Arbeitsblatt: Postenarbeit Cybermobbing

Material-Details

sechs Posten zum Thema Cybermobbing
Lebenskunde
Kommunikation / Medien
8. Schuljahr
13 Seiten

Statistik

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12.02.2014

Autor/in

Jeremias Bachmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Postenübersicht: Name des Postens Posten 1:MARC UND SANDRA IN DER WEBFALLE Posten 2: CYBER. WAS? Posten 3: VERBREITET UND SCHÄDLICH Posten 4: SO SCHÜTZT DU DICH Posten 5: OPFER VON CYBERMOBBING: RICHTIG REAGIEREN Posten 6: SEXUELLE BELÄSTIGUNG Bearbeitende SuS Posten 1:MARC UND SANDRA IN DER WEB-FALLE Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat mit den wichtigsten Informationen und notiert euch auf Stichwortkärtchen, was ihr euren Mitschülern mitteilen wollt. GA 3. Bereitet eure Präsentation vor. GA Cybermobbing hinterlässt Spuren, wie die wahren Geschichten von Marc (14) und Sandra (16) beweisen. Marc: Er musste die Schule wechseln Freunde haben von Marc (14) mit der iPhoneKamera peinliche Bilder geknipst und gedacht, die wird ja eh niemand sehen. Doch das Smartphone war nicht Passwortgeschützt und in einem Moment der Unachtsamkeit konnte sich ein Mitschüler Zugang zum Handy und somit den Bildern verschaffen: Die Fotos wurden auf Facebook geladen, unzählige Male runtergeladen und neu gepostet. Marc traute sich schliesslich nicht mehr in die Schule und nach vielen Gesprächen mit der Schulleitung beschloss man, dass er besser die Schule wechsle. Sandra: ein Oben-Ohne-Bild Sandra (16) schickte ihrem Freund als Liebesbeweis ein Oben-Ohne-Bild. So lange die beiden ein Paar waren, behielt er dieses Foto für sich, doch bald gerieten die beiden sich gehörig in die Haare und kamen nicht mehr aus dem Streiten heraus. In der Folge verschickte er das private Foto mit fiesen Kommentaren versehen via Handy an mehrere Freunde. Der gemeinsame Nenner Diese und weitere Geschichten haben einen gemeinsamen Nenner: die Opfer leiden unter massivem psychischen Stress. Sie haben dann Angst zur Schule zu gehen, ziehen sich aus dem Freundeskreis zurück, im Extremfall begehen sie Selbstmord. Geraten Daten, Fotos, Geschichten ins Internet, können diese runtergeladen und weiter verbreitet werden. Einmal im Netz, immer im Netz: und das Opfer kann nichts mehr dagegen tun. Aus der Erfahrung lernen Gehe mit deinen Daten in social Networks wie Netlog oder Facebook vorsichtig um, um ähnliche Erlebnisse zu vermeiden. Posten 2: CYBER. WAS? Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat mit den wichtigsten Informationen und notiert euch auf Stichwortkärtchen, was ihr euren Mitschülern mitteilen wollt. GA 3. Bereitet eure Präsentation vor. GA Viele Jugendliche haben bereits erlebt, wie jemand Klasse oder woanders von Bekannten beleidigt, ausgegrenzt, ja vielleicht sogar verprügelt wurde. Diese Phänomene finden heute auch in der „digitalen Welt statt; sie werden als Cybermobbing bezeichnet. in der Cybermobbing ist ein Überbegriff für verschiedene Phänomene. Unter anderem: Cyberbullying Darunter gehören fiese oder beleidigende SMS schicken, peinliche Bilder ohne Einverständnis im Internet veröffentlichen, unwahre Gerüchte auf der Pinnwand auf Facebook verbreiten oder per Messenger (MSN, ICQ etc.) beleidigen. Das ist also Mobbing (Ausgrenzung, fertig machen) unter Schülerinnen und Schülern mit Einsatz von Medien wie Internet und Handys. Cybergrooming Erwachsene suchen in Chatrooms Minderjährige, um mit ihnen zu chatten. Sie geben sich meist als Gleichaltrige aus und erfinden eine zweite Identität, um mit ihnen in Kontakt zu kommen. Anfangs erscheinen sie als