Arbeitsblatt: parzival, eine einführung
Material-Details
zusammenfassung der einleitung vom mhd. parzival mit arbeitsaufträgen. gut als beispiel für die epoche mittelalter...
Deutsch
Leseförderung / Literatur
12. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
110177
1834
11
17.01.2013
Autor/in
jessica fankhauser
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Dienerschaft handelte sorgsam nach den Befehlen Parzival der Herrin. Was Parzival an ritterlicher Übung verblieb, Gachmuret, der Sohn des Königs von Anjou, verliess waren Bogen und Schießbolzen, die er sich mit eigener den Hof seines Vaters und zog nach Ritterart in die Welt Hand fertigte, um die Vögel im Walde zu erlegen. Doch hinaus. Die Freunde lobten Gachmurets ritterlichen Mut wenn das gefiederte Wild getroffen vor ihm lag, so packten und seine unwandelbare Treue, die Frauen seinen edlen ihn Mitleid und bittere Reue, und der Vogelsang in den Anstand und den Adel seiner Sitten; die Feinde aber Baumwipfeln ergriff ihn so sehr, daß er traurig den Tag mußten seinen starken Arm anerkennen und fürchten. Auf verbrachte. Parzival war zu einem kräftigen jungen Mann seinen riesigen Fahrten und Abenteuerreisen durchquerte herangewachsen. Bei jedem Wetter war er auf der Jagd, Gachmuret die persische und arabische Wüste und kam und alle bewunderten seine männliche Körperkraft, wenn gar bis nach Damaskus. An der Küste Afrikas begab er er das schwere Wild, an dem ein Maultier seine Last sich schönen gehabt hätte, allein auf den Schultern heimtrug. Eines Mohrenkönigin. Er gewann ihre Minne und befreite ihr die Tages traf er drei prächtige Gestalten zu Pferde herrlich in Hauptstadt von der Belagerung zweier feindlicher Heere. blanken Stahl gewappnet. Der Junge glaubte in seiner Gachmuret liess die schöne Heidenkönigin schwanger Einfalt allen Ernstes, jeder von den dreien sei ein Gott. Er zurück, denn die Abenteuerlust liess den tapferen Recken warf sich mitten auf dem Wege auf die Knie. »Hilf, Gott!« nirgends stetig verweilen. In der spanischen Stadt Toledo rief er mit erhobenen Händen. »Du kannst wohl Hilfe vernahm er von dem Ritterturnier, das die Königin spenden!« Die drei Stahlgepanzerten waren Ritter des Herzeleide ausgeschrieben hatte. Sie war eine Witwe von Königs Artus. »Ich bin nicht Gott«, gab der eine Ritter berühmter Schönheit und hatte dem Sieger ihre Hand und lächelnd zurück; »was du hier vor dir siehst, das sind vier das Königszepter zum Lohne geboten. Da meldete Ritter, die in seinem hohen Dienst leben.« Voller Neugier Gachmuret sich zum Wettkampf, und keiner der vielen betrachtete Parzival die Rüstung und Waffen der Ritter und Bewerber und weckte wieder ihr Lachen durch seine einfältigen Fragen. Gewandtheit widerstehen: als Sieger errang er den Nachsichtig erklärten die Ritter ihm den Gebrauch von ausgesetzten Preis. Mehrere Jahre lebte er nun an der Schild und Schwert. in den ehrenhaften konnte seiner Rittersold ungestümen der Kraft Seite der Königin. Unter seiner weisen Regierung blühte das Reich auf. Doch der ritterliche Tatendrang ließ Gachmuret nicht lange ruhen, und als der Kalif von Bagdad ihn in Kriegsnot anrief, zögerte er nicht, dem Freunde im fernen Morgenlande zu Hilfe zu eilen. Vergeblich suchte Frau Herzeleide ihn zurückzuhalten. Parzival eilte in begeisterter Freude zur Mutter, um ihr von der erregenden Begegnung zu berichten. »Gib mir ein Pferd, Mutter«, bat er mit glühenden Wangen, »daß ich an König Artus, Hof ziehe, ein Ritter zu werden!