Arbeitsblatt: Imperialismus

Material-Details

Einführung ins Thema Imperialismus: Grobplanung, Begriffe, Arbeitsaufträge für Gruppenarbeit, Lernkontrolle
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
25 Seiten

Statistik

1185
3101
291
24.05.2006

Autor/in

Cornelia Pulver


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Abschlusspraktikum: Grobplanung Geschichte 9. Klasse Real 15.8.05 bis 9.9.05 Tag LZ 1 Di 16.8.05 Schwimmen 2 Mi 17.8.05 Vorschau Einführung ins Thema: Collage S. 224 Durch Geschichte zur Gegenwart Bd.2 (DGzG) – Fragen (GA) Besprechung (Plenum) Das Zeitalter des Imperialismus – das Streben nach Weltherrschaft S. 46 Weltgeschichte im Bild Bd.8 (WgiB), Arbeitsvorschlag 2 Text mit Begriffserklärungen (ev. Text besprechen, Fragen klären) GA: Warum nach Weltherrschaft streben? 4 Gruppen – jede Gruppe liest und bearbeitet ein Zitat aus WgiB S. 47f Æ Arbeitsauftrag, Produkt: 1 Folie pro Gruppe LZ1-2 1 LZ7 2 1 Fr 19.8.05 1 2 Di 23.8.05 Mi 24.8.05 1 Fr 26.8.05 1 Di 30.8.05 2 Mi 31.8.05 3 1 Fr 2.9.05 1 Di 6.9.05 2 Mi 7.9.05 1 Fr 9.9.05 4 LZ1-2 LZ3 Bemerkungen Schulreise Schulreise LZ1-2 LZ3 Kurze Repetition der Begriffe (Imperialismus, Kolonie,.) Fertigstellung der Folie in den Gruppen Präsentation der Folien im Plenum (Kopie für die Klasse) Schwimmen LZ4 LZ4 LZ6 LZ5 Die koloniale Aufteilung Afrikas (1800 und 1914) Kolonien – Lösung der Probleme? Argumente für die Gründung von Kolonien (AB mit Bildern DGzG S.248) Wie wurden Kolonialreiche gegründet? Das Bsp. Indiens Folgen/Auswirkungen des Kolonialismus: Die Behandlung der Eingeborenen Schwimmen LZ1-7 Lernkontrolle, Lernziele 1-7, den Sch. vorher abgeben. Zeit: 1 Lektion ev. Film Abschlusspraktikum: Geschichte 9. Klasse Thema: Die grossen Konflikte, vom Imperialismus zum ersten Weltkrieg • Begriffe (Klassischer) Imperialismus Kolonie, Kolonialismus LZ: 1 Die Sch. kennen die verschiedenen Bedeutungen des ImperialismusBegriffs. LZ: 2 Die Sch. kennen und verstehen die Begriffe Kolonie und Kolonialismus. • Warum nach Weltherrschaft streben? Erklärungsversuche für den Imperialismus Nationalismus – Überlegenheit und Sendungsbewusstsein (Mission) Ökonomische Theorie – Kolonien sind eine Lebensnotwendigkeit für die Industriestaaten (Wirtschaft) Theorie des Sozialimperialismus (Bevölkerungswachstum, Überproduktion, Æ neue Absatzmärkte,) Historisch-politische Theorie – Der letzte Kampf um den Besitz der Welt LZ: 3 Die Sch. erarbeiten verschiedene Erklärungsversuche (siehe oben) für den Imperialismus. • Kolonien Kolonialismus Lösung der Probleme? – Argumente für den Kolonialismus Auswirkungen des Kolonialismus Wie wurden Kolonialreiche gegründet? Das Beispiel Indiens Vergleich Mutterland und abhängige Gebiete/Kolonien (Fläche Bevölkerung) LZ: 4 Die Sch. kennen die wichtigsten Argumente für die Gründung von Kolonien 5 Anhand von Quellen können die Sch. die Folgen des Kolonialismus nachvollziehen. 6 Die Sch. verstehen am Beispiel Indien, wie Kolonialreiche gegründet worden sind. 7 Die Sch. veranschaulichen das Verhältnis von Fläche und Bevölkerung einiger Mutterländer und deren Kolonien (GB, F, D, USA). • Vom Imperialismus zum Ersten Weltkrieg Was wollen die Grossmächte? – Krisen und Spannungen Bündnissysteme („Mittelmächte, „Entente) Der Kriegsausbruch – Das Attentat von Sarajewo LZ: 8 Die Sch. verstehen, dass sich die Krisen und Spannungen in den besetzten Gebieten auf den Frieden in Europa auswirkten. 