Arbeitsblatt: Streichgeschichte

Material-Details

Einführungsgeschichte um Streichgeschichten zu schreiben
Deutsch
Texte schreiben
5. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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1120
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05.01.2014

Autor/in

Stefan Schibli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Heute war es wieder soweit. Mein bester Freund, Mike kam zu mir nach Hause. Ihn kenne ich schon seit längerer Zeit, ich glaube etwa seit ich drei bin. Aber so genau erinnere ich mich nicht daran. Mit ihm kann ich über Gott und die Welt sprechen und langweilig wurde es uns auch noch nie. Mit ihm macht alles Spass. Wir gingen zur gleichen Lehrerin zur Schule, zu Frau Pfister und heute war sie wohl besonders gut drauf, sie gab uns nämlich keine Hausaufgaben. Das kam praktisch nie vor. Gerade eben fertig mit dem Mittagessen, klingelte es an der Tür. „Hey Gregor, wie geht es dir? Schon lange nicht mehr gesehen, sagte Mike mit einem grinsen zu mir. Gerade eben, hatten wir uns verabschiedet. Mike liebte es, mich zu ärgern. Er zog seine Sneakers aus und trat herein. Meine Mutter kam zur Tür, begrüsste ihn und fragte gleich: „Na Jungs, was habt ihr denn heute vor?. Meine Mutter war ein bisschen aufdringlich, das nervte manchmal sehr. Wir sagten, wir würden Hausaufgaben erledigen, weil Frau Pfister uns wieder so viel aufgebrockt hätte. Sie schaute ein bisschen verdutzt, glaubte uns schliesslich und liess uns gehen. Kichernd verschwanden wir in meinem Zimmer. Ich wollte Mike mein neues Videospiel zeigen, doch der hatte eine bessere Idee. „Komm wir spielen deiner Mutter einen Streich! Das war sie, seine tolle Idee. Naja, fand ich zu Beginn, doch Mike gab nicht auf: „Ja, das wird super! Wir könnten ja zum Beispiel Spülmittel in ihren Kaffee kippen. „Auf keinen Fall, das wird sie gar nicht lustig finden!, rief ich dazwischen. „Ich habs!, schrie Mike auf! „Wir rufen deine Mutter an und tun so, als wären wir Frau Pfister! „Oh ja, das klingt schon besser, sagte ich begeistert. Eine ganze Weile übten wir zusammen unter meiner Bettdecke, die Stimmer unserer Lehrerin nachzumachen. Irgendwann meinte Mike schlussendlich: „Ok, ich denke das reicht, los gehts! Ohne weiter darüber nachzudenken, was wir überhaupt meiner Mutter sagen würden, griff Mike zum Hörer, wählte die Nummer und wartete auf eine Antwort. Driiing. Driiing. Mit einem energischen „Ja, Hallo, hier ist Siegel am Apparat meldete sich meine Mutter. Schlagfertig wie immer antwortete Mike sofort: „Guten Abend Frau Siegel, hier ist Frau Pfister, die Lehrerin von Tobias. Ich rufe an wegen den Hausaufgaben. Es ist so, dass Tobias schon sein mehreren Wochen keine Hausaufgaben mehr erledigt hat. Ich schaute Mike böse an. Wieso immer ich und nicht er, dachte ich mir, doch Mike sprach unbeeindruckt weiter: „Jedenfalls geht das so nicht weiter! Die Mutter war ganz baff und wusste gar nicht was antworten. „Ich kann mir das gar nicht vorstellen, Tobias arbeitet jeden Tag an seinen Hausaufgaben. Jetzt sitzt er gerade mit Mike im Zimmer und macht seine Hausaufgaben, aber ich werde gleich nachschauen gehen und ihn fragen was das soll. Mike sah langsam etwas beunruhigter aus, drückte das Telefon ins Kopfkissen und sagte: „Schnell, sie kommt! Wir müssen uns verstecken! Ich geriet in Panik und wusste nicht wohin. Schlussendlich verkroch ich mich noch rechtzeitig unter mein Bett, gerade bevor die Zimmertüre aufging und meine Mutter mit dem Telefon in der Hand zwischen dem Türrahmen stand. „Tobi, Mike!! Wo seid ihr?, schrie meine Mutter, als sie empört feststellte, dass das Zimmer leer war. Ich blieb regungslos unter meinem Bett liegen und probierte, möglichst nicht zu atmen. „Tobias! Zeig dich, ich muss mit dir sprechen! Das wird Folgen haben! „Tobias, mach deine Hausaufgaben, tönte es plötzlich von der Lehrerin aus dem Kleiderschrank. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen und auch Mike begann laut zu lachen. Meine Mutter öffnete den Kleiderschrank und als sie sah, dass Mike das Telefon in der Hand hielt, verstand sie sofort, wer hinter dem Anruf steckte. Auch sie musste laut lachen. „Na wartet, das kriegt ihr zurück, ihr Bengel.!