Arbeitsblatt: Woher kommt ein Papst und was macht er eigentlich
Material-Details
Ein Infotext für Kinder zu den Aufgaben und der Herkunft des Papstes
Lebenskunde
Religionslehre / Bibel
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
116730
989
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22.05.2013
Autor/in
Mélanie Reber
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Woher kommt ein Papst und was macht er eigentlich? Der neue Papst: Jorge Mario Bergoglio oder Franziskus Der Papst vertritt Jesus Christus, den Sohn Gottes, auf der Erde. Er ist das Oberhaupt, also der Chef der katholischen Kirche. Der Papst hat sehr viel Macht, weil ihm viele Katholiken folgen. Er bestimmt, was in der Kirche geschieht, spricht mit den wichtigsten Politikern der Welt und gibt den Menschen seinen Segen. Der Vatikan Der Papst lebt in einem kleinen Staat mitten in Rom, dem Vatikan. Der Vatikan ist der kleinste eigenständige Staat der Welt. Das Staatsoberhaupt des Vatikans ist der Papst. Dort leben ungefähr 1.000 Menschen, aber nur etwa 600 haben die vatikanische Staatsbürgerschaft. Unter ihnen befinden sich rund 100 Schweizer Gardisten. Sie sind im Vatikan Staatsbürger auf Zeit. Die Schweizer Garde ist so etwas wie die Polizei des Vatikans und beschützt diesen kleinen Staat. Der Vatikan lebt hauptsächlich durch die Geschäfte innerhalb des kleinen Staates, durch die Lebensmittelhändler, Souvenirstände und vor allem auch von Spenden. Das bedeutet, dass der Kirche Geld geschenkt wird. Jedes Jahr werden ungefähr 100 Millionen Franken an den Vatikan gespendet. Einst war der Vatikan ein Hügel Roms am Ufer des Flusses Tiber. In der Antike befand sich dort der Zirkus des Kaisers Nero von Rom. Seit dem 14. Jahrhundert ist der Vatikan der Amtssitz der Päpste. Auf einem kleinen Friedhof im Vatikan soll angeblich der Apostel Petrus begraben worden sein Im 4. Jahrhundert ließ der Kaiser Konstantin in der Nähe des Friedhofs eine große Kirche errichten die St. Peters Kirche. Der Vatikan wurde damit zum wichtigsten Wallfahrtsort der Petrusverehrung. Das bedeutet, dass viele Menschen zur St. Peters Kirche pilgerten um Petrus zu ehren. Der Apostel Petrus Petrus war einer der zwölf Apostel Jesus. Apostel kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet Gesandter. Petrus wurde also von Gott zu Jesus geschickt um ihm eine Nachricht zu überbringen. Petrus war aber eigentlich nicht sein richtiger Name, sondern Simon. Jesus aber verlieh ihm den Namen Petrus als einen Ehrentitel und damit Petrus immer wusste, was seine Bestimmung auf der Erde war nämlich Jesus zu folgen und Gott zu dienen. Am Ende seines Lebens soll Petrus nach Rom gewandert sein. So glaubt es die Kirche. Im Jahr 65 soll er in Rom wie viele andere auch auf Befehl Neros gekreuzigt worden sein. Kreuzigen bedeutet: Jemanden töten, indem man ihn an einem Kreuz festmacht. Jesus wurde ebenfalls gekreuzigt. Die katholische Kirche glaubt, dass Petrus der erste Bischof, also der Chef der Kirche von Rom war. Von den zwölf Aposteln war Petrus einer der wichtigsten. Das ist auch ein Grund, warum die Kirche nun von Rom aus die Menschen führen wollte. Wer kann Papst werden? Nach dem Kirchenrecht kann jeder Papst werden, der getauft wurde, männlich ist und der katholischen Kirche angehört. Genauere Bestimmungen gibt es nicht. Meistens jedoch wird es ein Kardinal. Ein Kardinal kann man nicht auf einer Schule werden. Es gibt keine Kardinalslehrgänge die man besuchen kann. Um Kardinal zu werden muss man männlich sein. Man muss getaufter Katholik sein und sich im Glauben bewährt haben. So kann zum Beispiel selbst ein Priester zum Kardinal ernannt werden. Die Wahl eines neuen Papstes Nachdem der Papst gewählt wurde kann er sich einen Namen aussuchen. Das kann er ganz alleine entscheiden. Viele Päpste nehmen die lateinische Version ihres Namens oder den Namen eines bedeutenden Vorgängers an. Gewählt wird der Papst eigentlich auf Lebenszeit, aber er hat auch das Recht zurück zu treten, wenn dies aus seinem freien Willen heraus geschieht.