, in öffentlichen Gebäuden und in Tempeln aufgestellt. In den Häusern wohlhabender Römer standen Statuen oder Büsten ihren Ahnen. Man findet auch Porträts, die in Grabsteinen und – Gewölbe eingemeisselt sind. Durch sie erfahren wir nicht nur, wie die Menschen aussahen, sondern auch, was sie taten. Grabsteine geben uns oft noch weitere Informationen über die Römer. So kann man das Porträt einer Frau entdecken, die mit ihrer Familie um einen runden Tisch sitzt; eine Inschrift gibt ihren Namen an und den Ort, aus dem sie stammt. Porträts von Kaisern findet man gewöhnlich auf Römischen Münzen und in Form von Statuen. Da Heerscher meist den Wunsch haben, dass ihre Abbilder ihnen schmeicheln, kann es sein, dass diese nicht immer ganz wirklichkeitsgetreu waren. Kleidung und Mode Wir haben viele Belege dafür, wie die Römer(innen) aussahen, sich Kleideten und schmückten. Standbilder wie die Statue des Julius Caesar geben uns Dies Folium Romanum Aufschluss über Einzelheiten von Haartrachten. Darstellungen auf Grabsteinen wie das Relief verraten uns allerlei über die Entwicklung der Kleidung. Beim betrachten der Illustrationen in der Zeitung fällt den Lesern vielleicht auf, dass manche Römergesichter so ähnlich aussehen wie Gesichter, denen man heute begegnet. Kleidung Man trug Unterkleidung, wie wir es heute tun. Um die Taille wurde ein Subligaculum, ein Schurz, geknotet. Frauen trugen ein Brustband als BH, das Strophium. In kälteren Gegenden der Römischen Welt zogen die Männer gelegentlich Hosen an, Brache, die hauteng waren und bis an die Knöchel reichten. Männer, Frauen und Kinder trugen Tuniken über dem Unterkleid. Die oberste Tunika wurde gegürtet. Frauen legten über der Tunika die Stola an. Diese über Tunika wurde an der Taille und unter der Brust gegürtet. Die Form der römischen Stola blieb praktisch unverändert, aber Material und Farbe unterlagen Modischem Wandel. Tuniken und Stolen (aus Wolle, Leinen, Seide) gab es in verschiedenen Farben – Weis, Schwarz, Gelb, Grün, Blau, Rot, Purpur, alles in vielfältigen Nuancen. Kleider zur Arbeit In einigen Teilen des römischen Reiches trugen die Männer enge Hosen, zumeist aber waren sie mit einer Tunika bekleidet. Römische Bürger (nur Männer konnten Bürger sein) durften die Toga tragen – ein grosses, halbkreisförmiges Stück Stoff, das locker um den Körper gewickelt wurde. Sie waren ein Zeichen der Männlichkeit und der Bürgerwürde. Frisuren Römer und Römerinnen aller Klassen achteten sehr auf ihre Frisur und ihr äußeres. Bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. Waren die meisten Männer glatt rasiert, dann aber wurden Bärte modern. Die Männer ließen ihr Haar zuweilen ganz kurz schneiden, gewöhnlich aber kämmten sie es leicht nach vorn. Die Frisuren der Frauen konnten recht einfach sein, aber es gab auch kunstvolle Lockenfrisuren, an denen geschickte Dienstmädchen sicher lange arbeiteten. Einige Frauen trugen Perücken oder färbten ihr Haar mit Pflanzenextrakten, ähnlich wie man es heute macht. Die Sklaven Die meisten Sklaven stammen aus fremden Länder; als ehemals freie Menschen waren sie in römische Kriegsgefangenschaft geraten und versklavt worden. Man schätzt, dass allein zwischen 200 und 150 v. Chr.250000 Männer, Frauen und Kinder als Sklaven nach Italien und Sizilien gebracht wurden. Die Zahl der Sklaven in Italien soll um 150 nahezu eine Million betragen haben. Es gab regelrechte Sklavenmarkt, dort wurden auch die verkauft, die von Piraten oder Menschenhändlern gefangen worden waren. Ein Sklave kostete je nach Leistungsfähigkeit und besonderen Kenntnissen zwischen 300 und 500 Dinaren. Jedoch wurden für besonders tüchtige Sklaven auch 1500 Dinaren bezahlt. Ein verheirateter freier Arbeiter verdiente pro Jahr ca. 300 Dinare, konnte sich also niemals einen Sklaven leisten. Die Sklaven lebten in der völligen Gewalt des Familienvaters. Ein Sklave war nur eine Sache; die Verletzung eines Sklaven wurde daher auch nur wie eine Sachbeschädigung bestraft. In der Regel hatten Sklaven keinen besitz. Selten waren ihnen Heiraten erlaubt; Kinder von Sklaveneltern konnten verkauft werden. Da die Sklaven zumeist rücksichtslos als willenloses ,,Werkzeug ausgenutzt wurden galt die Regel ,,soviel Sklaven soviel Feinde. Faulheit oder gar Auflehnungen hatte grausame Strafen zur folge: Einsperren ,Fesseln, Filtern(Brennen, Strecken der Glieder Kreuzigen ,Kampf im Zirkus gegen Tiere oder andere Verurteilungen. Wiederhold kam es zu Sklavenaufständen, die nur blutig niedergekämpft werden konnten. Sklaven wurden nicht nur in der Landarbeit eingesetzt, sondern auch in Bergwerken (das war das härteste Los)und in Handwerksbetreiben in der Stadt Das Leben der Stadtsklaven war weniger hart :Sie als Stall und Pferdeknechte, Hausputzer, Kammerdiener als Köche ,Bote Buchhalter, Sekretäre Vorleser ,Lehrer und Ärzte oft hatten sie Veraltungslose und Dies Folium Romanum einflussreiche Aufgaben .Sklavinnen wurden als Kindermädchen und Ammen eingesetzt. Von solchen Haussklaven hatte ein Hausherr je nach Vermögen 10 200.Zwischen Herr und Sklaven entwickelten sich manchmal ein persönliches Verhältnis; immer wieder wurden verdiente Sklaven