« Die Königin, die alle ihre Mühe und Muttersorge so grausam zunichte sah, hörte von der Begegnung im Walde. Da sann sie in Nach qualvoller Wartezeit kehrte endlich als Bote aus ihrer sorgenden Mutterliebe auf Mittel und Wege, ihn dem fernen Morgenlande einer von Gachmurets Knappen schnell wieder von seinem Vorhaben abzubringen und zu in der Königsburg ein; im Kampf vor Bagdad hatte er den ihr Rittertod gefunden. Bald darauf brachte Frau Herzeleide ausstaffieren, daß er, vom Spott der Welt zurückgestoßen, einen Sohn zur Welt, Parzival. Ohne den starken Arm ihres gar bald umkehren würde. »Du sollst mit meinem Gatten war Frau Herzeleide machtlos. Der König des mütterlichen Rat in die Fremde hinausziehen«, sagte sie Nachbarreiches stieß sie vom Thron und raubte ihr Krone und umarmte den geliebten Sohn inbrünstig. »So höre, und Land. Da zog sie in die Einsamkeit des Waldes was ich dir sage: Wenn du ohne Pfad daherziehst, so Soltane; nur wenig Gesinde nahm sie mit sich und ließ auf meide dunkle Furten; aber in die seichten und lauteren einer Lichtung ein einfaches Haus bauen, den Wald roden Furten kannst du kühn hineinreiten. Zum zweiten: Sei und das Feld beackern. Die liebevolle Sorge der Mutter höflich gegen jedermann und entbiete jedem deinen Gruß! galt nun dem kleinen Parzival. In ihrem Groll gegen Krieg Zum dritten: Hab Achtung vor einem grauen Haupte und und Männerkampf, die ihr das Liebste auf der Welt folge dem Rate des erfahrenen Alters! Und zuletzt: Wenn genommen hatten, verbot sie ihren Dienstleuten bei eine edle Jungfrau dir Ring und Gruß bietet, da greif strengster Strafe, dem Jungen gegenüber jemals ein Wort getrost zu; ein Kuß in Ehren bringt gutes Glück. Und du von Ritterschaft und ritterlichem Wesen verlauten zu sollst wissen, mein Sohn Parzival, daß du von königlichen lassen: Ahnen bist und daß es der hochfahrende Lähelin war, der zurückzuführen. Sie wollte ihn so lächerlich »Denn würde mein Sohn, mein liebstes Erbe des toten dir dein angestammtes Erbe entrissen hat!« »Das werde Gatten, vernehmen, was Ritterleben ist, so brächte es ihm ich rächen!« rief Parzival entschlossen und ging. Als und mir nur noch weiteres Leid!« Parzival am Waldesrand ihren Blicken entschwand, sank Frau Herzeleide tot zur Erde; der Abschiedsschmerz hatte folgen. Welches Herzensleid hatte Parzival ihr durch seine ihr das Herz gebrochen. Unbedachtsamkeit gebracht! Inzwischen ritt der schöne Knabe an einen Bach, den Parzival zog unbefangen seines Weges. Wer seinen wohl ein Hahn hätte durchschreiten können; aber weil das Weg kreuzte, den grüßte er höflich und setzte hinzu: »So Wasser dunkel erschien, so achtete er das Wort der Mutter hat es mich meine Mutter gelehrt.« Eines Abends suchter und mied den Übergang. Den ganzen Tag rit er am Ufer er Obdach in einer armseligen Fischerhütte. Aber der entlang und übernachtete schließlich im Freien, da er Fischer, ein grober Geizhals, wollte ihn mit barschen keine Furt finden konnte. Erst der helle Morgen zeigte das Worten von der Tür weisen. Erst als Parzival ihm Frau seichte Wasser so klar, daß er den Übergang wagte. Bald Jeschutes Ring zum Lohn bot, wurde der ungefällige Mann darauf überquerte er eine Wiese, auf der ein Zelt stand; es gefügig. »Willst du mir morgen früh den Weg an den war ganz aus kostbarem, dreifarbigem Sammet und mit Königshof weisen, wo König Artus Tafelrunde hält«, setzte feinen Borten verziert. Behutsam wagte der Junge einen der Jüngling hinzu, »so soll dieser goldene Ring dein Blick in das Innere. Da sah er eine schlafende Frau, edel Eigentum sein.« So kam der Jüngling vor die Stadt Nantes geformt war sie und liebreizend ihr Mund mit den ins Reich des Königs Artus. leuchtenden Lippen. Es war Jeschute, die Frau des Herzogs Orilus. »Wie hat mir die Mutter angeraten?