Arbeitsblatt: Reformation

Material-Details

PPP zur Reformation und Luther nach Lehrmittel DGzG
Geschichte
Mittelalter
7. Schuljahr
54 Seiten

Statistik

127889
1331
37
23.02.2014

Autor/in

Anne-Sophie Hunziker


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Reformation Reformation (vom Lateinischen reformatio „Wiederherstellung, Erneuerung) bezeichnet die kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen (katholisch, lutherisch, reformiert) führte. Martin Luther (14831546) Theologe aus Eisleben SachsenAnhalt • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene Jean Calvin (15091564) Jurist aus Noyon bei Paris • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene Huldrych Zwingli (14841531) Theologe aus Wildhaus St.Gallen • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene Thomas Müntzer (14891525) Theologe aus Stolberg SachsenAnhalt • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene Antworten zu Seite 51 1. 2. 3. Die Jahreszählung beginnt mit der Geburt von Jesus Christus. Sonn und Feiertage gehen ebenfalls auf die christliche Religion zurück. Apostel: Anhänger von Jesus Christus Evangelien: Darstellungen des Lebens von Jesus Christus Märtyrer: Christen, die an ihrem Glauben trotz Verfolgung und Folter festhielten und deshalb getötet wurden Kaiser Konstantin (306 – 337) Antworten zu Seite 56 2. 3. 4. Gemeinsame Chorgebete, Arbeiten, Unterrichten, Predigen, Seelsorgen, Abschreiben Weil die Mönche die Menschen zum Christentum bekehrten, Klöster gründeten, predigten Frieden und königlichen Gehorsam Franz von Assisi gründete die Mönchsgemeinschaft der Franziskaner. Ihre wichtigste Regel war, dass sie keinen Besitz haben durften, sie lebten von den Gaben der Menschen Antworten zu Seite 58 1. Da er der Nachfolger des Apostels Petrus war 2. Römischkatholische Kirche 3. 4. Konzil: Versammlung der Erzbischöfe und Bischöfe Inquisition: Untersuchung Ketzer: Menschen, die falsche Lehren verbreiteten und dem Irrglauben verfallen sind Kirche und somit der Papst lehrte die Gläubigen, die Macht der Könige und Fürsten anzuerkennen Antworten zu Seite 63 1. 2. 6. Wer mehr gute Taten als Sünden begangen hat, kommt in den Himmel. Die anderen in die Hölle. Heilige: Menschen, die ein besonders gutes Leben geführt haben und bei Gott im Himmel lebten Reliquien: Körperteile von Heiligen oder Gegenstände, mit denen Jesus oder Heilige zu tun gehabt haben Eigene Meinung Antworten zu Seite 66 1. 2. 3. Oberhaupt der römischkatholischen Kirche, Herrscher über den Kirchenstaat. Politik und Krieg. Internationale Einnahmequelle Bischofssitze konnten vom Papst gekauft werden. Pfarrstellen wiederrum von Bischöfen. Die Kirche im Mittelalter Im christlichen Glauben werden diejenigen Menschen, die zu wenig gute Taten (zu viele Sünden) in ihrem Leben begangen haben, nach ihrem Tod in die Hölle geschickt. Um diesem Schicksal zu entgehen, unternahmen die Christen um 1500 alle mögliche: • Beichten • Heiliges Brot essen • Heiligenverehrung • Reliquien sammeln • Wallfahrten • Ablasskauf Die Haupttätigkeiten des Papstes waren zu dieser Zeit Politik und Krieg, da der Kirchenstaat einen grossen Teil Mittelitaliens umfasste und der Papst oft aus einer vornehmen und reichen italienischen Familie stammte und so seinen Reichtum sichern wollte. Die Posten als Bischof oder Erzbischof konnten vom Papst erkauft werden, weshalb oft keine ausgebildeten Geistlichen diese Ämter ausführten. Die Bischöfe selbst konnten nun die Pfarrstellen an ebenfalls nicht ausgebildete Personen verkaufen. Diese Priester hielten sich nicht an die Priesterregeln und konnten dies durch ein Entgelt (Dispensationsgebühr) wettmachen. Die Klöster waren ebenfalls durch die Abgaben der Bevölkerung reich und duldeten nur noch reiche Menschen in ihrer Mitte. Die Reformation Aufgrund der Missstände der christlichen Kirche (Vermischung von Glaube und Aberglaube, Gegensatz Bibel und Kirchenrealität, unqualifiziertes geistliches Personal im Dienste der Politik, Ablasswesen) stieg die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der bestehenden Kirchenordnung. In ganz Europa setzten sich infolge dessen namhafte Theologen und Politiker kritisch mit der Entwicklung der christlichrömischen Kirche auseinander. • Martin Luther (Deutschland) • Jean Calvin (Frankreich) • Huldrych Zwingli (Schweiz) • Thomas Müntzer (Deutschland) Martin Luther • Lies im dünnen Buch die Seiten 42 bis 45 zu Martin Luther • Bearbeite das Blatt „Luthers Werdegang • Beantworte die Fragen zu den gelesenen Seiten im Buch • Bearbeite das Arbeitsblatt „Lehre Luthers • Nimm dir ein Blatt mit Textstellen zum Ausschneiden und bearbeite die Aufträge dazu Luther auf dem Reichstag zu Worms (1521) MasterUntertitelformat bearbeiten Vorgeschichte Luthers Anschlag seiner „95 Thesen gegen den Ablass 1517 an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg machten ihn bald im ganzen Reich bekannt. Viele Menschen stimmten ihm zu, da sie sehr unzufrieden waren mit der Kirche. Luther wurde der Kirche gefährlich und deshalb wurde von ihm verlangt, dass er seine Thesen widerrufe. Luther tat dies nicht und wurde von der Kirche verbannt. Er verbrannte die Bannbulle des Papstes öffentlich in Wittenberg. 1521 wird Luther vom Kaiser auf den Reichstag zu Worms geladen. Mastertextformat bearbeiten Zweite Ebene Dritte Ebene Vierte Ebene Fünfte Ebene Die Reise nach Worms • Luther wird vom Kaiser auf Druck einiger Fürsten nach Worms geladen. Dort soll Luther nach dem Willen der Kirche und auch des Kaisers seine Lehren widerrufen. Die Fürsten, die Luther unterstützen, hoffen durch die bevorstehenden Ereignisse, die politische Macht Roms in Deutschland zu schwächen. • Auch fordert Luthers Landesfürst, der mächtige Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, dass Luther nicht ohne Anhörung geächtet und verhaftet wird. Luther begibt sich am 2. April 1521 auf die Reise nach Worms. Schon die Anreise zum Reichstag jedoch wird nicht zu dem von der Kirche erhofften Bussgang. Die Fahrt nach Worms gleicht eher einer Triumphfahrt, aller Orten wird Luther mit Begeisterung empfangen – auch in Worms. Luther vor dem Reichstag Luthers Auftreten auf dem Reichstag wird als sachlich, klug und überlegt beschrieben. Er muss zweimal vor dem Kaiser erscheinen. Jedes Mal wird ihm deutlichst nahe gelegt, seine Lehren zurückzunehmen, Luther jedoch sieht keinen Beweis gegen seine Thesen und Ansichten, der ihn bewegen könnte, seine Thesen zu widerrufen: Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde; denn weder dem Papst noch den Konzilien allein glaube ich, da es feststeht, dass sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben, so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen! Mastertextformat bearbeiten Zweite Ebene Dritte Ebene Vierte Ebene Fünfte Ebene Nach dem Reichstag • • Nachdem er den Verhandlungssaal verlassen hat, ruft er erleichtert Ich bin hindurch. Und er ist auch fürs Erste hindurch: Luther wird entlassen, jedoch nicht verhaftet, da ihm der Schutzbrief für 21 Tage freies Geleit zusichert. Er begibt sich am 25. April auf die Rückreise. Als er und die ihn unterstützenden Fürsten Worms verlassen haben, verhängt der Kaiser über Luther die Reichsacht. Das heisst, dass er von jedermann verfolgt und getötet werden konnte. Auf der Rückreise lässt Kurfürst Friedrich Luther am 4. Mai entführen. Dies geschieht einerseits, um Luthers Sicherheit zu garantieren, andererseits, um ihn kurzzeitig von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Auch dient diese Aktion dem Kurfürsten vor allem dazu, sich selbst nicht zu gefährden, da der Fürst ja einem Geächteten und Ketzer Unterschlupf gewährte. Luther wird auf die abgeschiedene Wartburg gebracht und die reformatorische Bewegung hat Zeit, sich zu festigen. Mastertextformat bearbeiten Zweite Ebene Dritte Ebene Vierte Ebene Fünfte Ebene Ortschaften Luther Die Wartburg • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene Die Reformation in der Schweiz • • • Nach Luthers Durchbruch wird auch in Zürich heftig über die Reformation diskutiert. Sollte man sich als Ketzer bekennen und sich gegen Papst und Kaiser stellen? 