freigelassen Manche Sklaven konnte auch Geldmittel erwerben, mit denen sie sich freikauften. Freigelassene wurden oft sehr erfolgreiche Geschäftsleute. Sie selbst hatten nicht das volle Bürgerrecht und gehörten zur Kleinteil ihres früheren Herren; aber ihre Nachkommen wurden römische Bürger mit allen Rechten. Ritter: Berittener vermögender Krieger. Bauer: Einer der ein stück Land gebaut. Freigelassene: Sklaven oder hörige die in der Freiheit gesetzt wurden. Bundesgenossen: Uerbündeter Sklaven: Leibeigener, und freier endrechter Mensch im Besitz eines andern. Der Silberschatz von Kaiseraugust Die Ständeordnung der Römer Patrizier Senato Amtsadel Ritter Kaufleute Unternehmer Bauern Handwerker Händler Proletarier Gelegenheitsarbeiter Arbeitslose Freigelassene Bundesgenossen Sklaven Patrizier: Mitglied des altrömischen Adels. Ende Dezember 1961 begann ein Traxführer in Kaiseraust mit der Arbeit am Bau eines Turnplatzes. Er fuhr mit der Baggerschaufel tief in den Boden und riss dabei einen Silberschatz aus seinem Versteck. Einen Teil davon hob er auf die Schaufel, den Rest überfuhr er mit seiner Maschiene und merckte fon allem nichts! Damit nahm eine aufregende und fast unglaubliche Geschichte ihren Anfang. Schon kurtz nachdem Arbeitsbeginn streikte der Trags. Der Arbeiter versuchte ihn zu reparieren und ging schliesslich weg, als es ihm nicht gelang. Dann fing es an zu schneien. Bald hatte eine dicke Schneeschicht alles unter sich begraben. Erst Mitte Januar, als der Schnee wieder schmolz, kamen grosse Silberplatten ans Licht. Einige waren von der Maschine stark beschädigt worden, andere waren noch unversehrt. Fredy, ein Knabe, der nebenan zur Schule ging, sah ein merkwürdiges, graues Ding im Boden steckte Er zog es heraus und hielt eine wundervolle grosse Platte aus Silber mit vergoldeten Figuren in den Händen. Fredy wusste nicht, ob sein Fund etwas wert war. Er zeigte deshalb seinem Lehrer. Dieser erklärte aber, die Platte sei nichts besonderes, er könne sie wegwerfen. Fredy warf dann das „wertlose Ding in eine Abfallgrube. Dies Folium Romanum Vier Wochen später erhielt ein Professor aus einem Basler Museum einen TelefonAnruf, ein Mann berichtete ihm, er habe am tag zuvor in Kaiseraugst auf einer Baustelle etwas aufgehoben, einen Deckel vielleicht, von dem er wissen möchte, ob er römisch oder neu sei. Es war ein Silberteller von 45 cm Durchmesser. Die Fachleute des Museums kamen sofort vorbei und durchsuchten die Grube hinter dem Schulhaus. So kam nach und nach fast der ganze Löffel, dutzendweise und dann erst die Münzen! Alle aus Silber, ein ganzer Haufen! Als wir sie im Museum zählten, waren es 185 stück alle mit den Köpfen von römischen Kaisern verziert. Das schönsten aber waren 17 wunderschöne Medallien, so gross wie Fünfliber .Während die Forscher noch mit den Ausgrabungen beschäftigt waren, kam die Wirtin des nahe gelegenen Restaurants zu ihnen: Sie trug zwei grosse Silberplatten unter dem Arm. Ob das etwas rechtes sei. Den Archäologen verschlug es fast die Sprache. Sie sahen die schönsten römischen Silberplatten, die je in der Schweiz gefunden wurden. Als die Wirtin das Erstaunen der Fachleute sah, erklärte sie bereitwillig, sie habe noch mehr von diesen Dingen zu Hause Die aufmerksame Frau hatte an einem Sonntag im Januar auch beobachtet, wie eine Familie etwas von der Baustelle wegtrug und in ein Auto verlud. Vorsichtshalber notierte sich die Wirtin jedoch die Autonummer. Als sie daraufhin selbst zum Bauplatz ging, sah sie einige der Platten offen daliegen und nahm sie mit, ohne zu ahnen, welcher Schatz sich unter der Dreckkruste verbarg. Ein Besuch der Familie, deren Autonummer man kannte, führte dann zur Entdeckung der heute berühmtesten Silberplatte. Sie hat einen Durchmesser von über einem Halben Meter und ist am Rand mit prächtigen Figuren geschmückt, die das Leben eines Griechischen Helden darstellen. Auch von Fredys Erlebnis hat man schliesslich erfahren. man hat die Abfallgrube ausgehoben und seine Silberplatte wieder gefunden. Der ganze Schatz gehört heute dem Kanton Aargau und ist im Römermuseum in Augusta ausgestellt. 1. KalksteinPeriode: 425200 v. Chr. opus quadratum Webrahmentechnik In dieser Zeit wird die Hausfront aus zubehauenen Kalksteinquadern gebaut, die mit Ton gebunden sind. Baumaterial ist der sog. Sarnokalk, ein helles, poröses Konglomeratgestein, das leicht zu bearbeiten ist. Wenn dieser Kalk lange der Luft ausgesetzt ist, wird er hart und nimmt eine gelbliche Patina an. Die Bauweise mit Quadern nennt man allgemein opus quadratum; die Blöcke sind isodom (gleich hoch). Die Wände im Hausinnern werden mit der sog. Webrahmentechnik (a telaio) gebaut: Man errichtet ein Gerüst von horizontalen und vertikalen Quadern, zwischen denen unregelmässige Blöcke aus Kalkstein und Lava eingefügt werden, die man mit Ton verbindet. Die Wände sind mit einer weissen Stuckschicht verkleidet. Mit dieser Webrahmentechnik sind auch die Fronten bescheidener Häuser gebaut. Die Fussböden dieser Zeit bestehen in dieser Zeit aus fest gestampfter Erde, die mit Kalk und Asche vermischt ist. Baustoffe Viele Häuser wurden aus Holzkonstruktionen gebaut, die