Arbeitsblatt: Lebensläufe Entdecker

Material-Details

Lebensläufe zu den Entdeckern Magellan, Diaz, da Gama, Cook
Geschichte
Neuzeit
7. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

126687
582
10
17.01.2014

Autor/in

Barbara Inderbitzin
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Fernando Magellan (*1480 in Sabrosa [Portugal]; † 1521 auf Mactan [Philippinen]) Magellan war portugiesischer Staatsbürger, er legte jedoch nach einem Streit mit dem Königshof die Staatsbürgerschaft ab und wurde 1517 Spanier. Man wusste, dass hinter dem Kontinent, den Kolumbus entdeckt hatte, ein weiteres Weltmeer liegt, nämlich der Pazifik. Man nahm also an, dass man einen Seeweg rund um Südamerika finden könnte, über den man weiter nach Indien und zu den Molukken (Gewürzinseln) gelangen könnte und dann weiter um den Kontinenten Afrika herum wieder nach Europa zurück. Magellans Ziel war es, die ganze Welt zu umsegeln. Er trug den Plan dem spanischen König Karl I. vor, der ihm dann fünf Schiffe zur Verfügung stellte. Am 20. September 1519 stach Magellan in See. Zuerst fuhr er bis zu den Kanarischen Inseln, dann weiter nach Süden an der afrikanischen Küste entlang. Schliesslich drehte er nach Westen ab und erreichte am 13. Dezember 1519 die Bucht von Rio de Janeiro an der südamerikanischen Küste. Magellan fuhr weiter nach Süden, bis er am 31. März 1520 San Julian erreichte und sich entschloss, dort den Winter zu verbringen. Im Oktober desselben Jahres stach er wieder in See und erreichte ein Kap, welches er „Cabo Virgenes (Kap der Jungfrauen) nannte. Hier hatte er die Durchfahrt zum Pazifik gefunden, denn bisher bewegte er sich immer noch auf dem Atlantik. 38 Tage brauchten Magellan und seine Besatzung, um durch die gefährliche und enge Passage zu segeln, die später nach ihm benannt wurde. Weiter segelten sie zunächst nordwärts an der Küste Südamerikas entlang und dann westwärts aufs offene Meer hinaus, wo sie 100 Tage verblieben. Viele Männer der Besatzung starben an Skorbut und Hunger, weil die Nahrung nicht ausreichte und weil man nirgends einen Zwischenhalt machen konnte, um Frisches zu holen. Am 6.März 1521 stiessen sie dann endlich auf eine Inselgruppe, die heute Marianen-Inseln genannt werden. Dort konnten sie Lebensmittel und frisches Wasser an Bord nehmen. Sie segelten weiter zu den Philippinen. Es kam zu einer Auseinandersetzung mit den Einheimischen und Magellan wurde getötet! Ein Stellvertreter Magellans, Juan Sebastian Elcano, segelte schliesslich weiter zu den Molukken, wo das letzte verbleibende Schiff, die „Victoria, mit Gewürzen beladen wurde und schlussendlich am 6.September 1522 mit gerade noch 18 Überlebenden nach Spanien zurückkehrte. Alle anderen Schiffe mussten schon vorher entweder zurückgelassen werden, gingen in Auseinandersetzungen mit Einheimischen in Flammen auf, strandeten oder kehrten früher nach Spanien zurück. Mit dieser Reise konnte zum ersten Mal bewiesen werden, dass die Erde eine Kugel ist und es möglich ist, auf dem Weg Richtung Westen nach Asien (also in den Osten) zu gelangen! Bartolomeo Diaz (* 1450 Algarve [Portugal]; † 1500 südlich des Kaps der Guten Hoffnung) Über das Leben von Bartolomeo Diaz vor seiner grossen Entdeckungsreise ist wenig bekannt. Diaz bekam 1486 von König Johann II. von Portugal den Auftrag, die Südspitze des Kontinents Afrika zu finden, sie zu umsegeln und wenn möglich bis nach Indien vorzustossen. Bis dahin hatten die Portugiesen schon etliche Versuche unternommen, rund um Afrika Richtung Indien zu gelangen, weil sie hofften, dort auf die Länder zu treffen, aus denen die Araber ihr Gold bezogen. Sie hatten jedoch keine Ahnung, wie