Arbeitsblatt: 10 Schritte zum Abfallkübel

Material-Details

Vom kurzen Auftrag bis zur umfassenden Schulhauskampagne: Das Unterrichtsdossier Littering beinhaltet für jedes Zeitbudget Ideen, wie Littering im Unterricht thematisiert werden kann. Wir möchten Sie ermuntern, das Unterrichtsdossier herunterzuladen und das Thema Littering im Unterricht aufzunehmen! Das Dossier beinhaltet kostenlose, spannende und gebrauchsfertige Lernmodule zum Thema Littering für die Mittel- und Oberstufe. Im Lehrerkommentar sind weiterführende Informationen, Lernziele und Hinweise zu den Lernmodulen zusammengefasst. Das Unterrichtsdossier wurde von der IG saubere Umwelt (IGSU) zusammen mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch erarbeitet.
Lebenskunde
Anderes Thema
8. Schuljahr
72 Seiten

Statistik

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793
13
13.12.2013

Autor/in

Denise Frehner
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Zehn Schritte zum Abfallkübel Unterrichtsdossier für die Mittel- und Oberstufe zum Thema Littering Zehn Lernmodule zum Thema Littering Mit Arbeitsauftrag, Arbeitsblatt und Lösungsblatt Inhalt Zehn Schritte zum Abfallkübel Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering .3 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? 11 Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen 19 Lernmodul 4: Mein Abfall.27 Lernmodul 5: Abfall zieht Abfall an33 Lernmodul 6: Rollenspiel: Begegnung am See37 Lernmodul 7: Stimmt es, dass ?43 Lernmodul 8: Flashmob49 Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus!53 Lernmodul 10: Podiumsdiskussion: Was tun in Litteringen?63 Impressum 71 2 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Begriffe und Zahlen rund ums Littering Arbeitsauftrag 1 Ziele Du kennst die wichtigsten Begriffe, die rund ums Littering benutzt werden. Du weisst, welche Abfälle hauptsächlich gelittert werden. Du weisst, wie viel das Littering in der Schweiz kostet. Material Arbeitsblatt 1 Zeitungen und Broschüren mit Bildern Taschenrechner Plastikhandschuhe für alle Schülerinnen und Schüler, Abfallsäcke, evtl. Abfallgreifzangen Durchführung Löse die Aufträge 1, 2 und 3 in Partnerarbeit. Kontrolliere deine Lösungen. Löse den Auftrag 4 mit der ganzen Klasse. Information Littering ist in der Schweiz ein zunehmendes Problem. Die Gründe dafür, dass Abfälle weggeworfen oder liegen gelassen werden, sind vielfältig. Einer der Gründe ist, dass wir uns immer öfter unterwegs verpflegen. Weitere Ursachen für Littering sind: immer stärkere und vielseitigere Nutzung des öffent lichen Raums, wenig Respekt vor der Umgebung, Achtlosigkeit oder reine Bequemlichkeit. Littering in den Gemeinden und im öffentlichen Verkehr kostet die Schweiz fast 200 Millionen Franken pro Jahr. 1 1 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 3 Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Begriffe und Zahlen rund ums Littering Arbeitsblatt 1 Auftrag 1: Begriffe zuordnen In der linken Spalte findet ihr Begriffe, die auf den Arbeitsblättern zum Thema Littering auftauchen. In der rechten Spalte findet ihr die Definitionen. Verbindet die Begriffe mit den richtigen Definitionen. Benutzt für jeden Pfeil eine andere Farbe. Überprüft anschliessend eure Lösung mit dem Lösungsblatt. Eine kurze und einprägsame Aussage. Die Aussage soll das Publikum beeinflussen. Der Begriff wird häufig in Werbung oder Politik gebraucht. Das Bewusstmachen eines Anliegens, z. B. das Bewusst machen, dass Littering der Umwelt, den Menschen und Tieren schadet. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und steht für Sinn oder Empfindung. Slogan Rohstoff Flashmob Sensibilisierung Littering Hot Spot Lawineneffekt Littering- Botschafter Ein Effekt, den man beim Littering beobachtet. Je mehr Abfall am Boden liegt, desto eher werfen die Leute weiteren Abfall auf den Boden. Eine kurze, überraschende Aktion einer Menschenmenge an einem öffentlichen Ort. 2 Die Teilnehmenden machen während ein paar Minuten alle dasselbe und erreichen dadurch die Aufmerksamkeit des Publikums. In Zusammenhang mit Littering wird damit ein Ort bezeichnet, an welchem häufig und viel gelittert wird. Picknickwiesen oder öffentliche Treffpunkte sind Beispiele dafür. Sie machen Touren durch Städte und Gemeinden in der ganzen Schweiz. Im persönlichen Gespräch machen sie auf das Littering-Problem aufmerksam und informieren über den richtigen Umgang mit Abfall und Wertstoffen. Das Fallen- oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum.3 Das illegale Entsorgen von Abfall gehört nicht dazu. Ein unverarbeiteter, natürlicher Stoff. Dieser wird aus der Natur gewonnen, um daraus Gebrauchsmaterial herzustellen. 4 2 www.duden.de [Zugriff: 18.7.13] 3 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Arbeitsblatt 1 Auftrag 2a: Bilder von gelittertem Abfall ausschneiden Lest die Tabelle mit der Übersicht über die gelitterten Abfälle durch. Sucht in Zeitungen und Broschüren Bilder solcher Abfälle. Schneidet pro Abfallsorte zwei bis drei Bilder aus. Sorte Beispiele Getränkeverpackungen PET, Alu, Glas, Getränkekarton (Tetrapak) Take-Away Plastik, Karton, Papier Zeitungen und Flyer Papier Tragtaschen Papier, Plastik Diverses Zigarettenschachteln, Essensreste, Kleinteile Auftrag 2b: Der Anteil von gelittertem Abfall schätzen Stellt euch einen Picknickplatz vor. Stellt euch vor, es liegen 100 gelitterte Abfälle am Boden. Schätzt, wie viele Stücke pro Abfallsorte durchschnittlich am Boden liegen (ohne Zigarettenstummel). Legt eure Bilder aus Aufgabe 2a beim betreffenden Kuchenstück hin. Überprüft anschliessend eure Lösung mit dem Lösungsblatt. 19 Stück 16 Stück 5 Stück 25 Stück Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 35 Stück 5 Arbeitsblatt 1 Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Auftrag 3: Litteringkosten umrechnen Littering kostet sehr viel Geld. In der Schweiz kostet die Beseitigung von Littering ungefähr 200 Millionen Franken pro Jahr.4 Stellt euch vor, wie viel Geld das ist. Rechnet aus, wie viele der untenstehenden Dinge man für dieses Geld kaufen könnte. Überprüft anschliessend eure Lösung mit dem Lösungsblatt. Wie viele iPods à CHF 200.–? Wie viele Mountainbikes à CHF 2000.–? 4 6 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Arbeitsblatt 1 Auftrag 4: Reinigungskosten berechnen 1) Wo liegt in eurer Gemeinde oder in eurem Quartier immer sehr viel Abfall herum? Bestimmt einen Ort und führt dort mit eurer Klasse eine Aufräumaktion durch. 2) Wie viel Zeit benötigt ihr für die Reinigung des Platzes? Benötigte Arbeitszeit in Stunden: Anzahl Schülerinnen und Schüler: 3) Rechnet nach der Aufräumaktion aus, wie viel die Reinigung dieses Platzes in einem Jahr kostet. Für die Anzahl Reinigungen pro Jahr müsst ihr eine Annahme treffen. Für die Kosten von einer Stunde Reinigungsarbeit könnt ihr mit rund CHF 35.– pro Arbeitsstunde rechnen. Überprüft anschliessend eure Lösung mit dem Lösungsblatt. Wie viel Mal pro Jahr muss der Platz gereinigt werden? Berechnung der Reinigungskosten pro Jahr:          (Anzahl Schülerinnen und Schüler)      Reinigungstage CHF 35.– CHF           Reinigungskosten pro Jahr Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 7 Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Begriffe und Zahlen rund ums Littering Lösungsblatt 1 Lösung: Arbeitsblatt 1, Auftrag 1 Eine kurze und einprägsame Aussage. Die Aussage soll das Publikum beeinflussen. Der Begriff wird häufig in Werbung oder Politik gebraucht. Das Bewusstmachen eines Anliegens, z. B. das Bewusst machen, dass Littering der Umwelt, den Menschen und Tieren schadet. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und steht für Sinn oder Empfindung. Slogan Rohstoff Flashmob Sensibilisierung Littering Hot Spot Lawineneffekt Littering- Botschafter Ein Effekt, den man beim Littering beobachtet. Je mehr Abfall am Boden liegt, desto eher werfen die Leute weiteren Abfall auf den Boden. Eine kurze, überraschende Aktion einer Menschenmenge an einem öffentlichen Ort.5 Die Teilnehmenden machen während ein paar Minuten alle dasselbe und erreichen dadurch die Aufmerksamkeit des Publikums. In Zusammenhang mit Littering wird damit ein Ort bezeichnet, an welchem häufig und viel gelittert wird. Picknickwiesen oder öffentliche Treffpunkte sind Beispiele dafür. Sie machen Touren durch Städte und Gemeinden in der ganzen Schweiz. Im persönlichen Gespräch machen sie auf das Littering-Problem aufmerksam und informieren über den richtigen Umgang mit Abfall und Wertstoffen. Das Fallen- oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum.6 Das illegale Entsorgen von Abfall gehört nicht dazu. Ein unverarbeiteter, natürlicher Stoff. Dieser wird aus der Natur gewonnen, um daraus Gebrauchsmaterial herzustellen. 8 5 www.duden.de [Zugriff: 18.7.13] 6 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 1: Begriffe und Zahlen rund ums Littering Lösungsblatt 1 Lösung: Arbeitsblatt 1, Auftrag 2b 7 16 Stück Getränkeverpackungen 35 Stück Take-Away-Verpackungen 19 Stück 16 Stück 25 Stück Zeitungen und Flyer 5 Stück Tragtaschen 19 Stück Diverses 5 Stück 25 Stück 35 Stück Lösung: Arbeitsblatt 1, Auftrag 3 Wie viele iPods à CHF 200.–? CHF 200 000 000.– CHF 200.– 1 000 000 iPods Wie viele Mountainbikes à CHF 2000.–? CHF 200 000 000.– CHF 2000.– 100 000 Mountainbikes Lösung: Arbeitsblatt 1, Auftrag 4 Berechnung der Reinigungskosten pro Jahr: Eure Zeit in Anzahl Schülerinnen und Schüler Anzahl Reinigungen pro Jahr CHF 35.– CHF           z.B.: 3 21 52 (1-mal wöchentlich) CHF 35.– CHF 114 660.– 7 Universität Basel Programm MGU (2004): Litteringstudie Zwischenbericht. Verfügbar unter: www.aue.bs.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 9 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Welche Litteringtypen gibt es? Arbeitsauftrag 2 Ziele Du wirst dir bewusst, dass es verschiedene Typen von Litterern gibt. Du machst dir Gedanken darüber, welcher Litteringtyp du bist. Du kennst Antworten, die du auf die häufigsten Littering-Ausreden geben kannst. Material Arbeitsblatt 2 Farbige Blätter, mindestens A3-Format Durchführung Löse den Auftrag 1 in Partnerarbeit. Bearbeite den Auftrag 2 alleine. Bearbeite den Auftrag 3a wieder in Partnerarbeit. Löse anschliessend den Auftrag 3b mit der ganzen Klasse. Information Menschen littern aus ganz verschiedenen Gründen. Ob eine Person littert oder nicht, ist immer ab hängig von der Situation und der Einstellung der Person. Daher gibt es verschiedene Litteringtypen mit unterschiedlichen Motivationen zum Littern. Die Litteringtypen verhalten sich auch unterschiedlich, je nachdem, ob sie allein oder in einer Gruppe sind. Oft wird in Gruppen mehr gelittert als alleine. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 11 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Welche Litteringtypen gibt es? Arbeitsblatt 2 Auftrag 1: Den eigenen Litteringtyp diskutieren Es gibt verschiedene Modelle, um Litteringtypen zu beschreiben. Eines seht ihr hier aufgezeichnet.1 Als welchen Typ würdet ihr euch selbst bezeichnen? Diskutiert darüber mit dem Partner. Nicht-Litterer Gelegenheits-Litterer Starke Litterer Du willst nicht beim Littern ertappt werden. Du willst dir nichts vor schreiben lassen. Littering gehört für dich zu einem guten Event, Littering macht dir Spass. Du wirfst aus Überzeugung nichts auf den Boden. Du willst dich nicht bei den Kollegen lächerlich machen und nicht als «Streber» da stehen. Du findest, dass die Putztour ja sowieso kommen muss und siehst keinen Grund, den Abfall extra in den Abfallkübel zu werfen. Littering passiert einfach, du überlegst dir nichts dabei. Du findest, dass Littering Arbeitsplätze schafft. Du findest, dass es überall ein Plätzchen oder eine Ritze hat, um den Abfall zu verstecken. Du bist oft unter Zeitdruck und hast deshalb keine Zeit, extra zum Abfallkübel zu gehen. 1 12 www.igsu.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Arbeitsblatt 2 Auftrag 2: Test Litteringtyp ausfüllen Finde heraus, welcher Litteringtyp du selbst bist. Mache diesen Test und kreuze die zutreffenden A ntworten an.2 Du darfst mehrere Antworten ankreuzen. Zähle anschliessend mit Hilfe der Tabelle am Schluss dieser Aufgabe die Anzahl angekreuzter Symbole zusammen. 1. Litterst du ab und zu? Ja, denn die Kübel sind meistens an den falschen Orten aufgestellt oder überfüllt. Ab und zu passiert es halt, dass mir etwas runterfällt oder ich etwas am Boden vergesse. Ja, denn das Leben ist zu kurz, um extra zum Kübel zu laufen. Nein, Abfall auf dem Boden stört mich. Deshalb lasse ich nichts liegen. Wenn gerade niemand schaut, bin ich manchmal zu faul, extra zum Kübel zu gehen. Ja, wenn alle anderen das auch machen. 2. Ich finde Leute, die ihren Abfall einfach auf den Boden werfen, sind faul. gedankenlos. unhöflich. faul, aber wenn keine Kübel dastehen, ist es verständlich. nicht auf meiner Wellenlänge. 3. Wenn mich jemand beim littern ertappt 2 ist mir das sehr peinlich. dann begründe ich mein Verhalten. das passiert mir nie. habe ich ein sehr schlechtes Gewissen. finde ich das nicht so schlimm. ENCAMS Research Report (2007): People who litter. Verfügbar unter: www2.keepbritaintidy.org [Zugriff: 15.8.13]. Test Pusch. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 13 Arbeitsblatt 2 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? 4. Wenn jemand mich beim Littern ertappt und mich auffordert, meinen Abfall doch bitte wieder aufzulesen lese ich den Abfall auf. Ich entschuldige mein Verhalten damit, dass die Abfallkübel total überfüllt sind und der Abfall deshalb sowieso auf dem Boden landet. lese ich den Abfall nicht auf. Die Person hat kein Recht, mir etwas vorzuschreiben. lese ich den Abfall wieder auf und nehme ihn mit, bis ich einen Abfallkübel finde. lese ich den Abfall wieder auf. Ich frage mich jedoch, warum die Person gerade mich anspricht, wo doch alle ihren Abfall liegenlassen. das kann mir nicht passieren, denn ich werfe grundsätzlich nie etwas weg. 5. Welche Aussagen könnten von dir stammen? 14 Apfelgehäuse kann man auf den Boden werfen, die zersetzen sich von selber. Wenn ich mich unbeobachtet fühle, bin ich manchmal zu bequem, meinen Abfall mitzunehmen. Bei einem grossen, öffentlichen Fest kann man den Trinkbecher oder die PET-Flasche liegen lassen, da muss ja sowieso gereinigt werden. Oft gibt es einfach zu wenige Abfallkübel, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn der Abfall am Boden liegt. Es ist doch nichts dabei, wenn mal eine Verpackung auf den Boden fällt. Wir tragen alle Verantwortung für unsere Umwelt und sollten nicht aus Bequemlichkeit den Abfall am Boden liegenlassen. Ich werfe grundsätzlich nie etwas auf den Boden. Ich finde die Leute pingelig, die sich am herumliegenden Abfall stören. Es kann mir höchstens mal passieren, dass mir beim Auspacken ein Papierfetzchen herunterfällt. Wenn kein Abfallkübel in der Nähe ist, kann es schon mal vorkommen, dass ich ein Papierchen in eine Ritze oder einen Pflanzenkübel stecke. Die Gemeinden müssten die Abfallkübel viel öfter leeren, dann hätten sie auch nicht so viele Abfälle am Boden. Zeitungen lasse ich auf dem Tramsitz liegen, das machen doch alle. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Arbeitsblatt 2 Kreuze deine Antworten nochmals an: Antwort Symbole Antwort Symbole Antwort Symbole 1a 3a 5b 1b 3b 5c 1c 3c 5d 1d 3d 5e 1e 3e 5f 1f 4a 5g 2a 4b 5h 2b 4c 5i 2c 4d 5k 2d 4e 5l 2e 5a 5m Zähle die Anzahl angekreuzter Symbole zusammen: Symbol Anzahl Mal Mal Mal Mal Mal Mal Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 15 Arbeitsblatt 2 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Auftrag 2b: Die Typenbeschreibung durchlesen Welches Symbol hast du am häufigsten angekreuzt? Lies die entsprechende Typenbeschreibung durch. Überlege dir, was zutreffend ist und was weniger. Am meisten Du bist zufrieden mit dir Du wirfst wenig weg, ab und zu kleine Schnipsel oder Apfelgehäuse. Du siehst darin kein Problem. Du bist eigentlich zufrieden mit dir selbst, weil du nur wenig Abfall liegen lässt. Dir ist es peinlich, wenn jemand dich beim Littern ertappt, und liest dann deinen Abfall sofort wieder auf. Du denkst, dass Litterer gedankenlos sind. Am meisten Du rechtfertigst dein Litteringverhalten Du rechtfertigst dein Benehmen, indem du sagst «alle machen das». Auch den Mangel an Abfallkübeln benutzt du als Rechtfertigung. Du findest, dass nichts dabei ist, beispielsweise an einem Fussballspiel das Getränk am Boden stehen zu lassen. Trotzdem bist du verlegen, wenn dich jemand beim Littern ertappt, und liest deinen Abfall in diesem Fall wieder auf. Du findest, dass Litterer faul sind. Am meisten Du findest, das Leben sei zu kurz, um Abfall zu entsorgen Du hast kein Problembewusstsein und auch nicht die Absicht, dein Verhalten zu ändern. Du machst dir keine Gedanken über den Abfall am Boden. Du kannst den Aufruhr um das Littering nicht nachvollziehen und findest es nicht so schlimm, Abfälle auf den Boden zu werfen. Wenn dich jemand beim Littern ertappt, hast du kein schlechtes Gewissen und liest deinen Abfall auch nicht wieder auf. Trotzdem findest du es unhöflich, wenn jemand anders seinen Abfall auf den Boden wirft. Am meisten Du hast ein schlechtes Gewissen beim Littern Du weisst, dass man eigentlich keinen Abfall auf den Boden werfen sollte. Trotzdem findest du, dass Abfall mitnehmen mühsam ist, und litterst deshalb versteckt. Du steckst deinen Abfall in Ritzen oder unter einen Vorsprung, so dass ihn niemand sehen kann. Oder du lässt den Abfall fallen, wenn du dich unbeobachtet fühlst. Wenn dich jemand beim Littern ertappt, hast du ein schlechtes Gewissen und liest den Abfall sofort wieder auf. Du findest, dass Leute, die littern, bequem und gedankenlos sind. Am meisten Du gibst etwas anderem die Schuld für dein Verhalten Du machst etwas anderem oder jemand anderem Vorwürfe. Du findest, dass die Gemeinde Schuld ist am vielen herumliegenden Abfall, da sie zu wenig Kübel zur Verfügung stellt oder diese zu wenig oft leert. Oder du gibst den Herstellern die Schuld, weil sie die Produkte mit soviel Material verpacken. Wenn man dich beim Littern ertappt, begründest du dein Verhalten. Du denkst, dass Litterer faul sind. Falls es keine Abfallkübel hat oder diese überfüllt sind, findest du, dass littern in Ordnung ist. Am meisten Du litterst nicht Du wirfst grundsätzlich nie Abfall auf den Boden. Du bist überzeugt, dass wir alle Verantwortung für den öffentlichen Raum tragen. Deine Freunde sind da ähnlicher Meinung. Auch deine Eltern haben dich dazu erzogen, deiner Umwelt Sorge zu tragen. 16 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Arbeitsblatt 2 Auftrag 3a: Antworten auf Littering-Ausreden finden In der nachfolgenden Tabelle findest du häufige Ausreden von Litterern. Notiere in der rechten Spalte eine freundliche, überraschende oder auch witzige Antwort, die du geben könntest, damit die Person ihr Verhalten überdenkt. Littering-Ausrede Mögliche Antwort Es hat viel zu wenig Abfallkübel. Das machen doch alle, warum soll ausgerechnet ich den Abfall nicht einfach liegen lassen? Die Abfallkübel sind total überfüllt, man muss den Abfall ja auf den Boden werfen. Littering gibt den Gemeindearbeitern Arbeit und schafft Arbeitsplätze. Uups, sorry, das ist mir aus Versehen passiert. Wenn ich extra zu einem Kübel gehe, stehe ich vor meinen Kollegen als Streber da. Die Putztour kommt ja sowieso, da kommt es auf mein Papierchen auch nicht an. Ich habe das Glacepapier in die Ritze gesteckt, dort stört es ja niemanden. Ich laufe doch nicht extra zu einem Abfallkübel! Abfall aufzulesen ist die Aufgabe des Schulhauswarts, nicht meine. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 17 Arbeitsblatt 2 Lernmodul 2: Welche Litteringtypen gibt es? Auftrag 3b: Antworten für alle sichtbar machen Diskutiert in der Klasse eure Antworten und tragt die besten Vorschläge pro Ausrede zusammen. Schneidet grosse Sprechblasen aus farbigen Blättern aus. Notiert auf den Sprechblasen die LitteringAusrede und eure Antwort darauf. Ihr könnt die Sprechblasen im Schulhaus aufhängen, damit sie alle lesen können. 18 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Arbeitsauftrag 3 Ziele Du wirst dir bewusst, dass in Getränkeverpackungen wertvolle Rohstoffe stecken und dass sich Recycling lohnt. Du erfährst, wie Aluminium und PET rezykliert werden. Du lernst, wie viel Energie beim Recycling von Aluminium und PET gespart wird. Material Arbeitsblatt 3 Schere Durchführung Bearbeite die Aufträge 1, 2 und 3 in Partnerarbeit. Information In Getränkeverpackungen stecken wertvolle Rohstoffe und es lohnt sich, diese zu rezyklieren. Hier sind drei Beispiele: Glas kann beliebig oft eingeschmolzen und neu verformt werden. Bei der Herstellung von neuem Glas kann durch das Zugeben von Altglas bis zu einem Viertel der Energie eingespart werden.1 PET (Polyethylenterephthalat) ist ein Kunststoff, der aus Erdöl und Erdgas hergestellt wird. PET ist zu 100% rezyklierbar. Durchs Recycling können gegenüber der Produktion aus neugewonnenem Rohstoff knapp 50 der Energie gespart werden. 2 Aluminium entsteht aus dem Rohstoff Bauxit. Gebrauchtes Aluminium lässt sich ohne Qualitäts verluste zu Vormaterial für neue Aluminiumprodukte aufbereiten. Wird Aluminium rezykliert, können bis zu 95 der Herstellungsenergie gespart werden.3 1 www.swissrecycling.ch [Zugriff: 30.7.13] 2 www.petrecycling.ch [Zugriff: 30.7.13] 3 www.igora.ch [Zugriff: 30.7.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 19 Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Arbeitsblatt 3 Auftrag 1: Den Recycling-Kreislauf von Aluminium erkennen Schneidet die Bilder aus und ordnet sie in der richtigen Reihenfolge an.4 4 20 Die Recyclingwerke schmelzen Aluminiumschrott wieder ein. Wird Aluminium rezykliert, können 95 der Herstellungsenergie gespart werden. Aluminiumdosen sind leicht, unzerbrechlich und bilden eine gute Barriere gegen Keime. Aus Bauxiterz wird in drei Schritten reines Aluminium gewonnen. Ein Zwischenprodukt ist die Tonerde. Die gesammelten Aluminiumdosen gelangen in Sortierwerke. Dort werden sie von Fremdmaterialien getrennt und für die Weiterverarbeitung bereit gemacht. Sammelbehälter stehen in fast allen Schweizer Gemeinden und Städten zur Verfügung. Oft werden im gleichen Container auch Konservendosen gesammelt. Aus Tonerde wird flüssiges Aluminium gewonnen. Der Rohstoff für Aluminium ist Bauxit. 90 des Bauxits kommen in den Ländern des Tropengürtels vor, beispielsweise Australien, Westafrika, Jamaika und Brasilien. Gebrauchtes Aluminium kann ohne Qualitätsverluste zu Vormaterial für neue Aluminiumprodukte aufbereitet werden. Durch das Recycling bleibt der wertvolle Rohstoff erhalten. Vormaterial von Aluminium dosen sind Aluminiumbänder. Aus den Aluminiumbändern werden Näpfe gestanzt und Dosenkörper geformt. www.igora.ch [Zugriff: 15.8.