1522 verstiess Zwingli als Pfarrer des Grossmünsters mit einigen Anderen gegen ein kirchliches Verbot (Fleisch während Fastenzeit) und stellte somit klar, dass er auf Luthers Seite stand. Der Bischof von Konstanz verlangte Zwinglis Entlassung. Der Grosse Rat von Zürich handelte daraufhin überlegt, er veranstaltete am 29. Januar 1523 die erste Zürcher Disputation, an der ca. 600 Personen (inkl. bischöfliche Delegation) teilnahmen. Die Reformation in der Schweiz • • • Bei der Disputation ging es darum, ob sich Zwingli mit seinen Äusserungen der Ketzerei schuldig gemacht hat oder nicht. Diskutiert wurde zwischen Zwingli und seinen Anhängern und den Gegnern der „Neuen Lehre. Der Rat beschloss zu Gunsten Zwinglis, der mit seiner Argumentation schlüssig seine Position vertreten konnte. Für die Disputation verfasste Zwingli 67 Artikel (Thesen) oder Schlussreden. Der Rat beschloss auch, dass alle anderen Prediger sich von nun an nur noch an die Heilige Schrift zu halten haben und somit ihre Kirchen nach der Lehre Luthers reformieren mussten. Die Reformation in der Schweiz • • An der 2. Zürcher Disputation 1523 kam es in Zürich zu Bilderstürmen (Zwingli verurteilte Bilder in der Kirche in seiner Schrift „Auslegen und Gründe der Schlussreden als Götzendienst). 1524 beschliesst der Rat die Entfernung der Bilder, Kruzifixe, Statuen und Wanddarstellungen aus den Kirchen. Die Reformation in der Schweiz • • Den Zürcher Bürgern wurde keine freie Wahl zwischen der katholischen und der lutherischen Kirche. Jedoch zweifelte niemand diesen neuen Glauben öffentlich an und so setzte sich die Reformation auch in Bern, Basel, Schaffhausen, St.Gallen, Neuenburg und Genf durch. Andere Städte, Luzern und Freiburg, hielten an ihrer bisherigen kirchlichen Ordnung fest und entschieden sich gegen die Reformation. Arbeitsaufträge • • Ordne im blauen Buch auf der Seite 82 unten die 15 Aussagen in einer Tabelle „für oder „gegen Zwingli Erstelle in deinem Heft eine kurze Übersicht zum Ablauf der Reformation in Zürich anhand der Abbildung im blauen Buch von Seite 83 Die Lage der Bauern • • Lies im blauen Buch auf den Seiten 85, 86 und 87 die folgenden Abschnitte: „Die Lage der Bauern „Die Forderungen der Bauern „Die Entwicklung in Zürich „Der Bauernkrieg 1524 25 Vervollständige das Arbeitsblatt „Die Bauern und die Reformation Der Bauernkrieg 1524/25 Da die deutschen Fürsten gegenüber den Forderungen der Bauern standhaft blieben, griffen sie zur Gewalt um diese durchzusetzen. Durch gewaltige Fürstenheere wurden die schlecht bewaffneten und organisierten Bauern blutig niedergeschlagen. Die Anführer der Bauern wurden hingerichtet. Luther stellte sich nach anfänglichen Vermittlungsversuchen auf die Seite der Fürsten, da er gegen die Gewaltbereitschaft der Bauern war. Die Bauernrevolution war in Deutschland gescheitert. Die Rechte und Pflichten der Kirche übernahmen von nun an die Fürsten, die Pflichten der Bauern blieben erhalten. Der erste Kappeler Krieg und Landfrieden • • Der Erste Kappelerkrieg war ein Konflikt zwischen reformierten und katholischen Orten in der Schweiz. Er brach 1529 aus, endete aber ohne eigentliche Kampfhandlungen mit einem Versöhnungsessen, der «Kappeler Milchsuppe». (Ende Juni 1529 marschierten die Zürcher Truppen gegen die Innerschweizer Kantone. In diesem Ersten Kappelerkrieg konnte dank Vermittlung durch die neutralen Orte ein Bruderkrieg unter