Arbeitsblatt: Zähne/Fluorid Arbeitsblatt und Sachanalyse

Material-Details

Kai-Technik, Fluorid, Experiment Fluorid-Ei (Zahnpasta)
Pädagogik und Psychologie
Gesundheit und Krankheit
2. Schuljahr
1 Seiten

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06.06.2013

Autor/in

Silvia Köchel
Land: Österreich
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Sachanalyse Was ist Fluorid? Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure. Feste Fluorverbindungen sind zum Beispiel Calciumfluorid oder Natriumfluorid. Fluoridverbindungen sind natürliche Elemente der Erdkruste. Es ist daher natürlich, dass eine kleine Dosis Fluorid im natürlichen Wasser enthalten ist. Pflanzen absorbieren das natürlich vorkommende Fluorid aus dem Grundwasser. Somit ist eine geringe Menge Fluorid in unserer Nahrung und im Wasser enthalten. Fluorid reichert sich im Gewebe von Tieren und Pflanzen an. Fluorid ist ein natürlicher Bestandteil von Knochen und Zähnen. So werden FluorSalze beigemischt. Diese Fluoride tragen zum Schutz des Zahnes bei. Es gibt FluorGel und Flour-Lack, diese kann der Zahnarzt direkt auf die Zähne auftragen. Wie funktioniert Fluorid im Kampf gegen Karies? Es wird angenommen, dass Fluorid giftig für Bakterien ist. Bakterien brauchen, wie alle Lebewesen auch, Nahrung. Zuckerhaltige Lebensmittel sind besonders ideal für Bakterien im Mundraum. Beim Zähneputzen wird das Fluorid direkt im Zahnschmelz von bleibenden Zähnen eingelagert. Dies macht den Zahnschmelz härter. Es stärkt auch den Zahn gegen Angriffe der Bakterien und Säuren. Durch den Zuckergehalt unserer Nahrung entsteht ein idealer Nährboden für Bakterien, die Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates verursachen. Fluorid vergiftet Bakterien so, dass die Fähigkeit, Zucker zu verarbeiten, reduziert wird. Ebenfalls soll Fluorid den Zahnschmelz härten und ihn so widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien machen. Experiment: Experiment ist vorbereitet worden, ein anderes Ei wird angestrichen, dann aber das Vorbereitete in Essig eingelegt. Es bilden dich Blasen. KK sollen den Schutz durch Fluorid sehen. 1. Das Ei wird mit einer Fluoridzahnpasta bis zur Hälfte eingestrichen. Am besten wird das Ei mit einer Frischhaltefolie umwickelt, damit die Zahnpasta nicht austrocknet. 2. 3 – 4 Tage warten, danach das Ei abwischen und in Essig einlegen. 3. Nach einigen Sekunden sieht man den ersten Effekt, es bilden sich Blasen auf der Hälfte, welche mit Fluorid eingestrichen war. 4. Wenn man einige Stunden wartet, löst sich die Eierschale von der unbehandelten Hälfte auf. Quelle: • (Zugriff am 07.03.2013) • KOHL: Lernwerkstatt, Unsere Zähne, Seite 15 1. Allgemein: Durch die tägliche Zahn- und Mundpflege werden Zahnerkrankungen und Erkrankungen des Zahnhalteapparates vorgebeugt. Durch das regelmäßige Zähneputzen werden Speisereste und Plaque entfernt, die sich an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen ablagern. Plaque setzt sich aus Speiseresten zusammen, die mit abgestoßenen Zellen der Mundschleimhaut und mit natürlich im Mund vorkommenden Bakterien verklebt sind. Durch Färbetabletten lässt sich Plaque sichtbar machen. Zur Gebisspflege gehören die Zahnpflege und die Zahnfleischpflege. Dazu verwenden wir die Zahnbürste und Zahnpasta. Die Zahnbürste reinigt die Zähne und massiert das Zahnfleisch. Durch die Massage des Zahnfleischs wird die Durchblutung gefördert. Zahnbürste, Zahnpasta Eine Zahnbürste besteht aus einem Griff und einen Bürstenkopf. Am Bürstenkopf sind die Borsten zu Bündeln zusammengefasst, die in Borstenlöchern befestigt sind. Man unterscheidet zwei Zahnbürsten: Die Zahnbürste mit abgewinkelten Stiel und die mit abgewinkelten Griff. Zahnbürsten mit abgewinkeltem Griff eignen sich besonders für Kinder, da die Feinmotorik der Hand noch nicht ausgereift ist. Außerdem darf der Bürstenkopf bei Kindern nicht zu groß sein, denn sonst wird ihre Bewegungsmöglichkeit im Mund eingeschränkt. Die Zahnpasta erfüllt, je nach Zusammensetzung verschiedene Aufgaben: • Durch die Zahnpasta wird der Reinigungsvorgang intensiviert und der Reinigungseffekt erhöht. • Wenn die Zahnpasta entsprechende Zusätze enthält, hat sie einen kosmetischen Effekt. • Enthält die Zahnpasta Fluoride, trägt sie verstärkt zur Kariesprophylaxe bei. 2. Das Gebiss Im Laufe eines Lebens erfährt das Gebiss eines Menschen einen einmaligen Zahnwechsel. Mit der postnatalen Entwicklung unterliegt das Gebiss dem Durchbruch der Milchzähne (Dentes lactales), später folgt dann der Zahn- wechsel zu den bleibenden Zähnen (Dentes permanentes). Normalerweise besitzt jedes bleibende Gebiss eines Menschen 32 lückenlos aneinander gereihte Zähne, die auf dem oberen Zahnbogen (Arcus dentalis superior) und dem unteren Zahnbogen (Arcus dentalis inferior) zu je 16 Zähnen verteilt sind. Jedes Gebiss setzt sich aus verschieden geformten Zähnen zusammen. Da einige Zähne untereinander ähnliche Merkmale aufweisen, kann man sie in sogenannte Zahngruppen einteilen. Dazu gehören dann im bleibenden Gebiss zwei Schneidezähne (Dentes incisivi), 1 Eckzahn (Dentes caninus), 2 Prämolaren (Dentes premolares) und 3 Mahlzähne (Dentes molares) (vgl. Schumacher 1995, S.11). Grundsätzlich unterscheidet sich das Milchgebiss in Anzahl, Form und Größe von dem darauffolgenden Gebiss, dem so genannten bleibenden Gebiss. In einem Milchgebiss sind nur 20 Zähne vorhanden, von denen je 10 auf den Ober- und Unterkiefer verteilt sind und entsprechend je 5 auf jede Kieferhälfte entfallen (vgl. Schumacher 1995, S.12). Ein komplettes Milchgebiss ist in der Regel im Alter von 30 Monaten vorhanden. Diese Milchzähne gehen nach Erfüllung ihrer Aufgabe verloren. Sie werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. 3. Die Karies Karies galt in früherer Zeit als eine der weit verbreitesten Volkskrankheiten. In den letzten Jahren wurden, be- sonders in Deutschland, vielfältige präventive Maßnahmen veranlasst, um diese Rate deutlich zu vermindern. Zumindest in den hochzivilisierten Ländern konnte ein Rückgang des massiven Kariesbefalls beobachtet werden (vgl. Stöckli/Ben-Zur 1994, S.70). Karies beginnt als Entkalkungsprozess außen an der Oberfläche von Zahnhartsubstanzen. Voraussetzung dafür ist ein bakterieller Zahnbelag (Plaque) auf der Zahnoberfläche. Bestimmte Mikroorganismen in diesem Belag bauen insbesondere Zucker in ihrem Stoffwechsel zu organischen Säuren ab. Diese Säuren greifen die Schmelzoberfläche an. Bei wiederholten Säureangriffen ohne Beseitigung dieser, entsteht ein Defekt, der dann nur noch durch restaurative Maßnahmen vom Zahnarzt versorgt werden kann. Drei Bereiche des Zahnes sind besonders anfällig für einen Kariesbefall. Es sind die gefurchten Kauflächen (Fissuren) der Backenzähne, die Zahnhälse entlang des Zahnfleischrandes und die Berührungsflächen zwischen den Zähnen (vgl. Techniker Krankenkasse S.9). 4. Die Zahnputztechnik Die richtige Mundhygiene ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Gesundheit der Zähne aufrecht zu erhalten und möglichen Erkrankungen präventiv entgegen zu wirken. a) Putztechnik nach Bass Die Bass–Technik beschreibt sich wie folgt: Das Bürstenfeld wird in einem Winkel von 45 zur Zahnreihe angesetzt. Dabei treffen die Borsten schräg von oben und von der Seite auf die Zahnoberfläche und auf den Zahnfleischsaum. Der Druck der Bürste darf nicht zu stark sein, gerade so viel, dass es sich nicht unangenehm anfühlt. Der Bewegungsablauf der Bürste folgt kleinen, rüttelnden Hin- und Herbewegungen zu den Seiten hin von einer halben Zahnbreite. Durch diese Rüttelbewegungen können sich die Borsten der Zahnbürste in die Zwischenräume und in den Sulkus vorarbeiten; diese sonst schwer zu erreichbaren Stellen werden dadurch gereinigt. Auf diese Art und Weise geht man nun in der gesamten Zahnreihe in kleinen Abschnitten (2 – 3 Zähne) vor. Es ist ganz wichtig, bei dieser Methode wirklich abschnittsweise vorzugehen, denn sonst wird aus der Rüttelbewegung schnell ein horizontales Abbürsten der Zahnreihe. Die Kauflächen werden mit senkrecht aufgesetzter Bürste mit selbigen Rüttelbewegungen geputzt. Zu empfehlen ist diese Zahnputztechnik ab einem Alter von etwa 15 Jahren, aufgrund der motorischen Entwicklung. Weitere Putztechniken sind die Putztechnik nach Fones und die modifizierte Stillmann – Technik (vgl. Ott/Vollmer/Krug 2003, S.87). b) Kreisende Zahnputz – Technik KAI-Technik Kinder benötigen eine Zahnputztechnik, die ihrer noch schwach ausgebildeten Feinmotorik entgegenkommt und die leicht erlernbar ist. Gruppenprophylaktisch empfiehlt sich die Anwendung der KAI–Methode. KAI steht für die Abkürzungen der Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen. Bei dieser Methode wird die Bürste zuerst auf den Kauflächen der rechten Seite aufgesetzt, erst unten, dann oben. Die Zahnbürste wird mit kleinen Hin- und Herbewegungen geführt. Nach der rechten Seite folgt nun die linke Seite der Kauflächen (unten und oben). Darauf folgt die Reinigung der Außenflächen. Die Kinder beginnen auf der rechten Seite vom Zahnbogenende zur Mitte hin mit kleinen kreisenden Bewegungen zu putzen. Selbiges gilt für die linke Seite. Zuletzt werden die Innenflächen der Zähne gesäubert, indem die Zahnbürste zickzackartig von rot nach weiß (vom Zahnfleisch zum Zahn) geführt wird (vgl. Techniker Krankenkasse S.15). Wichtig ist, dass die Zahnbürste beim Putzen nicht zu fest an die Zähne gedrückt wird, um den Zahn und das Zahnfleisch nicht zu verletzen. Quelle: rrichtsentwurfklasse_1.html (Zugriff am 07.03.2013)