man mit Steinen und Mörtel, eine Art Zement, füllte. Die Wände wurden verputzt. Der Mörtel, der beim Trocknen hart wie Beton wurde, bestand aus Kalk, Sand, Wasser und Kies. Oft wurden zum Bauen Ziegel verwendet. Dies Folium Romanum Sie waren dünner, als unsere heutigen Ziegel. Man formte den Ton in Holzformen und brannte die Ziegel in einem Ofen. Die Wände vornehmer Häuser wurden mit Wandmalereien und Gemälden verziert. Der Künstler trug die Farbe auf, solange der Putz noch naß war. In öffentlichen Gebäuden und Privathäusern stellte man viele Marmorstatuen und Büsten auf. Sie wurden von Bildhauern und Steinmetzen gefertigt. Auf Böden fand man manchmal Mosaiken. Mosaiken sind Bilder, die aus kleinen farbigen Steinen zusammengesetzt werden. Der Mosaikarbeiter arbeitete nach einem Plan. Zuerst verteilte er auf einer kleineren Fläche feuchten Mörtel und glättete ihn. Dann drückte er die Steine genau nach seiner Vorlage in den Mörtel. Ein römisches Heim Was für ein Haus jemand in einer römischen Stadt bewohnte, hing davon ab, wie wohlhabend er war. Reiche Leute konnten sich Häuser mit vielen (vielleicht 20 oder 30) Räumen für die Familie und die Haussklaven leisten. Da die Römer grössten Wert auf Abgeschlossenheit ihrer Häuslichkeit legten, hatte das Haus zumindest im Erdgeschoss keine Aussenfenster. Das erschwerte übrigens das Einbrechen. Vor Häusern in der Stadt gab es keine Gärten; die Haustür befand sich direkt an der Strasse oder etwas zurückgesetzt in einem kleinen Vorraum. Im Eingangsflur des Hauses unten bereitete einem das KettenhundMosaik einen befremdlichen Empfang. Wenn es dort einen richtigen Hund gab, wurde er vom Türhüter beaufsichtigt, der unerwünschte oder nicht geladene Besucher abwies. Um die Privatsphäre im inneren des Hauses noch mehr zu Schützen und den Wohnbereich gegen Strassenlärm abzuschirmen, wurde die vorderen zwei Räume oft als Läden vermietet. Im Haus Schauen wir einmal, wie es innen aussah. Am Türhüter vorbei kam man in das Atrium, einen grossen, durch zwei Geschosse reichenden Raum mit einer weiten, viereckigen Dachöffnung. Diese Öffnung liess das für die Schlaf und Wohnräume im Atrium benötigte Tageslicht ein, aber natürlich auch den Regen, und der wurde in einem darunterliegenden Bassin im Fussboden aufgefangen, dem Impluvium. Dieser Trakt des Hauses des tragischen Dichters war zweigeschossig. Im Oberstock lagen Schlafzimmer der Familie und der Haussklaven. Familie und Sklaven hatten getrennte Aufgänge, von denen der für die Sklaven schmaler war, genau wie bei uns früher der Dienstbotenaufgang. Herrenhäuser(Stadthäuser) Das römische Herrenhaus (Domus) entwickelte sich aus dem einfachen Atriumhaus, wie es schon die Etrusker kannten, und dem griechischen Peristylhaus. Es war achsensymmetrisch um einen zentralen Innenhof angelegt, der in der Mitte ein Auffangbecken für Regenwasser besaß und in den man von der Straße aus durch ein Vestibül, was einem Vorhof entspricht, und eine Eingangshalle gelangte. Darum gruppierten sich der Hauptraum, der Essraum, die Küche und eine Reihe kleinerer Schlafräume. Hinter dem Hauptraum schloß sich ein Garten an. Gegen Ende der Republik wurden die römischen Häuser architektonisch an spruchsvoller. Insbesondere bei dem als Villa urbana (Stadtvilla) bezeichneten Gebäudetyp wurde der Garten mit einem Säulengang zu einem Säulenhof erweitert, der häufig von weiteren Räumen flankiert wurde. Die Wände waren mit Fresken in leuchtenden Farben bemalt, die Fußböden mit kunstvollen Mosaiken geschmückt. Von außen zeigte das Haus nur kahle Wände ohne Fenster oder nur mit wenigen kleinen Öffnungen. Die Wohnhäuser der vornehmen Bürger konnten sich über ein ganzes Straßenquadrat erstrecken, wie das bekannte Haus des Faun in Pompeji, das zu Beginn des 2. Jh. v. Chr. erbaut wurde. Villen Ein weiterer Gebäudetyp ist das römische Landhaus (Villa rustica), häufig ein ganzer Gutskomplex mit ausgedehnten Ländereien und Wirtschaftsräumen. Eine der besterhaltenen römischen Villen ist das Landhaus des Hadrian in Tivoli (Baubeginn 118 n. Chr.), das in seiner weiträumigen Dies Folium Romanum Anlage zugleich ein gutes Beispiel für die Verfeinerung des Baustiles in der Kaiserzeit darstellt. Das Colosseum Das riesige Kolosseum bietet Platz für 50000 Zuschauer und ist mit 188 Länge und einer Breite von 156 das größte erhaltene Bauwerk der römischen Antike. 72 n. Chr. ließ Kaiser Vespasian den Bau in der Nähe zur KolossalStatue Neros erbauen. Dadurch erhielt die Arena ihren Namen. Kaiser Titus vergrößerte das Amphitheater um das vierte Stockwerk und eröffnete den Bau mit seiner 86 langen und 54 breiten Arena im Jahre 80. Neben sportlichen Wettkämpfen fanden auch Zirkusdarbietungen, Festspiele und Theateraufführungen im Kolosseum statt. Ein Bronzekreuz in der Arena soll daran erinnern, daß während der Christenverfolgungen viele Menschen dort ihr Leben lassen mußten. Doch Historíker bezweifeln heute, daß die Arena Hauptschauplatz dieser grausamen Tötungen war. Das Kolosseum ist bis heute recht gut erhalten, obwohl Brände, Erdbeben und Umbauten sowie Abbau der wertvollen Marmor u.a. Schmucksteine sowie die Emissionen durch den