9 Die Sch. kennen das europäische Bündnissystem vor dem Ersten Weltkrieg. 10 Die Sch. wissen, dass der Erste Weltkrieg durch das Attentat auf Franz Ferdinand ausgelöst wurde. Freitag 23.9.05 Name: Note: Lernkontrolle Geschichte: Kolonialismus – Imperialismus 1. Begriffe (4P) a) Umschreibe die folgenden Begriffe mit deinen eigenen Worten in 2 bis 3 Sätzen: • Kolonie • Kolonialismus b) Der Begriff Imperialismus hat zwei Bedeutungen. Welche? Erkläre sie kurz: 1. 2. 2. Flächenvergleich Mutterland – Kolonien (5P) Stimmen die folgenden Aussagen? Kreuze an: Aussage Richtig Falsch a) England hatte von allen Mutterländern absolut am wenigsten Kolonien. b) Die Fläche des Mutterlandes war in den USA grösser als die Fläche der Kolonien. c) Frankreich besass während des gesamten Kolonialismus keine Kolonien. d) Deutschland besass von allen Mutterländern am meisten Kolonien. e) Deutschland und die USA hatten 1881 noch keine Kolonien. 1 Freitag 23.9.05 Name: Note: 3. Die Gründe für den Imperialismus (8P) a) Nenne die vier Gründe für den Imperialismus und erkläre sie kurz: 1. 2. 3. 4. b) Ordne die vier folgenden Quellen deinen vier Gründen für den Imperialismus zu: Welche Quelle passt zu welchem Grund? 2 Freitag 23.9.05 Name: Note: 4. Argumente für die Gründung von Kolonien (4P) Nenne vier Argumente, die für die Gründung von Kolonien sprechen. • • • • 5. Bildinterpretation – Zivilisation (4P) Bild 1 (oben): Behausung eines Herero-Stammes in Deutsch-Südwestafrika (heute: Namibia). Bild 2 (rechts): Eine Herero-Frau mit Kind a) Beschreibe die beiden Bilder (Behausung, Kleidung,) b) Wenn die Kolonialherren sagten, sie wollen die Völker in ihren Kolonien zivilisieren, was meinten sie damit? Nimm Bezug auf die Bilder. 3 18 70 19 14 ImperialismusKolonialismus Imperium Kaiserreich Kolonie abhängiges Land • Im Altertum: Griechen und Römer gründen Kolonien rund ums Mittelmeer • Um 1500: Spanier und Portugiesen unterwerfen überseeische Gebiete • Im 17. Jh.: Holländer, Franzosen, Engländer halten sich weltweit Kolonien (z. B. spätere U.S.A.) 2 Imperialismus Eine wiederkehrende Erscheinung Nach 1870 setzt ein eigentlicher Wettlauf nach allen noch nicht besetzten Gebieten Afrikas und Asiens ein. Die Industriestaaten fassen ihre Kolonien zu Kolonialreichen zusammen und verbreiten ihre Sprache, Zivilisation und Kultur. 3 Erst der 1. Weltkrieg wird diese Phase des Kolonialismus beenden. Imperialismus Ausmass diesmal unvergleichbar Berliner Kongo-Konferenz Vor einer über vier Meter hohen Afrikakarte verhandeln Europas Mächtige im Berliner Reichskanzleramt über die Verteilung dieses Kontinents – ohne Beteiligung der Betroffenen!!! 4 Imperialismus 1884 Rohstoffe technische Fortschritte Industrialisierung 5 liefert die Grundlagen zu diesem Boom Imperialismus neue Absatzmärkte Streben nach 6 Weltherrschaft Imperialismus Imperialismus Warum? Imperialismus Nationalismus Handel Rohstoffe 7 Erforschung Afrikas Imperialismus Welches sind die Folgen? Dieses «Patchwork-Afrika» zeugt vom skrupellosen Verhalten der «starken» Nationen. 8 Rascher Wandel Imperialismus 1884 1914 9 Imperialismus Koloniale Welt vor 1914 10 Die europäischen Grossmächte werden auf andern Kontinenten plötzlich zu Nachbarn, die oft verschiedene Interessen haben und sich nicht immer vertragen. 