Arbeitsblatt: Lebensraum Wüste Teil 2: Tiere

Material-Details

Unterrichtseinheit über die Wüste. Die Einheit basiert zT auf dem Buch "Was ist was? Die Wüste" und enthält pro Kapitel jeweils Infotexte, Bilder und unterschiedliche Aufträge. Die Einheit besteht aus 10 Teilbereichen. Bei den Lückentexten sind die Lösungen dabei.
Geographie
Gemischte Themen
6. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

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726
5
19.12.2013

Autor/in

Heidi Bacher
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Tiere der Wüsten Wie können Tiere in der Wüste überleben? In der Wüste ist auf den ersten Blick kaum tierisches Leben zu entdecken. Wer hier wohnt, muss die sengenden Strahlen der Sonne und den aufgeheizten Boden ertragen – oder sich tagsüber im Sand vergraben, in Erdhöhlen verstecken oder sich irgendwo in spärlichen Schatten zurückziehen. Alle Tiere der Wüste haben sich über lange Zeiträume hinweg – jedes auf seine Weise – an diesen extremen Lebensraum angepasst. Einige fühlen sich aber, wie die Kriechtiere, erst bei entsprechend hohen Temperaturen richtig wohl. Bei den meisten Tieren findet der überwiegende Teil ihres aktiven Lebens, beispielsweise Nahrungssuche oder Paarung, in der sonnenarmen Zeit, also frühmorgens, abends oder während der Nacht statt. Viele Tiere der Wüste kommen lange Zeit aus, ohne trinken zu müssen. Andere entnehmen das zum Leben nötige Wasser den Pflanzen, die sie fressen. Reich ist der Tisch der Wüsten nicht gedeckt, so dass alle höchst genügsam leben müssen. Wie schützen sich Kriechtiere der Wüsten vor Feinden? Die Wüsten bewohnenden Kriechtiere sind ihrem Lebensraum bestens angepasst. Droht Gefahr, vergraben sich in afrikanischen Wüsten lebende Eidechsen durch rasche Bewegungen ihres Körpers im Sand. Ein ähnliches Verhalten zeigen der Sandfisch und die Hornviper. Und der Dornschwanz wehrt sich, indem er mit seinem Schwanz kräftige Schläge austeilt. Will die in Geröllwüsten Afrikas vorkommende Wüstenagame einen Feind abschrecken, richtet sie Kopf und Vorderkörper auf und bewegt sich rhythmisch. Der Krötenkopf der asiatischen Wüsten dagegen versinkt sofort im schützenden Sand. Der Sand bewahrt die Tiere aber auch vor den sengenden Strahlen der Sonne und damit vor dem Austrocknen. Wie tränkt das Flughuhn der Sahara seine Küken? Eine besondere Methode, ihre Brut zu schützen, haben die Flughühner der Sahara. Ihre Gelege befinden sich weit ausserhalb von Oasen und Wasserstellen. Mit grösserer Entfernung vom Wasser nimmt auch die Anzahl der Raubtiere und anderer Feinde ab. Doch die geschlüpften Jungen müssen mit Wasser versorgt werden. Dazu verwandelt der Hahn sein Brustgefieder in einen Wassertank. Er taucht seine Brust in die Wasserstelle, spreizt die Deckfedern und lässt den darunter liegenden filzigen Flaum wie ein Schwamm das Wasser aufsaugen. Mit der Wasserfracht fliegt der Vogel davon und tränkt seine Küken, die weit draussen in der einsamen Wüste sitzen. Wie passen sich Antilopen in der Sahara an? Die Mendesantilope, die in den Bergen des Ahaggar lebt, hat sich den knappen Wasservorräten angepasst. Ihr genügt der nächtliche Tau, der sich an den Gräsern niederschlägt als Tränke vollauf. Die Dünengazelle hat sich dem Wüstenleben am vollkommensten angepasst. Ihr Rückenfell ist wie der Sand gefärbt, so dass sich die Tiere kaum von den Sanddünen abheben. Auch sie trinken lediglich den Saft ihrer Futterpflanzen. Warum kommt ein Kamel ohne Wasser aus? Kamele sind höchst genügsam. Sie ertragen das mörderische Klima