Arbeitsblatt: Lebensraum Wüste Teil 5: Rätsel und Gefahren

Material-Details

Unterrichtseinheit über die Wüste. Die Einheit basiert zT auf dem Buch "Was ist was? Die Wüste" und enthält pro Kapitel jeweils Infotexte, Bilder und unterschiedliche Aufträge. Die Einheit besteht aus 10 Teilbereichen. Bei den Lückentexten sind die Lösungen dabei.
Geographie
Gemischte Themen
6. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

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684
4
19.12.2013

Autor/in

Heidi Bacher
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wüsten geben Rätsel auf Was ist eine Fata Morgana? Wer durch die Wüste reist, glaubt seinen Augen oft nicht zu trauen. In der ausgedörrten hitzeflimmernden Ebene taucht plötzlich greifbar nah ein glitzernder See auf, von Palmen dicht umsäumt – eine schattige, zum Rasten einladende Oase. Der Reisende treibt sein Reittier an. Doch so rasch er auch reiten mag, dem ersehnten Ziel kommt er keinen Schritt näher. Bald stellt er enttäuscht fest – die Wüste hat ihn genarrt! Es war nur ein Trugbild, eine Fata Morgana. Die Luftspiegelung einer fernen Oase weit hinter dem Horizont. Solche irritierenden Luftspiegelungen entstehen nur in überwiegend flachen Landschaften mit sehr heissem Klima, wenn erhitzte Luftschichten einander überlagern. Welche Bedingungen braucht es für das Auftreten einer Fata Morgana? Warum wird es in Trockenwüsten nachts sehr kalt? Ein altes arabisches Sprichwort sagt: Die Wüste ist ein wird. Wie kommt das? Während des wird ein Teil jener Land, in dem es sehr wenn bei uns die Sonne scheint, die durch ihre Strahlen zur aufgenommen. Der andere Teil die sowie den Strassen und Plätze. dieser Wärme wieder in den meisten die Pflanzen, entweicht etwa die Ungefähr 20 Prozent werden jedoch von der schützenden Wolkendecke festgehalten, weitere 20 Gewässern, Pflanzen und unserer gelangt von den vom Boden, den Umwelt. Dadurch sich die der Erde nachts nicht so stark ab. Da der Himmel über den Wüsten meist ist und am Boden kaum Pflanzen wachsen, erreichen die und tagsüber fast ungehindert den ihn stark auf – bis zu einer Temperatur von 76 Grad Celsius! Wer dort barfuss läuft, verbrennt sich die Fusssohlen. Sobald jedoch die Sonne kann die Luft ungehindert , weil über der Wüste die schützende und Wärme haltende Wolkendecke . Die rasch gegen Himmel . Das bewirkt nach Wärme entweicht in die oberen geradezu einen am Boden. Häufig sinkt die in der Wüstennacht um einige Grad unter Null, und morgens sind zum Beispiel die Zelte der Nomaden mit Reif bedeckt. kalt, Nachts, Häuser, Wärme, Erde, Sonnenstrahlen, erwärmt, fehlt, untergeht, Boden, erwärmte, Gewässer, Prozent, Wolkendecke, Tages, bebauten, Wüstenboden, wolkenlos, Quecksilbersäule, kühlen, Landschaften, heizen, aufsteigen, Prozent, abgestrahlte, Sonnenuntergang, Hälfte, Wolken, Temperatursturz, heisses, Luftschichten, Weltraum Warum wird es in Trockenwüsten nachts sehr kalt? Ein altes arabisches Sprichwort sagt: Die Wüste ist ein heisses Land, in dem es sehr kalt wird. Wie kommt das? Während des Tages, wenn bei uns die Sonne scheint, wird ein Teil jener Wärme, die durch ihre Strahlen zur Erde gelangt von den Wolken aufgenommen. Der andere Teil erwärmt den Boden, die Pflanzen, die Gewässer, sowie Häuser, Strassen und Plätze. Nachts entweicht etwa die Hälfte dieser Wärme wieder in den Weltraum. Ungefähr 20 Prozent werden jedoch von der schützenden Wolkendecke festgehalten, weitere 20 Prozent vom Boden, den Gewässern, Pflanzen und unserer bebauten Umwelt. Dadurch kühlen sich die meisten Landschaften der Erde nachts nicht so stark ab. Da der Himmel über den Wüsten meist wolkenlos ist und am Boden kaum Pflanzen wachsen, erreichen die Sonnenstrahlen