Arbeitsblatt: Napoleon

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Lückentext
Geschichte
Anderes Thema
7. Schuljahr
5 Seiten

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02.02.2014

Autor/in

Richard Keller
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Napoleon Bonaparte (* auf auf .) Sohn eines armen adeligen Rechtsanwaltes, wurde 1796 auf geboren, das damals seit einem Jahr zu gehörte. Nach dem Besuch der Militärschulen von Brienne und Paris zeichnete sich der 1793 vor Toulon im Kampf gegen die mit Frankreich verfeindeten aus und zerschlug 1795 im Auftrag des Direktoriums einen Royalistenaufstand Aufstand von Königsanhängern) in Paris. Als Anerkennung übertrug das Direktorium dem fähigen Heerführer, der dank günstiger Zeitumstände (Offiziermangel) eine steile Karriere durchlaufen hatte, den Oberbefehl über die Französische Armee in Italienfeldzug 1796 besiegte Napoleon in Oberitalien die und schloss 1797 den Frieden von Campo Formio, der die Vormachtstellung Frankreichs in Europa begründete. Österreich musste seinen Besitz in den Niederlanden, das linke Rheinufer und Mailand an Frankreich abtreten. In der Folgezeit entstanden verschiedene französische so die Cisalpinische (Mailand), die Ligurische (Genua), die Römische (Kirchenstaat) und die (Schweiz). Ägyptenfeldzug Frankreichs stärkster Gegner war Da ein Angriff auf die Insel zu gewagt schien, wollte Napoleon England in den schlagen, vor allem in Der kürzeste Weg dorthin führte über das Rote Meer. Um ihn zu sichern, eroberte Napoleon 1798 1799 mit seinen Truppen und bekämpfte in Palästina die Türken. Der englische Admiral Nelson vernichtete aber bei Abukir, in der Nähe von Alexandrien, die französische Flotte und stärkte dadurch die Seemacht seines Landes. Staatsstreich, Erster Konsul Als sich England, Russland und Österreich im Jahre 1798 zur zusammenschlossen und im folgenden Jahr den Franzosen in Europa schwere Niederlagen zufügten, liess Napoleon seine Armee in Ägypten im Stich und kehrte nach Frankreich zurück. Durch einen stürzte er das Direktorium; er änderte die Verfassung und wurde als erster Konsul zum Frankreichs. In den ersten Jahren seiner Herrschaft ordnete Napoleon den französischen Staat neu, behielt aber wichtige Errungenschaften der Revolution bei. Er schloss die Zentralisierung der Verwaltung ab, verschaffte dem Staat durch eine höhere Steuereinnahmen und schuf mit dem eine moderne Zivilrechtsordnung. Die Friedensschlüsse von Luneville (1801) mit Österreich und von Amiens (1802) mit England beendeten den zweiten Koalitionskrieg. Nun konnte auch die französische Armee aus Ägypten in die Heimat zurückkehren. Kaiser Napoleon Im Jahre 1804 wurde die Republik Frankreich in eine Monarchie mit erblichem Kaisertum umgewandelt. Nachdem das Volk den Beschluss gutgeheissen hatte, liess sich Napoleon vom Papst in der NotreDameKirche in Paris zum der Franzosen salben. Hierauf setze er sich selbst die Krone auf, dann seiner Gemahlin Josephine. Durch die Kaiserkrönung hoffte Napoleon, seine Herrschaft weiter zu festigen und vor allem zu legitimieren. 1805 liess er sich zum König von krönen; später wandelte er die Tochterrepubliken – zum Beispiel Holland, Westfalen und Neapel – auch in Königreiche um und setzte seine Verwandten oder verdiente Offiziere als Herrscher ein. Empire Das französische Empire nahm bewusst die Tradition des römischen Weitreichs auf, das Imperium Romanum. Paris sollte ein neues Rom werden. Wie einst Cäsar, erschien auch Bonaparte mit dem Lorbeerkranz; der Adler wurde wieder Feldzeichen der Armee; wie die römischen Kaiser liess Napoleon Triumphbogen bauen (Arc de Triomphe in Paris). Von Paris aus breitete sich der EmpireStil – ein Dekorationsstil für Möbel, Mode und Kunstgewerbe innerhalb der grösseren Stilepoche des Klassizismus – über ganz Europa bis nach Russland aus. Der Klassizismus betonte in Anlehnung an die Antike wieder die klare Gliederung von Bauten, liebte die Symmetrie, die Säulen und Giebel nach griechischem und römischem Vorbild. Auch in der Schweiz tragen viele Wohnhäuser und Villen, Gemeindehäuser, Schulhäuser, Gasthöfe und Kirchen die einfachen und strengen Formen des Klassizismus. Französische Vorherrschaft in Mitteleuropa 1805 schlossen sich England, Österreich, Russland und Schweden zur gegen Frankreich zusammen. Aber nur die Engländer waren erfolgreich: Bei an der Südküste Spaniens vernichtete Admiral die französische Flotte, verhinderte dadurch Napoleons Invasion in England und sicherte dem Inselstaat die Seeherrschaft. Auf dem Kontinent besiegte Napoleon 1805 die Österreicher (Kaiser Franz II.) und Russen (Zar Alexander I.) in der „Dreikaiserschlacht von in Mähren und war damit der unumstrittene Herrscher in Mitteleuropa. 