11 Imperialismus Neue Nachbarschaften Krisenherde (1875 – 1914) Korea 1894 1905 Zentralasien 1875 1914 China 1875 1914 Mesopotamien seit 1898 Marokko 1905/06, Sudankrise 1898/991911 Burenrepubliken 1899-1902 12 Imperialismus Meerengen und Balkan • Zerstörte Kulturen Sprachen, Religionen, Landwirtschaft • Beschleunigte Entwicklung • Infrastrukturen Schulen, Spitäler, Strassen, Eisenbahnen, Häfen, Telegrafenverbindungen, Hierarchien, Organisationsabläufe, Bewässerungssysteme, Entsumpfung, Trinkwasseranlagen, etc. • Krankheiten, Seuchen 13 Imperialismus Was bleibt? Imperialismus und Kolonialismus Imperialismus Imperium grosses Reich Der Begriff Imperialismus hat zwei Bedeutungen: 1. Allgemein versteht man unter Imperialismus die Ausdehnung der Herrschaft eines Staates über andere Länder. Das Streben der Völker, ihre Herrschaftsund Wirtschaftsmacht über andere Länder oder Gebiete zu errichten, begleitet die ganze Menschheitsgeschichte. Imperialismus, im allgemeinen Sinne verstanden, hat es immer wieder gegeben und ist nicht zeitgebunden. 2. Der Begriff Imperialismus im engeren Sinn verstanden, ist ein Epochenbegriff. Er bezeichnet die Jahre zwischen 1870/80 und dem ersten Weltkrieg (19141918). Eine Zeit, in der sich die Ausbreitung der industriellen Grossmächte zu einem Wettlauf um die Aufteilung der Welt gestaltete. Imperialismus, das Streben nach Weltherrschaft, wurde zum prägenden Merkmal, zur Signatur der Epoche. Man bezeichnet deshalb den Epochenbegriff Imperialismus oft auch als den klassischen Imperialismus. Kolonialismus Im Altertum gründeten die Griechen und die Römer Kolonien am Mittelmeer. Um 1500 stiessen die Spanier und die Portugiesen in überseeische Gebiete vor, unterwarfen Länder und Völker und legten Kolonien an, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Ihrem Beispiel folgten im 17. Jahrhundert die Holländer, Engländer und Franzosen. Nach 1870 setzte ein eigentlicher Wettlauf nach noch unkolonisierten Gebieten in Afrika und Asien ein. Die europäischen Industriestaaten, die USA und Japan dehnten ihren Besitz über die ganze Erde aus und fassten die Kolonien zu Kolonialreichen zusammen, in denen sie ihre Sprache, Zivilisation und Kultur verbreiteten. Kolonialismus bezeichnet die Unterwerfung und zumindest teilweise Besiedlung „zivilisatorisch und technisch unterentwickelter Gebiete. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges beendete diese Phase des Kolonialismus. Kolonialismus und Imperialismus sind zwei zusammenhängende Begriffe. Sie können sich, müssen sich aber nicht decken. In der Epoche des klassischen Imperialismus sind Imperialismus und Kolonialismus weitgehend identisch. Ein weiterer wichtiger Begriff im Zusammenhang mit dem Kolonialismus ist die Zivilisation. Zivilisation ist die Bezeichnung für bürgerliche Tugenden, kulturelle Errungenschaften, die Ausbildung von Umgangs- und Lebensformen sowie Ergebnisse des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. Seit Beginn der Kolonisation aussereuropäischer Länder wurde ein Gegensatz zwischen (europäischer) Zivilisation und vorgeblich nichtzivilisierten, so genannten „primitiven Völkern konstruiert: Ihnen sollte die Zivilisation durch christliche Missionen oder staatliche Gewalt der Kolonialherren