Arbeitsblatt: Mittelalter Stände

Material-Details

Einführung in das Thema Ständegesellschaft im Mittelalter. Vorab kann mit den Rechten der heutigen Gesellschaft begonnen werden - Siehe Zusatzmaterial.
Geschichte
Mittelalter
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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956
28
08.02.2014

Autor/in

Kevin Jelley
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

HERRSCHEN UND DIENEN Wie war die Macht in der mittelalterlichen Gesellschaft verteilt? Lies den Text genau. Unterstreiche wichtig Informationen. Die Machtverhältnisse waren im Mittelalter eindeutig festgelegt. Jeder wurde in eine bestimmte Gesellschaftsschicht, den Stand, hineingeboren. Noch heute geht man zum „Standesamt, wenn man Familienangelegenheiten klären muss. Es gab hauptsächlich drei mittelalterliche Stände: den arbeitenden, den betenden und den kämpfenden. Zur unteren Schicht gehörten Leibeigene, Tagelöhner, Bauern, und Handwerker. Darüber stand die Kirche, der Klerus, angeführt vom Papst. An der Spitze der Machtpyramide standen Ritter, adlige Fürsten und schliesslich der König oder Kaiser. Macht wurde notfalls mit Gewalt durchgesetzt, die Untergebenen waren ihren Herren zum Gehorsam verpflichtet. Dafür schützte der kämpfende Stand seine Untertanen vor feindlichen Angriffen und sorgte allgemein für Ordnung. Wenn nun ein Ritter verantwortlich handelte, seine Untergebenen schützte und die Arbeiter anständig behandelte, lebten alle in Frieden und es gab wenig Probleme. Doch waren die Herrschenden nicht immer weise und gerecht, sondern manchmal auch habgierig und grausam. Dann ächzte das Land unter der Last der hohen Steuern, mit denen die Adligen ihre kleinen Privatfehden oder ihre Prunksucht finanzierten. Die Knechte 1 HERRSCHEN UND DIENEN wurden zu unmässiger Fronarbeit gezwungen und in den Krieg getrieben. Sie fluchten auf ihre Herren und wagten nicht selten den Aufruhr. Immer wieder kam es zu Erhebungen gegen die Obrigkeit, wenn die Not der Menschen zu gross wurde. Meistens ging das jedoch schief: Diese Aufstände wurden nach einiger Zeit mit bewaffneter Gewalt niedergeschlagen. Manchmal besserten sich anschliessend die Verhältnisse. Im Grossen und Ganzen änderte sich aber nicht viel. Das Leben der einfachen Leute wurde im Laufe der Zeit immer beschwerlicher: Immer mehr Menschen gerieten in Abhängigkeit, furchtbare Armut und Elend. Am Ende des Mittelalters, zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam es deshalb zu einem grossen Bauernaufstand. Die Kirche war damals sehr einflussreich, denn die Menschen waren sehr gläubig. Eingewichtiges Machtinstrument hielt der Papst in der Hand: Er konnte jeden Christen exkommunizieren, das heisst aus der Kirche ausschliessen. Nach damaliger Auffassung kam derjenige dann nicht ins Himmelsreich, sondern musste in der Hölle schmoren. Davor hatten die Menschen sehr grosse Angst. Wie wirkungsvoll dieses Druckmittel war, zeigt der Streit zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich VI. und Papst Gregor VII., der 1075 entbrannte. Dabei ging es darum, wer die höchste Macht auf Erden war, Papst oder Kaiser. Als schliesslich Papst Gregor den Kaiser aus der Kirche ausschloss, blieb Heinrich nichts anderes übrig, als mitten im Winter im Büsserhemd über die Alpen zu ziehen und sich dem Papst zu Unterwerfen Zu welchem Stand gehören die Personen? Ordne zu. Abt – Ritter – Leibeigener – Bauer – Bäcker – Bischof – Papst – König – Schuhmacher – Fürst – Graf – Schmied – Kaufmann – Mönch – Baumeister – Herzog 1. Stand – Klerus 2 2. Stand Adel 3. Stand – Bauern, Bürger HERRSCHEN UND DIENEN 3