den Eidgenossen verhindert werden. Gemäss den Berichten nutzte das gemeine Fussvolk der beiden Heere die Zeit, während die Führer verhandelten, zu einer Verbrüderung und stellte genau auf der Grenze zwischen den beiden Gebieten einen grossen Kochtopf auf ein Feuer. Die Zuger sollen die Milch und die Zürcher das Brot für eine Milchsuppe beigesteuert haben, die dann von beiden Heeren gemeinsam verspeist wurde. Bei Ebertswil steht heute der Milchsuppenstein) Lage Ebertswil • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene • • Der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli verbündete sich 1529 mit dem protestantischen Konstanz zum Christlichen Burgrecht. Dieses Bündnis unter der Führung Zürichs war in erster Linie gegen Österreich und in zweiter Linie gegen die katholischen inneren Orte Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug gerichtet. Die fünf inneren Orte gründeten als Gegenmassnahme mit Österreich die Christliche Vereinigung. • • • • Im Zentrum des Glaubensstreits standen die Fürstabtei St. Gallen und die gemeinen Herrschaften, insbesondere der Thurgau. Zwingli wollte mit einem militärischen Schlag dem Gegenbündnis den Boden entziehen und suchte nach einem Kriegsgrund. Im Mai 1528 liessen die Zürcher im Thurgau einen katholischen Feldweibel hinrichten, ein Jahr später verbrannten die Schwyzer den reformierten Pfarrer Jakob Kaiser. Nachdem ein Unterwaldner als Landvogt in Baden eingesetzt worden war, erklärte Zürich den inneren Orten am 8. Juni 1529 den Krieg. Die Zürcher marschierten bei Kappel am Albis auf und besetzten den Thurgau und die St. Galler Landschaft. • • • Das Angebot der sich neutral verhaltenden Innerschweizer kurz vor dem militärischen Aufeinandertreffen der Kriegsparteien, einen Ausgleich suchen zu wollen, wurde angenommen. Als Ergebnis dieser langwierigen und schwierigen Verhandlungen wurde der Erste Kappeler Landfrieden am 26. Juni 1529 geschlossen. Kampflos wurde der erste Kappeler Landfriede geschlossen. Es wurde vereinbart, dass jede Gemeinde durch Mehrheitsbeschluss den alten oder neuen Glauben annehmen durfte (Parität). • Der ausgehandelte Vertrag legte fest, dass die Orte sich nicht gegenseitig wegen Glaubensfragen beleidigen oder provozieren sollten. In den Zugewandten Orten und Gemeinen Herrschaften durften die Kirchgemeinden autonom über das religiöse Bekenntnis entscheiden. Den fünf katholischen Orten wurde die alleinige Kriegsschuld zugewiesen. Sie sollten deshalb auch die gesamten Kosten des Krieges tragen. Außerdem durften sie ihr bestehendes Sonderbündnis mit König Ferdinand nicht weiterführen. Insgesamt wurde durch den Vertrag das reformierte Lager stark bevorteilt. • • • Mit dem ersten Kappeler Landfrieden wurde die Reformation in der Schweiz durch die fünf katholischen Orte formell anerkannt. Im Gegenzug erhielten diese ihren Glauben garantiert. Zum ersten Mal wurde das gleichwertige Nebeneinander der Konfessionen gewährt. Da die Glaubensfrage dem Mehrheitsprinzip unterstellt war, ereignete sich eine folgenreiche Entwicklung in den gemeinen Herrschaften. Die Bestimmungen dieses Friedensvertrages wurden durch den Zweiten Kappeler Landfrieden nach dem Zweiten Kappeler Krieg weitgehend rückgängig gemacht beziehungsweise ersetzt. Der zweite Kappeler Krieg und Landfrieden • • Der Zweite Kappelerkrieg war 1531 die Fortsetzung des Ersten Kappelerkriegs. Die Abmachungen des ersten Kappeler Landfriedens hielten nicht lange. Wesentlichen Einfluss hatte die Entwicklung in Deutschland. Die Beschlüsse des Augsburger Reichstags führten zu Misstrauen zwischen der katholischen und reformierten Partei in der Schweiz. Einmischungen in die Glaubensverhältnisse der gegnerischen Gebiete verstärkten diese Haltung. • • Zürich wurde vorgeworfen, sich neue Gebiete einverleiben zu wollen. Als die katholischen inneren Orte