heutigen Autoverkehr dem Bau sehr stark zusetzten. Auf den vier Rängen konnten die Menschen massen innerhalb weniger Minuten ihre Plätze einnehmen. Die Architektur und die Bühnentechnik des Kolosseums waren bereits sehr ausgereift und ein Vorbild für heutige Stadien. Im ersten Rang saßen die kaiserliche Familie, der Hof und die Staatsbeamten, im zweiten die vornehmen Familien, im dritten und vierten das gemeine Volk. Von den Mauern des obersten Stockwerkes konnte man von 240 Masten aus ein Zelt spannen, um die Zuschauer vor der Sonne zu schützen. Leider sind die prachtvolle Ausschmückung und Einrichtung im Inneren des des Kolosseums durch Brände und Erdbeben und zeitweilige Ausplünderung als Steinbruch verlorengegangen. Noch der Petersdom ist teilweise aus Steinen des Kolosseums erbaut. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. Unter der Arena, deren Fußboden eingestützt ist, sind heute noch gut die Umkleidekabinen und Trainingsräume für die Gladiatoren sowie die Tiergehege zu erkennen. Die HypokaustHeizung Den nach Helvetien ausgewanderten Römern machte das raue Klima unseres Landes sehr zu schaffen. Während man sich in Italien bei kaltem Wetter mit einem Holzkohlenbecken behelfen konnte, statteten die Römer bei uns im Norden einzelne Räume ihrer Villen mit einer Warmluftheizung HypokaustHeizung aus. Vom Heizraum aus, in dem der Ofen stand, wurden die heisse Luft und der Rauch des Kohlenfeuers durch die Hohlräume in Wänden und Böden geleitet. War die Feuerung beendet, wurde der Rauchabzug geschlossen, und die unter dem Boden und in den Wänden aufgespeicherte Hitze kam in vollem Masse den Zimmern zugute, wo sich bald eine gleichmässige Dies Folium Romanum behagliche Wärme bildete. Kalte Füsse gab es jedenfalls bei den Römern nicht! Im Gegenteil: Zu beginn einer Feuerung wurde der Boden jeweils so heiss, das er mit blossen Füssen nicht begannen werden konnte. In einer römischen Küche Verglichen mit einer heutigen, modernen Küche war die römische Küche sehr einfach ausgestattet. Eine Herdplatte, ein Tisch, Gestelle für Geschirr und Küchengeräte und allenfalls noch ein gemauerter Backofen, das war meist schon alles. Ausser den Ritzen im Dach gab es nur ein kleines Fensterchen, durch das Dampf, Rauch und Gerüche aller Art ins Freie abziehen konnten. Um eine vollständigere Vorstellung von der Kücheneinrichtung zu bekommen, müssen wir uns viele Töpfe, Teller, Schüsseln und Kochgeräte hinzudenken. In den Speisezimmern und den Küchen der Römer sah es nicht so aus, wie wir uns heute einen gepflegten Haushalt vorstellen. Die Römer warfen beim Essen die Abfälle, wie abgenagte Knochen oder Eierschalen, einfach auf den Boden und wenn die Sklaven nach einem grossen Mahl den Mosaikboden des Speisesaals fegten, wischten sie dabei den Unrat über die Schwelle in die Küche. Die ganze Lehmschicht des Küchenbodens war durchsetzt mit Knochen, Eierschalen, Fischschuppen und –gräten, Schneckengehäusen und vielem anderem. Nur die grössten Knochenstücke waren entfernt worden, alles andere hatte man offensichtlich einfach in den Lehmboden gestampft. Ab und zu, wenn allzuviele Abfälle herumlagen, strich man eine neue Lage Lehm darüber. Speisezettel der Römer Die Römer hatten ganz viele verschiedene Speisen zum Essen. Zum Beispiel verschiedene Vogelarten, wie: Buchfinken, Drosseln, Amseln oder Rebhühner. Aufgrund der gefundenen Knochen konnte eine Forscherin zeigen dass zum Beispiel Hasenbraten besonders beliebt gewesen sein musste. Ausser Rindfleisch kam das Fleisch von Schweinen, Lämmern und Ziegen auf den Tisch. Sogar Vogeleier spielten im römischen Speisezettel eine grosse Rolle. Aus Italien liess man in mächtigen Amphoren Fischsauce, eingemachte Bohnen, Oliven und als seltene Leckerbissen – gelegentlich sogar Austern kommen. Dass auch Früchte reichlich genossen wurden, zeigen die vielen Pfirsich, Zwetschgen und Pflaumenkerne, die gefunden wurden. Das waren allerdings die Essgewohnheiten vornehmer Leute, denn was gegessen wurde, hing Natürlich davon ab, wie reich oder arm die Betreffenden waren. Für unzählige Angehörige des einfachen Volkes bestand die Hauptnahrung aus schwarzem Brot, Bohnen, Zwiebeln, Rüben, oder Hülsenfrüchte. Fleisch fand recht selten den Weg auf ihre Tische und wenn doch, dann handelte es sich kaum um die exquisiten Stücke. Saueuter oder gekochter Schweinskopf welch ein Festessen Solch einfache Nahrung boten allabendlich auch die Garküchen und Strassenkneipen für wenig Geld an. Viele nutzten diese Möglichkeit zum Sattwerden, denn beileibe nicht alle Mietwohnungen der billigen Kategorie verfügten über eine eigene Küche Wir stellen auch fest, dass damals eine Reihe Nahrungsmittel nicht bekannt war, die für uns heute selbstverständlich sind: es gab weder Kartoffeln, Reis, noch Nudeln, statt dessen ass man Getreidebrei und Brot in allen Varianten. Da Zucker unbekannt war, süsste man Mit Honig. Was man nicht kennt, vermist man auch nicht, deshalb fiel das Fehlen von Kaffee, Tee, Schokolade, Orangen, Aprikosen und noch einigem Anderen auch nicht weiter auf. Ein paar Rezepte Dies Folium Romanum Morentum – KräuterKäsePaste Gib in ein mortarium