Arbeitsblatt: Weltbilder

Material-Details

Zusammenfassender Überblick für Sek B-SchülerInnen, einsetzbar auf Stufen 7-9. Einzelarbeit und dann darauffolgende Partnerarbeit zur Thematik der Weltbilder, geo- sowie heliozentrisches Weltbild, fächerübergreifend auch in die Astronomie/Geografie hineinverzahnt.
Geschichte
Gemischte Themen
8. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

126134
917
27
06.01.2014

Autor/in

Linda Reich
Felsenhofstrasse 16
8400 Winterthur

078 847 88 98
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Name: Weltbilder 1. Die Form der Erde Heute können wir in den Atlas schauen, und wissen, wie die Erde aussieht, welche Formen die Kontinente haben und wie gross ihr Durchmesser ist. Doch früher kannten die Menschen nur ihre nächste Umgebung. Erst die Zeit und die Technik ermöglichte es, die Lage der Länder, Meere, Flüsse und Gebirge richtig aufzuzeichnen. Hier ist eine alte Weltkarte: Welche Unterschiede zur heutigen Karte findest du? Karte der Weltscheibe von oben von 1450 Der Grieche Hekataios, der um 500 BC lebte, hielt die Erde für eine Scheibe, die auf einem Weltmeer schwimme. Je weiter die Griechen aber dann reisten und Handel trieben, desto mehr erfuhren sie. Sie fanden heraus, dass die Erde eine Kugel war, obwohl noch niemand darum herum gefahren war. Allerdings waren sie sich nicht einig darüber, wie gross der Umfang der Erdkugel war. Einer errechnete ihn auf 40000 Kilometer, ein anderer nur auf 30000 Kilometer. Heute wissen wir, dass er Kilometer beträgt. Der berühmteste Geograph, der behauptete, dass die Erde eine Kugel sei, hiess Ptolemaios. Er lebte 150 AD. Um AD ging das Römerreich unter. Die Europäer trieben in dieser Zeit nur wenig Handel und kamen kaum auf der Welt umher. So ging vergessen, was die Griechen längst herausgefunden hatten. Sie dachten wieder wie früher, dass die Erde eine vom Ozean umgebene Scheibe sei. Erst um 1400 AD begannen europäische Gelehrte, alte Bücher, zum Beispiel von Ptolemaios, wieder zu studieren. Sie erfuhren daraus, was die alten Griechen schon längst gewusst hatten: Dass die Erde eine Kugel ist. Es war allerdings immer noch niemand um die Erde herumgefahren. 2. Die Erde und das Weltall Schon in früherer Zeit erkannten die Menschen, dass ohne Sonne kein Leben möglich ist. Man unterschied Tag und Nacht und fragt sich, wo die Sonne in der Nacht wohl hinging. Auch dass der Mond manchmal ganz, manchmal nicht und manchmal zur Hälfte sichtbar war, liess die Menschen nachdenken. Sonne und Mond schienen sich um die Erde zu bewegen. Doch was waren die Sterne? Fest am Himmel angemacht? Ptolemaios fasste alle Beobachtung um 150 AD zusammen: Die Erdkugel ist der Mittelpunkte des Weltalls und bewegt sich nicht. Um sie herum kreisen der Mond, dann die Planten Merkur und Venus, dann die Sonne (einmal pro Tag), dann die anderen Planeten und schliesslich die Sterne. Dieses Weltbild heisst „geozentrisches Weltbild, weil die geo (so heisst die Erde auf Griechisch) nach diesem Weltbild im Zentrum ist. Zeichne die Vorstellung von Ptolemaios über die Erde und das Weltall: Ein polnischer Astronom namens Nikolaus begann aber im. Jahrhundert an dieser Vorstellung von Ptolemaios zu zweifeln. Er sagte, dass die Sonne gar nicht so schnell fräsen könne, dass sie einmal pro Tag um die Erde kreisen könnte. Er entwickelte eine ganz neue Theorie: • • • • Die Erde dreht sich einmal pro Tag um sich selbst. Die Erde läuft einmal pro Jahr um die Sonne. Der Mond läuft einmal in Tagen um die Erde. Die anderen Planeten laufen ebenfalls um die Sonne. Kopernikus konnte seine Theorie aber noch nicht beweisen. Das konnte erst Galileo Galilei etwa 100 Jahre nachher. Er erfand das erste Fernrohr und beobachtete, dass auch Monde um den Planet Jupiter kreisen. Immer bessere Instrumente ermöglichten immer genauere Beobachtungen. Neue Planeten wurden entdeckt. Auch die anderen Sterne wurden untersucht, und es stellt sich heraus, dass sie auch Sonnen sind wie unsere Sonne, aber einfach viel weiter entfernt. Dieses Weltbild heisst „heliozentrisches Weltbild, weil die helios (so heisst die Sonne auf Griechisch) bei dieser Vorstellung im Zentrum steht. Name: Solang der Mensch auf der Erde blieb, hatten die Erkenntnisse von Kopernikus keinen Nutzen. Dies änderte sich aber, als der Mensch begann, ins Weltall vorzudringen, beispielsweise als er auf dem Mond landete. Nur dank der richtigen Vorstellungen war es möglich, Erd-, Mond-, Planetenbahnen möglichst genau zu berechnen und Raketen und Satelliten zum gewünschten Ziel abzuschiessen. 3. a) Partnerarbeit Quiz • Helft einander, die Lücken bei 1 2 auszufüllen. • Beantwortet zu zweit die folgenden Fragen mit Hilfe des Wissens, das ihr euch soeben angeeignet habt: Ptolemaios hat etwas Richtiges und etwas Falsches herausgefunden 150 AD. Was ist das Richtige? Und was hat sich als Fehlinformation herausgestellt? b) Was dachten die Menschen wann? Kreuze an. Griechen (Ptolemaios) Mittelalter (vor Kopernikus) Neuzeit (nach Kopernikus Die Erde ist eine Scheibe. Die Erde ist eine Kugel. Die Erde ist Mittelpunkt der Welt. Alle Himmelskörper drehen sich um die Erde. Die Sonne ist Mittelpunkt unseres Planetensystems. Die Erde kreist um die Sonne. c) Schreibe an: „Geozentrisches Weltbild und „Heliozentrisches Weltbild: d) Zeichnet hier das Weltbild mit Sonne, Mond und Planeten, welches wir heute haben.