die Hilfe im Müsserkrieg verweigerten, drängte der Zürcher Reformator Zwingli auf einen neuen Waffengang. Die im Christlichen Burgrecht verbündeten Orte blieben zurückhaltend und verhängten einzig eine Lebensmittelsperre gegen die inneren Orte, worauf diese am 9. Oktober 1531 Zürich den Krieg erklärten. In der Schlacht bei Kappel erlitten die isolierten und schlecht geführten Zürcher am 11. Oktober 1531 eine Niederlage. Zwingli fiel in dieser Schlacht. • • • In der dreizehn Tage später stattfindenden Schlacht am Gubel wurde der Krieg endgültig zugunsten der katholischen Orte entschieden und Friedensverhandlungen eingeleitet. Mit dem Zweiten Kappeler Landfrieden wurde der Zweite Kappelerkrieg beendet und damit die weitere Ausbreitung der Reformation in der deutschen Schweiz beendet. Der Zweite Kappeler Landfriede, der am 20. November 1531 im Weiler Deinikon bei Baar geschlossen wurde, regelte die religiösen Verhältnisse nach dem Zweiten Kappeler Krieg, der zur Zeit der Reformation zwischen den katholischen und reformierten Orten der Eidgenossenschaft ausgetragen wurde. Deinikon (Baar) • Mastertextformat bearbeiten • Zweite Ebene • Dritte Ebene • Vierte Ebene • Fünfte Ebene • • Der Erste Kappeler Landfrieden wurde aufgehoben. Die unterlegenen reformierten Kantone mussten gegenüber den Regelungen durch den Ersten Kappeler Landfrieden empfindliche Nachteile in Kauf nehmen: Jeder souveräne Kanton der Eidgenossenschaft kann in seinem Gebiet nach dem Prinzip cuius regio eius religio die Konfession für alle Einwohner verbindlich regeln. Für Deutschland wurde dieses Prinzip erst durch den Augsburger Religionsfrieden von 1555 verbindlich. • • Die Grafschaft Toggenburg musste die Lehnshoheit der Fürstabtei St. Gallen wieder anerkennen. Die reformierten und paritätischen Gemeinden durften weiter bestehen und mussten vom katholischen Fürstabt respektiert werden. Das Toggenburg blieb also ein gemischtkonfessionelles Gebiet. Es blieb zwar als Zugewandter Ort mit der Eidgenossenschaft verbunden, durch die Definitive Etablierung der fürstäbtischen Herrschaft waren einerseits die Unabhängigkeitsbestrebungen der Toggenburger vorläufig gescheitert, andererseits weitere Versuche Zürichs, seine Macht nach Osten zu erweitern, blockiert. Die Untertanen der Fürstabtei St. Gallen im Fürstenland zwischen Wil und Rorschach mussten zum katholischen Glauben zurückkehren. • • • Die Gemeine Herrschaft Thurgau blieb zwar im Prinzip ebenfalls ein gemischtkonfessionelles Gebiet, katholische Einwohner einer Gemeinde konnten jedoch die Wiederherstellung ihres Gottesdienstes verlangen, die reformierten Kirchgemeinden hatten in diesem Fall kein Anrecht auf Fortbestand. Die Gemeinen Herrschaften Freie Ämter, Gaster, Uznach sowie die Schirmherrschaft Rapperswil wurden ganz rekatholisiert. Die Grafschaft Baden und die Grafschaft Sargans zum grössten Teil. Die reformierten Orte mussten das christliche Burgrecht auflösen. • Die durch den Zweiten Kappeler Landfrieden bestimmten Machtverhältnisse zwischen den katholischen und reformierten Orten der Eidgenossenschaft wurden erst nach dem Zweiten Villmerger oder Toggenburgerkrieg 1712 korrigiert. Die Reformation in Europa In der Schweiz festigte sich die Reformation durch den Ersten und Zweiten Kappeler Landfrieden und wurde als 2. Konfession akzeptiert, In Deutschland misslang die Unterwerfung der Protestanten unter Kaiser Karl V. Nach dem Augsburger Religionsfrieden 1555 mussten beide Konfessionen akzeptiert werden. In Frankreich kämpften die Protestanten (Hugenotten) 40 Jahre für ihre Akzeptanz. Die Reformation setzte sich nur minimal durch. Das Konzil von Trient (1545 – 1563) • • • Lies im blauen Buch die Seiten 92 und 93 (ohne den Abschnitt „Der Jesuitenorden) Erstelle in deinem Heft eine Zusammenfassung zum gelesenen Text Beantworte die Fragen 1 bis 3 von Seite 95