Arbeitsblatt: Faustkeil

Material-Details

Arbeitsblatt
Geschichte
Urzeit
4. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

127855
1759
6
10.02.2014

Autor/in

Corinne Mühlemann
Bündtlistr.1
5707 Seengen
062 777 11 08
079 281 90 65
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Faustkeil von Pratteln Den ersten in der Schweiz gefundenen Faustkeil verdanken wir wie viele der wichtigsten Funde einem glücklichen Zufall. Ein Schüler aus Pratteln machte sich an einem schulfreien Nachmittag im Jahre 1974 auf, um nach Fossilien zu suchen, die seine Sammlung ergänzen sollten. Er stocherte auch an einem Abhang bei der sogenannten Hohlen Gass herum und stiess dabei auf einen Stein, der ihm durch seine gelblich braune Farbe auffiel. Der Stein war nicht aus dieser Gegend und deshalb bemerkenswert, dass war dem Schüler sofort klar. Er nahm ihn mit und zeigte ihn zu Hause. Ein Nachbar konnte dem Finder die gewünschte Auskunft geben: Der gelb braune Stein war ein Faustkeil, ein wichtiger Fund, der dem Kantonsmuseum Liestal gemeldet werden musste. Wie bedeutungsvoll der Fund tatsächlich war, erfuhr der Schüler schliesslich im Museum. Er hatte den ersten schweizerischen Faustkeil entdeckt. Der Faustkeil von Pratteln ist aus Feuerstein (Silex) gearbeitet. Silex ist ein sehr hartes Gestein. Der Faustkeil ist mandelförmig und etwa 20 cm lang. Er passt gut in eine Faust (daher der Name) und wiegt mehr als 1 kg. Der Jäger aus der Altsteinzeit war mit kräftigen, recht groben Schlägen ans Werk gegangen, als er diesen ovalen Silexknollen zu diesem Faustkeil umgestaltete. Jede der muschelförmigen Vertiefungen auf der Oberfläche des Geräts ist das Ergebnis eines Schlages. Silex splittert in muscheligen Brüchen, wie dickes Glas. Und wie beim Glas sind auch die Bruchkanten des Feuersteins scharf und schneidend. Wozu brauchte man den Faustkeil?