Arbeitsblatt: Das zentrale Nervensystem

Material-Details

Arbeitsweise der Nerven unbedingter / bedingter Reflex Nervenzellen /-fasern
Biologie
Neurobiologie
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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1267
14
27.05.2013

Autor/in

Eiffelturm (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Das zentrale Nervensystem Bau und Arbeitsweise der Nerven Das Nervensystem des Menschen besteht aus 15-20 Milliarden Nervenzellen. Eine Nervenzelle kann bis zu einem Meter lang werden. Die Nervenzelle hat die Aufgabe, Reize unserer Umwelt oder aus dem Inneren des Körpers an unser Gehirn oder ans Rückenmark zu melden und von diesem Befehle entgegenzunehmen. Das alles geschieht über elektrische Impulse. Arbeitsweise der Nerven Beispiel: Verbrennung der Haut. Wir empfinden Schmerz und ziehen die Hand zurück. 1. Die Hitze reizt die Sinneszellen der Haut. 2. Der Reiz löst einen elektrischen Impuls aus. Über die Nerven gelangt die Information zum Gehirn und zum Rückenmark. Empfindungsnerven sensorische Nerven 3. Die beiden Zentren (Gehirn und Rückenmark) verarbeiten die eingegangene Meldung und geben Befehle aus. 4. Über den langen Fortsatz der Zelle wird das Befehlssignal mit einer Geschwindigkeit von 15-120 Meter pro Sek. zu Muskel oder Drüsen (hier der Armbeugemuskel) geleitet. Bewegungsnerven motorische Nerven 5. Jede Bewegungsnervenfaser ist an ihrem äusseren Ende zu einer Platte verbreitert. Diese Platte liegt auf einer Muskelfaser auf. Wenn das Signal diese Stelle erreicht hat, gibt die Endplatte einen Stoff frei, der die Muskelfaser veranlasst, sich zusammenzuziehen. Reflexe Der ganze Vorgang vom Hitzereiz an der Hand bis zum Zusammenziehen des Muskels wird Reflex genannt. Unbedingter Reflex Reflexe, die angeboren sind, laufen ohne unseren Willen ab. Sie schützen uns vor Gefahren oder steuern Lebensvorgänge: Schlucken, Niesen, Husten, Öffnen und Schliessen der Augen. Darmtätigkeit, Harnblase und andere innere Organe werden so gesteuert. Bedingter Reflex Sie stehen in Verbindung mit unseren Erfahrungen. Sie könne willentlich so lange eingeübt werden, bis sie unbewusst ablaufen, z. B. Velofahren, Klavierspielen, Lesen. Nervenzelle Nervenzelle mit mehreren kurzen und einem langen Fortsatz (Nervenfaser). Die Nervenzelle im Gehirn oder Rückenmark kann über die kurzen Fortsätze Signale an benachbarte Zellen geben oder von ihnen empfangen. Die kurzen Fortsätze verzweigen sich an ihrem Ende baumartig und enden als Endplatten. Hier werden Signale an Muskelfasern übermittelt. Der bis zu 1 Meter lange Fortsatz heisst Nervenfaser. Er führt meist zu einem Muskel. Nervenfasern Viele Nervenfasern zusammen bilden ein Nervenbündel. Eine Bindegewebshülle umgibt sie und schützt die feinen Nervenfasern vor dem Zerreissen. Ein solches Bündel samt Hülle heisst Nerv. Jede Nervenfaser ist isoliert. Darum ist es möglich, dass in benachbarten Fasern verschiedene Signale gleichzeitig übermittelt werden können. (zeichne einen Nerv) Unsere Sinnesorgane Jedes unserer Sinnesorgane spricht auf einen bestimmten Reiz an: Auge Licht Ohr Schall Nase (Riechzellen) Gerüche Zunge Chemische Reize in der Mundhöhle Haut (Kälte-/Wärmepunkte) Temperatur Ohr Geräusche, Schwerkraft Sinneszellen wandeln die eintreffenden Reize in Signale um. Diese werden durch Empfindungsnervenfasern an das Rückenmark und ins Gehirn weitergeleitet. Tastsinn Der Tastsinn sitzt in der Haut. Besonders dicht sind die Druck- und Tastkörperchen an den Fingerspitzen (Blindenschrift). Chemische Sinne (Geruchssinn und Geschmackssinn) Sie prüfen die eingeatmete Luft sowie die Speisen und warnen uns vor Giften. Es gibt aber leider auch geruchlose Gifte (Kohlenmonoxyd, z.B. bei Abgasen) oder es gibt z.B. Pilze, die kaum schmecken oder sogar sehr wohlschmeckend sind. Geruchssinn Die Geruchssinneszellen sitzen in der Riechschleimhaut; sie sind ganz oben in der Nasenmuschel. Nur ein Teil der eingeatmeten Luft gelang bis dahin. Wenn wir etwas ganz gut riechen wollen, ziehen wir die Luft durch Schnüffeln und Schnuppern ein. Die gase in der Atemluft lösen sich im Schleim der Nasenhöhle und reizen die Geruchssinneszellen. Geschmackssinn Die raue Zungenoberfläche ist dich mit Wärzchen besetzt. Die einen tasten die Speise ab, die andern tragen Geschmacksinneszellen. Viele Stoffe unserer Nahrung lösen sich schon im Speichel an der Zungenoberfläche auf. Der Speichel spült diese Stoffe immer wieder weg. Die Sinneszellen können fortwährend neue Reize aufnehmen.