vermittelt werden. Der eigene zivilisatorische Zustand wurde dabei als Ausdruck von Modernität gesehen, der weltweit übertragbar sei. Gruppenauftrag: Warum nach Weltherrschaft streben? Gruppe 4: 4 SchülerInnen Der letzte Kampf um den Besitz der Welt Lernziel: Produkt: Ihr erarbeitet in der Gruppe mit Hilfe von Quellentexten einen Grund/eine Ursache für den Imperialismus und stellt euer Resultat dem Rest der Klasse vor. Folie und eine kurze Präsentation (5-10 Minuten) Folie: Auf der Folie notiert ihr die Antworten auf folgende Fragen: 1. Wie begründet Charmes die Tatsache, dass sich Frankreich am Wettlauf um neue Kolonien beteiligte? 2. Warum beteiligen sich die Grossmächte Italien und Deutschland am „letzten Kampf um den Besitz der Welt? 3. Welche Gründe für den Imperialismus kommen in euren Quellentexten zum Vorschein? Quellen: Gabriel Charmes (vierte Quelle) zusätzliche Quellen Zeit: Dienstag 22.8. Rest der Lektion Mittwoch 23.8. eine Lektion Die Präsentationen finden am Freitag 26.8. statt. Präsentation: Fragen und Antworten präsentieren Æ Folie Nehmt beim Beantworten der Fragen jeweils Bezug auf die Quellen Æ aus welcher Quelle haben wir die Informationen! Gruppenauftrag: Warum nach Weltherrschaft streben? Gruppe 3: 4 SchülerInnen Sozialimperialismus Lernziel: Produkt: Ihr erarbeitet in der Gruppe mit Hilfe von Quellentexten einen Grund/eine Ursache für den Imperialismus und stellt euer Resultat dem Rest der Klasse vor. Folie und eine kurze Präsentation (5-10 Minuten) Folie: Auf der Folie notiert ihr die Antworten auf folgende Fragen: 1. Weshalb hätte Grossbritannien ein Bürgerkrieg drohen können? 2. Nennt einige Folgen der Industriellen Revolution. Welchen Zusammenhang haben diese mit dem Imperialismus? 3. Welche Gründe für den Imperialismus kommen in euren Quellentexten zum Vorschein? Quellen: Cecil Rhodes (dritte Quelle) zusätzliches Material Zeit: Dienstag 22.8. Rest der Lektion Mittwoch 23.8. eine Lektion Die Präsentationen finden am Freitag 26.8. statt. Präsentation: Fragen und Antworten präsentieren Æ Folie Nehmt beim Beantworten der Fragen jeweils Bezug auf die Quellen Æ aus welcher Quelle haben wir die Informationen! Gruppenauftrag: Warum nach Weltherrschaft streben? Gruppe 2: 5 SchülerInnen Kolonien sind eine Notwendigkeit des modernen Lebens Lernziel: Produkt: Ihr erarbeitet in der Gruppe mit Hilfe von Quellentexten einen Grund/eine Ursache für den Imperialismus und stellt euer Resultat dem Rest der Klasse vor. Folie und eine kurze Präsentation Folie: Auf der Folie notiert ihr die Antworten auf folgende Fragen: 1. Wer kann nach Chamberlain von Kolonien profitieren? Warum? 2. Sammelt alle in den Quellen angegebenen Gründe, warum Kolonien notwendig sind. 3. Welche Gründe für den Imperialismus kommen in euren Quellentexten zum Vorschein? Quellen: Joseph Chamberlain (zweite Quelle) zusätzliche Quellen Zeit: Dienstag 22.8. Rest der Lektion Mittwoch 23.8. eine Lektion Die Präsentationen finden am Freitag 26.8. statt. Präsentation: Fragen und Antworten präsentieren Æ Folie Nehmt beim Beantworten der Fragen jeweils Bezug auf die Quellen Æ aus welcher Quelle haben wir die Informationen! Gruppenauftrag: Warum nach Weltherrschaft streben? Gruppe 1: 5 SchülerInnen Überlegenheit und Sendungsbewusstsein Lernziel: Produkt: Ihr erarbeitet in der Gruppe mit Hilfe von Quellentexten einen Grund/eine Ursache für den Imperialismus und stellt euer Resultat dem Rest der Klasse vor. Folie und eine kurze Präsentation Folie: Auf der Folie notiert ihr die Antworten auf folgende Fragen: 1. Welche Pflichten hat nach Meinung des Earls of Carnarvon Grossbritannien Indien gegenüber? 