Arbeitsblatt: Übung Kurzgeschichte

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Deutsch
Leseförderung / Literatur
9. Schuljahr
1 Seiten

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540
7
06.02.2014

Autor/in

Werner Coretti
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Schnapsidee – Übung zur Kurzgeschichte Eigentlich wären die Anweisungen klar gewesen, an jenem Dienstagmorgen. Eigentlich hätte man ihnen, aufgrund ihres Alters, auch vertrauen können. Doch im Anbetracht der ungewohnten Freiheiten an einem solchen Schulsporttag muss die beiden irgendwie der Verstand verlassen haben, als sie sich entschlossen, die markierte Piste zu verlassen, um sich hinter einer Schneeverwehung eine Flasche Schnaps zu gönnen, die T. zu Hause seinem Vater aus dem Nachttischchen gestohlen hatte. „Hände weg vom Alkohol!, pflegte der Vater seinen Kindern stets einzubläuen, während er sich gleichzeitig seinen gewohnten Raki gönnte. Die Mutter nickte jeweils zustimmend. Sie wusste nur zu genau, was der Alkohol bei ihnen zu Hause alles anrichtete. Und jetzt sassen die beiden abseits der Piste, unsichtbar für alle, welche sich auf den erlaubten Pisten befanden und tranken Schluck für Schluck von jenem Destillat, welches eigentlich keiner von beiden richtig geniessen konnte, sei es, aus Angst dabei erwischt zu werden, sei es, dass beiden schlichtweg die Gewöhnung an den Alkohol fehlte, die zum Genuss doch irgendwie notwendig gewesen wäre. „Wir könnten eigentlich eine Talabfahrt über jene Flanke dort wagen, meinte jetzt T., dem der Schnaps ihm mittlerweile jenen Mut verschafft hatte, welcher ihm ansonsten, zum Beispiel beim Ansprechen eines ihm wohlgefälligen Mädchens, jeweils fehlte. „Jo, entgegnete D., welcher durch den Einfluss des Alkohols mittlerweile noch gleichgültiger geworden nun für vielerlei Unfug bereit war. Die letzte warnende Hinweistafel sahen die beiden zwar noch, nicht wirklich mehr fähig zu verstehen, dass gerade jetzt insbesondere sie beide gemeint waren. Und dann kam der Schneerutsch, und mit ihm ging der D., resp. wurde von ihm mitgerissen. Dem T., wundersamer Weise verschont, gelang es nach dem ersten kurzen Schock, sich alleine zurück auf die markierte Piste zu begeben. Später schloss er sich irgendeiner Gruppe seiner Schule an. D.‘s Verschwinden aber wurde erst beim Appell am Abend bemerkt. Niemand konnte dazu etwas sagen. T.‘s Gedanken waren, während die Lehrer längst die Suche nach dem Vermissten in grosser Hektik einleiteten, bei der Schnapsflasche. Zum Glück hatte die Lawine diese nicht mitgerissen. So würde es ihm wohl gelingen, das Diebesgut am Abend unbemerkt in Vaters Nachttischschublade zurückzulegen. Auftrag: a) Wo erkennst du typische Merkmale der Kurzgeschichte? Markiere sie! b) Nenne die vorhandenen Merkmale beim Namen: