Arbeitsblatt: wiener kongress

Material-Details

der wiener kongress aufteilung europas
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

125254
871
8
13.12.2013

Autor/in

romania (Spitzname)
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Wiener Kongress (1814/1815) Nach dem Sturz Napoleons trafen sich die Vertreter der europäischen Staaten in Wien, um über die politische Zukunft des Kontinents zu beraten. Nach 25 Jahren Erschütterung und Krieg sollte eine dauerhafte Friedensordnung geschaffen werden. Ein Gleichgewicht der europäischen Großmächte war nach damaliger Meinung die Voraussetzung für Frieden und Stabilität. Nur dadurch glaubte man verhindern zu können, dass – wie zuvor Frankreich unter Napoleons Führung – erneut ein Staat die Vorherrschaft in Europa anstreben konnte. Im Herbst 1814 begannen die Beratungen. Schwierige Fragen mussten geklärt werden. Was sollte mit den Staaten geschehen, die Napoleon neu geschaffen hatte? Wie sollten in Deutschland die Machtverhältnisse neu geregelt werden? Die wichtigsten Beschlüsse des Wiener Kongresses fassten die fünf Großmächte Großbritannien, Russland, Preußen, Österreich und Frankreich. Drei Grundsätze bestimmten dabei ihre Entscheidungen: Restauration, Legitimation und Solidarität. Restauration bedeutete, dass man die politischen Zustände wiederherstellen wollte, die vor der Französischen Revolution und der Napoleonischen Herrschaft bestanden hatten. Als legitim, dass heißt rechtmäßig, erkannten die Großmächte nur Dynastien an, die historisch abgesicherte Erbansprüche vorweisen konnten. Entsprechend wurden viele von Napoleon vertriebene Herrscher wieder in ihre Rechte eingesetzt. Unter Solidarität verstand man eine gemeinsame Interessenpolitik der Fürsten zur Abwehr neuer revolutionärer Ideen. Die territoriale Neuordnung sah folgendermaßen aus. Großbritannien erhielt die Inseln Malta, Ceylon, Helgoland und die Kapkolonien in Südafrika. Russland bekam das sogenannte Kongresspolen. Österreich verzichtete auf die habsburgischen Niederlande und Vorderösterreich und gewann dafür Gebiete in Galizien, Oberitalien und Dalmatien. Preußen erhielt einen Teil Sachsens, die Rheinprovinz und Westfalen. Frankreich blieb in seinem Bestand von 1792 erhalten.