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Arbeitsblatt 3 Auftrag 2: Den Recycling-Kreislauf von PET erkennen Schneidet die Bilder aus und ordnet sie in der richtigen Reihenfolge an.5 5 Leider landet in der PET-Sammlung auch immer wieder Abfall. In den Sortierzentren wird der Abfall vom PET getrennt. Danach werden die PET-Flaschen nach Farben sortiert. In der weiteren Verarbeitung werden PET-Flocken (PETFlakes) gewonnen. Diese haben eine hohe Qualität. Deshalb werden sie für die Produktion von neuen Flaschen eingesetzt. Die kleinen Vorformlinge können platzsparend zu den Abfüllanlagen transportiert werden. Dort werden sie mit heisser Luft in die gewünschten Flaschenformen geblasen. Die sortierten PET-Flaschen werden zerkleinert. Anschliessend werden die Deckel und die Etiketten vom PET getrennt. Das PET wird in einem mehrstufigen Recyclingprozess aufbereitet. In der ganzen Schweiz gibt es über 35 000 PET-Sammelstellen. Durchs Recycling werden gegenüber der Produktion von neuen PET-Flaschen knapp 50 der Energie gespart. Aus den PET-Flocken wird im ersten Schritt ein Vorformling (Preform) erstellt. Dieser Vorformling hat bereits den endgültigen Flaschenhals und das Deckelgewinde. Das Erdöl wird in kleinere Moleküle aufgespalten. Aus diesen Molekülen wird danach PET (Polyethylenterephthalat) hergestellt. PET ist leicht, wiederverschliessbar und bruchsicher. PET ist deshalb sehr beliebt. Pro Jahr kommen über 1,5 Milliarden PET-Getränkeflaschen in den Umlauf. Die gesammelten PET-Flaschen werden mit der Bahn oder mit dem Lastwagen in eines der fünf Sortierzentren geliefert. Die PET-Flaschen werden zu 250 kg schweren Ballen gepresst. www.petrecycling.ch [Zugriff: 15.8.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 21 Arbeitsblatt 3 Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Auftrag 3: PET- und Aluminiumrecycling vergleichen Vergleiche die beiden Recycling-Kreisläufe und schreibe drei Dinge auf, die gleich sind. 22 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Lösungsblatt 3 Lösung: Arbeitsblatt 3, Auftrag 1 Verschiedene Lösungen sind möglich.6 6 Der Rohstoff für Aluminium ist Bauxit. 90 des Bauxits kommen in den Ländern des Tropengürtels vor, beispielsweise Australien, Westafrika, Jamaika und Brasilien. Aus Bauxiterz wird in drei Schritten reines Aluminium gewonnen. Ein Zwischenprodukt ist die Tonerde. Aus Tonerde wird flüssiges Aluminium gewonnen. Vormaterial von Aluminium dosen sind Aluminiumbänder. Aus den Aluminiumbändern werden Näpfe gestanzt und Dosenkörper geformt. Aluminiumdosen sind leicht, unzerbrechlich und bilden eine gute Barriere gegen Keime. Gebrauchtes Aluminium kann ohne Qualitätsverluste zu Vormaterial für neue Aluminiumprodukte aufbereitet werden. Durch das Recycling bleibt der wertvolle Rohstoff erhalten. Sammelbehälter stehen in fast allen Schweizer Gemeinden und Städten zur Verfügung. Oft werden im gleichen Container auch Konservendosen gesammelt. Die gesammelten Aluminiumdosen gelangen in Sortierwerke. Dort werden sie von Fremdmaterialien getrennt und für die Weiterverarbeitung bereit gemacht. Die Recyclingwerke schmelzen Aluminiumschrott wieder ein. Wird Aluminium rezykliert, können 95 der Herstellungsenergie gespart werden. www.igora.ch [Zugriff: 15.8.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 23 Lösungsblatt 3 Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Lösung: Arbeitsblatt 3, Auftrag 2 Verschiedene Lösungen sind möglich.7 7 24 Das Erdöl wird in kleinere Moleküle aufgespalten. Aus diesen Molekülen wird danach PET (Polyethylenterephthalat) hergestellt. PET ist leicht, wiederverschliessbar und bruchsicher. PET ist deshalb sehr beliebt. Pro Jahr kommen über 1,5 Milliarden PET-Getränkeflaschen in den Umlauf. In der ganzen Schweiz gibt es über 35 000 PET-Sammelstellen. Durchs Recycling werden gegenüber der Produktion von neuen PET-Flaschen knapp 50 der Energie gespart. Die gesammelten PET-Flaschen werden mit der Bahn oder mit dem Lastwagen in eines der fünf Sortierzentren geliefert. Die PET-Flaschen werden zu 250 kg schweren Ballen gepresst. Leider landet in der PET-Sammlung auch immer wieder Abfall. In den Sortierzentren wird der Abfall vom PET getrennt. Danach werden die PET-Flaschen nach Farben sortiert. Die sortierten PET-Flaschen werden zerkleinert. Anschliessend werden die Deckel und die Etiketten vom PET getrennt. Das PET wird in einem mehrstufigen Recyclingprozess aufbereitet. In der weiteren Verarbeitung werden PET-Flocken (PETFlakes) gewonnen. Diese haben eine hohe Qualität. Deshalb werden sie für die Produktion von neuen Flaschen eingesetzt. Aus den PET-Flocken wird im ersten Schritt ein Vorformling (Preform) erstellt. Dieser Vorformling hat bereits den endgültigen Flaschenhals und das Deckelgewinde. Die kleinen Vorformlinge können platzsparend zu den Abfüllanlagen transportiert werden. Dort werden sie mit heisser Luft in die gewünschten Flaschenformen geblasen. www.petrecycling.ch [Zugriff: 15.8.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 3: Recycling-Kreislauf von Getränkeverpackungen Lösungsblatt 3 Lösung: Arbeitsblatt 3, Auftrag 3 Die Verpackungen sind leicht und bruchsicher. Mit dem Recycling können Rohstoffe und Energie eingespart werden. Es gibt sehr viele Sammelstellen, sodass das Zurückbringen sehr einfach ist. Die Verpackungen werden für den Transport zusammengepresst, damit sie weniger Platz brauchen. Die rezyklierten Getränkeverpackungen müssen von Abfall und Fremdmaterial getrennt werden. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 25 Lernmodul 4: Mein Abfall Mein Abfall Arbeitsauftrag 4 Ziele Du weisst, wie viel Siedlungsabfall in der Schweiz im Durchschnitt pro Einwohner anfällt. Du überlegst dir, wie viel Abfall du an einem Tag produzierst. Du machst dir Gedanken darüber, welche Abfälle du vermeiden kannst. Material Arbeitsblatt 4 Grosse, durchsichtige Plastiksäcke Küchenwaage zuhause Durchführung Bearbeite die Aufträge 1 und 2 als Hausaufgabe. Bearbeite die Aufträge 3a und 3b alleine. Diskutiere den Auftrag 3c anschliessend gemeinsam mit der Klasse. Information Litter ist eigentlich nur ein kleiner, spezifischer Teil des gesamten Siedlungsabfalls, und zwar derjenige Teil, der unterwegs weggeworfen oder liegengelassen wird. Siedlungsabfälle sind Abfälle, die aus Haushalten stammen sowie Abfälle aus Industrie und Gewerbe, die ähnlich zusammengesetzt sind. 1 «Siedlungsabfälle verbrannt» sind Abfälle, die im Abfallsack deponiert und später in der Kehricht verbrennungsanlage verbrannt werden. 1 Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz. Umwelt-Indikatoren: Siedlungsabfälle. Verfügbar unter: www.bfs.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 27 Lernmodul 4: Mein Abfall Mein Abfall Arbeitsblatt 4 Auftrag 1a: Den eigenen Abfall während drei Tagen sammeln Besorge dir zwei grosse, durchsichtige Plastiksäcke. Den ersten Plastiksack beschriftest du mit «Abfall», den zweiten Plastiksack mit «Recycling». Im Abfallsack sammelst du während drei Tagen deinen gesamten Abfall. Sammle alles ausser kompostierbare Abfälle (beispielsweise Essensreste). Wenn du unterwegs bist, nimm deinen Abfall mit nach Hause und sammle ihn. Versuche zuhause auch, deinen Anteil am Familienabfall in deinem Abfallsack zu sammeln. Im Recyclingsack sammelst du alles, was du normalerweise separat sammelst, also beispielsweise dein PET und Aluminium. Wenn du unterwegs bist, nimm die Sachen mit nach Hause und sammle sie. Versuche zuhause auch, deinen Anteil in deinen Recyclingsack zu tun. Auftrag 1b: Den eigenen Abfall wägen 1) Wäge deine beiden Plastiksäcke auf einer Küchenwaage und schreibe auf, wie schwer die Plastiksäcke sind. 2) Rechne aus, wie viel Abfall du pro Tag weggeworfen und wie viel Material du separat gesammelt hast. Mein Abfallsack war       kg schwer. Pro Tag habe ich       kg Abfall weggeworfen. Mein Recyclingsack war       schwer. Pro Tag habe ich 28       kg separat gesammelt. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 4: Mein Abfall Arbeitsblatt 4 Auftrag 2: Die eigene Abfallmenge mit dem Durchschnitt vergleichen 1) Hier siehst du Zahlen aus der Abfallstatistik der Schweiz für das Jahr 2011. Berechne die Mengen pro Person und Tag und trage die Resultate in die rechte Spalte der Tabelle ein. Abfall- und Recyclingmengen im Jahr 2011: 2 Pro Person und Jahr Siedlungsabfälle verbrannt (entsorgt) 344 kg Recyclingmenge (separat gesammelt) (ohne kompostierbare Abfälle) 248 kg Pro Person und Tag 2) Vergleiche deine Lösungen mit dem Lösungsblatt. 3) Sind dein Abfall und deine Recyclingmenge schwerer oder leichter als der Durchschnitt? Mein Abfall ist          als der Durchschnitt. Meine Recyclingmenge ist          als der Durchschnitt. 4) Warum ist das so? 2 Bundesamt für Umwelt (2012): Abfallmengen und Recycling 2011 im Überblick. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 29 Arbeitsblatt 4 Lernmodul 4: Mein Abfall Auftrag 3a: Den eigenen Abfall betrachten Schau dir den Inhalt deiner beiden Plastiksäcke an. Kreuze an oder ergänze, was sich darin befindet: Glasflasche Take-Away-Verpackung Kartonverpackung Kaffeebecher Verpackungsmaterial Zettel Papierverpackung Kaugummi Joghurtbecher Flyer Batterien Aluminiumdose Konfitürenglas Konservendose Plastiksack PET-Flasche Stifte Zeitung Prospekt Plastikverpackung Getränkekarton (Tetrapak z.B. von der Milch) Kleider Putzmittel Spraydose Shampooflasche Wattestäbchen 30 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 4: Mein Abfall Arbeitsblatt 4 Auftrag 3b: Sich Gedanken zum Abfall vermeiden machen Wähle drei Abfälle aus deiner Liste aus, die du vermeiden kannst, und schreibe sie in die linke Spalte der Tabelle. Schreibe in die rechte Spalte der Tabelle, wie du diesen Abfall vermeiden kannst. Anschliessend kannst du die Vorschläge auf dem Lösungsblatt anschauen. Abfall So kann ich diesen Abfall vermeiden: Auftrag 3c: Über Abfallvermeidung diskutieren Diskutiere mit der Klasse, welche Abfälle ihr vermeiden könnt und wie ihr sie vermeiden könnt. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 31 Lösungsblatt 4 Lernmodul 4: Mein Abfall Lösung: Arbeitsblatt 4, Auftrag 2 Abfall- und Recyclingmengen im Jahr 2011: 3 Pro Person und Jahr Pro Person und Tag Siedlungsabfälle verbrannt (entsorgt) 344 kg 0,94 kg Recyclingmenge (separat gesammelt) (ohne kompostierbare Abfälle) 248 kg 0,68 kg Lösung: Arbeitsblatt 4, Auftrag 3b 3 32 Abfall So kann ich diesen Abfall vermeiden: Werbeprospekt Abbestellen, falls der Prospekt per Post kommt. Nicht mit nach Hause nehmen, Angebote online ansehen. Take-Away-Verpackung Essen von zuhause in der Frischhaltebox mitnehmen oder Frischhaltebox zum Take-Away-Stand mitnehmen. PET-Flasche Auffüllen und wiederverwenden. Kaffeebecher Kaffee von zuhause in einem Thermosbecher mitnehmen. Plastiksack Behalten und wiederverwenden. Kartonschachtel Behalten und wiederverwenden. Kleider Abändern, damit du sie weiterhin tragen kannst und willst. Ins Brockenhaus oder in einen Secondhand-Laden bringen. Konfitürenglas Einer Person geben, die selber Konfitüre macht oder selber welche machen. Joghurtbecher Wieso nicht wieder einmal etwas basteln aus dem Abfall? Bundesamt für Umwelt (2012): Abfallmengen und Recycling 2011 im Überblick. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 5: Abfall zieht Abfall an Abfall zieht Abfall an Arbeitsauftrag 5 Ziele Ihr erfahrt von einer Reinigungsperson, wo und wann am meisten Litter anfällt. Ihr beobachtet das Verhalten der Leute an einem stark genutzten öffentlichen Ort und dokumentiert es. Material Arbeitsblatt 5 Vier bis fünf Digitalkameras oder Smartphones mit Kamera Bildschirm oder Beamer Durchführung Macht Gruppen à 3 – 4 Schülerinnen und Schüler. Löst die Aufgaben 1, 2a und 2b in der Gruppe. Diskutiert die Aufgabe 2c mit der Klasse. Information Abfall zieht Abfall an. Wenn bereits Abfall auf dem Boden liegt, werfen die Leute immer mehr Abfall auf den Boden. Es entsteht eine Art Lawineneffekt beim Littering, der so genannte «Broken-Windows»Effekt. «Broken Windows» heisst übersetzt «zerbrochene Scheiben». Der Name stammt von der These, dass ein Quartier sehr schnell verwahrlost, wenn die erste zerbrochene Scheibe nicht repariert wird. Weitere Scheiben werden zerstört und als Folge davon nehmen Littering, Vandalismus und Kriminalität immer mehr zu. 1 1 Kelling O. und Wilson J. (1982, März): Broken Windows. The Atlantic. Verfügbar unter: www.manhattan-institute.org [Zugriff: 16.7.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 33 Lernmodul 5: Abfall zieht Abfall an Abfall zieht Abfall an Arbeitsblatt 5 Auftrag 1: Eine Reinigungsperson befragen Befragt eine Person, die öffentliche Plätze vom Abfall reinigt, zum Thema Littering (z.B. einen Gemeindearbeiter oder eine Gemeindearbeiterin). Untenstehende Fragen könnt ihr der Person stellen. Überlegt euch eine zusätzliche Frage. Schreibt die Antworten in Stichworten auf. Wo liegen am meisten achtlos weggeworfene oder liegengelassene Abfälle? Antwort: Warum liegt gerade da viel Litter? Antwort: Zu welchen Tageszeiten wird am meisten gelittert? Antwort: Wie oft wird der Ort vom Litter gereinigt? Antwort: Eure Frage: Antwort: 34 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 5: Abfall zieht Abfall an Arbeitsblatt 5 Auftrag 2a: Einen Platz beobachten und die Beobachtungen dokumentieren Verbringt eine verlängerte Mittagspause an einem öffentlichen Ort, wo viele Leute ihre Mittagspause verbringen. Beobachtet den Ort und macht euch Notizen. Vor der Mittagspause: 1) Macht ein Foto des Platzes. 2) Schaut euch die Abfallkübel auf dem Platz an: Hat es eurer Meinung nach genügend Abfallkübel? Sind die Abfallkübel überfüllt oder leer? Während der Mittagspause: 1) Beobachtet die Leute, die sich da verpflegen: Wie ist ihr Mittagessen vepackt? 2) Was passiert nach dem Mittagessen mit der Verpackung, wird sie in den Abfallkübel geworfen oder auf den Boden? 3) Notiert euch die ungefähre Anzahl von Personen, die auf eurem Platz ihre Mittagspause verbringen. Nach der Mittagspause: Macht wieder ein Foto von demselben Ausschnitt, nachdem die meisten Leute den Platz wieder verlassen haben. Auftrag 2b: Einen kurzen Vortrag halten Fasst eure Beobachtungen zusammen und präsentiert sie der Klasse. Zeigt der Klasse eure Fotos mit einem Beamer oder auf einem Bildschirm. Auftrag 2c: Die Beobachtungen vergleichen und analysieren Vergleicht die Resultate der verschiedenen Gruppen und diskutiert mit der Klasse die folgenden Fragen: Welche Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Orten im Bezug auf Littering? Was könnten die Gründe für die Unterschiede sein? Wurde an Orten, die vor der Mittagspause sauber waren, weniger gelittert als an bereits verschmutzten Orten? Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 35 Lernmodul 6: Begegnung am See Rollenspiel: Begegnung am See Arbeitsauftrag 6 Ziele Ihr kennt verschiedene Meinungen zum Littering. Ihr versetzt euch in eine andere Person und erarbeitet Argumente für diese Rolle. Material Arbeitsblatt 6 Requisiten für die Rollen: Zeitung (Einwohnerin) Kochschürze (Besitzer des Imbissstands) Besen (Gemeindearbeiter) Handy (Schüler) Tasche (Schülerin) Abfall von Unterwegs-Verpflegung Durchführung Macht fünf Gruppen und teilt jeder Gruppe eine Rolle zu (Einwohnerin, Imbissstandbesitzer, Gemeindearbeiter, Schülerin, Schüler). Bestimmt pro Gruppe eine Schauspielerin oder einen Schauspieler. Lest die Ausgangslage und die Meinung der Rolle durch. Gebt eurer Rolle einen Namen, ein Alter und Hobbys. Schreibt auf euer Arbeitsblatt, was der Schauspieler sagen könnte. Führt das Rollenspiel mit den Requisiten durch. Die übrigen Schülerinnen und Schüler der Gruppe sind Beobachter. Information Beim Littering machen Abfälle der Unterwegs-Verpflegung mehr als die Hälfte aus.1 Nur ein Teil der Bevölkerung littert. Trotzdem sind alle von den Auswirkungen von Littering betroffen. Auch die Kosten tragen alle, Littering kostet pro Kopf und Jahr über 18.50 Franken. 