Arbeitsblatt: Mumifizieren
Material-Details
Beschreibung, wie die Aegypter ihre Toten mumifizierten
Geschichte
Altertum
6. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
11448
966
11
03.11.2007
Autor/in
mandala (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
8. Geheimnisse der Mumien Vor viertausend Jahren waren die alten Ägypter das zivilisierteste Volk der Erde. Während die meisten Menschen noch in Höhlen schliefen und wilde Tiere jagten, bauten die Ägypter Häuser, kannten Landwirtschaft, Medizin und auch schon Schulen. Bei Untersuchungen mit Röntgenaufnahmen und Bluttests fanden Wissenschaftler nicht nur heraus, wie die Ägypter ihre Toten konservierten, sondern auch, wie sie aussahen, was sie assen und wie sie starben. Die Röntgenbilder zeigen, dass viele Ägypter an Karies und Zahnfleischschwund litten. Offenbar assen sie gern Süsses – wie wir! Die Bilder zeigten ausserdem, dass sie an Krankheiten litten, die es noch heute gibt: Kinderlähmung, Arthritis und Rheuma. Die meisten Ägypter wurden 35 bis 40 Jahre alt. Sie kannten viele Medikamente, doch nichts, was die Parasiten- winzige Pflanzen und Tiere, die im Nil lebten- töten konnte. Denn die meisten erkrankten an ihnen. Sie schluckten sie herunter, wenn sie Wasser aus dem Nil tranken. Wie man ewig lebt Die alten Ägypter glaubten, der Geist eines jeden Menschen lebe nach seinem Tode weiter. Wurde die Leiche konserviert, hatte dieser Geist somit einen Ort, an dem er weiterleben konnte. Leider verwesen innere Organe, und die Haut fällt von den Knochen. Die Ägypter fanden heraus, dass sich die Toten am besten halten, wenn sie mumifiziert, also ausgetrocknet werden. Ihr Wüstenklima war ideal für diese seltsame Kunst, die sie fast 3 00 Jahre lang ausübten. Erstaunliches über Mumien Die Grabstätte des reichen Königs Tut-ench-Amun, der vor 3 00 Jahren im Alter von 18 Jahren starb, wurde 1922 entdeckt. Sie enthielt über 3 00 verschiedene Grabbeigaben .Unbezahlbare Juwelen, goldene Statuen und andere Schätze wurden oft mit einer Mumie begraben. Diese Kostbarkeiten lockten manche Grabräuber an, obwohl es in den Pyramiden feste Steintüren, Irrgänge und Fallen gab, die einen Diebstahl verhindern sollten. Wie man mumifizierte Zuerst musste man der Leiche das Hirn mit einem Haken durch die Nase ziehen. Dann wurden die inneren Organe durch einen seitlichen Schnitt am Körper entfernt. Die Leiche wurde in Natron, einer salzhaltigen Substanz, eingelegt und zum Trocknen vierzig Tage liegengelassen. War die Leiche einbalsamiert und trocken, wirkte sie schlaff und leblos. Daher füllte man Sägespäne in sie, damit sie lebendiger wirkte. Dann wusch man den Toten mit Wein und Gewürzen, bestrich ihn mit Harz, damit die Haut weich blieb, wickelte ihn in Bandagen und liess ihn 30 Tage liegen. Für die Bandagen wurden mehrere hundert Meter Leinen gewickelt. Eine lebensechte Maske wurde der Mumie aufs Gesicht gelegt. Schliesslich brachte man die Mumie der Familie zur Bestattung zurück. Manche Mumien haben heute noch ihr Haar, Finger- und Zehennägel und sogar ihre Augenlider. Grabbeilagen Die einbalsamierte Mumie legte man in einen Sarg. Oft malte man das Auge des Horus aussen auf die Seite des Sargs, damit die Mumie nach draussen sehen konnte Dieser Sarg wiederum kam in einen mächtigen Steinbehälter, den so genannten Sarkophag. Die inneren Organe wurden getrocknet, in Leinen gewickelt und zur Beisetzung neben der Mumie in Urnen gelegt, die man Kanopen nennt Die Ägypter glaubten, sie könnten auch nach dem Tod noch essen und trinken, lesen und herumlaufen. Die kleinen Holzfiguren, die man mit den Mumien bestattete, sollten dem Toten später als Sklaven dienen. Das ägyptische Totenbuch war eine Sammlung von Zaubersprüchen, die auf Papyrus geschrieben waren. Man legte es mit ins Grab, damit es der Mumie auf ihrer Reise half.