äusserst nett und verständnisvoll. Letztendlich wollen sie aber sexuelle Kontakte, sei es sexuelle Unterhaltung im Chat oder auch Treffen in der Realität. Cyberstalking Wenn jemand beharrlich und ungewünscht via unzähligen Email/SMS kontaktiert wird, nennt man das Cyberstalking (Mehr Beispiele.) Aufgeben von Internet-Inseraten auf einschlägigen Seiten mit der Telefonnummer des Opfers, versenden von bedrohlichen Emails, kaufen oder verkaufen von Artikeln im Internet oder veröffentlichen von Homepages im Namen des Opfers Phishing Achtung vor Datendieben! Abgeleitet vom englischen Wort „fishing ( „Fischen mit einem Köder) bedeutet dieses Wort, dass der Betrüger etwas vom User „zu erfischen versucht, meistens über Phishing-Mails. Phishing-Mails unterscheiden sich vom Aussehen her oftmals fast nicht vom Originalmail (zum Beispiel einer Bank). Darin erbitten die Kriminellen den User, das Passwort oder die Kontonummer erneut zu übermitteln. So versuchen sie im Internet sensible Daten wie Kreditkarten-Nummern, PINs, TANs (Kundennummern z.B. beim OnlineBanking) oder Passwörter zu ergaunern. Posten 3: VERBREITET UND SCHÄDLICH Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat mit den wichtigsten Informationen und notiert euch auf Stichwortkärtchen, was ihr euren Mitschülern mitteilen wollt. GA 3. Bereitet eure Präsentation vor. GA 23% der 12-19-Jährigen in der Schweiz geben an, dass sie jemand im Internet fertig machen wollte und 11%, dass beleidigende Aussagen über sie im Internet verbreitet wurden. Cyber-Mobbing ist weit verbreitet und aus verschiedenen Gründen besonders schädlich. Wegen folgenden Merkmalen ist Cyber-Mobbing so schlimm: Eingriff rund um die Uhr in das Privatleben Cyber-Mobbing endet nicht nach der Schule oder der Arbeit. Weil der Täter die Täterin rund um die Uhr über das Internet oder das Handy angreifen kann, werden die Opfer sogar zu Hause verfolgt. Die eigenen vier Wände schützen also nicht vor Mobbing-Attacken, es sei denn, man nutzt keine modernen Medien. Das Publikum ist unüberschaubar gross und vergisst nie Filme, Bilder und Texte können ganz einfach von einem Internetportal in ein anderes kopiert werden und erreichen dadurch rasch ein riesiges Publikum. Vergessene Inhalte können immer wieder an die Öffentlichkeit gelangen und es den Opfern schwermachen, darüber hinwegzukommen. Täter/-innen können anonym agieren Nicht zu wissen, wer der Täter ist, ist belastend für das Opfer. Die Täterin fühlt sich in der Anonymität sicher und dadurch motiviert, den Angriff fortzusetzen. Aber Achtung: Auch Täter/-innen hinterlassen Spuren und können erwischt werden. Identität von Täter/-innen und Opfer Cyber-Mobbing kann sowohl zwischen Gleichaltrigen als auch zwischen unterschiedlichen Generationen (z.B. Schülerschaft und Lehrpersonen) stattfinden. Alter oder Aussehen spielen dabei keine Rolle, da sich der oder die Täter/-in jederzeit eine neue Identität aufbauen kann. Unbeabsichtigtes Cyber-Mobbing Es kann passieren, dass man jemanden ohne böse Absicht verletzt, wenn man nicht über die Konsequenzen einer Aktion nachdenkt oder einem nicht wirklich bewusst ist, was ein Witz für einen anderen bedeutet. Da die Reaktionen des Opfers für den Täter die Täterin nicht sichtbar sind, ist ihm das Ausmass verletzender Worte oder Bilder nicht unbedingt klar. Posten 4: SO SCHÜTZT DU DICH Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat mit den wichtigsten Informationen und notiert euch auf Stichwortkärtchen, was ihr euren Mitschülern mitteilen wollt. GA 3. Bereitet eure Präsentation vor. GA Einen vollständigen Schutz gegen Cybermobbing gibt es