Arbeitsblatt: Kommunikation

Material-Details

Schulz von Thun, Kommunikationsmodell
Lebenskunde
Gemischte Themen
11. Schuljahr
7 Seiten

Statistik

127787
861
5
07.02.2014

Autor/in

Jessica Stauber
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Konzepte Schulz von Thun Quellen: www.schulz-von-thun.de Miteinander Reden, Band 1, Schulz von Thun Friedemann, 1994 Wer ist Friedemann Schulz von Thun? • • • • • • • • Geboren 1944 in Soltau, Professor für Psychologie an der Universität Hamburg, Schwerpunkt zwischenmenschliche Kommunikation 1975 Habilitation in pädagogischer Psychologie Auseinandersetzung mit Individualpsychologie, Humanistischer Psychologie, systemischer Psychologie Trainingskurse für Lehrpersonen und Führungspersonen 1977 Publikation Miteinander Reden, Band 1 Weitere Publikationen Miteinander Reden, Band 2 (1989) 3 (1998) Lehrt bis heute an der Universität Hamburg, Schwerpunkt Beratung Training mit Dr. Alexander Redlich Konzepte Absichten von Schulz von Thun: • Kommunikation verständlicher machen • Authentisch kommunizieren wirklich das sagen, was ich sagen will echt eindeutig • Kommunikation als Interaktionsphänomen verstehen • persönliche Bereiche in die Kommunikation integrieren • Kommunikation ist ein Komplexesphänomen • Sender – Empfänger Sender schickt eine verbale nonverbale Botschaft Empfänger entschlüsselt die Botschaft Beide Interagieren miteinander reagieren aufeinander Sender kann nicht steuern, wie seine Botschaft ankommt, er kann sich um Klarheit im Der Empfänger weiss nie ob, der Sender die Botschaft so gemeint hat wie sie der Empfänger interpretiert Die Entschlüsselung der Botschaften basiert auf der eigenen Wahrnehmung Missverständnisse sind unvermeidbar • • Drei Empfangsvorgänge Die innere Reaktion des Empfängers baut sich aus drei Aspekten auf, um eine Botschaft klar zu entschlüsseln, ist es wichtig dieser Unterscheidung grosse Bedeutung beizumessen. Wahrnehmung: Phänomene erkennen (z.B. Stirnerunzeln) auch diese ist subjektiv gefärbt: was sehe ich? Was übersehe ich? Woran erinnere ich mich? Hat die Frau erleichtert geseufzt? Hat der Mann geweint? Hat er gelacht? Interpretation: dem Wahrgenommenen eine Bedeutung geben (missbilligt Plan). Interpretationen basieren auf der Realität des Empfängers und nicht auf der des Senders; die Interpretation ist subjektiv. Eine Interpretation kann richtig oder falsch sein. Menschen interpretieren immer! Wichtig ist es eigene Interpretationen zu überprüfen! Frage an das Auditorium: Wie können Sie das tun? (nachfragen, paraphrasieren, Fühlen: das Wahrgenommene und das Interpretiert erzeugt ein Gefühl. Dieser Vorgang geht blickschnell und ist meist unbewusst. Die eigenen seelische Beschaffenheit spielt eine zentrale Rolle, was für ein Gefühl ausgelöst wird (Wut, Trauer, Dieses Gefühl ist eine Realität, es unterliegt nicht der Beurteilung richtig oder falsch. Auch wenn der Sender eine ganz andere Absicht hatte. 4 Seiten einer Nachricht Jede Nachricht hat 4 Seiten, eine ist verbal und drei nonverbale. Jeder Sender operiert auf allen 4 Ebenen. Sachinhalt: das GESPROCHENE WORT: die verbale Botschaft, eine Information ( diese 7%) Selbstoffenbarungsebene: was ich von mir selber zeige, ich zeige wer ich bin (z.B. ich sage wies hier geht, ich bin aufmerksam, Ich-Botschaften (das schaff ich allein) averbale Botschaft Beziehungsebene: was ich von dir halte, wie ich zu dir stehe (du kannst das nicht!) Du-Botschaften averbal (du interessierst mich) Appellebene: wozu ich dich veranlassen will: die verschlüsselte Absicht averbal (Wagen Sie es ja nicht zu widersprechen!) Verbal habe ich aber gesagt: „Offenheit ist mir wichtig! 2 • • 4-Ohren-Modell Jeder Empfänger hört mit allen 4 Ohren. Je nach dem welches Ohr gerade auf Empfang geschaltet ist, „hört der Empfänger unterschiedlich. Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass der Empfänger auf Grund seiner eigenen Wahrnehmung interpretiert. Die Entschlüsselung einer Botschaft ist und bleibt subjektiv. Das ist auch eine Erklärung, weshalb verschieden Menschen die gleiche Botschaft verschieden interpretieren. Jeder Mensch bevorzug in gewissen Situationen bestimmte Ohren: z.B. Pflegende haben in der Regel ein gut ausgebildetes Appellohr. So sagt man, dass Männer eher mit dem Sachohr und Frauen eher mit dem Beziehungsohr hören sollen Vorsicht mit diesen Pauschalurteilen Sachohr: Was ist der Sachverhalt? Verbale Botschaft Selbstoffenbarungsohr: Was ist das für einer? Was sagt diese Person über sich selbst? (mit diesem Ohr entschlüsselt man die Selbstoffenbarungsebene des Senders) Beziehungsohr: Was hält er von mir? Wie ist mir diese Person gesonnen? Wie sieht diese Person mich? Appellohr: Zu was will mich die Person veranlassen? Was soll ich tun? Kongruente – inkongruente Kommunikation Wenn alle 4 Ebenen in die gleiche Richtung wiesen, ist eine Botschaft kongruent stimmig Wenn die verbale averbale Ebene nicht zu einander passen nicht kongruent sind, entstehen Missverständnisse. 3 Modell von Friedemann Schulz von Thun 4 5 Kommunikationsmodell 7