tagsüber fast ungehindert den Wüstenboden und heizen ihn stark auf – bis zu einer Temperatur von 76 Grad Celsius! Wer dort barfuss läuft, verbrennt sich die Fusssohlen. Sobald jedoch die Sonne untergeht, kann die erwärmte Luft ungehindert aufsteigen, weil über der Wüste die schützende und Wärme haltende Wolkendecke fehlt. Die rasch gegen Himmel abgestrahlte Wärme entweicht in die oberen Luftschichten. Das bewirkt nach Sonnenuntergang geradezu einen Temperatursturz am Boden. Häufig sinkt die Quecksilbersäule in der Wüstennacht um einige Grad unter Null, und morgens sind zum Beispiel die Zelte der Nomaden mit Reif bedeckt. Welche Gefahren lauern in Wüsten? Gefahren in der Wüste werden häufig unterschätzt. Jedes Jahr verdursten in den Trockengebieten der Erde zahlreiche Menschen. Besonders berüchtigt ist die weite wasserlose Nullaborebene im Südwesten Australiens, eines der ödesten Wüstengebiete des fünften Kontinents. Schilder weisen hier den Autofahrer darauf hin, dass es im Umkreis von 1200 Kilometern kein Trinkwasser und keine Tankstelle gibt. Wer abseits der Hauptpiste stecken bleibt und nicht ausreichend Wasser mit sich führt, ist ohne Hilfe verloren. Von allen Unbilden der Wüste muss der Mensch die heissen Staub- und Sandstürme am meisten fürchten. Sie können plötzlich auftreten und stunden- oder sogar tagelang anhalten. Wenn sie heranziehen, verdunkeln gelbe schmutzige Staubwolken den Himmel. Bedrückende Stimmung macht sich breit. Viele Menschen bekommen stechende Kopfschmerzen oder fühlen sich unbehaglich. Auch die Tiere sind merkwürdig teilnahmslos. Schmerzhaft peitschen die vom Sturm getriebenen Sandkörnchen ins Gesicht. Man sieht nichts mehr, die Orientierung geht verloren. Die glühend heisse Luft trocknet alles aus. Innerhalb weniger Stunden können mühsam bewässerte Kulturen zerstört und verdorrt sein. Zugleich entsteht tödliche Gefahr durch den vom Sturm herangeführten tückischen Treibsand. In ihm können Mensch und Tier, wenn sie hineingeraten, uferlos versinken. Sand der Sahara auf Gran Canaria Der Harmattan, ein staubig heisser Nordostpassatwind, weht in den Wintermonaten oft tagelang, mitunter sogar mehrere Wochen hindurch. Er trägt unglaubliche Mengen Flugsand aus der Sahara weit fort über das Meer. Auf bis zu 500 Tonnen wird die Sandmenge geschätzt, die der Harmattan jährlich allein nach Gran Canaria transportiert. Dort entstand im Süden der Insel eine Dünenlandschaft. Zähle die Gefahren auf, die in Wüsten lauern. Wie entstehen Wanderdünen? Obwohl nur ein Fünftel der Sahara mit Sand bedeckt ist, lagern in der grossen Wüste doch ungeheure Flugsandmassen. Dabei handelt es sich um den Sand urzeitlicher Meere, um von Flüssen angeschwemmten Sand und um das zu Sand und Staub zerfallene Material einstiger Gebirge. In den Ebenen trennen heftige Winde den leichten Sand vom schweren Kiesel, tragen ihn kilometerweit fort und häufen ihn anderswo wieder zu Dünen auf. Wanderdünen sind Kunstwerke des Windes. Modelliert von der jeweils vorherrschenden Windrichtung und Windstärke, bilden sich vielfältige Dünenformen. Wo verschiedene Dünensysteme aufeinander treffen, entstehen dabei oft mächtige Sandpyramiden. Doch die Schönheit der Wanderdünen steht im Widerspruch zu ihren tödlichen Auswirkungen auf alles Leben in der Wüste. Wanderdünen ersticken den dürftigen Pflanzenwuchs, schütten Wasserlöcher zu oder begraben Siedlungen und Oasen. Unter Flugsanddünen verschwanden schon die ältesten Städte in der mesopotamischen Tiefebene, darunter vor 200 Jahren die Stadt Ur. Einzig die noch spärlich in der Wüste gedeihenden Pflanzen, sofern sie sich unter günstigen Bedingungen vermehren können, sind imstande, den wandernden Sand festzuhalten. . . . . . . . . . . . .