nicht. Wenn du jedoch einige grundlegende Regeln beachtest, minimierst du das Risiko merklich. So kannst du dich gegen Cybermobbing schützen: • • • • • • Mache deine Passwörter niemals öffentlich, das heisst auch nicht deinem oder deiner besten Freund-/in. Denn wer weiss schon, ob er oder sie nächste Woche noch immer der oder die beste Freund/-in ist. Veröffentliche nicht zu viele Informationen über deine Person im Internet, denn sie können missbraucht werden. Vor allem private Angaben wie Wohnort und Handynummer gehören nicht ins Internet. Ebenso verhält es sich mit Fotos, welche man in die Fotoalben lädt. Fotos können missbraucht werden. Also überlege dir vor dem Upload, ob du das Bild tatsächlich posten willst oder ob es vielleicht doch nur in deine private Sammlung gehört. Behandle Chatpartnerinnen und Chatpartner, Freunde auf Facebook etc. nur so, wie du selbst behandelt werden willst. Suchst du in Zukunft einen Job, denke daran, dass bestimmte Fotos oder Aussagen auf sozialen Netzwerken den zukünftigen Arbeitgeber dazu bewegen können, deine Bewerbung abzulehnen. Das ist schon mehrmals passiert. Veröffentliche deine Handynummer nicht im Internet und gib sie nur deinen persönlichen Freunden weiter, Vernachlässige deinen Freundeskreis im Offline-Leben nicht, das heisst, mache weiterhin mit Freunden ab, gehe deine Hobbys nach und geniesse das bildschirmfreie Leben. Posten 5: OPFER VON CYBERMOBBING: RICHTIG REAGIEREN Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat mit den wichtigsten Informationen und notiert euch auf Stichwortkärtchen, was ihr euren Mitschülern mitteilen wollt. GA 3. Bereitet eure Präsentation vor. GA Du wurdest im Internet/per Handy angegriffen, beleidigt oder bloss gestellt. Trifft diese Aussage auf dich zu, ist es wichtig, dass du rasch reagierst. Folgende Massnahmen haben sich bewährt, wenn man Opfer von Cybermobbing ist: Sichere die Beweise Die Angriffe müssen dokumentiert sein. Stelle sicher, dass die belästigenden Nachrichten/SMS so gespeichert sind, dass du sie wieder findest. Chat-Unterhaltungen kannst du auch mit einem Printscreen (Tastenkombination Apple: Apfel-Shift-3; PC-User Shift-Printscreen) als Bild speichern. Falls rechtliche Schritte notwendig sind, kann die Schule oder die Polizei aufgrund dieser Beweise gezielt handeln. Diese Beweise sind auch für die Glaubwürdigkeit deiner Aussagen wichtig. Blockiere oder melde den Cyber-Mobber Täter/-innen können aus der Freundschaftsliste gelöscht bzw. blockiert werden (siehe z.B. in Facebook unter „Privatsphäre-Einstellungen/ Blockierte Personen und Anwendungen). Nach einer Blockierung können von dieser Person keine Nachrichten sowie Posts mehr erhalten werden. In manchen Communities können zudem User gemeldet und so ausgeschlossen werden. Antworte nicht Antworte nicht auf provozierende oder beleidigende Nachrichten, egal ob diese via Handy, Email oder auf einer Community-Plattform eingegangen sind. Denn genau eine solche Reaktion will der Täter provozieren, dich sozusagen aus der Reserve locken und er wird sich so bestätigt fühlen. Diese Nachrichten zu ignorieren, kann schwer fallen, aber irgendwann wird die mobbende Person das Interesse verlieren und die Belästigungen stoppen. Du bist nicht allein Cybermobbing ist weit verbreitet. Erwachsene sind für das Problem sensibilisiert und sie wissen, wie sie in solchen Fällen handeln müssen: Schulsozialarbeiter/-innen, Telefonnummer 147 oder Internetberatungsportale wie z.B. www.tschau.ch können dir dabei behilflich sein. Bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität kannst du zudem ein Meldeformular