Arbeitsblatt: Ablasshandel-Luther

Material-Details

Die SuS lesen/spielen das Anspiel mit verteilten Rollen (genaue Beschreibung ist angehängt)
Pädagogik und Psychologie
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8. Schuljahr
2 Seiten

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26.03.2014

Autor/in

Martina Wendt
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Spiel: Ablasshandel Vorbereitung: Textabschnitte an acht Schüler verteilen, die sich einlesen, ohne ihre Texte den Nachbarn zu zeigen Erzähler: Tetzel: Luther: Sünder mit eiterndem Bein: Enkel/in der Sünderin: Ablassverkäufer: Ablassverkäufer: Empörter Anwesender: 1, 11, 16 3, 5, 7, 10 12, 15 4, 14 6, 9 2 8 13 kleine Zettel bzw. Karten auf das Lehrerpult legen (für Abschnitt 3 benötigt (s.u.)) der erste Durchgang wird etwas holprig sein; darum gleich darauf ein zweites Mal spielen lassen ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------1. Du bist der Erzähler, der Erste in diesem Spiel. Du stehst auf, stellst dich vor die Tür, öffnest sie und sagst laut: Vor der Kirche zu Wittenberg gibt es mehrere Stände, an denen Ablassbriefe angeboten werden. Man kann auch eine Ausstellung gegen Eintritt besichtigen (zeigst auf die Tür), in der heilige Gegenstände zu sehen sind. Allein das Sehen der Gegenstände kann von kleinen Sünden befreien. 2. Wenn der Erste aufhört und sagt „.allein das Sehen der Gegenstände kann von kleinen Sünden befreien, stehe auf und rufe: „Kommt und schaut euch die Heiligtümer an! Kommt und seht, und eure kleinen Sünden sollen euch vergeben werden! 3. Wenn jemand sagt: eure kleinen Sünden sollen euch vergeben werden!, gehst Du zum Lehrertisch, nimmst ein paar Karten in die Hand und rufst laut wie auf dem Markt: „Kauft Ablassbriefe! Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt! 4. Wenn jemand sagt: Kauft Ablassbriefe! Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt!, gehst du langsam hinkend zu ihm und sagst weinerlich: „Herr, ich bin krank. Mein Bein eitert. Gott bestraft mich für meine Schuld. Was muss ich tun, dass ich frei von Sünde und Krankheit bin? 5. Wenn jemand sagt: Herr, ich bin krank. Mein Bein eitert. Gott bestraft mich für meine Schuld. Was muss ich tun, dass ich frei von Sünde und Krankheit bin?, stellst du dich auf deinen Stuhl, so dass dich jeder gut sehen und hören kann, nimmst einen Zettel in die Hand und rufst laut: „Kaufe diesen Ablassbrief für nur 100 Münzen, und du kannst wieder laufen und springen wie ein Kind! 6. Wenn jemand sagt: Kaufe diesen Ablass für nur 100 Münzen und du kannst wieder laufen und springen wie ein Kind, gehst du zu ihm, kniest vor ihm nieder und sagst wehmütig: „Herr, meine Ururgroßmutter hat damals ihren Gatten mit einem Anderen betrogen. Jede Nacht höre ich sie aus der Hölle quälend rufen. Was kann ich tun, damit sie doch noch in den Himmel kommt? 7. Wenn jemand sagt: „ Was kann ich tun, damit sie doch noch in den Himmel kommt?, gehst du zu ihm und sagst: „Hier, kaufe diesen Ablass für nur 50 Münzen und deine Ururgroßmutter wird noch heute in den Himmel kommen. 8. Wenn jemand sagt „Hier, kaufe diesen Ablass für nur 50 Münzen und deine Ururgroßmutter wird noch neute in den Himmel kommen, stehst du auf, gehst zu dem bettelnden Sünder, umarmst ihn tröstend und flüsterst ihm vertraulich zu: „Ja genau, das würde ich an deiner Stelle tun. Verkaufe dein Kleid und den Schrank, den du zur Hochzeit bekommest hast. Bring das Geld vorbei und deine Ururgroßmutter wird gerettet. 9. Wenn jemand sagt: „Bring das Geld vorbei und deine Ururgroßmutter wird gerettet, fängst Du an fröhlich zu tanzen und ein dir bekannstes Lied zu singen. 10. Nachdem jemand mit dem Tanzen und Singen fertig ist, springst du aufgeregt auf und fängst an zu schimpfen: „Das Bein, das sich zum Tanzen regt, wird im Himmel abgesägt. 11. Wenn jemand ruft „das Bein, das sich zum Tanzen regt, wird im Himmel abgesägt, sagst du erzählerisch: Luther ist auf dem Weg zur Kirche. Als er von weitem schon die Stände mit dem Ablasshandel sieht, wird er wütend. Er beschleunigt seinen Schritt und stellt sich vor die Menge. 12. Du bist Luther. Während jemand über Luther erzählt, steckst du deine Beffchen in den Kragen und rufst den Leuten zu: „ Leute!!!! Wartet!!!! Ihr seid im Irrtum! Gott liebt euch. Ja, er liebt jeden einzelnen von euch. Gott schenkt euch den Glauben. Er möchte, dass ihr gerecht lebt. Wer Sünde getan hat und Reue zeigt, wird von Gott herzlich aufgenommen. 13. Nach Luther bist du dran. Ganz empört sagst du zu deinem Nachbarn: Wer ist das denn? Widerspricht der Kirche! Ein Ketzer ist das! Das muss ich dem Bischof erzählen. 14. Wenn jemand sagt „das muss ich dem Bischof erzählen, gehst du zu Luther und fragst ihn: „Der Ablass ist meine einzige Hoffnung, gesund zu werden. Warum sollte ich so viel leiden müssen, wenn Gott mich liebt? 15. Wenn jemand sagt „Warum sollte ich soviel leiden müssen, wenn Gott mich liebt?, bist du wieder dran und sagst: „Der Ablass wird dich nicht gesund machen, Bruder. Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen. Gott straft dich nicht. Gott hilft dir, das Leid zu ertragen. 16. Du bist als Erzähler wieder dran. Wenn Luther sagt: „Gott hilft dir, das Leid zu ertragen, sagst du zu der Menge: „Der Mann mit dem eiternden Bein geht kopfschüttelnd davon. Auch die anderen Menschen wenden sich von ihm ab. Das macht Luther traurig. Die Menschen haben große Angst vor der Hölle, und da sie nicht lesen können, glauben sie alles, was die Kirche ihnen sagt. So geht auch er zurück ins Kloster und überlegt, was er tun kann, damit die Leute ihm glauben.