gross Afrika war und wie es aussah. Schliesslich wurden zahlreiche Kapitäne von Heinrich dem Seefahrer (* 1394, † 1460; er war der Sohn des portugiesischen Königs) von Portugal aus losgeschickt, um ihre Etappen aufzuzeichnen und die geografischen Daten, welche sie auf ihrer Etappe gesammelt hatten, aufzuschreiben. Dadurch wurden die Portugiesen zu den besten Geografen der damaligen Zeit. Der grösste Erfolg für Heinrich den Seefahrer war es, als man das Kap Verde erreichte. Diese Entdeckung widerlegte nämlich die weit verbreitete Vorstellung der Europäer, dass je weiter man nach Süden gelange, desto heisser und lebensfeindlicher es werde – im äussersten Süden koche das Meer und die Schiffe würden verbrennen Dem war aber nicht so. Mit der Zeit merkten die Portugiesen auch, dass die Goldländer nicht an der Küste, sondern im Innern Afrikas lagen. Sie erkannten aber gleichzeitig auch, dass die Küste Afrikas südlich des Kap Verde nach Osten abbog. Sie setzten sich dann das Ziel, um die Südspitze Afrikas herum nach Indien zu fahren, um Gewürze und Edelsteine einzukaufen und dann anstelle der Araber und Italiener riesige Gewinne einzusacken. Bartolomeo Diaz brach schliesslich Ende August des Jahres 1487 mit drei Schiffen auf. Er segelte an der afrikanischen Westküste entlang bis zum südlichsten Punkt Namibias, der den Portugiesen damals bekannt war. Von der Walfisch Bay aus fuhr er weiter Richtung Süden und wurde von Stürmen über das Kap der Guten Hoffnung getrieben – den südlichsten Punkt Afrikas. Von da an wusste er, dass er den Weg um Afrika herum gefunden hatte und der weitere Weg nach Indien für seine Nachfolger geebnet war. Wegen seiner an Skorbut erkrankten Besatzung musste er jedoch umkehren und erreichte Ende Dezember 1488 Lissabon wieder. Da Bartolomeo Diaz es nicht geschafft hatte, Indien ganz zu erreichen, betraute König Manuel I. seit 1495 Portugals König (als Nachfolger von Johannes II.), Vasco da Gama mit der Mission, die „Gewürzroute nach Indien zu finden. Bartolomeo Diaz stand Vasco da Gama vor allem als Berater zur Seite und er begleitete ihn auch bis zu den Kapverdischen Inseln. Diaz war noch an einigen Indien-Exkursionen dabei. Um 1500 nahmen die Portugiesen schliesslich auch Brasilien in Besitz. Auf der Überfahrt nach Südamerika starb Bartolomeo Diaz in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung, weil das Schiff in einem Sturm unterging. Vasco da Gama (* 1469 in Sines [Portugal]; † 24. Dezember 1524 in Cochin [Indien]) Vasco da Gama stammt aus einer portugiesischen Adelsfamilie. Er trat um 1480 dem Ritterorden von Santiago bei – eine katholische Lebensgemeinschaft, die ein spirituelles Leben in der Gemeinschaft führt und dieselben Ziele, Verhaltensweisen und Regeln verfolgt. Seinen ersten Einsatz auf hoher See hatte da Gama, als ihn König Johann II. von Portugal 1492 beauftragte, sich an französischen Handelsschiffen zu rächen, weil französische Piraten immer wieder portugiesische Schiffe vor der westafrikanischen Küste angegriffen hatten. Er wurde an die Häfen von Setúbal (in Portugal) und in der Algarve geschickt, um da die französischen Handelsschiffe zu konfrontieren. Vasco da Gama hatte gute Beziehungen zum portugiesischen Königshof, denn schon sein Vater arbeitete für König Johann II. und sein Sohn, Manuel I. (welcher ab 1495 über Portugal regierte), verstand sich auch gut mit Vasco da Gama und gab ihm schliesslich den grossen Auftrag, die „Gewürzroute nach Indien auf dem Ostweg zu finden. Um zu verstehen, warum Vasco da Gama losgeschickt wurde, um über den Ostweg (also rund um den Kontinenten Afrika) nach Indien zu fahren, muss man die Vorgeschichte der