« sagte Parzival leise zu sich. Er dachte an ihre Worte von Gruß und Ring, und unbekümmert schob er den Vorhang beiseite, gab der Schlafenden einen Kuß und zog ihr dabei den Ring vom Finger. Frau Jeschute mußte wohl wach werden von der unsanften Berührung. Schamgefühl und der Gedanke an den Herzog ließ Frau Jeschutes Herz ängstlich schlagen: »Junker«, bat sie, »gebt mir mein Ringlein zurück und zieht eilig Eures Weges! Trifft der Herzog Euch hier an, so wäre es sehr zu Eurem Schaden!« Doch Parzival war unbesorgt. »Was sollte ich mich wohl vor dem Zorn Eures Gemahls fürchten, edle Frau? Wenn ich aber Eurer Ehre Schaden antue, so will ich Euch gern zu Willen sein und meines Weges gehen!« Er freute sich, den Rat seiner Mutter so trefflich befolgt zu haben. Bald kehrte der Herzog zu ihr zurück, und an dem niedergetretenen Gras erkannte er nur zu deutlich, daß Frau Jeschute Besuch gehabt hatte. »Hab ich das um dich verdient«, fuhr er sie zornig an, »daß du mir solche Schande antust?« Mit Tränen in den Augen leugnete die Frau jede Schuld. Und ängstlich berichtete sie von dem närrischen Besucher, der ihr gegen ihren Willen Ring und Kuß geraubt habe. Sie konnte nicht unterlassen, seine edle Erscheinung zu loben: »So viel Junker ich kennengelernt habe, nie sah ich solche Jugendschönheit!« Dies unbedachte Wort weckte natürlich die Eifersucht des Herzogs noch mehr. In seinem ritterlichen Zorn schwur er, den elenden Verführer zu züchtigen, wo er ihn antreffe. Jeschute aber wollte er hinfort nicht mehr als sein Ehgemahl achten. »Mögen deine roten Lippen blaß werden und deine Augen rot vom Weinen – ich werde dich für deine Untreue strafen. Als Magd sollst du mir folgen auf einem dürren Klepper; und statt des kostbaren Zügels sollst du einen bastgedrehten Strick führen!« Ohne die Tränen der Unglücklichen zu achten, rüstete der Herzog zum Aufbruch und befahl der verstoßenen Gattin, ihm zu Vor der Stadt begegnete ihm ein Ritter in roter Uniform. Es war Ither, den man den roten Ritter nannte, König Artus Vetter. In seiner Faust hielt er einen goldenen Becher, den er von des Königs Tafel genommen hatte. Er bat Parzival darum Artus von ihm was auszurichten. »So sagt dem König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde, der rote Ither habe nicht im Sinne, von seinem angestammten Rechte zu lassen. Meldet ihm, daß ich zum Zeichen meiner Besitzrechte den goldenen Becher von der Tafel an mich nahm und daß ich gewillt bin, für meine Rechte mit dem Schwerte einzustehen!« Motiviert zog Parzival auf zu Artus. Doch sein wunderlicher Aufzug erregte überall Aufsehen; man begleitete ihn mit lauten Spottrufen, daß er sich nur mit Mühe seinen Weg bahnte. »Komm, Junker, ich helfe Euch«, stellte sich ihm da freundlich ein Jüngling zur Seite; es war Iwein, ein Knappe von Artus, Hofe, der sich seiner hilfreich annahm und ihn zum Königsschloß geleitete. Er kam Hofgesellschaft, versammelt in König saß. König den Palast, Artus Artus wo berühmte blickte die edle Tafelrunde, den jungen Menschen, der gekleidet war wie ein Gaukelspieler und gewappnet wie ein Strauchdieb, verwundert an. »Ich überbringe eine Botschaft«, rief Parzival: »Ein roter Ritter, Ither mit Namen, läßt dem König Artus seinen Gruß entbieten und ihm vermelden, er warte draußen vor dem Stadttor mit einem goldenen Becher auf den, der ihm sein Erbrecht streitig zu machen bereit sei.« »Mir scheint wohl« setzte der Junge ruhig hinzu, »er will mit einem von Euch kämpfen. Wie gerne gewänne ich selber die prächtige Rüstung dieses edlen Ritters.« Nur unwillig gab der König seine Zustimmung, daß Parzival selber den Kampf mit dem kühnen Herausforderer übernähme. Bekümmert blickte er den Jungen an: »Die Rüstung, die Ihr begehrt, trägt der tapferste Ritter. Ach, wüßtet Ihr, wie sehr sogar ich selber meinen ungestümen Neffen fürchten muß!