1806 erklärte auch Preussen den Franzosen den Krieg. Auf sich allein gestellt, wurde es aber bei Jena und Auerstedt vernichtend geschlagen. An die Stelle des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation trat Napoleons Empire: Franz II. von Österreich legte die deutsche Kaiserkrone nieder und behielt den Kaisertitel nur noch für seine österreichischen Erblande. Kontinentalsperre Um seinen Hauptgegner England niederzuwerfen, verhängte Napoleon im Jahre 1806 gegen das Inselreich die Alle europäischen Häfen wurden für englische Schiffe und Waren gesperrt; keine Güter durften nach England ausgeführt werden. Mit dieser sollte Englands Handel und Industrie vernichtet werden. 1807 schloss Napoleon zu Tilsit Frieden mit Russland und Preussen. Russland erhielt Finnland, musste sich dafür aber auch an der Kontinentalsperre beteiligen. Frankreich beherrscht den europäischen Kontinent Um den Wirtschaftskrieg lückenlos durchführen zu können, liess Napoleon zwischen 1807 und 1810 auch den Spanien und Norddeutschland besetzen. Doch England konnte nicht niedergezwungen werden. Die europäischen Staaten litten nicht weniger unter der Sperre als die Engländer, die zudem dank (von und nach Holland), Schwarzhandel und Korruption die Blockade durchbrechen konnten. Widerstand der unterworfenen Völker 1808 kam es im französisch besetzten und 1809 im in Österreich und Preussen zu Volkserhebungen gegen Napoleon. Der von England unterstützte spanische Guerillakrieg stärkte den Widerstandswillen in ganz Europa. Heiratspolitik Da Napoleon aus der Ehe mit Josephine keine Nachkommen erhalten hatte, liess er sich scheiden und heiratete 1810 MarieLouise, die Tochter des Kaiser Franz von Österreich. Damit war ein weiteres Land dem französischen System eingegliedert. Und als 1811 ein Thronfolger geboren wurde, war auch die gesichert. Russlandfeldzug Russland setzte sich über die Bestimmungen des Friedens von Tilsit hinweg und hielt die Kontinentalsperre gegen England oft nicht ein. Darum entschloss sich Napoleon zum Krieg gegen Russland. Er zog 1812 mit mehr als einer halben Million Soldaten siegreich bis Trotzdem weigerten sich die Russen, auf Friedensverhandlungen einzutreten. Der der Hauptstadt, in der das französische Heer Winterquartier beziehen sollte, und die schwierige Versorgungslage zwangen Napoleon zum Rückzug. , , und ständige Angriffe der russischer Truppen führten zur Auflösung und Vernichtung der Grossen Armee. Sturz Napoleons Nach der Niederlage Napoleons verbündeten sich und im Jahre 1813 mit dem Ziel, Europa vom französischen Diktator zu befreien. und schlossen sich wenig später ebenfalls an. Österreich dagegen zögerte vorerst, weil es eine russische Vorherrschaft ebenso fürchtete, wie die französische. Im Oktober 1813 erlitt Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig eine entscheidende Niederlage. 1814 marschierten die Verbündeten in Paris ein. Napoleon musste zugunsten von Ludwig XVIII. abdanken und erhielt die Mittelmeerinsel als Exil zugewiesen. Während sich die Siegermächte an einer Konferenz in Wien () um neue Grenzen stritten, kehrte Napoleon im März 1815 aus seiner Verbannung nach Frankreich zurück. Nach einer wurde er aber bei in Belgien von den Engländern und Preussen endgültig geschlagen. Er ergab sich den Engländern, die ihn auf die Insel im südlichen Atlantik verbannten, wo er 1821 starb. Seit 1840 ist der in Paris Napoleons Grabstätte. Lückenbegriffe zum AB „Napoleon Bonaparte Hunger 1769 Staatsstreich Napoleon Bonaparte Invalidendom England Korsika Frankreich Militärdiktatur Krankheiten Brand Wiener Kongress Kaiser Elba Indien Sankt Helena Herrschaft von Hundert Tagen Kolonien Kirchenstaat Helvetische Republik Russland Zweiten Koalition Österreicher Kontinentalsperre „Code Civil Wirtschaftsblockade Tirol Dritten Koalition Nelson Tochterrepubliken Waterloo Trafalgar Italien Erbfolge Portugal Schmuggel Sankt Helena 1821 Artillerieoffizier Kälte Enland Engländer Moskau Schweden konstitutionelle Spanien Finanzreform Korsika Ägypten Italien Austerlitz Preussen