Arbeitsblatt: Japan - Überblick und Familie

Material-Details

kurzer Überblick über Geographie Japans und das Leben einer japanischen Familie
Geographie
Asien
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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737
16
14.01.2013

Autor/in

Claudia Ringger


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

AB 1a: Überblick Japan Japan – Überblick Atlas S. 121: Nummeriere die vier grossen Inseln Japans und beschrifte sie. Bezeichne die 5 eingezeichneten Städte mit – und beschrifte sie. Fläche: Einwohner: Einwohner/km2: Schweiz: Fläche:_ Einwohner: Einwohner/km2: Die japanische Familie AB 1b: Überblick Japan Alltag im Leben der Familie Sato Herr Sato wohnt mit seiner Familie in einer Vorortssiedlung von Tokio. Er ist Abteilungsleiter eines grossen Warenhauses in Tokio und fährt täglich 80 Minuten mit der U-Bahn zum Arbeitsplatz. Da die gleitende Arbeitszeit weitgehend unbekannt ist, fahren alle, die in Tokio arbeiten, gleichzeitig zur Arbeit und zurück. Kein Wunder, dass die U-Bahnen bis zu 250% überbesetzt sind! Auf dem ganzen UBahnnetz in Tokio werden täglich 5,5 Mio. Passagiere transportiert. Bevor das Warenhaus öffnet, versammeln sich alle Mitarbeiter in kleinen Gruppen zur Morgenparole: Sie singen gemeinsam das Firmenlied und erhalten von Herrn Sato die letzten Anweisungen. Mehrmals in der Woche geht Herr Sato mit Arbeitskollegen essen oder besucht einen der unzähligen Spielsäle in Tokio. Erst nach Mitternacht kehrt er nach Hause zurück, wo seine Frau auf ihn wartet. Sollte er noch hungrig sein, würde sie ihm selbst zu so später Stunde eine Kleinigkeit kochen. Das gehört in Japan zu den Pflichten einer Ehefrau. Masao, der 19-jährige Sohn, ist froh, dass er die obligatorisch Schulzeit mit Grundschule, Mittelschule und Oberschule endlich hinter sich hat. Und die Aufnahmeprüfung an der Universität hat er auch bestanden. Jetzt können die schönen Seiten des Lebens beginnen. Hiess es bisher nur lernen, blieb ihm keine Freizeit, keine Zeit für Freundschaften und Vergnügen, so gilt jetzt: reichlich Freizeit, neue Freundschaften, viele Unterhaltungsmöglichkeiten. Natürlich wird auch ab und zu gelernt. Masao kam damals mit vier Jahren in den Kindergarten. Zum ersten Mal trug er die in Japan übliche Schuluniform mit Mütze und Kittel, die er von da an während seiner ganzen Schulzeit anhatte. Für die Aufnahme in den Kindergarten musste Masao einen kleinen, einfachen Test bestehen, der seinen Wortschatz und Entwicklungsstand prüfte. Und so gestaltete sich seine ganze 12jährige Schulzeit: Aufnahmeprüfungen, Nachhilfestunden zu Hause oder in einem der vielen Institute, die nur dafür da sind. Frau Sato ist daran gewöhnt, dass ihr Mann nicht nur viele Abende, sondern auch ganze Wochenenden mit Arbeitskollegen verbringt. Ihre Aufgabe ist, für den Haushalt und die Erziehung der Kinder zu sorgen. Sie hält den Kontakt zu den Lehrern und nimmt einmal im Monat am Unterricht teil. Aber diese Zeit ist jetzt für sie zu Ende: Naoko hat ihre Schulzeit vor einigen Jahren beendet und arbeitet auf einer Bank, Masao tritt an die Universität über und braucht seine Mutter auch nicht mehr. So hat Frau Sato jetzt mehr Zeit für Hobbies. Bei Weiterbildungskursen, z.B. in der Teezeremonie oder in Ikebana, der Kunst der Blumenarrangements, bahnen sich neue Freundschaften an. Die Pensionierung ihres Mannes macht Frau Sato Sorgen: „Ich weiss nicht, wie ich mit meinem Mann zusammenleben werde, wenn er den ganzen Tag zu Hause ist. Wir haben uns fast nie allein unterhalten, nichts gemeinsam unternommen, nichts zusammen bewundert und sind auch nie miteinander ausgegangen. Naoko, die 23-jährige Tochter, heiratet nächsten Oktober. In Japan ist der Oktober der Heiratsmonat. Der Hochzeitstag wird auf einen „glückverheissenden Tag festgelegt, auf einen „Taian. Naoko hat ihren Verlobten in der Bank kennen gelernt, in der sie arbeitet. Viele Ehen werden aber immer noch von den Eltern oder von einem Heiratsvermittlungsbüro arrangiert. Die Eltern von Naoko erklärten sich mit der Ehe einverstanden, nachdem sie sich diskret über den Bräutigam und dessen Eltern erkundigt hatten. Aus Angst vor Erbkrankheiten werden Gesundheitsbescheinigungen ausgetauscht. Die Hochzeit wird Herrn Sato einiges kosten: Er bezahlt dem Brautpaar nämlich die Verlobung, die Hochzeitszeremonie, die Hochzeitsreise und den Umzug in die neue Wohnung. Insgesamt muss er mit etwa 6000 Franken rechnen.