Bohnenkraut, Minze, Weinraute, Koriander, Sellerie, Lauch oder, ist dieser nicht vorhanden, grüne Zwiebel, Lattich, Senfrauke, frischen Thymian oder Katzenminze, ferner frisches Flohkraut und frischen salzigen Käse. Dies alles zerreibe gemeinsam und gib etwas Pfefferessig dazu. Richte es in einer Schüssel an und gieße Olivenöl darüber. Zutaten: 200 griechischer Schafskäse (Feta) 100 Parmesan oder Pecorino 2 Lauchzwiebeln 2 Knoblauchzehen 2 Stangen Sellerie 1 Büschel Ruccola Pfefferminze Bohnenkraut Frischer Koreander (im Chinaladen kaufen) Thymian Essig Pfeffer Olivenöl Erst die Frühlingszwiebel und Knoblauchzehen im elektrischen Zerkleinerer klein schneiden, in eine Schüssel entleeren. Dann Käse zerkleinern, in die Schüssel geben. Die Kräuter im Zerkleinerer schnitzeln, in die Schüssel geben. Mit Pfeffer, Essig und Oliveböl zur Paste rühren. Auf Brot servieren. Epityrum – Olivenpaste Epityrum aus grünen, schwarzen oder verschiedenfarbigen Oliven mache so: Entkerne grüne, schwarze oder gemischte Oliven. Dann mache sie folgendermaßen ein: Zerschneide die Oliven, füge Olivenöl, Essig, Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, Weinraute und Minze zu. Mache sie in einem Tontopf ein; das Öl muß alles bedecken. So soll es verzehrt werden. Cato der Ältere, de res Agricultura 119. Zutaten: 200 schwarze Oliven 200 grüne Oliven Weinessig Olivenöl, Fenchel Frischer Koriander Pfefferminze Etwas Kreuzkümmel Am Besten bereits entkernte Oliven verwenden. Diese in den Zerkleinerer geben. Dann Kräuter zerkleinern. Mit Essig und viel Olivenöl zur Paste rühren. Hält sehr lange, wenn die Paste mit Olivenöl vollständig bedeckt ist. Ius in thynno elixo – Sauce für gekochten Thunfisch Nimm Pfeffer, Liebstöckel, Thymian, gemischet frische Kräuter, Zwiebel, Jerichodatteln, Honig, Essig, liquamen, Öl und Senf. Apicius Zutaten: 1 Esslöffel Petersilie 2 Esslöffel Thymian Esslöffel Liebstöckel 1 kleine Zwiebel 3 Datteln Esslöffel Honig 2 Esslöffel Essig 2 Esslöffel Asiatische Fischsauce 2 Esslöffel Olivenöl 1 Esslöffel Senf Petersilie, Thymian, Liebstöckel, Zwiebel und Datteln fein hacken. Mit Honig, Essig, Fischsauce, Öl und Senf zur Sauce rühren und kalt zu einem geräucherten Fisch servieren. Minutal ex praecoquiis – Fleischragou mit Aprikosen Gib Öl, liquamen und Wein in einen Topf, schneide Schalotten hinein und füge in Würfel geschnittenen Schweineschulter hinzu. Wenn dies alles gekocht hat, stampfe im Mörser Pfeffer, Kümmel, getrocknete Minze und Dill, gieße Honig, liquamen, Passum, etwas Essig und etwas von der Schweinsbrühe hinzu. Bring alles zum Kochen und lasse es kochen bis es gar ist. Dicke das Gericht mit Teigkrümeln an. Bestreue es mit Pfeffer und serviere. Apicius Zutaten: 800 Schweinsragout 4 Schalotten Mindestens Liter Rotwein Asiatische Fisch oder Austernsauce (Asialaden) 500 getrocknete Aprikosen (frische Aprikosen werden zu matschig) Pfeffer Kümmel Dill Minze Honig Dies Folium Romanum Etwas Süßwein (Marsalla oder Portwein) Essig und Olivenöl Etwas Mondamin zum Eindicken Das in Stücke geschnittene Schweinefleisch in Öl anbraten, die gewürfelten Schalotten dazugeben und mit Rotwein ablöschen. Zugedeckt über eine Stunde schmoren lassen. Die Aprikosen die kleingeschnittenen Kräuter, Essig, Marsalla, Fischsauce, Pfeffer hinzugeben und noch mal 10 Minuten kochen lassen. Mit Mondamin Patina de piris – Birnenpatina Koche Birnen, entkerne und zerstampfe sie. Mische sie mit Pfeffer, Kümmel, Honig, passum, liquamen und ein wenig Öl. Nach Zugabe von Eiern mache einen Auflauf, streue Pfeffer darauf und serviere. Apicius 4,2,35 Zutaten: 2 kg Birnen aus der Dose 3 Esslöffel Honig ein wenig Kreuzkümmel 1 Esslöffel Olivenöl 45 Eier 3 Gläser Portwein 12 Tl. Mondamin schwarzer Pfeffer Die Birnen zerquetschen (Frische Birnen müssen erst entkernt, geschält und eingekocht werden). Mit Portwein, Honig, Kreuzkümmel und Öl mischen. Die geschlagenen Eier zugeben und Pfeffern. Mondamin in Portwein auflösen und darunter geben. In eine flache geölte Auflaufform geben und bei 180 15 20 Minuten überbacken. hast, dass es eine milde Mischung ergibt. Füge dann 18 sextarii milden Weins hinzu. Kohle wird helfen, dem Getränk die Vollendung zu geben. Apicius, 1,1. Zutaten: 250 Honig 0,5 Liter Retsina für die Grundmischung 2 Liter Retsina zum Auffüllen 30 schwarze Pfefferkörner 20 Lorbeerblätter 4 Datteln etwas Safran Honig mit 0,5 Wein in einem Topf erhitzen bis der Honig sich aufgelöst hat. Die zerschnittenen Datteln und auch die Kerne, die Lorbeerblätter, die Pfefferkörner und Safran dazufügen und einmal aufkochen lassen. Den Schaum abschöpfen. Über Nacht stehen lassen. Der Sud durch ein Sieb geben und mit gekühltem Retsina auffüllen. Bene vobis! Haselmäuse Die Haselmäuse werden mit Nüssen gemästet, und zwar in speziellen Tontöpfen mit Luftlöchern. „ Fülle die Haselmäuse mit gehacktem Schweinefleisch und gehacktem Fleisch von Haselmäusen, das zusammen mit Pfeffer, Pinienkernen, Laserwurzeln und liquamen gestampft wurde. Nähe sie zu, gib jede auf einen (konkaven) Ziegel und brate sie im Backofen oder, ebenso gefüllt, im clibanus. Kohl Conditum paradoxum – Paradoxer Würzwein 15 Pfund Honig gibt man