2 Für eine Gemeinde mit 10 000 Einwohnern bedeutet dies Kosten von 185 000 Franken pro Jahr. Diese Umstände führen dazu, dass eine Diskussion über das Littering geführt werden muss. Insbe sondere auch darüber, wer die Verantwortung und die Kosten für Littering im öffentlichen Raum trägt. 1 Universität Basel Programm MGU (2004): Litteringstudie Zwischenbericht. Verfügbar unter: www.aue.bs.ch [Zugriff: 31.5.13] 2 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 37 Lernmodul 6: Begegnung am See Rollenspiel: Begegnung am See Arbeitsblatt 6 Einwohnerin der Gemeinde Ausgangslage: Das Schulhaus liegt direkt am See. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrer Pause die Seepromenade und die Bänke nutzen. Ebenfalls am Seeufer befindet sich ein kleiner Imbissstand, der Sandwiches und Getränke verkauft. Die Schülerinnen und Schüler sind gute Kunden des Imbissstands. Sie kaufen oft Getränke und Esswaren und verpflegen sich am Seeufer. Die Seepromenade ist öffentlich und deshalb auch beliebt bei der übrigen Bevölkerung. Situation: Neben dem Imbissstand sitzt eine Einwohnerin auf einer Bank und ruht sich aus. Auf der Bank daneben sitzen eine Schülerin und ein Schüler. Sie essen Sandwiches, die sie beim Imbissstand gekauft haben. In der Nähe wischt der Gemeindearbeiter herumliegende Abfälle weg. Als die Pausenglocke läutet, stehen die beiden Schüler auf und lassen ihren Abfall auf der Bank liegen. Name: Alter: Hobbys: Deine Meinung: Du liebst es, an der Seepromenade spazieren zu gehen und sitzt auch gerne auf den Bänken. In letzter Zeit hast du dich jedoch immer mehr am zunehmenden Littering gestört. Du fühlst dich nicht mehr wohl an der Seepromenade. Deiner Meinung nach sind es die Jungen, die littern. Du findest, die heutige Jugend habe einfach keinen Anstand mehr. Wenn du jemanden beim Littern ertappst, machst du der Person scharfe Vorwürfe. Was sagst du im Rollenspiel? 38 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 6: Begegnung am See Arbeitsblatt 6 Besitzer des Imbissstands Ausgangslage: Das Schulhaus liegt direkt am See. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrer Pause die Seepromenade und die Bänke nutzen. Ebenfalls am Seeufer befindet sich ein kleiner Imbissstand, der Sandwiches und Getränke verkauft. Die Schülerinnen und Schüler sind gute Kunden des Imbissstands. Sie kaufen oft Getränke und Esswaren und verpflegen sich am Seeufer. Die Seepromenade ist öffentlich und deshalb auch beliebt bei der übrigen Bevölkerung. Situation: Neben dem Imbissstand sitzt eine Einwohnerin auf einer Bank und ruht sich aus. Auf der Bank daneben sitzen eine Schülerin und ein Schüler. Sie essen Sandwiches, die sie beim Imbissstand gekauft haben. In der Nähe wischt der Gemeindearbeiter herumliegende Abfälle weg. Als die Pausenglocke läutet, stehen die beiden Schüler auf und lassen ihren Abfall auf der Bank liegen. Name: Alter: Hobbys: Deine Meinung: Du besitzt den Imbissstand am See und arbeitest allein dort. Dein Einkommen ist davon abhängig, wie viel du verkaufst. Deine Frau und die drei Kinder leben von diesem Einkommen. Die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses sind wichtige Kunden. Da viele Kunden die Hamburger und Sandwiches auch mitnehmen möchten, verpackst du die Esswaren in Kartonhüllen. Als Zusatz service gibst du Servietten und Plastikbesteck mit. Es ist für dich wichtig, dass du deine Kunden nicht verlierst. Das Littering am Seeufer findest du ärgerlich. Du hast deswegen einen Abfallkübel und PET- und Alu-Sammelbehälter vor deinem Stand aufgestellt. Du möchtest jedoch nichts unternehmen, was dein Einkommen gefährdet. Was sagst du im Rollenspiel? Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 39 Arbeitsblatt 6 Lernmodul 6: Begegnung am See Gemeindearbeiter Ausgangslage: Das Schulhaus liegt direkt am See. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrer Pause die Seepromenade und die Bänke nutzen. Ebenfalls am Seeufer befindet sich ein kleiner Imbissstand, der Sandwiches und Getränke verkauft. Die Schülerinnen und Schüler sind gute Kunden des Imbissstands. Sie kaufen oft Getränke und Esswaren und verpflegen sich am Seeufer. Die Seepromenade ist öffentlich und deshalb auch beliebt bei der übrigen Bevölkerung. Situation: Neben dem Imbissstand sitzt eine Einwohnerin auf einer Bank und ruht sich aus. Auf der Bank daneben sitzen eine Schülerin und ein Schüler. Sie essen Sandwiches, die sie beim Imbissstand gekauft haben. In der Nähe wischt der Gemeindearbeiter herumliegende Abfälle weg. Als die Pausenglocke läutet, stehen die beiden Schüler auf und lassen ihren Abfall auf der Bank liegen. Name: Alter: Hobbys: Deine Meinung: Du machst deine Arbeit eigentlich gerne. Am liebsten machst du Gartenarbeiten im Dorf. Immer mehr Arbeitszeit geht jedoch für die Reinigung der Seepromenade verloren. Das nervt dich. Du hast beobachtet, dass auch andere Besucher der Seepromenade littern und nicht nur die Schülerinnen und Schüler. Du bist der Ansicht, dass der Imbissstand einen Teil der Reinigung übernehmen sollte, da viele der Abfälle von dort stammen. Was sagst du im Rollenspiel? 40 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 6: Begegnung am See Arbeitsblatt 6 Schüler Ausgangslage: Das Schulhaus liegt direkt am See. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrer Pause die Seepromenade und die Bänke nutzen. Ebenfalls am Seeufer befindet sich ein kleiner Imbissstand, der Sandwiches und Getränke verkauft. Die Schülerinnen und Schüler sind gute Kunden des Imbissstands. Sie kaufen oft Getränke und Esswaren und verpflegen sich am Seeufer. Die Seepromenade ist öffentlich und deshalb auch beliebt bei der übrigen Bevölkerung. Situation: Neben dem Imbissstand sitzt eine Einwohnerin auf einer Bank und ruht sich aus. Auf der Bank daneben sitzen eine Schülerin und ein Schüler. Sie essen Sandwiches, die sie beim Imbissstand gekauft haben. In der Nähe wischt der Gemeindearbeiter herumliegende Abfälle weg. Als die Pausenglocke läutet, stehen die beiden Schüler auf und lassen ihren Abfall auf der Bank liegen. Name: Alter: Hobbys: Deine Meinung: Du triffst dich gerne mit Freunden an der Seepromenade in der Pause. Ab und zu kauft ihr euch etwas zum Trinken und plaudert ein bisschen auf den Bänken. Du wirfst deinen Abfall meistens in den Abfallkübel. Der Abfall am Boden stört dich eigentlich nicht. Leute, die sich über den Abfall aufregen, findest du pingelig. Was sagst du im Rollenspiel? Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 41 Arbeitsblatt 6 Lernmodul 6: Begegnung am See Schülerin Ausgangslage: Das Schulhaus liegt direkt am See. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrer Pause die Seepromenade und die Bänke nutzen. Ebenfalls am Seeufer befindet sich ein kleiner Imbissstand, der Sandwiches und Getränke verkauft. Die Schülerinnen und Schüler sind gute Kunden des Imbissstands. Sie kaufen oft Getränke und Esswaren und verpflegen sich am Seeufer. Die Seepromenade ist öffentlich und deshalb auch beliebt bei der übrigen Bevölkerung. Situation: Neben dem Imbissstand sitzt eine Einwohnerin auf einer Bank und ruht sich aus. Auf der Bank daneben sitzen eine Schülerin und ein Schüler. Sie essen Sandwiches, die sie beim Imbissstand gekauft haben. In der Nähe wischt der Gemeindearbeiter herumliegende Abfälle weg. Als die Pausenglocke läutet, stehen die beiden Schüler auf und lassen ihren Abfall auf der Bank liegen. Name: Alter: Hobbys: Deine Meinung: Du triffst dich in der Pause gerne mit Freundinnen an der Seepromenade. Oft kauft ihr euch etwas zum Trinken oder zum Essen und plaudert ein bisschen auf den Bänken. Du lässt deinen Abfall meistens auf den Bänken liegen oder auf den Boden fallen. Du findest, dass es streberhaft aussieht, wenn du extra zum Abfallkübel läufst. Du möchtest, dass deine Freunde dich cool finden. Zudem denkst du, dass das Reinigen der Job des Gemeindearbeiters ist. Was sagst du im Rollenspiel? 