2. Welche Länder fühlen sich den anderen Völkern überlegen? 3. Welche Gründe für den Imperialismus kommen in euren Quellentexten zum Vorschein? Quellen: Earl of Carnarvon (erste Quelle S. 1 und 2) zusätzliche Quellen Zeit: Dienstag 22.8. Rest der Lektion Mittwoch 23.8. eine Lektion Die Präsentationen finden am Freitag 26.8. statt. Präsentation: Fragen und Antworten präsentieren Æ Folie Nehmt beim Beantworten der Fragen jeweils Bezug auf die Quellen Æ aus welcher Quelle haben wir die Informationen! Feststellungen zum Vergleich Mutterland Ù Kolonien: ª ª ª ª ª ª ª Deutschland und die USA haben 1881 noch keine abhängigen Gebiete (Kolonien) England besitzt, im Gegensatz zu Frankreich, bereits 1881 ein grosses Imperium. (Die abhängigen Gebiete sind flächenmässig 70mal grösser als das Mutterland. England erwirbt zwischen 1881 und 1909 am meisten Land England, Frankreich und Deutschland besitzen 1909 abhängige Gebiete, die flächenmässig weit grösser sind als das Mutterland. Der Zuwachs der USA an abhängigen Gebieten ist flächenmässig unbedeutend, die abhängigen Gebiete machen nur einen Bruchteil des Mutterlandes aus. Die USA weisen eine sehr starke Zunahme der Bevölkerung auf. Alle abhängigen Gebiete (Kolonien) weisen eine geringere Bevölkerungsdichte auf als die Mutterländer. Warum nach Weltherrschaft streben? – Die Gründe für den Imperialismus 1. Überlegenheit und Sendungsbewusstsein Die Franzosen, Engländer und die Deutschen fühlen sich mächtig und zivilisiert – also überlegen! Sie breiten sich auch ausserhalb Europas aus und wollen unzivilisierte Völker zivilisieren. Diese europäischen Mächte fühlen sich allen anderen überlegen und wollen ihre Macht weiter ausbreiten (nach Weltherrschaft streben), weil sie davon überzeugt sind, dass ihre Rasse die beste sei. 2. Kolonien sind eine Notwendigkeit des modernen Lebens Die Gründe für die Notwendigkeit von Kolonien: Produktüberschuss Neue Märkte für den Handel der europäischen Grossmächte (GB, F, D, I) Auffangbecken für den Bevölkerungsüberschuss der Metropolen (Mutterländer) Notwendigkeit des modernen Lebens Sinnvolle Kapitalinvestition 3. Sozialimperialismus Der Industrialisierungsprozess hatte nicht nur positive Folgen. Die Produktion war vielerorts grösser als die Bedürfnisse der Menschen, die Bevölkerung nahm überdurchschnittlich schnell zu und es kam zu Kapitalakkumulation (Kapitalanhäufung). All dies führte zu Krisen, zu innenpolitischen, sozialen Spannungen. Um einen drohenden Bürgerkrieg zu verhindern, musste (imperialistisch) gehandelt werden. Mit der Kolonialpolitik wurde von den eigenen Problemen im Land abgelenkt. 4. Der letzte Kampf um den Besitz der Welt Zwischen 1870 und 1914 kam es zu einem Wettlauf um die Aufteilung der Welt. Die europäischen Mächte sahen diesen Wettlauf als den letzten grossen Kampf um die Kolonien. Ein letzter Kampf, bei dem die Machtverhältnisse endgültig geregelt würden. Ohne Kolonien war man keine Grossmacht mehr und keine Grossmacht wollte im Schatten einer anderen stehen.