der Wüste und können bis zu drei Wochen unterwegs sein, ohne trinken zu müssen. Dabei zehren sie von den in ihren Höckern angereicherten Fettreserven. Vor allem diese Eigenschaft hat sie für die Menschen der Wüste unentbehrlich gemacht. Aufgenommenes Wasser – ein Kamel kann innerhalb von 10 Minuten über 100 Liter aufnehmen – wird jedoch nicht in den Fetthöckern, sondern in den zahlreichen grossen Wasserzellen des Magens gespeichert. Kahlschlag In Afrika sind die Wüstenheuschrecken sehr gefürchtet. Die Araber nennen sie Zähne des Windes. Ihre Brut kann sich überall dort entwickeln, wo in sehr heissen Trockengebieten plötzlich Regen fällt und Pflanzen zu wachsen beginnen. Die schlüpfenden Nachkommen werden zu einer gefürchteten Schwarm-Generation. Wie auf ein geheimes Kommando steigen eines Tages Milliarden Wüstenheuschrecken in die Luft. Sie lassen sich von den Passatwinden bis zu 200 Kilometer weit in fruchtbare Gebiete tragen. Wo sie einfallen, fressen sie alles auf, was sie vorfinden und verwüsten in wenigen Stunden ganze Landstriche. Die Folgen davon sind meistens Hungersnöte für Mensch und Tier. Tag- und nachtaktive Wüstentiere Ob Tag oder Nacht – zu jeder Zeit sind die Tiere der Wüste aktiv. Sie haben sich hervorragend an die jeweiligen Bedingungen angepasst. Einigen macht die Hitze nichts aus, andere nutzen die schützende Dunkelheit, um ihrer Beute aufzulauern. Wenn die Sonne untergeht, ziehen sich die tagaktiven Tiere zurück, andere erwachen und beginnen nun ihr nächtliches Leben. Dabei geben sie kaum Laute von sich, um sich nicht zu verraten. Nur die Stärksten brauchen nichts zu fürchten, wenn sie das Schweigen der Wüste brechen. Arabische Krötenkopfagame Oryx Zwergpuffotter Wüstengecko Waagrecht 1. Welche Tiere fühlen sich erst bei hohen Temperaturen wohl? 3. Wie viele Wochen kommen Kamele ohne Wasser aus? 7. Viele Tiere der Wüste kommen lange Zeit aus, ohne . zu müssen. 8. In der sonnenarmen Zeit (z.B. abends) gehen die meisten Tiere auf . 10. Welches Tier verwandelt sein Brustgefieder in einen Wassertank? 11. Die Kamele zehren von den in ihren Höckern angereicherten . 12. Worin vergraben sich einige Tiere tagsüber? Senkrecht 2. . vergraben sich bei Gefahr durch rasche Bewegungen ihres Körpers im Sand. 4. Welche Tiere sind in Afrika sehr gefürchtet? 5. Wessen Rückenfell ist wie der Sand gefärbt? 6. Einige Tiere verstecken sich in . 9. Wie viele Liter Wasser kann ein Kamel in 10 Minuten aufnehmen? 10. Vom Passatwind lassen sich Heuschrecken in . Gebiete tragen. 12. Wohin ziehen sich einige Tiere tagsüber zurück? Waagrecht 1. Welche Tiere fühlen sich erst bei hohen Temperaturen wohl? Kriechtiere 3. Wie viele Wochen kommen Kamele ohne Wasser aus? Drei 7. Viele Tiere der Wüste kommen lange Zeit aus, ohne . zu müssen. trinken 8. In der sonnenarmen Zeit (z.B. abends) gehen die meisten Tiere auf . Nahrungssuche 10. Welches Tier verwandelt sein Brustgefieder in einen Wassertank? Flughuhn 11. Die Kamele zehren von den in ihren Höckern angereicherten . Fettreserven 12. Worin vergraben sich einige Tiere tagsüber? Sand Senkrecht 2. . vergraben sich bei Gefahr durch rasche Bewegungen ihres Körpers im Sand. Eidechsen 4. Welche Tiere sind in Afrika sehr gefürchtet? Wüstenheuschrecken 5. Wessen Rückenfell ist wie der Sand gefärbt? Dünengazelle 6. Einige Tiere verstecken sich in . Erdhöhlen 9. Wie viele Liter Wasser kann ein Kamel in 10 Minuten aufnehmen? Hundert 10. Vom Passatwind lassen sich Heuschrecken in . Gebiete tragen. fruchtbare 12. Wohin ziehen sich einige Tiere tagsüber zurück? Schatten