42 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Stimmt es, dass ? Arbeitsauftrag 7 Ziele Du bringst Wissen über Littering unter die Leute. Du klärst die Leute über falsche Annahmen über die Abfallwirtschaft auf. Material Arbeitsblatt 7 Klemmbretter Stifte Durchführung Löse die Aufträge 1 und 2 in Partnerarbeit. Information Herumliegende Abfälle im öffentlichen Raum stören. Den wenigsten ist bewusst, dass das Littering in der Schweiz auch Reinigungskosten von 200 Millionen Franken pro Jahr verursacht. Der Grund für Littering sind nicht die Abfallsackgebühren, wie viele meinen. Gründe sind vielmehr, dass wir immer mehr konsumieren und dass wir uns immer öfter unterwegs mit Take-Away-Produkten verpflegen. Weitere Ursachen sind der Boom der Pendlerzeitungen oder Achtlosigkeit und wenig Respekt vor dem öffentlichen Raum. Zudem halten sich falsche Annahmen über die Abfallwirtschaft hartnäckig. Es stimmt beispielsweise nicht, dass Glas und Papier für die Verbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage gebraucht werden. Die Wertstoffe Glas und Papier gehören deshalb ins Recycling. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 43 Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Stimmt es, dass ? Arbeitsblatt 7 Auftrag 1: Eine Umfrage durchführen 1) Lest die Fragen genau durch und versucht, sie zu beantworten. Schaut euch anschliessend die richtigen Antworten auf dem Lösungsblatt an. Ihr müsst alle Antworten kennen und verstehen, bevor ihr die Umfrage macht. 2) Nehmt vier Kopien des Fragebogens, ein Klemmbrett und Schreibzeug mit. Verlasst das Schulhaus und geht in das Gebiet, welches ihr mit der Lehrperson vereinbart habt. 3) Befragt vier verschiedene Personen. Sprecht die Leute freundlich an, stellt euch vor und erklärt eure Absicht. Führt die Befragung durch. Am Schluss teilt ihr den Befragten die richtigen Antworten mit. 44 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Arbeitsblatt 7 Fragebogen Fragen zum Littering: 1. Was verstehen Sie unter Littering? 2. Wissen Sie, wie viel die Beseitigung von herumliegenden Abfällen im öffentlichen Raum in der Schweiz pro Jahr kostet? Wählen Sie zwischen den drei Antworten aus. 10 Millionen Franken    50 Millionen Franken    200 Millionen Franken 3. Stimmt es, dass wegen der Abfallsackgebühr viel Abfall am Boden herumliegt? Fragen zur Abfallwirtschaft: 4. Stimmt es, dass der Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage nicht mehr gut brennt, seit Papier separat gesammelt wird? 5. Stimmt es, dass Glas im Abfall gut ist, weil es die Verbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage fördert? Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 45 Arbeitsblatt 7 Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Auftrag 2: Die Antworten auswerten Nun müssen die ausgefüllten Fragebögen ausgewertet werden. Tragt eure Resultate in die Tabelle ein (in Stichworten). Dann könnt ihr ankreuzen, ob die Antwort richtig (R) oder falsch (F) war. Am Schluss zählt ihr alle richtigen und falschen Antworten zusammen. Vergleicht die Auswertung mit denjenigen der anderen Gruppen aus der Klasse. Wissen die Leute gut Bescheid? Habt ihr Ideen, wie man auf die Wissenslücken reagieren könnte? Fragen zum Littering Antworten 1. Was verstehen Sie unter Littering? 1 2 3 4 2. Wissen Sie, wie viel die Beseitigung von herumliegenden Abfällen im öffentlichen Raum in der Schweiz pro Jahr kostet? 1 2 3 4 3. Stimmt es, dass wegen der Abfallsackgebühr viel Abfall am Boden herumliegt? 1 2 3 4 Zwischentotal «Fragen zum Littering» 46 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Arbeitsblatt 7 Fragen zur Abfallwirtschaft Antworten 4. Stimmt es, dass der Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage nicht mehr gut brennt, seit Papier separat gesammelt wird? 1 2 3 4 5. Stimmt es, dass Glas im Abfall gut ist, weil es die Verbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage fördert? 1 2 3 4 Zwischentotal «Fragen zur Abfallwirtschaft» Total Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 47 Lösungsblatt 7 Lernmodul 7: Stimmt es, dass ? Lösung: Arbeitsblatt 7, Auftrag 1 1. Was verstehen Sie unter Littering? «To litter» heisst übersetzt wegwerfen und übersäen. Littering bedeutet auch im deutschen Sprachgebrauch das Fallen- oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum.1 Das illegale Entsorgen von Haushaltsabfällen gehört nicht zum Littering. 2. Wissen Sie, wie viel die Beseitigung von herumliegenden Abfällen im öffentlichen Raum in der Schweiz pro Jahr kostet? Die Reinigungskosten pro Jahr, welche durch Littering in der Schweiz verursacht werden, liegen bei rund 200 Millionen Franken. Davon entfallen rund 150 Millionen Franken auf die Städte und Gemeinden und rund 50 Millionen Franken auf den öffentlichen Verkehr.1 3. Stimmt es, dass wegen der Abfallsackgebühr viel Abfall am Boden herumliegt? Nein, unter Littering leiden auch Gemeinden ohne Sackgebühr. 2 Die Gründe für Littering sind unter anderem, dass wir immer mehr konsumieren und dass wir uns immer öfter unterwegs mit Take-Away-Produkten verpflegen. Weitere Ursachen sind der Boom der Pendlerzeitungen oder Achtlosigkeit und wenig Respekt vor dem öffentlichen Raum. Das illegale Entsorgen von Abfällen, um Abfallsackgebühren zu sparen, wird nicht als Littering bezeichnet. 4. Stimmt es, dass der Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage nicht mehr gut brennt, seit Papier separat gesammelt wird? Nein. Der Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage brennt nach wie vor sehr gut. Der Abfall besteht zu einem Grossteil aus Kunststoffverpackungen und brennt deshalb auch ohne Papier sehr gut. Mit der entstehenden Wärme können sogar Wohnungen geheizt werden. 2 5. Stimmt es, dass Glas im Abfall gut ist, weil es die Verbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage fördert? Nein. Glas fördert die Verbrennung nicht. Die Scherben gelangen unverändert in die Schlacke (Schlacke nennt man den Verbrennungsrückstand aus den Kehrichtverbrennungsanlagen. Die Schlacke wird deponiert.). Viel besser ist es, die Glasflaschen zu sammeln und zu rezyklieren, damit daraus wieder neue Glasflaschen gemacht werden können. 2 48 1 BAFU (2011): Littering kostet. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch [Zugriff: 31.5.13] 2 Kanton Basel Stadt (o.J.): Entsorgen von bis Z. Verfügbar unter: www.aue.bs.ch [Zugriff: 31.5.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 8: Flashmob Flashmob Arbeitsauftrag 8 Ziele Du erfährst, wie ein Flashmob funktioniert. Du machst dir Gedanken darüber, ob man auf lustige Art andere Leute auf korrektes Verhalten aufmerksam machen kann. Material Arbeitsblatt 8 Internetzugang Anti-Littering-Song Tragbare Musikanlage Durchführung Löse die Aufgaben 1 und 2 mit der Klasse. Diskutiere die Aufgabe 3 mit der Klasse. Information Der Begriff Flashmob setzt sich aus den englischen Begriffen Flash ( Blitz) und Mob ( pöbelnde Volksmenge) zusammen. Flashmob bezeichnet eine kurze, überraschende Aktion einer grösseren Menschenmenge an einem öffentlichen Ort. 1 Die Teilnehmenden eines Flashmobs machen während kurzer Zeit alle dieselben ungewöhnlichen Dinge. Dadurch erreichen sie, dass die anderen Leute auf sie aufmerksam werden. 1 www.duden.de [Zugriff: 18.7.