ausfüllen und so Unterstützung der Behörden erhalten. Ganz wichtig ist auch, dass du die Probleme nicht in dich hinein frisst. Leidest du unter Cybermobbing, informiere deine Eltern, deine Lehrperson oder deine Freunde, so dass sie dich mit Taten unterstützen oder schon mit Zuhören helfen können. Posten 6: SEXUELLE BELÄSTIGUNG Auftrag: 1. Lies zuerst den Text durch. EA 2. Erstellt in der Gruppe ein Plakat den wichtigsten Informationen und euch auf Stichwortkärtchen, was ihr Mitschülern mitteilen wollt. GA mit notiert euren 3. Bereitet eure Präsentation vor. EA Alle können Opfer von sexuellen Belästigungen werden: Mädchen und Jungs. Deshalb ist es angezeigt, im Internet gegenüber fremden Chatpartnern etwas misstrauisch zu sein. Wenn man sexuell belästigt wird, dann wird man über unangenehme, unangemessene oder seltsame Dinge ausgefragt. Die andere Person will zum Beispiel von dir wissen, ob du noch Jungfrau bist, ob du gerne Sex haben möchtest oder ob du dich vor der Webcam ausziehen würdest. Vielleicht bekommst du von jemandem ungefragt pornografische Bilder zugeschickt oder jemand erzählt Dinge von sich, die unangenehm sind. Solche Leute klickt man im Chat am besten einfach weg, ohne ihre Fragen oder Kommentare zu beantworten. Das ist nicht im Geringsten unhöflich. Noch besser ist, wenn es nicht so weit kommt. Dazu dienen diese Massnahmen: • • Privatsphäre-Einstellung auf die maximale Stufe setzen.Setze die Sicherheitsfunktionen auf die höchste Stufe. Nähere Angaben wie Wohnort, Geburtsdatum und private Bilder sollen nur für Freunde sichtbar sein. Unter den Menüpunkten «Einstellungen» oder «Privatsphäre-Einstellungen» können diese Anpassungen vorgenommen werden. Wenn du bei deiner Community unsicher bist, wende dich an den Betreiber und frage nach, wie man die Privatsphäre einstellen kann. Das öffentliche Profil soll so anonym wie möglich sein. • Wenn du eine Webcam hast, wähle die Einstellung so, dass sie für andere nicht sichtbar ist. • • Schalte die Funktion «Uhrzeiten anzeigen, an denen Nachrichten gesendet werden» und «Automatisch den Verlauf meiner Unterhaltungen (Logfiles) archivieren» ein, wenn du diese Einstellungen bei deinem Anbieter vornehmen kannst. So ist bei Belästigungen gleich alles dokumentiert. • • Setze unangenehme Chatpartner auf die Liste blockierter Kontakte. • • • • Bei der Kontaktaufnahme mit Fremden äusserst vorsichtig sein. Nicht jeder sollte in eine MSN-, Skype-, oder Facebook-Freundesliste aufgenommen werden, da man nicht weiss, wer wirklich dahinter steckt. Es ist sicherer nur mit Leuten, zu kommunizieren, die du kennst und magst. Von Treffen mit Internetbekanntschaften ist grundsätzlich abzuraten. Willst du trotzdem unbedingt jemanden treffen, dann sollte das Treffen auf einem öffentlichen Platz stattfinden, wo es andere Menschen hat. Treffe die unbekannte Person nur, wenn du ein 100%-ig gutes Gefühl hast und ein/-e Erwachsene/-r von dem Treffen informiert ist, inklusive Ort und Namen dieser Person. Noch besser ist es, wenn dich mindestens das erste Mal deine Kollegen/-innen begleiten. • • • Je jünger du bist, desto gefährlicher ist ein Treffen mit Unbekannten. Bist du noch nicht 16 Jahre alt, solltest du solche Treffen ganz unterlassen. Zeige dein öffentliches Profil deinen Eltern und hol dir so ein Feedback zur Sicherheit.Wenn du ein Problem hast, dein öffentliches Profil deinen Eltern zu zeigen, ist dies ein möglicher Hinweis, dass dein Profil zu persönliche Informationen beinhaltet. Oder? Wirst du trotz allen Massnahmen sexuell belästigst, gelten die gleichen Empfehlungen, wie für die Cybermobbing-Opfer.