« Doch Parzival war zum Kampf entschlossen. Mit dem Sieg erstrebte der unerfahrene Knabe den Besitz der Ritterrüstung und den Ritterschlag aus der Hand des Königs Artus. Der rote Ritter fand natürlich nur Spottworte hinaus in die Welt. Gurnemanz hörte mit großer Betrübnis für Parzivals kecke Herausforderung. Doch Parzival seine schleuderte seinen Wurfspieß und traf in des Ritters Gedankenverloren ritt Parzival seinen Weg und achtete Eisenhelm so geschickt die Spaltöffnung im Visier, daß die nicht, wohin es ihn durch die pfadlose Einsamkeit führte. Bitte, Abschied nehmen zu dürfen. Waffe tief ins Haupt eindrang. Ither sank tot zu Boden. Mit dem jungen Sieger waren alle Zuschauer überrascht über den schnellen Sieg. Schnell zog Parzival die prächtige Arbeisaufträge: Rüstung des Besiegten über sein Narrengewand, so wurde er zum Ritter. Frohgemut ritt er in die Welt hinaus. Es drängte ihn, neue Abenteuer zu erleben. -Welche Ratschläge gibt Herzeloide Parzival? Inwiefern treffen Situationen ein, in denen er diese Ratschläge beherzigt? Was löst er damit aus? Parzival kam zur Burg Gurnemanz. Er war im Lande wegen seiner Lebenserfahrung und Altersweisheit und wegen seiner ritterlichen Tugenden geachtet und geehrt. Parzival grüßte ihn nicht nach Ritterart. »So hieß mich meine Mutter tun«, sagte er dabei, und er setzte hinzu: »Und sie gebot mir, ein greises Haupt zu achten und die weisen Lehren des Alters anzunehmen. So bitte ich Euch um Euren Rat; ich werde ihm gerne gehorchen.« »Ich will Euch zu Willen sein«, erwiderte der Alte freundlich, und lud Parzival ein zu sich in die Burg. Der einfältige Parzival, dem ritterliche Art ganz fremd war, wollte jedoch nicht vom Pferd steigen. »Seit König Artus mich zum Ritter machte, muß ich zu Pferde sein und darf nicht absteigen.« Erst mit -Wie äussert sich Parzivals Naivität? -Wieso wird Parzival so schnell zum Ritter erkoren? -Welche Eigenschaften zeichnen Parzival schon früh als Ritter aus? -Welche Ritterideale lassen sich dem Originaltext und der Zusammenfassung entnehmen? -Welche Tugenden hatte ein Ritter anzustreben? -Was war das Ziel eines jeden Ritters? -Welche drei Dienste hatte ein Ritter zu leisten? freundlicher Nötigung brachte man den reisemüden Gast dazu, aus dem Sattel zu steigen. Wie staunten sie, als sie unter dem schweren Panzer die Narrenkleider und die groben Bauernstiefel erblickten! Mit freundlicher Nachsicht redete Gurnemanz dem unerfahrenen Jüngling dann zu. Parzival, der einfältige Tölpel, der bisher jedes Gebot seiner Mutter in treuherziger Wörtlichkeit aufgefaßt hatte, lernte in den Tagen, da er bei Gurnemanz zu Gaste war, feine Ritterart und gottgefälliges Leben, das den Menschen zum Seelenheil führt. »Die Art, wie Ihr von Eurer Mutter redet«, belehrte ihn der Alte, »erhöht nicht Eure Ritterehre. Bewahrt Euch edle Scham! Das ist mein zweites Gebot an Euch. Schamlosigkeit führt den graden Weg zur Hölle. Nach Art und Haltung taugt Ihr wohl zum Ritter. Vergeßt dabei aber nicht das Hauptgebot ritterlicher Pflicht: Habt Erbarmen mit den Bedrängten! – Auch Milde und Güte zu erweisen ist Ritterpflicht! – Bewahrt Euch stets ein demütiges Herz und helft dem schuldlos Verarmten! – Der weise Mann versteht den rechten Mittelweg einzuhalten zwischen Geiz und Verschwendung!« Parzival war ehrlich bestrebt, die Lehren anzunehmen. Parzival dankte dem weisen Alten für seine tiefen Lehren und nahm sich alle ernstlich zu Herzen. Mit großer Freude folgte er nun Gurnemanz, Unterweisung im ritterlichen Zweikampf; der Alte erwies sich als ein trefflicher Lehrer in der kunstgerechten Führung der Waffen. Unermüdlich nahm er den Gast mit auf den Turnierplatz und ließ ihn sich mit seinen Leuten fleißig üben. Aber bald trieb es Parzival zu neuen Abenteuern Gruppenarbeit: Sucht in der Bibliothek oder im Internet nach verlässlichen Zusammenfassungen und tragt dann zusammen, wie „Parzival weitergeht und ausgeht.