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 49 Lernmodul 8: Flashmob Flashmob Arbeitsblatt 8 Auftrag 1: Einen Anti-Littering Flashmob ansehen Es gibt einige Beispiele von Flashmobs gegen das Littering. Schaut euch einen Film an um zu sehen, wie ein Flashmob funktioniert, beispielsweise den «Eco Friendly Flashmob» unter www.youtube.com. Auftrag 2: Einen Flashmob planen, organisieren und durchführen 1) Bestimmt den Ablauf eures Flashmobs. Ein Beispiel eines möglichen Ablaufs wäre: Ein Littering-Song ertönt laut über den Pausenplatz. Ein Teilnehmender wirft ein Stück Abfall in einen Abfallkübel. Sofort beginnen die anderen Teilnehmenden laut «Goal», «Mein Beitrag für unsere Umwelt» oder einen selber erfundenen Slogan zu schreien, rennen auf die Person beim Abfallkübel zu und werfen ebenfalls ein Stück Abfall in den Abfallkübel. Der Littering-Song stoppt, die Teilnehmenden gehen auf ihre Ausgangsposition zurück und die ganze Aktion löst sich rasch wieder auf. Habt ihr andere Ideen für einen Flashmob gegen das Littering? Diskutiert, wie die Ideen wirken und ob sie durchführbar sind. Entscheidet euch zusammen mit eurer Lehrperson für eine Idee und tragt den Ablauf in die Organisationstabelle ein. 2) Bestimmt, wo und wann der Flashmob stattfindet. Wenn ihr in einem grossen Schulhaus zur Schule geht, ist der Pausenplatz in einer Pause geeignet. Anforderungen an den Ort sind: Es sollte viel Publikum da sein (Pausenplatz, grosser Bahnhof, Picknickwiese). Es sollte ein Ort sein, an welchem viel Abfall herumliegt. Diskutiert die Vor- und Nachteile der verschiedenen Orte und entscheidet euch zusammen mit der Lehrperson für einen Austragungsort und einen Zeitpunkt. Tragt die Informationen in die Organisationstabelle ein. 3) Bestimmt das Start- und das Schlusssignal. Macht ab, wie die Aktion startet und wie ihr sie beendet. Es kann ein einfaches Startzeichen sein, beispielsweise dass ein bestimmter Teilnehmender ein Stück Abfall in den Abfallkübel wirft. Falls ihr eine Musikanlage zur Verfügung habt, könnt ihr während eurer Aktion auch einen Littering-Song abspielen. Der Anfang und das Ende des Songs ist dann das Signal für den Start und den Schluss. Littering-Songs könnt ihr unter www.igsu.ch herunterladen. Tragt euer Start- und Schlusssignal in die Organisationstabelle ein. 50 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 8: Flashmob Arbeitsblatt 8 4) Bestimmt, welches Material ihr braucht und wer es besorgt. Tragt die Informationen in die Organisationstabelle ein. Organisationstabelle: Titel unseres Flashmobs: Ablauf: Ort: Datum: Zeit: Signal für den Start der Aktion: Signal für das Ende der Aktion: Benötigtes Material: Wer besorgt das Material? 5) Findet weitere Teilnehmende und informiert sie. Findet via Lehrpersonen eine oder zwei weitere Schulklassen, die an eurem Flashmob teilnehmen. Informiert die anderen Teilnehmenden über die Aktion. Sie müssen alle Informationen aus der Organisationstabelle erhalten. Bittet die Teilnehmenden, die Aktion geheim zu halten, damit ihr das Publikum überraschen könnt. Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 51 Arbeitsblatt 8 Lernmodul 8: Flashmob Auftrag 3: Nach der Durchführung einen Rückblick machen Diskutiert mit der Klasse die folgenden Fragen: Was hat gut geklappt und was weniger gut? Wie haben das Publikum und die Teilnehmenden auf den Flashmob reagiert? Was haben wir beim Publikum mit unserem Flashmob bewirkt? 52 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus Wir wollen ein sauberes Schulhaus! Arbeitsauftrag 9 Ziele Du lernst Kampagnenarbeit kennen. Du führst zusammen mit deiner Klasse eine Aktion durch, damit deine Mitschülerinnen und Mitschüler weniger littern. Du übst, Texte mit einfachen, wirkungsvollen Botschaften zu verfassen. Material Arbeitsblatt 9 Farbige Kopierblätter (Gruppe Wettbewerb) Klebepunkte (Gruppe Wettbewerb) Internetzugang (Gruppe Newsletter) Durchführung Löse vom Arbeitsblatt 9a den Auftrag 1 in Partnerarbeit. Planung: Löse auf Arbeitsblatt 9a den Auftrag 2 mit der Klasse. Durchführung: – Die Gruppe Wettbewerb löst das Arbeitsblatt 9b. – Die Gruppe Rangverkündigung löst das Arbeitsblatt 9c. – Die Gruppe Newsletter löst das Arbeitsblatt 9d. Rückblick: Diskutiere vom Arbeitsblatt 9a den Auftrag 3 mit der ganzen Klasse. Information Das Wort Kampagne bezeichnete früher einen Feldzug.1 Heutzutage bezeichnet man mit Kampagne Aktionen, die zeitlich begrenzt und aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise spricht man im Marketing oder in der Politik von Kampagne (Werbekampagne, Wahlkampagne). Informationskampagnen werden oft von öffentlicher Seite durchgeführt, um die Bevölkerung beispielsweise über Verkehrssicherheit oder über gesunde Ernährung zu informieren. Ein Beispiel einer Verkehrssicherheitskampagne ist die Kampagne zum Schulanfang «Halt bevors knallt» des TCS. Du findest sie unter www.bfu.ch. Auch zum Thema Littering findest du im Internet viele Beispiele von wirkungsvollen Kampagnen. 1 www.duden.de [Zugriff: 15.8.13] Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» 53 Arbeitsblatt 9a Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus Wir wollen ein sauberes Schulhaus! Arbeitsblatt 9a Auftrag 1: Eine bekannte Kampagne recherchieren 1) Kennt ihr eine Kampagne? Schreibt den Namen und das Ziel der Kampagne auf. 2) Welche Massnahmen hat man in eurem Beispiel getroffen? Kreuzt an und ergänzt die Massnahmen. Zur Hilfe könnt ihr auch in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet recherchieren. Name der Kampagne: Ziel der Kampagne: Massnahmen der Kampagne: 54 Plakate Inserate Facebook Handy-App Fernsehspots Radiospots Flyer Diskussion auf Twitter Informationsstand Newsletter Website Wettbewerbe Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus Arbeitsblatt 9a Auftrag 2: Eine Anti-Littering-Kampagne planen Plant eine Anti-Littering-Kampagne für euer Schulhaus. Eure Kampagne beinhaltet einen Wettbewerb zum besten Anti-Littering-Slogan, eine Rangverkündigung und einen Newsletter, der an interessierte Schülerinnen und Schüler verschickt wird. 1) Teilt eure Klasse in drei Gruppen ein und schreibt die Namen der Gruppenmitglieder in das «Wer»-Feld. Jede Gruppe bearbeitet das Arbeitsblatt, welches zu ihrer Aktion gehört. Gruppe Beschreibung Wettbewerb Unter den Schülerinnen und Schülern des Schulhauses macht ihr einen Wettbewerb: Die besten drei AntiLittering-Slogans werden gesucht! Arbeitsblatt 9b Rangverkündigung Ihr plant eine Rang verkündigung und führt sie durch. Ihr schreibt einen Bericht über den Wettbewerb, die Rangverkündigung und die Kampagne. Arbeitsblatt 9c Newsletter Ihr verfasst drei News letter zum Thema Littering. Diese schickt ihr an die interessierten Schülerinnen und Schüler. Arbeitsblatt 9d Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Wer Was 55 Arbeitsblatt 9a Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus 2) Erstellt zusammen mit der Lehrperson einen Zeitplan für eure Aktionen. Schreibt auf, an welchen Daten die Aktionen durchgeführt werden. Hinweis: Die Mailadressen werden mit dem Wettbewerbstalon eingesammelt. Die Newsletter können also erst einige Zeit nach dem Einsammeln verschickt werden. Was Wann Wettbewerbstalons verteilen Wettbewerbstalons einsammeln Rangverkündigung Termin: Zeit: Newsletter 1 verschicken Newsletter 2 verschicken Newsletter 3 verschicken Auftrag 3: Nach Abschluss der Kampagne einen Rückblick machen Diskutiert die folgenden Fragen mit der Klasse: Was hat euch an eurer Kampagne am besten gefallen? Was an eurer Kampagne hat gut geklappt und was weniger gut? Welche Rückmeldungen habt ihr bekommen? Denkt ihr, dass eure Kampagne etwas bewirkt hat bei den Mitschülerinnen und Mitschülern? 56 Unterrichtsdossier Littering «Zehn Schritte zum Abfallkübel» Lernmodul 9: Wir wollen ein sauberes Schulhaus Gruppe Wettbewerb Arbeitsblatt 9b Schritt 1: Einen Wet