zu 2 sextarii Wein in ein Bronzegefäß, um Honigwein zu kochen. Man erhitzt das auf einem kleinen Feuer von trockenem Holz und rührt mit einem Schneebesen um, während es kocht. Wenn der Honigwein anfängt aufzuschäumen, wird er durch Zugabe von weiterem Wein beruhigt. Außerdem lässt das Brodeln nach, wenn man die Hitze reduziert. Kühlt er ab, facht man das Feuer wieder an. Das wiederhole 23 Mal. Dann nimm die Mischung vom Herd schöpfe am nächsten Tag den Schaum an. Darauf gibt man 4 unica Pfeffer zu, ferner 3 scrupula gemahlenes Mastixharz, je eine dragma Blätter und Safran, 5 geröstete Dattelkerne samt ihrem in Wein eingeweichten Fruchtfleisch, nachdem Du zuvor soviel Wein zugeschüttet „Lege den gekochten Kohl (cauliculi) in eine flache Schüssel und würze ihn mit einer Sauce aus liquamen, Öl, Wein und Kümmel. Bestreue ihn mit Pfeffer, gehacktem frischem Koriander. Man kann den Kohl mit den Zutaten dünsten, damit sie ihr volles Aroma entfalten,oder ihn kalt als eine Art Salat zu einem Fleischgericht servieren. 3. Hausgemachte Süssspeisen „Entferne die Kruste von besten afrikanischen Süssweinbrötchen Dies Folium Romanum und weiche sie in Milch ein. Wenn sie sich voll gesogen haben, gib sie in den Backofen. Nimm sie heiss heraus, übergiesse sie mit Honig und stich sie an mehreren Stellen ein, so dass der Honig einziehen kann. Bestreue mit Pfeffer und serviere. „Nimm bestes Weizenmehl und koche es in heissem Wasser zu einem sehr steifen Brei. Streiche diesen auf einer Platte aus; nach dem Erkalten schneide kleine Vierecke aus wie bei süssem Gebäck und brate sie in bestem Öl. Nimm sie heraus, übergiesse sie mit Honig, bestreue sie mit Pfeffer und serviere. Wie die Römer badeten Jede bessere Villa verfügte in römischer Zeit über eine eigene Badegelegenheit für Familiengehörige und Gäste. Wenn die Baderäume nicht im Herrenhaus untergebracht werden konnten, so erstellte man ein eigenes Badehaus. Der Römer liebt es, vom kaltem ins lauwarme und dann ins heisse Wasser zu steigen und umgekehrt. Nach dem Bad wurde mehr oder weniger lang geturnt. Man betrat dann das Kaltwasserbad, wo man sich in einer grossen Wanne erfrischen konnte. Vielleicht zog man es aber vor, das kaltes Wasser für einmal zuerst zu umgehen und direkt in den danebenliegenden Raum zu gehen. Man wusch sich mit lauwarmem Wasser aus einem Becken und liess sich vielleicht von einem besonders geschulten Sklaven massieren und pflegen. Waren die Vorbereitungen zu Ende, so stieg man ins Heisswasserbad. Der Raum dafür lag direkt neben dem Heizraum, in dem Sklaven in grossen Kesseln heisses Wasser zubereiteten und in Röhren durch die Mauer in die Badewannen leiteten. Der Fussboden wurde zudem von unten her durch einen Kanal mit warmer Luft beheizt. Das Heisswasserbad war der wichtigste Teil jedes Römischen Bades. Aus einer Röhre sprudelte das Wasser ins Bassin: man konnte sich unter den Strahl setzen und eine Dusche nehmen. Schliesslich tauchte man dann nochmals ins grosse Bassin des Kaltwasserbades, bevor man sich im Umkleideraum wieder anzog. Wasserversorgung Besonders wichtig waren eine gute Wasserversorgung der Bevölkerung und eine gute Kanalisation. Die Römer nahmen die Frage der Wasserversorgung sehr ernst. Sie hatten einen enormen Bedarf an Trink und Brauchwasser (letzteres zum Beispiel für Bäder und Toiletten). Fliessendes Wasser von weither liess sich am besten mit einem Aquädukt (Wasserleitung) herbeischaffen. Eine solche Wasserleitung war gewöhnlich ein abgedeckter oder offener Kanal zwischen einem guten Wasservorkommen (Fluss oder Quelle) und der Stadt. Manchmal musste die Wasserleitung unterirdisch (durch unter dem Strassenpflaster verlegte Bleirohre) und durch Tunnels geführt werden. So gelangte es in Häuser, Läden, Bäder und öffentliche Strassenbrunnen. Bei fast allen Brunnen befindet sich das Ausflussloch in einem Relief (wie z. B. diesem hier, das einen Wassergott darstellt). Man hat be rechnet, dass Dies Folium Romanum Rom über Aquädukte täglich mit 1 Milliarde Litern Wasser versorgt wurde! Wasserversorgung in den Städten Die Römer brauchten sehr viel Wasser, nicht nur zum Trinken, sondern auch für die öffentlichen Badehäuser und Toiletten. Das Wasser wurde durch Aquädukte (das Wort bedeutet Wasserbringer) in die Städte geleitet. Viele Städte aber hatten kunstvoll gebaute Steinaquädukte, die das Wasser über lange Strecken transportieren konnten. In den Städten wurde das Wasser in Becken und Wasserspeichern gesammelt und dann mit Hilfe unterirdischer Rohre verteilt. DIE GÖTTERWELT Im Römischen Reich wurden hunderte verschiedener Götter und Göttinnen, Halbgötter und Geister verehrt. Sie wurden in menschlicher Gestalt dargestellt (wie auch in Griechenland). Jeder Bürger hatte den wichtigsten Göttern Roms, Jupiter und Juno, sowie dem Schutzgeist des Kaisers Opfer zu bringen. Allgemein toleriert man verschiedene Glaubensauffassungen. Eine wichtige Ausnahme bildeten jedoch die Christen. Ihr Glaube verbot ihnen den römischen Göttern zu opfern; deswegen hielt man sie für gefährliche Umstürzler, die den Staat bedrohten, indem sie seine Götter beleidigten. Im Laufe der Zeit übernahmen die Römer Götter