Arbeitsblatt: Totaler Krieg

Material-Details

Charakterisiserung des 1. Weltkrieges
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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344
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27.11.2013

Autor/in

Tobias Blatter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fach: Geschichte Thema der UE: Der 1. Weltkrieg Lehrer: Ein Krieg mit einem neuen Gesicht Der 1. Weltkrieg war ein Krieg, der sich extrem von den bisherigen militärischen Auseinandersetzungen unterschied. Die „moderne Kriegsführung setzte alle Reserven der am Krieg beteiligten Völker ein. Es war ein erster „totaler Krieg, bei dem erbittert gekämpft wurde. Die Soldaten des Jahres 1914 hatten noch keine Ahnung von dem, was sie an den Fronten in Belgien, Frankreich und Russland erwartete. Ebenso überrascht waren die Frauen und Alten in der Heimat, als sie erstmals verstärkt z.B. in die Rüstungsproduktion eingespannt wurden. Technik und Industrie verändern den Krieg Wissenschaft und Technik hatten neue Waffen entwickelt: Riesenkanonen (Artillerie), Maschinengewehre, Giftgas, Flammenwerfer, erste Panzer (Tanks), Schlachtschiffe, Unterseeboote und Bombenflugzeuge. Erstmals wurde ein Krieg nicht nur auf dem Lande, sondern auch im Wasser und in der Luft ausgetragen. Die neuen Waffen machten deutlich, dass die moderne Technik den Charakter des Krieges veränderte. Der Krieg wurde immer mehr zu einer Materialschlacht, in der ungeheure Mengen an Waffen und Munition verbraucht wurden. Die Zerstörungskraft der Waffen und damit die Zahl der Opfer stieg in bis dahin unvorstellbare Weise. „Dicke Bertha – schwere Atilleriewaffe Stellungskrieg Charakteristisch für den 1. Weltkrieg war der Stellungskrieg. Am Anfang hatten die Generäle geglaubt, der Feind könne rasch überrannt werden. Als der Vormarsch aber bereits im November 1914 ins Stocken geriet, mussten sich die Soldaten in „Stellungen eingraben. In den Gräben versuchten die Soldaten die Beschießung mit Granaten zu überleben. Immer wieder mussten sie aus den Gräben heraus zum „Sturmangriff losrennen – oft genug in den sicheren Tod. Schützengraben mit deutschen Soldaten (Foto: 1916) Ein neuer Schauplatz: die „Heimatfront Damit der Nachschub an Kriegsmaterial (Waffen, Uniform, Verpflegung, Medikamente) funktionieren konnte, mussten die Krieg führenden Länder alle Kräfte anspannen. Länder, die bisher überwiegend landwirtschaftlich geprägt waren, bauten riesige Industriezweige auf, die ausschließlich Kriegsgeräte produzierten. Bestehende Betriebe wurden auf Kriegsproduktion umgestellt. Wer mit der Produktion für die gigantische Vernichtungsmaschinerie nicht nachkam, würde zwangsläufig verlieren. Frauen in einer Granatfabrik (Foto: 1915) Arbeitsaufträge: 1. Arbeite mit deinem Tischnachbarn die Merkmale des modernen Krieges heraus. Schreibe die Antwort stichpunktartig in dein Geschichtsheft. 2. Überlege, was solch ein Krieg vor allem für die Soldaten an der Front bedeutet hat. Bildquellen: Weinrich, Ansgar: Der 1. Weltkrieg. Texte, Dokumente, Arbeitsaufträge. Stolz 2006 und Stuckert, Mark: Stundenbilder für die Sekundarstufe: 1. Weltkrieg und Weimarer Republik. Puchheim 2002.