Portugiesen kennen. Sie versuchten nämlich schon lange, auf diesem Weg nach Indien zu gelangen. Sie hofften, so auf die Länder zu treffen, aus denen die Araber ihr Gold bezogen. Sie hatten jedoch keine Ahnung, wie gross Afrika war und wie es aussah. Schliesslich wurden zahlreiche Kapitäne von Heinrich dem Seefahrer (* 1394, † 1460; er war der Sohn des portugiesischen Königs) von Portugal aus losgeschickt, um ihre Etappen aufzuzeichnen und die geografischen Daten, welche sie auf ihrer Etappe gesammelt hatten, aufzuschreiben. Dadurch wurden die Portugiesen zu den besten Geografen der damaligen Zeit. Am 8.Juli 1497 verliess Vasco da Gama den Hafen in Lissabon mit vier Schiffen. Er selbst hatte kaum Erfahrungen in der Seefahrt gesammelt, darum begleitete ihn der Entdecker des Kaps der Guten Hoffnung – Bartolomeo Diaz – auf einem Teil der Reise (bis zu den Kapverdischen Inseln). Das Ziel der Expedition war es, den arabischen, persischen, türkischen und venezianischen Zwischenhandel auszuschalten, der Gewürze wie etwa Pfeffer in Europa extrem verteuerte. Man wollte also endgültig nach Indien gelangen und so die „Gewürzroute dahin finden. Bei der Fahrt durch den Atlantik legte Vasco da Gama den Kurs seiner Flotte so an, dass sie sich von der Küste löste und in Richtung Westen ausholte. Sein Ziel war es, so bessere Windverhältnisse ausnutzen zu können. Schliesslich erreichten da Gama und seine Mannschaft am 4. November 1497 die Sankt-Helena-Bucht an der Westküste Afrikas und umsegelten anschliessend das Kap der Guten Hoffnung weitläufig. Am 25. November 1497 erreichten sie die Mossel Bay (oder Mosselbaai), eine Bucht, die östlich des Kaps der Guten Hoffnung liegt. Von dort aus ging es für lange Zeit weiter entlang der ostafrikanischen Küste. Am 7. April 1498 erreichten Vasco da Gama und seine Leute Mombasa und wenig später Malindi, wo der ansässige Sultan den Seeleuten einen Navigator für die Überfahrt nach Indien zur Verfügung stellte. Mit dessen Hilfe war Vasco da Gama am 20. Mai 1498 dann endlich am Ziel: Er landete an der indischen Malabarküste nahe der Stadt Calicut. Zum ersten Mal hatte ein europäisches Schiff Indien auf dem Seeweg erreicht, indem es Afrika umsegelte! Er schloss einen Handelsvertrag mit dem Herrscher Calicuts und konnte sich dann am 8.Oktober 1498 wieder auf den Weg zurück nach Portugal machen. Die Schiffe waren voll beladen mit kostbaren Gewürzen, die in der Heimat zu hohen Preisen verkauft werden sollten. Vasco da Gama kam erst am 9. September 1499 fast genau zwei Monate nach der Ankunft des ersten Schiffs seiner Flotte wieder im Hafen in Lissabon an, wo er unter großem Jubel willkommen geheissen wurde. Diese lange Reise war aber nicht die einzige im Lebenslauf da Gamas: Immer wieder machte er sich unter der Flagge Portugals auf den Weg nach Indien und machte sein Heimatland zur Nummer eins im globalen Gewürzhandel. Er legte auch den Grundstein für spätere portugiesische Kolonien in Indien. Auf seiner letzten Indienreise 1524 starb er schliesslich nach langer Krankheit. James Cook (* 1728 in Marton [England]; † 14.Februar 1779 auf Hawaii) James Cook war der Sohn eines schottischen Tagelöhners, besuchte die Dorfschule auf Kosten eines Dienstherren seines Vaters und machte eine Lehre in der Gemischtwarenhandlung eines Quäkers (Religiöse Gesellschaft der Freunde; eine christliche Religionsgemeinschaft, die vor allem in den englischsprachigen Teilen der Welt und in Afrika verbreitet ist). Durch die Kontakte mit Quäkern kam Cook zur Seefahrt, er selbst wurde aber nie Mitglied der Quäker. Er arbeitete für die Royal Navy und hatte schon einige Erkundungsfahrten nach Nordamerika