Arbeitsblatt: Die Burgunderkriege

Material-Details

Zusammenfassung
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

124772
1738
16
03.12.2013

Autor/in

Christiane Zingre
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Burgunderkriege Als Eselsbrücke für die Schlachten der Burgunderkriege dient der Spruch: «Karl der Kühne verlor in Grandson den Hut, in Murten den Mut und in Nancy das Blut». Anstelle von «Hut», den er angeblich wirklich verloren haben soll, existiert auch eine allgemeinere Version, in der nur von «das Gut» gesprochen wird. Schlacht bei Grandson, 2. März 1476 Der erste Feldzug gegen die Schweizer beginnt im Januar 1476. Herzog Karl der Kühne zieht mit dem Grossteil seines Heeres (12 000 Mann) gegen Grandson. Die Stadt konnte er rasch erobern, die dort stationierte Garnison kapitulierte. Karl liess sie erhängen oder ertränken, obwohl er freies Geleit versprochen hatte. Empört durch diese Greueltaten beschlossen die Eidgenossen Karl dem Kühnen entgegenzutreten. Sie stellten seiner Vorhut ein Falle, Karl ruft zum Rückzug auf, doch er wird der Panik, die die Schweizer mit ihrem Überraschungsangriff ausgelöst haben, nicht mehr Herr. Die Burgunder fliehen, die Verluste waren auf beiden Seiten gering. Doch schlimmer noch als die Flucht war für Karl, dass er seinen Feinden eine reiche Beute zurücklassen musste: 500 Geschütze, 400 Zelte, 600 Fahnen, 400 Pfund Silber, Teppiche, Stickereien und viele andere Trophäen waren verloren. Schlacht bei Murten, 22. Juni 1476 Trotz der verheerenden Niederlage gab Karl nicht auf. Er stellte eine neue, 20 000 Mann starke Armee auf und belagerte Murten. Doch gegen die Eidgenossen kam auch diese Armee nicht an. Die Schweizer Armee war ähnlich stark und hatte den entscheidenen Vorteil, das Terrain gut zu kennen. Sie überraschten Karl und zerschlugen das burgundische Heer. Etwa 8000 Kämpfer, zum grossen Teil Fussvolk, starben. Viele Fliehende ertranken im See. Schlacht bei Nancy, 5. Januar 1477 Die letzte Schlacht der Burgunderkriege fand bei Nancy statt, wo Karl der Kühne auch den Tod fand. Nach den Niederlagen von Grandson und Murten wollte Karl Nancy zurückerobern, das von René von Lothringen besetzt worden war. In einem letzten Versuch hob Karl rund 12 000 Mann aus und belagerte die Stadt. Dort traf er jedoch auf die geballte Macht der Lothringer und der Eidgenossen. Mit 20 000 Mann waren sie nicht nur zahlenmässig überlegen. Karls Kriegstaktik war zu starr und er kam gegen die bewegliche Kampfführung Lothringens nicht an. Nach kurzem Widerstand floh das Heer der Burgunder. Unter den rund 6000 burgundischen Gefallenen befand sich auch Herzog Karl. Sein Leichnam lag zwei Tage lang auf dem Schlachtfeld, nackt, mit dem Gesicht nach unten. Sein gesamter Körper war von Schweizer Piken durchbohrt worden, sein Kopf mit einer Hellebarde gespalten. Seine Kammerdiener konnten ihn nur anhand seiner langen Fingernägel, und einiger, alter Narben an seinem Körper identifizieren.