und Göttinnen anderer Völker, vor allem der Etrusker und Griechen. Einige Götter waren bedeutender als andere, und jeder war für etwas Besonderes zuständig. „König und Königin der römischen Gottheit waren Jupiter (der grosse Himmelsgott) und Juno (Schutzgöttin der Frauen). OPFER UND GOTTESDIENST In der frühen Römerzeit glaubte man, dass allgegenwärtige Götter, Göttinnen und mächtige Geister das Handeln der Menschen lenken. Götter und Geister konnte man freundlich stimmen, wenn man ihnen Opfer darbrachte und zu ihnen betete. Dies geschah in Tempeln, an Strassen und Hausaltären oder an anderen heiligen Stätten. Opfergabe waren Honigkuchen, Obst und Wein, den man auf die Erde goss. Häufig wurden Tiere geopfert. Die Menschen fürchteten die Götter, versuchten sie günstig zu stimmen und baten sie um Hilfe. Sie brachten Gaben zu den Tempeln oder versprachen Geschenke, wenn sie erhört würden. Die verschiedensten Dinge wurden als Opfer dargebracht, von Münzen und Broschen bis zu silbernen Statuen. Augstus versprach dem Mars sogar einen neuen Tempel, falls er ihm helfe Julius Caesar zu rächen. Manchen Göttern wurden nur ganz bestimmte Tiere geopfert. MERKURS heilige Tiere waren Hahn und Widder. So fand man auch in seinem Tempel in Uley nur Schaf und Hühnerknochen. DIE WICHTIGSTEN RÖMISCHEN GÖTTER Jupiter: Der mächtigste römische Gott, Sohn des Saturn und Gemahl der Juno, Bewahrer des römischen Staates. Er erhält die menschliche Ordnung und gilt als Schwurzeuge und Schützer der Ehe. Juno: Die bedeutendste römische Göttin, Gemahlin des Jupiters, Beschützerin der Ehe. Von den Frauen auch als Geburtsgöttin angerufen. Dies Folium Romanum Minerva: Göttin des Handwerks, der Weisheit und der schönen Künste. Sie schützt zusammen mit Jupiter und Juno die Stadt Rom und den römischen Staat. Mars: Gott des Krieges, auch Schützer des Wachstums. Vater der Zwillinge Romulus und Remus. Liebe; soll des Meeres Venus: Göttin der aus dem Schaum entstanden sein Nachkommen Numitors ihm den Thron streitig machen könnten. Als Amulius entdeckte, dass seine Nichte schwanger war, liess er sie einkerkern und befahl, dass ihre Zwillingssöhne sofort nach der Geburt getötet werden sollten. Mitleidige Knechte setzten sie jedoch auf dem Tiber aus, wo sie am Ufer hängenblieben und von einer Wölfin gerettet wurden, die sie wie ihre eigenen Jungen säugte. Später wurden sie von Merkur: Götterbote, Gott des Handels und des Handwerks Diana: Göttin der Jagd Apollo: Gott des Lichtes und der Dichtung, Führer der Musen, Zwillingsbruder der Diana. Neptun: Gott der Gewässer Bacchus: Gott des Weines und der Fruchtbarkeit Romulus, der Gründer Roms Romulus, in der römischen Mythologie sagenhafter Gründer und erster König der Stadt Rom. Er und sein Zwillingsbruder Remus waren die Söhne der Rhea Silvia, Tochter des Königs Numitor von Alba Longa, und des Kriegsgottes Mars. Nachdem sein jüngerer Bruder Amulius Numitor entthront hatte, zwang er dessen Tochter, eine Vestalische Jungfrau zu werden, um zu verhindern, dass eventuelle dem Hirten Faustulus gefunden und von seiner Gattin Acca Larentia aufgezogen. Als sie zu Jünglingen herangewachsen waren, gerieten sie mit den Hirten ihres Onkels in Streit, wurden gefangen genommen und König Amulius in Alba Longa vorgeführt. Sie organisierten einen Aufstand gegen diesen, töteten ihn und setzten ihren Grossvater Numitor wieder als Herrscher ein. Die Brüder beschlossen daraufhin, ihre eigene Stadt zu gründen, und wählten nach einem Streit über das Gelände schliesslich den Palatin. Nachdem ihm durch Auspizien als Dies Folium Romanum Stadtgründer der Vorrang vor seinem Bruder Remus eingeräumt worden war, zog Romulus eine Mauer, die Remus voller Spott übersprang, um ihre Unzulänglichkeit zu demonstrieren. Daraufhin tötete Romulus einer anderen Überlieferung zufolge einer seiner Gefährten Remus, und Romulus wurde Alleinherrscher über die Stadt. Auf dem Kapitol errichtete er einen Zufluchtsort für Vertriebene und Landflüchtlinge und beschaffte ihnen Frauen, indem er bei einem Fest den geladenen Sabinern ihre Töchter und Ehefrauen raubte (sogenannter Raub der Sabinerinnen). Unter der Führung ihres Königs Titus Tatius unternahmen die Sabiner einen Rachefeldzug, der jedoch auf Vermittlung der sabinischen Frauen in eine Versöhnung mündete, bevor es zum offenen Ausbruch des Krieges kam. Die Sabiner erhielten das Bürgerrecht in Rom, und Titus Tatius wurde Mitregen. Der Überlieferung zufolge wurde Romulus später von seinem Vater in den Himmel entrückt und als Kriegsgott Quirinus verehrt, nach dem der Quirinal, einer der sieben Hügel Roms, benannt wurde. sich die Armee aus 4 verschiedenen teilen zusammen: Die Heeresreform des Marius: Während der Kriege gegen Jugurtha von Numidien und gegen die Cimbern und Teutonen brauchte man immer neue Truppen. C. Marius 15686 v. Chr. ), damals mehrmals hintereinander zum Konsul gewählt, öffnete die Legionen für jeden Freiwilligen mit römischem Bürgerrecht, unabhängig davon ob er zu den besitzenden Schichten gehörte oder nicht So strömten die Armen zu den Waffen. Ihnen ging es nicht um baldige Entlassung, sondern hofften, möglichst lange bei der Arme