Arbeitsblatt: Darwin > Evolutionstheorie

Material-Details

Darwins Evolutionstheorie
Biologie
Evolution
10. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

124602
908
8
27.11.2013

Autor/in

Christine Scheffknecht
Land: Österreich
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Evolutionstheorie Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm man allgemein an, sämtliche Arten seien seit ihrer „Erschaffung unverändert geblieben. Darwins Feldforschung Charles Darwin (1809-1882) reiste im Dezember 1831 mit der HMS Beagle an die südamerikanische Küste und sammelte Tausende von Pflanzen- und Tierarten. Er interessierte sich für die Anpassungen (Adaptionen), die es den Pflanzen- und Tierarten ermöglichten, in so unterschiedlichen Lebensräumen wie den feuchten Regenwäldern Brasiliens, den ausgedehnten Grassteppen Argentiniens und den hoch aufragenden Gipfeln der Anden zu überleben. Bei der Analyse seiner Beobachtungen stellte er fest, dass es sich bei den Anpassungen an bestimmte Umweltfaktoren und dem Entstehen neuer Arten um zwei eng miteinander verknüpfte Prozesse handeln müsse. Konnte sich aus einer Art durch allmähliche Veränderung von Anpassungen an eine andere Umweltsituation eine neue Art entwickeln? Genau dies ist bei den Darwinfinken der Fall: Bei den unterschiedlichen Schnabelformen und Verhaltensweisen der Darwinfinken handelt es sich um Anpassung an die verschiedenen Nahrungsquellen, die sie auf den besiedelten Inseln vorfinden. Für das Verständnis von Evolutionsvorgängen ist es entscheidend solche Adaptionen zu verstehen. Darwins Erklärung für die Entstehung von Anpassungen konzentrierte sich auf die natürliche Selektion (Auslese), einen Prozess, bei dem Individuen mit bestimmten erblichen Merkmalen mehr Nachkommen haben als Individuen mit anderen Merkmalen. Die Entstehung der Arten In seinem Buch (Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl) entwickelte Darwin die Theorie, dass alle Organismen durch einen kontinuierlichen Verzweigungsprozess von gemeinsamen Vorfahren abstammen und dass die Veränderung von Merkmalen und Eigenschaften auf einer natürlichen Auslese beruht. Darwin erkannte die Ähnlichkeiten einzelner Arten, die er auf die Abstammung eines gemeinsamen Vorfahren zurückführte, der in ferner Vergangenheit gelebt hatte. Da die Nachkommen eines solchen Vorfahren über viele Millionen Jahre in verschiedenen Lebensräumen unter ganz unterschiedlichen Selektionsdrücken der Umwelt lebten, mussten sie sich nach seiner Argumentation den dortigen Umweltgegebenheiten über spezifische Adaptationen anpassen. Nur diejenigen, denen dies gelang, könnten überleben und für eine Nachkommenschaft sorgen. Im Verlauf langer Zeitperioden so Darwin, hatte sich auf diese Weise durch Artbildung (Speziation) eine große biologische Vielfalt entwickeln können. Schlussfolgerung 1: Nicht alle Nachkommen können überleben, da die Tragekapazität eines Lebensraumes begrenzt ist, somit überlebt nur ein Bruchteil der Nachkommenschaft. Schlussfolgerung 2: Das Überleben einzelner Individuen erfolgt zumeist nicht rein zufällig: Individuen deren ererbte Merkmale ihnen eine größere Chance verleihen, in einer bestimmten Umwelt zu überleben, haben einen größeren Fortpflanzungserfolg als andere Individuen die nicht so gut angepasst sind. Variabilität in einer Population: Morphologische Unterschiede der Gehäuse der Schnirkelschnecke. Individuen mit besser an die jeweiligen Umweltbedingungen angepassten Farb- und Zeichenmuster haben eine größere Überlebenschance und eine höheren Fortpflanzungserfolg. Soweit diese Muster eine genetische Grundlage haben, werden sich besser angepasste Muster in der Population anhäufen. Schlussfolgerung 3: Dieser unter einer natürlichen Selektion stehende ungleiche Fortpflanzungserfolg der Individuen einer Population führt im Lauf von Generationen zur Anhäufung solcher vererbbaren Merkmale, die unter bestimmten Umweltbedingungen den größten Fortpflanzungserfolg gewährleisten.