unternommen. So wurde er ein hervorragender Schiffsführer und Kartograf und er beobachtete auch häufig Sternbilder. Am 26.August 1768 fuhr James Cook mit seinem Schiff vom Hafen Plymouth in England zu seiner ersten der drei Expeditionen los. Er nahm noch Naturforscher, Astronomen und Landschaftsmaler mit. Ziel der Reise war Tahiti. Sie segelten auf südlichem Kurs an Südamerika vorbei und erreichten dann bei Kap Hoorn die Südspitze Südamerikas und gelangten so vom Atlantik in den Pazifik. In Tahiti angekommen, beobachtete er, wie der Planet Venus sich für einen Moment vor die Sonne schiebt. Die Venus ist dann als kleiner Punkt vor der Sonne zu sehen. Durch Vergleiche aus Beobachtungen der Venus an verschiedenen Punkten wollte Cook die Entfernung zwischen Erde und Sonne berechnen. Er wollte aber nicht nur auf Tahiti bleiben – er hatte den Auftrag, den unbekannten Kontinenten „terra australis zu finden. Tatsächlich sichtete er am 7.Oktober 1769 Neuseeland und kartografierte es ausführlich. So stellte er fest, dass Neuseeland aus zwei Inseln besteht. Die Durchfahrt zwischen den beiden Inseln wurde nach ihm benannt. Anschliessend fuhr er weiter zur Ostküste Australiens, die er am 19.April 1770 erreichte. Er und seine Besatzung waren die ersten Europäer, die Australien betreten hatten. Sie segelten weiter über Neuguinea nach Java, wo viele von Cooks Besatzung an Malaria und Ruhr erkrankten. Er verlor einen Drittel seiner Besatzung. Er kehrte schliesslich nach England zurück, wo er am 13.Juli 1771 ankam. Die Reise war für die Erkundung der Welt ein voller Erfolg! Man hatte neue Informationen über damals noch viele unbekannte Teile des Pazifiks gesammelt und gleichzeitig zahlreiche Gebiete für England in Besitz genommen. Ein Jahr später, also um 1772 brach James Cook zu seiner zweiten Reise auf. Er wollte endgültig herausfinden, ob es einen noch unbekannten Südkontinent gibt. Dieses Mal segelte er mit zwei Schiffen. Cook fuhr an Afrikas Südspitze vorbei weit nach Süden – noch nie hatte sich ein Mensch so weit bis zum Packeis der Antarktis vorgewagt. Er war nur noch 75km vom antarktischen Kontinenten entfernt! Er fuhr jedoch weiter durch den Pazifik zur Osterinsel, nach Tahiti, zu den neuen Hebriden und nach Neukaledonien. Schliesslich kehrte er am 30.Juli 1775 nach England zurück. Die Frage, ob es im Norden des amerikanischen Kontinents eine Durchfahrt vom Pazifik in den Atlantik gab, spornte Cook zu seiner dritten Reise an. Mit zwei Schiffen fuhr er am Kap der Guten Hoffnung um Afrika herum in den Indischen Ozean und weiter nach Tahiti. Von hier aus nahm er Kurs auf Norden und kam zu den Aleuten (Inselkette vor Kanada). Er fuhr ins Beringmeer und weiter ins Nordpolarmeer. Noch einmal (wie schon bei seiner zweiten Reise in die Nähe des antarktischen Kontinents) wurde er durch das Packeis zur Rückkehr gezwungen. Eine Durchfahrt zum Atlantik hat er nicht gefunden. Er landete schliesslich im Januar 1779 auf Hawaii, wo er den Winter verbringen wollte. Er und seine Besatzung waren erschöpft und enttäuscht, dass sie die Durchfahrt nicht gefunden hatten. Erst wurden sie von den Einheimischen freudig empfangen. Nach und nach verschlechterte sich die Stimmung jedoch und die beiden Parteien fingen sich an zu streiten. Cook starb 1779 in einem Gefecht – er wurde von Einheimischen niedergestochen. James Cook hat sehr lange Reisen gemacht. Seine Besatzung war kaum krank – sie hatten weder Skorbut, noch andere „Schiffskrankheiten. Er wirkte dem Skorbut mit zwei einfachen Methoden entgegen: Er verabreichte seiner Besatzung Zitronensaft und Sauerkraut. So verhinderte er die Mangelerscheinungen an Vitamin erfolgreich.