zu sein, um von ihr versorgt zu werden. Damit waren die Grundlagen für ein Berufsheer geschaffen. Marius ordnete auch die Gliederung der Legionen neu. Zwar behielt er die Unterabteilungen der Manipel bei, vereinigte sie jedoch zu schlagkräftigen, im Ernstfall selbständig operierenden Taktischen Einheiten der Cohorten, Bataillonen in Stärke von 600 Mann: Zu jeder Legionen gehörten Feldartillerie Katapulte) und umfangreicher Tross. Es gab 4 Arten von Legionären. Hastati und Principes: Sie trugen zur vollen Rüstung ein Schwert und 2 Pilen Wurfspiesse) Sie kämpften in der ersten und zweiten Gefechtslinie. Triarii: Sie waren ältere Kämpfer und trugen statt der Wurfspiesse einen langen Speer. Organisation der Armee Im Laufe der Jahren verändert sich die Kampfart der Armee. Neue Taktiken wurden erfunden oder von Andern Armee übernommen. Das Herr war in grossen Einheiten, Legionen unterteilt. Die Soldaten nannte Man Legionäre. Beim Marschieren, Erzieren und Kämpften wurden kleinere Abteilungen von etwa 100 Mann gebildet, die von einem Zenturio angeführt wurden. Allgemeines Das Heer der Römer war eines der bestausgerüsteten und diszipliniertesten Heere der Welt. Man konnte mit 18 ins Heer eintreten und musste bis 34 dort dienen. Nach seiner Dienstzeit erhielten der Soldaten, je nach Rang, Geld und Land. In der Kaiserzeit setzte Velites: Sie waren Schützen. Ihre Rüstung bestand aus Helm und Schild. Sie schleuderten Wurfspiesse aus kurzer Entfernung. Eine Legion zählte ca. 5000 Mann. An der Spitze der Legion stand der Legat. Die Legion war in 60 Centurien gegleidert. 2 Centurien bebildeten ein Manipel. Hastati, Principes und Triarii Geliederten sich jewels in 10 Manipel. Auf diese wurden die Velites verteilt. Römische Soldaten kämpften mit Feinden aus Dacia 2.Jh. n.Chr. Beachte, wie gut die Römer bewaffnet und durch Helm und Rüstung geschützt sind. Jahren lang als Berufssoldaten oder Matrosen zu dienen. Dies Folium Romanum Um alle gewünschten Gebiete zu erobern und Feinde wie Hannibal zu besiegen, brauchten die Römer eine grosse Armee. Zunächst waren die römische Soldaten nur „ teilzeitbeschäftigung: Die Männer wurden immer dann einberufen wenn eine Armee gebraucht wurde. Nicht alle wurden herangezogen: Nur römische Bürger zwischen Soldaten 17 und 16 Jahren, die ein Stück Land besassen, konnten Soldaten werden. Waffen und Uniform Die Waffen werden üblicherweise in Schutz und Angriffswaffen unterteilt. Alle passiven Teile der militärischen Ausrüstung werden als Schutzwaffen bezeichnet. Alle Teile, die wie Wurfspeer (pilum) oder Schwerter gladius als Fern oder Nahkampfwaffen eingesetzt wurden, sind Angriffswaffen. Römische Soldaten kämpften mit langen Speere und Schwertern. Im Laufe der Zeit veränderten sich ihre Uniformen und Rüstung. In der Anfangszeit trugen ein römische oft einen Helm mit grossem Federbusch, einen ovalen Schild und ein Kettenhemd. Später änderte sich die Form des Schildes, und im 2. Jahrhundert n.Chr. trug ein Berufssoldat zum Schutz des Oberkörpers eine Rüstung aus Metallplatten. Der Helm eines Legionärs besass nun einen Wangen und einen Nackenschutz. Die Waffen werden üblicherweise in Schutz und Angriffswaffen unterteilt.Alle Passife teile der militärische Ausrüstung werden als Schuzwaffen bezeichnen. Alle Teile, die wie Wurfschper (pilum) oder Schwert(gladius) als Fern oder Nakampfwaffen eingesezt wurden, sindAngrifswaffen. Dieser Soldat ist voll ausgerüstet für einen Marsch. Zusätzlich zu dem ganz links genannten Gepäck träge er Profiant für drei Tage mit sich. Marschgepäck eines Legionärs Schutzwaffen (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen scutum (Schild) 9,5 Schildhülle, 2,0 tragegurt Kettenpanzer 8,09,0 galea, cassis 2,0 (Helm) wurden nicht von Arm, 4,0 jedem Legionär Beinschienen benutzt Gesamt 22 Schutzwaffen Angriffswaffen (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen mit Scheide gladius (Schwert) 2,2 1,1 mit Scheide pugio (Dolch) cingulum militare 1,0 (Gürtel) Dies Folium Romanum pilum (Speer) Gesamt Angriffswaffen ca. 2,0 ca. 6,5 Persönliches Gepäck, Kleidung Schuhe (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen incl. Leinentunika 1,5 Reservetuniken Mantel 2,5 caligae 1,3 (Sandalen) tibialia, 1,5 Lederriemen, Öllampe Gesamt ca. 7,0 Persönliches Grundnahrungsmittel (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen Eiserne Ration für 3 Speck Käse 0,5 Tage Eiserne Ration für 3 Zwieback 1,8 Tage Getreide 1,1 Tagesverpflegung Speck oder 0,2 Tagesverpflegung Frischfleisch möglichst Gesamt ca. 4,0 Ergänzung durch Nahrung Obst Gemüse Geräte zur Nahrungszubereitung (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen evtl. auch Bronzetopf 1,01,5 Bratspiesse Kasserolle 0,6 Löffel, Messer, 2,0 Kleingerät gefüllt mit Wasser Feldflasche 2,5 EssigGemisch furca 2,0 (Tragestange) Gesamt ca. 8,5 Gerätschaft Schanzzeug, Werkzeug Materialien zum Lagerbau (alle Angaben in kg) Bezeichnung Gewicht Bemerkungen dolabra ca. 1,0 (Pionieraxt) Ziehhacke 1,5 Schanzkorb 2,5 Rasenstecher 3,0 Spaten Säcke, Stricke 0,5 2,5 evtl. auch 2 Stück pilum murale Gesamt 11,0 Schanzzeug Gesamtgewicht des Marschgepäcks: 57 65 kg